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Virtuelle Welten im Tourismus. Kein Platz mehr für Authentizität?

Titel: Virtuelle Welten im Tourismus. Kein Platz mehr für Authentizität?

Hausarbeit , 2014 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Robert Kindopp (Autor:in)

Tourismus - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Tourismus ist ein soziales Phänomen, von dem alle Mitglieder der Gesellschaft betroffen sind, an dem die Mehrzahl partizipiert und welcher verschiedenste Formen hervorbringt. [...]
Tourismus ist ein Grundbestandteil der modernen Gesellschaft geworden. Vorhin hatte ich bereits erwähnt, dass Gesellschaftlicher Wandel Auswirkungen auf das Angebot und dem Konsum des Tourismus hat. Da wir in einer Welt des technologische Umbruchs leben, in der die Alltägliche Lebenswelt sich immer mehr auch in virtuellen, sprich in digitalen Welten, abspielt, will ich mit dieser Arbeit untersuchen und veranschaulichen inwieweit diese „Virtualisierung“ der alltäglichen Lebenswelt auch Einfluss auf den Tourismus hat.
Ziel soll es sein, einige bereits eingetretene oder absehbare Tendenzen zu beschreiben, die den Tourismus im Allgemeinen und den Massentourismus im Besonderen beeinflussen bzw. beeinflussen können. Da Virtuelle Welten immer nur Abbildung von Realität sein können, steht natürlich die Frage nach der Authentizität solcher virtueller Tourismus Formen in Raum. Die Fragestellung inwieweit Authentizität im Tourismus in seiner heutigen Form überhaupt noch möglich ist soll ein zentraler Bestandteil dieser Arbeit sein. Dieser Thematik widme ich im dritten Kapitel dieser Arbeit.
Zur Einführung will ich zunächst einen historischen Abriss zum Thema Reisen geben; viele moderne Erscheinungen im Tourismus lassen sich in diesem Kontext leichter einordnen und verstehen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich die Postmodernen Freizeit und Ferienwelten beschreiben und skizzieren und diese auch kritisch betrachten. Im fünften Kapitel dieser Arbeit werde ich beschreiben inwieweit die Grenzen zwischen der Virtualität und der Realität durch Technischen Fortschritt immer mehr verschwimmen und verschmelzen können. Im sechsten Abschnitt werde ich beschreiben was unter Virtuellen Tourismus zu verstehen ist und Anschluss dann zwei Praxisbeispiele geben um die Thematik zu veranschaulichen. Der siebte Abschnitt soll dann dazu dienen einige Erkenntnisse aus dieser Arbeit nochmals hervorzuheben und zusammenzufassen und einen Ausblick zu wagen. In diesem Abschnitt will ich Bezug nehmen welche Gesellschaftlichen Veränderungen zu einer Konvergenz im Tourismus geführt haben und wie diese aussehen. Desweiteren will ich die Möglichkeiten und Grenzen von Virtuellen Tourismusformen aufzeigen und veranschaulichen ob und inwieweit sich Virtualität und Authentizität ausschließen müssen oder nicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Historischer Wandel des Reisens

3. Zur Authentizität: Definitionen und Konzepte

3.1. Authentizität: Definitionen

3.2. Differenzierte Konzepte von Authentizität:

3.3. Zur Authentizität und der Postmoderne

3.4. Der Post-Moderne Tourist

4. Postmoderne Inszenierungen

4.1. Inszenierungen

4.2. Kritik an den Postmodernen Inszenierungen

5. Virtualität, Realität und Echtzeit

5.1. Virtualität und Realität

5.2. Echtzeit

6. Virtueller Tourismus

6.1. Virtueller Tourismus im Internet

6.2. Virtuelle Stadtrundgänge

6.3. Google Earth

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Virtualisierung der Lebenswelt auf den Tourismus und geht der zentralen Forschungsfrage nach, inwieweit authentische touristische Erfahrungen in einer von postmodernen Inszenierungen geprägten Gesellschaft überhaupt noch möglich sind.

  • Historische Entwicklung des Reisens vom frühen Tourismus bis zur Moderne
  • Soziologische Konzepte von Authentizität und die Rolle des postmodernen Touristen
  • Analyse von Inszenierungsstrategien und künstlichen Erlebniswelten
  • Untersuchung des Verhältnisses von Virtualität, Realität und Echtzeit
  • Evaluierung virtueller Tourismusformen wie Stadtrundgänge und Google Earth

Auszug aus dem Buch

3.1. Authentizität: Definitionen

Seit Mitte der 70er Jahre erfährt in der soziologischen und sozialpsychologischen Tourismusforschung das Thema „Authentizität“ Beachtung. Authentizität meint im Allgemeinen die Echtheit von Erfahrungen und Erlebnissen, im Kontext des Tourismus die Echtheit von touristischen Orten, Plätzen, Szenerien, Gegenständen (z.B. Souvenirs, Kunstwerke) oder auch folkloristische Darbietungen (z.B. Tänze) sowie von Interaktionen zwischen Touristen und der am Urlaubsort ansässigen Bevölkerung.

Goffman (1959) hat in seinem klassischen Beitrag zur Soziologie dargestellt, wie in alltäglichen Interaktionen Menschen versuchen, einen Eindruck zu hinterlassen, und wie sie durch dieses „impression management“ zugleich ihre soziale Identität konstruieren. Er bediente sich in seinem Beitrag der Anologie des Theaters und erklärte: „Wir spielen alle Theater“. Damit gemeint ist, dass jedem Mensch bewusst ist das das er wahrgenommen, beobachtet und interpretiert wird. Diese These stützte er auf die Aussage das Menschen im Stundentakt verschiedenste Rollenbilder zu erfüllen haben: So können sie beispielsweise Vater, Vorgesetzter in einer Firma, Ehepartner etc. in einer Person sein. Verschiedene Rollen erfordern unterschiedliche Rollenbilder, was Menschen dazu nötige teilweise eine Rolle zu spielen und sich zu „inszenieren“. Der „Darsteller“ ist hierbei stets bemüht, seinem „Publikum“ einen authentischen Eindruck zu vermitteln. (Treibel 2006: 105)

Goffmans Ansatz wurde vom Soziologen Dean MacCannell, (1973; 1976) auf den Tourismus übertragen. In seinem Buch „The Tourist” beschreibt er den modernen Touristen als einen Reisenden, der immer mehr auf der Suche nach dem „wahren Leben“, der „Realität“ und damit „Authentizität“ ist. Im Gegensatz dazu wird das „moderne“ Leben als unauthentisch und oberflächlich verstanden. Folglich findet in diesem Kontext eine Neudefinition der Kategorien „Wahrheit“ und „Realität“ statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung bettet das Phänomen Tourismus in den gesellschaftlichen Wandel ein und formuliert das Ziel, den Einfluss der Virtualisierung auf authentische Reiseerlebnisse zu untersuchen.

2. Historischer Wandel des Reisens: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Reisens von der Antike über die Grand Tour bis zum Aufkommen des organisierten Massentourismus nach.

3. Zur Authentizität: Definitionen und Konzepte: Hier werden theoretische Ansätze zur Authentizität vorgestellt, inklusive der kritischen Perspektiven von Goffman und MacCannell sowie Cohens Konzept der emergenten Authentizität.

4. Postmoderne Inszenierungen: Das Kapitel analysiert den Trend zu künstlichen Ferienwelten und die Art und Weise, wie die Tourismusindustrie Erlebnisse für den Konsumenten inszeniert.

5. Virtualität, Realität und Echtzeit: Es werden die begrifflichen Grundlagen für Virtualität und deren technologische Umsetzung sowie das Bedürfnis der Menschen nach zeitnaher Teilhabe in Echtzeit diskutiert.

6. Virtueller Tourismus: Dieser Teil beleuchtet praktische Anwendungsbeispiele des virtuellen Tourismus, wie Internet-Stadttouren und Google Earth, als neue Form der Destinationsvermittlung.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit zieht ein Resümee über das Paradoxon zwischen individuellem Wunsch nach Authentizität und der zunehmenden Standardisierung sowie Inszenierung durch die Tourismusindustrie.

Schlüsselwörter

Tourismus, Authentizität, Postmoderne, Virtualität, Erlebnisgesellschaft, Inszenierung, Realität, Digitalisierung, Massentourismus, Identität, Konsum, Virtueller Tourismus, Reiseverhalten, Stadtrundgänge, Google Earth

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem menschlichen Bedürfnis nach authentischen Reiseerlebnissen und der zunehmenden Virtualisierung sowie Inszenierung innerhalb der modernen Tourismusindustrie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen der historische Wandel des Reisens, soziologische Authentizitätsdebatten, die Entstehung postmodernen Erlebnistourismus und die Rolle digitaler Technologien im modernen Reisekontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob und wie authentische Erfahrungen im heutigen Tourismus überhaupt noch möglich sind, wenn die Grenzen zwischen Realität und virtuellen Inszenierungen zunehmend verschwimmen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie soziologische und kulturwissenschaftliche Ansätze (z.B. von Goffman, MacCannell und Urry) auf aktuelle Entwicklungen der Tourismusbranche anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Authentizität und Postmoderne, die Analyse von Inszenierungsstrategien in der Reiseindustrie sowie die Untersuchung spezifischer virtueller Formate wie Google Earth und digitale Stadtrundgänge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Authentizität, Postmoderne, Virtualität, Erlebnisgesellschaft, Inszenierung und digitaler Tourismus geprägt.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Technik für den Tourismus?

Technik wird sowohl als Instrument für gesteigerten Komfort und Informationszugang betrachtet, als auch als Symbol für die zunehmende Entfremdung und die Auflösung der Grenze zwischen Arbeits- und Freizeitwelt.

Was schlussfolgert die Arbeit in Bezug auf die Zukunft der Authentizität?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Sehnsucht nach einem „ursprünglichen“ Tourismus in der heutigen, medial geprägten Welt weitgehend naiv ist, da selbst das Authentische oft nur noch eine „inszenierte Authentizität“ darstellt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Virtuelle Welten im Tourismus. Kein Platz mehr für Authentizität?
Hochschule
Universität Bremen
Veranstaltung
Seminar: Ethnologie des Tourismus
Note
2,0
Autor
Robert Kindopp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V286285
ISBN (eBook)
9783656864950
ISBN (Buch)
9783656864967
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tourismus Authentizität Virtualität Virtuelle Welten Virtueller Tourismus Realität Postmoderne Postmoderner Tourismus Inszenierungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Kindopp (Autor:in), 2014, Virtuelle Welten im Tourismus. Kein Platz mehr für Authentizität?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286285
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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