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Versicherheitlichung im Cyberraum. Akteure, Strategien und Praktiken in Deutschland

Title: Versicherheitlichung im Cyberraum. Akteure, Strategien und Praktiken in Deutschland

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 26 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Janik Horstmann (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit soll auf die Akteure, Strategien und Praktiken in der deutschen Sicherheitspolitik eingegangen werden, um mithilfe der Analyseansätze von Versicherheitlichungsakten der Pariser Schule den Versicherheitlichungsprozess in Deutschland zu untersuchen. Im Fokus steht dabei der Staat als versicherheitlichender Akteur, aber auch private Akteure und ihr zunehmender Einfluss werden berücksichtigt. Darauf aufbauend sollen Präzisierungen der Pariser Schule für das Feld der Cybersicherheit artikuliert werden vor allem aber die Machtlogiken in der deutschen Sicherheitspolitik identifiziert werden und wie diese sich in sozial konstruierten gesellschaftlichen Prozessen widerspiegeln.

Das Vorhaben den Prozess der Versicherheitlichung im Cyberraum in Deutschland nachzuzeichnen und zu analysieren folgt folgenden Gliederungspunkten: Zuerst widmen wir uns dem Begriff "Cyber" und dem damit einhergehenden Cyberraum, welcher unseren Untersuchungsgegenstand bildet. Anschließend folgt die Darstellung, die der Arbeit zugrunde liegenden Theorie der Versicherheiltichung. Dabei steht der Ansatz der Pariser Schule mit Bezug auf Thierry Balzacq (2005) im Mittelpunkt. Im Anschluss erfolgt die Übertragung der Theorie auf den sicherheitspolitischen Operationsraum "Cyber" und damit einhergehend die Identifikation der versicherheitlichenden Akteure in diesem Raum sowie die Analyse der Cybersicherheitspolitik in Deutschland.

Versicherheitlichung im Cyberraum ist ein altes Phänomen in einem relativ neuen und vom Menschen geschaffenen Raum. Hier treffen nationalstaatliche Machtansprüche auf globale Vernetzung und Datenaustausch. Dieses Politikfeld erfährt weltweit zunehmend an Aufmerksamkeit von Regierungen, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft. Dadurch ist es zu einem umkämpften und sich dynamisch verändernden Raum der politischen Auseinandersetzungen geworden, aber auch zu einem in dem internationale Zusammenarbeit besser funktioniert als in vielen anderen Bereichen in denen es nötig wäre, wie beispielsweise dem Klimaschutz. Obwohl es sich beim Cyberraum um einen globalen/transnationalen Ort handelt spielen Nationalstaaten und in Ihnen stattfindende gesellschaftliche Prozesse eine entscheidende Rolle als treibende Kräfte eines voranschreitenden Versicherheitlichungsprozesses. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen äußeren und inneren Sicherheitsthemen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cyber

2.1 Macht- und Funktionslogik von Cyber

2.2 Cyberraum

3. Theorie der Versicherheitlichung

3.1 kritische Sicherheitsforschung – drei verschiedene Ansätze

3.2 Pariser Schule

3.2.1 Thierry Balzacq – The three Faces of Securitization

3.3 Probleme der Pariser Schule

4. Cybersicherheit oder Versicherheitlichung des Cyberraums – Wer? Und wenn, ja. Wie weit?

4.1 Versicherheitlichung im Cyberraum

4.2 Cyberkriminalität

4.3 Nationalstaaten als versicherheitlichende Akteure

5. Institutioneller Rahmen - Cybersicherheit in Deutschland

5.1 Nationale Cybersicherheitsstrategie

5.2 Private Akteure

5.3 Analyse des Versicherheitlichungsprozesses in Deutschland

6. Schluss/Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Versicherheitlichungsprozess im deutschen Cybersicherheitssektor auf Basis der Theorie der Pariser Schule. Ziel ist es, Machtlogiken zu identifizieren, die Rolle des Staates sowie privater Akteure zu analysieren und die soziologischen Bedingungen zu präzisieren, unter denen Cybersicherheit als Bedrohung konstruiert wird.

  • Analyse von Akteuren, Strategien und Praktiken in der deutschen Sicherheitspolitik
  • Anwendung des Versicherheitlichungsansatzes nach Thierry Balzacq
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen staatlicher Kontrolle und privater Einflussnahme
  • Identifikation der Mechanismen, die den Cyberraum zu einem sicherheitspolitischen Operationsraum machen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Thierry Balzacq – The three Faces of Securitization

Im nun folgenden Absatz werde ich mich auf Thierry Balzacq (2005) beziehen, der mit seiner Veröffentlichung „The Three Faces of Securitization: Political Agency, Audience and Context“ Kritik am Ansatz der Kopenhagener Schule übt und neben Didier Bigo (2002; 2005, 2008; 2009) einer der Hauptvertreter der Pariser Schule ist. Er behauptet, das Versicherheitlichung nicht nur durch Diskurse, sondern auch durch Praktiken stattfindet, weshalb er Sicherheit als praktischen Prozess betrachtet. (Stachowitsch/Binder 2017: 8) Balzacqs Kritik an dem Programm von Sicherheitsstudien der Kopenhagener Schule sollte nicht als Ablehnung verstanden werden, sondern als Versuch, durch Berücksichtigung anderer entscheidender Variablen, die Erklärungsmöglichkeiten auszuweiten und dadurch zu stärken. (Balzacq 2005: 179) Balzacq argumentiert das Versicherheitlichung als strategische/pragmatische Praxis verstanden werden soll, die als Teil einer Formung von Umständen stattfindet. Elementar ist dafür das Einbeziehen des (sozialen) Kontexts, der psychokulturellen Disposition des Publikums und der Macht, die sowohl der Sprecher als auch die Zuhörer in die Interaktion miteinbringen. (Balzacq 2005: 172) Balzacq betrachtet demnach Sicherheitsäußerungen nicht als reine Sprechakte, die insofern erfolgreich sind, als das die Regeln von den Agenden befolgt werden, sondern sie werden als diskursive Techniken betrachtet, die es dem versicherheitlichenden Akteur ermöglichen, die Zustimmung seiner artikulierten These in der Öffentlichkeit zu erhöhen. (vgl. Perelman and Olbrechts-Tytecka, 1969: 4) (Balzacq 2005: 172) Er nennt dies eine „Neufassung des Sprechaktmodells der Sicherheit“. Das bedeutet, er bezieht strategische Zwecke mit in die Betrachtung von Versicherheitlichungsakten mit ein, wodurch der soziale Kontext in die Analyse des Versicherheitlichungsaktes inkludiert wird. Der soziale Kontext bildet das Feld in dem Machtkämpfe stattfinden und in dem versicherheitlichende Akteure die Aufmerksamkeit auf ein Sicherheitsproblem richten können um die Unterstützung der Zuhörer/Empfänger in die Richtung einer gewünschten politischen Richtung zu lenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen der Versicherheitlichung im Cyberraum ein und definiert den Fokus auf die deutsche Sicherheitspolitik unter Anwendung der Pariser Schule.

2. Cyber: Dieses Kapitel erläutert die Epistemologie des Begriffs „Cyber“ und dessen Funktion als Mobilisierungs- und Verschleierungsinstrument innerhalb soziopolitischer Prozesse.

3. Theorie der Versicherheitlichung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der kritischen Sicherheitsforschung und insbesondere der Pariser Schule dargelegt, wobei Thierry Balzacqs pragmatischer Ansatz im Zentrum steht.

4. Cybersicherheit oder Versicherheitlichung des Cyberraums – Wer? Und wenn, ja. Wie weit?: Dieses Kapitel analysiert die Transformation des Cyberraums zum sicherheitspolitischen Operationsraum und untersucht die Rolle von Nationalstaaten sowie die Definition von Cyberkriminalität.

5. Institutioneller Rahmen - Cybersicherheit in Deutschland: Der institutionelle Aufbau der deutschen Cybersicherheitspolitik wird hier detailliert unter Berücksichtigung staatlicher Strategien und der Rolle privater Akteure beschrieben.

6. Schluss/Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die zukünftigen Herausforderungen im Umgang mit asymmetrischen Bedrohungen im Cyberraum.

Schlüsselwörter

Versicherheitlichung, Cyberraum, Pariser Schule, Cybersicherheit, Sicherheitspolitik, Thierry Balzacq, Sicherheitsbedrohung, Nationalstaat, Institutioneller Rahmen, Digitalisierung, Machtlogik, Kritische Sicherheitsforschung, Cyberangriffe, Infrastruktur, Politische Praxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Cyberraum als sicherheitspolitisches Feld durch staatliche und nicht-staatliche Akteure versicherheitlicht wird und welche Rolle dabei soziale und politische Konstruktionsprozesse spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theorie der Versicherheitlichung nach der Pariser Schule, die Funktionslogik des Begriffs „Cyber“, die deutsche Cybersicherheitsarchitektur sowie das Spannungsverhältnis zwischen staatlicher Regulierung und privater IT-Infrastruktur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Machtlogiken und Strategien innerhalb der deutschen Sicherheitspolitik im Bezug auf den Cyberraum zu identifizieren und das theoretische Modell von Thierry Balzacq auf dieses Politikfeld anzuwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Ansatz der kritischen Sicherheitsforschung verfolgt, insbesondere basierend auf dem praxistheoretischen Modell der Pariser Schule, um den Prozess der Versicherheitlichung in Deutschland zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Konzepten der Pariser Schule, einer Analyse des Cyberraums als unsicherer Raum, der deutschen institutionellen Cybersicherheitsstrategie und der Rolle von Akteuren wie dem BSI oder privaten Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Versicherheitlichung, Cyberraum, Pariser Schule, Sicherheitsstrategie und Machtlogik charakterisieren.

Warum spielt die Pariser Schule eine zentrale Rolle in der Arbeit?

Die Pariser Schule wird gewählt, da sie im Gegensatz zu rein sprechakttheoretischen Modellen auch bürokratisch-technische Praktiken und den sozialen Kontext in die Analyse miteinbezieht, was für das Verständnis der Cybersicherheit essenziell ist.

Welche Bedeutung hat das Schaubild der Cybersicherheitsarchitektur?

Es veranschaulicht die enorme institutionelle Komplexität und die Vielzahl an Akteuren, die an der deutschen Cybersicherheitsstrategie beteiligt sind, und verdeutlicht die föderale sowie supranationale Dimension des Themas.

Wie verändert der Staat seine Rolle im Cyberraum?

Der Staat versucht, seine Kontrolle durch offensivere Strategien und neue Institutionen auszuweiten, bleibt dabei aber in einem hohen Maße von privatem Wissen und privater Infrastruktur abhängig.

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Details

Title
Versicherheitlichung im Cyberraum. Akteure, Strategien und Praktiken in Deutschland
College
University of Hamburg  (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwisssenschaften)
Course
Qualitative Ansätze der Analyse von Sicherheit und Gewalt
Grade
2,3
Author
Janik Horstmann (Author)
Publication Year
2020
Pages
26
Catalog Number
V987200
ISBN (eBook)
9783346345158
ISBN (Book)
9783346345165
Language
German
Tags
Versicherheitlichung Cyber Cybersicherheit Sicherheitspolitik Cyberkriminalität Cybersicherheitsstrategie kritische Sicherheitsforschung Pariser Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janik Horstmann (Author), 2020, Versicherheitlichung im Cyberraum. Akteure, Strategien und Praktiken in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/987200
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