Unter dem Begriff des Konstruktivismus sind mehrere geistige Strömungen des 20. Jahrhunderts einzuordnen, sie lassen sich in den Bereichen der Soziologie, der Erziehungswissenschaft, der Kunst und auch der Politikwissenschaft finden.
Gemeinsam ist ihnen der Grundsatz, der bereits im Namen der Theorie seinen Ausdruck findet; alles wahrgenommene, sprich die Umwelt, ist ein Konstrukt und damit auch eine höchst subjektive, weil subjektiv Wahrgenommene und danach postulierte Wirklichkeitskonstruktion.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung zur Begrifflichkeit
- Gegenüberstellung verschiedener Positionen
- Abgrenzung zu weiteren Theorien
- Konstruktivismus in der Politikwissenschaft
- Grundlegende Darstellung
- Konstruktivismus in den Internationalen Beziehungen
- Anwendung
- Kritik
- Schlussbemerkungen
- Bezug Basismodul Einführung in die Politikwissenschaft
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht den Konstruktivismus im Kontext der Internationalen Beziehungen. Ziel ist es, den Konstruktivismus grundlegend darzustellen, ihn von anderen Theorien abzugrenzen und seine Anwendung und Kritik zu beleuchten. Der Bezug zum Basismodul Einführung in die Politikwissenschaft wird hergestellt.
- Definition und Abgrenzung des Konstruktivismus
- Vergleich des Konstruktivismus mit anderen Theorien (Neo-Realismus, Neo-Liberalismus, Rational Choice)
- Der Konstruktivismus in der Politikwissenschaft: Grundlegende Darstellung und Anwendung
- Schlüsselkonzepte des Konstruktivismus (Soziale Konstruktion, Intersubjektivität, Identität)
- Kritik am Konstruktivismus
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einführung klärt den Begriff des Konstruktivismus und ordnet ihn verschiedenen geistigen Strömungen des 20. Jahrhunderts zu. Kapitel 1.1 vergleicht verschiedene Positionen des Konstruktivismus (radikal, methodisch, interaktionistisch). Kapitel 1.2 grenzt den Konstruktivismus von anderen Theorien der Internationalen Beziehungen ab, insbesondere Neo-Realismus, Neo-Liberalismus und der "Rational Choice"-Theorie. Kapitel 2 geht tiefer auf den Konstruktivismus in der Politikwissenschaft ein, beschreibt seine grundlegende Darstellung und beleuchtet seine Anwendung.
Schlüsselwörter
Konstruktivismus, Internationale Beziehungen, Politikwissenschaft, Neo-Realismus, Neo-Liberalismus, Rational Choice, Soziale Konstruktion, Intersubjektivität, Identität, Wirklichkeitskonstruktion, methodisches Vorgehen, Handlungsmuster.
Häufig gestellte Fragen zum Konstruktivismus in der Politik
Was ist der Kern des Konstruktivismus?
Der Grundsatz lautet, dass die wahrgenommene Umwelt ein soziales Konstrukt ist und Wirklichkeit subjektiv wahrgenommen und postuliert wird.
Wie grenzt sich der Konstruktivismus vom Neo-Realismus ab?
Während realistische Theorien von festen materiellen Interessen ausgehen, betont der Konstruktivismus die Bedeutung von Identitäten, Normen und sozialen Interaktionen.
Was bedeutet „Intersubjektivität“ in diesem Zusammenhang?
Intersubjektivität bezieht sich auf geteilte Bedeutungen und Wissen zwischen Akteuren, die soziale Strukturen und internationales Handeln erst ermöglichen.
In welchen Bereichen findet der Konstruktivismus Anwendung?
Neben der Politikwissenschaft (Internationale Beziehungen) ist er auch in der Soziologie, Erziehungswissenschaft und Kunsttheorie verankert.
Welche Kritik wird am Konstruktivismus geäußert?
Kritikpunkte betreffen oft die methodische Greifbarkeit und die Frage, inwieweit objektive Realität für wissenschaftliche Analysen vernachlässigt werden kann.
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- Martin Riggler (Author), 2008, Theorien der Internationalen Beziehungen: Der Konstruktivismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/123053