Das vorliegende Forschungsprojekt zielt darauf ab, die strategischen Herausforderungen in internen und externen Kommunikationsstrukturen von Start-ups zu identifizieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie in existierenden Start-ups kommuniziert wird bzw. werden sollte und auf welche Weise die Kommunikation in Zusammenhang mit der Kultur sowie der Führung eines Unternehmens steht. Im Rahmen dessen wird ein besonderer Fokus auf die sogenannte Dialogorientierung und ihren Einfluss auf die Unternehmenskommunikation gelegt. Aufgrund der in Start-ups meist vorherrschenden „Owner Centricity“ (Wiesenberg et al., 2020, S. 53) nehmen die CEOs beziehungsweise die Gründer:innen der Unternehmen eine essenzielle Rolle hinsichtlich der Entwicklung Ihres Unternehmens ein. Sie prägen die Kultur sowie die Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden, Stakeholdern & Co (Wiesenberg et al., 2020, S. 53). Dementsprechend liegt es nahe, direkt mit diesen Personen in Kontakt zu treten. Dies geschieht vorliegend durch eine qualitative Befragung von zwölf CEOs deutscher Start-ups anhand eines teilstandardisierten Interviewleitfadens.
Zu Beginn werden die relevanten theoretischen Konstrukte näher erläutert. Start-ups und ihre Herausforderungen werden dargestellt und die Kommunikation innerhalb von Start-ups wird näher betrachtet. Zudem werden die Termini Unternehmenskultur und -führung sowie dialogorientierte Unternehmenskommunikation behandelt. Daraufhin wird die Methode, ergo das Sampling, das Untersuchungsinstrument und die Instrumentalisierung, vorgestellt. Abschließend stellt ein zusammenfassendes Fazit die erwarteten Ergebnisse sowie Limitationen der Untersuchung dar und bietet eine Basis für zukünftige Forschung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Start-ups als Forschungsgegenstand
2.2 Start-up-Kommunikation
2.3 Unternehmensführung und Unternehmenskultur
2.4 Dialogorientierte Unternehmenskommunikation
3 Methode
3.1 Stichprobe und Feldzugang
3.2 Untersuchungsinstrument und Instrumentalisierung
4 Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit identifiziert die strategischen Herausforderungen in der internen und externen Kommunikation von Start-ups unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von CEOs, der Unternehmenskultur und der Relevanz einer dialogorientierten Kommunikationsstrategie.
- Analyse des Einflusses von CEOs auf die Unternehmenskultur und Kommunikationsstrukturen.
- Untersuchung des Dialogkonzepts im Kontext von Public Relations und Unternehmensführung.
- Einfluss der Wachstumsdynamik auf die interne Kommunikation.
- Bedeutung von Offenheit und Mitarbeiterorientierung zur Steigerung der Organisationsqualität.
Auszug aus dem Buch
2.4 Dialogorientierte Unternehmenskommunikation
Das Wort Dialog an sich impliziert lediglich, dass zwei Partien an einer Konversation beteiligt sind. Das Dialog-Konzept und die damit verbundene Dialogorientierung basiert auf der interpersonalen Kommunikation und wird mit dem Prinzip einer idealisierten Verständigung assoziiert. Im Rahmen der Unternehmenskommunikation, insbesondere im Bereich der Public Relations, hat sich eine noch tiefere Interpretation etabliert, die mehr auf die Zweiseitigkeit auf Augenhöhe zwischen den Beteiligten eingeht (Hoffjann, 2014, S. 5). Ein einheitliches Begriffsverständnis von Dialogorientierung hat sich nicht entwickelt (Gutiérrez-García et al., 2015, S.745), jedoch wird deutlich, dass eine „reziproke Interaktion“ (Johann, 2020, S. 108), die auf Offenheit basiert, im Fokus steht. Letztlich geht es darum, mehrere Perspektiven alternierend, gleichermaßen mit in die Interaktion aufzunehmen und wertzuschätzen. Selbst diese Art der Definition lässt jedoch diverse Interpretationen zu. Um einen Bezug dieses theoretischen Konstrukts zur Praxis herzustellen, wurde folgende Forschungsfrage selektiert:
FF2: Wie definieren Start-up-CEOs dialogorientiere Kommunikation?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Kommunikation für Organisationskultur und Führung in Start-ups und definiert das Erkenntnisinteresse sowie die Forschungsfragen.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Start-ups, Unternehmenskultur, Unternehmensführung und dialogorientierte Kommunikation theoretisch hergeleitet und in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet.
3 Methode: Dieser Abschnitt beschreibt den qualitativen Forschungsansatz, die geplante Stichprobe aus zwölf CEOs und die methodische Vorgehensweise mittels eines teilstandardisierten Interviewleitfadens.
4 Diskussion und Fazit: Das Kapitel synthetisiert die Erkenntnisse aus der Literatur, reflektiert die Rolle von CEOs bei der Implementierung dialogorientierter Kommunikation und diskutiert Möglichkeiten der zukünftigen Forschung.
Schlüsselwörter
Start-ups, Unternehmenskommunikation, Unternehmenskultur, Dialogorientierung, CEOs, Public Relations, Führung, Organisationskultur, Interne Kommunikation, Externe Kommunikation, Owner Centricity, Qualitative Forschung, Interviewleitfaden, Stakeholder, Wettbewerbsumfeld.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die strategischen Herausforderungen, denen sich Start-ups in ihrer internen und externen Kommunikation gegenübersehen, und wie diese mit spezifischen Führungsstilen und Unternehmenskulturen verknüpft sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen zwischen Unternehmensführung, der Entstehung von Unternehmenskultur, dem Innovationsdruck in Start-ups und der dialogorientierten Kommunikationspraxis.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifizierung der Rolle von Gründer:innen und CEOs bei der Entwicklung einer dialogorientierten Kommunikationskultur, um so die Effektivität von Kommunikationsprozessen in jungen Unternehmen zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer geplanten Befragung (Telefoninterviews) von zwölf CEOs basiert, um deren subjektive Perspektiven durch einen teilstandardisierten Leitfaden zu erfassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Definition der Begriffe, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise und die Diskussion der Ergebnisse auf Basis vorhandener Literatur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Start-up-Kommunikation, Dialogorientierung, Unternehmenskultur sowie die "Owner Centricity" von Führungspersonen.
Welche Rolle spielt die "Owner Centricity" für die Kommunikation?
Da in der Start-up-Phase die gesamte Verantwortung oft bei der Gründerpersönlichkeit liegt, prägen die CEOs direkt die Kultur und die Art der Kommunikation, was sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung für die Organisationsentwicklung darstellt.
Warum ist eine Definition von Dialogorientierung durch CEOs notwendig?
Da es in der Literatur keine einheitliche Definition gibt und die Praxisinterpretation durch die CEOs maßgeblich beeinflusst, wie dialogorientiert ein Start-up tatsächlich kommuniziert.
- Quote paper
- Amelie Junk (Author), 2023, Strategische Herausforderungen in der Start-up-Kommunikation in Hinblick auf Unternehmenskultur, Unternehmensführung und Dialogorientierung. Perspektive der CEOs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1453933