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Welche Faktoren beeinflussen die subjektiv wahrgenommene Selbstbestimmung von Frauen?

Eine Untersuchung mithilfe des World Values Survey

Titel: Welche Faktoren beeinflussen die subjektiv wahrgenommene Selbstbestimmung von Frauen?

Seminararbeit , 2016 , 69 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Forschungsbericht wird die subjektiv wahrgenommene Selbstbestimmung von Frauen in verschiedenen Ländern und zu verschiedenen Zeitpunkten untersucht und somit ein Aspekt des gesellschaftlichen Wandels beleuchtet. Verschiedene Faktoren, wie etwa die Arbeitswelt, das Familienleben oder die politische Führung des Landes, haben Einfluss auf die Selbstbestimmung. Wie aus zahlreichen Quellen hervorgeht, werden Frauen nach wie vor in vielerlei Hinsicht gegenüber Männern benachteiligt. Die vorliegende Arbeit zeigt, inwiefern sich die subjektiv wahrgenommene Selbstbestimmung von Frauen seit den 1980er Jahren verändert hat und welche Faktoren sie beeinflussen.

Dazu werden eine Veränderungs-, sechs Individual- und drei Kontexthypothesen aufgestellt, die sowohl anhand bivariater Untersuchungen, als auch durch multivariate Analysen überprüft werden. Es stellt sich heraus, dass sich die Einschätzung von Frauen über ihre eigene Selbstbestimmung im Laufe der Jahre erhöht hat. Des Weiteren wird diese positiv von Bildung, Berufstätigkeit und dem Zusammenleben mit einem Partner beeinflusst. Dagegen bewirkt eine höhere Zahl eigener Kinder eine geringer eingeschätzte Selbstbestimmung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Ziele des Forschungsprojekts

2. Spezifische Fragestellung

3. Erläuterung zentraler Begriffe

4. Relevante Theorien & Herleitung der Hypothesen

5. Beschreibung des Datensatzes und der Untersuchung

5.1. Beschreibung des Datensatzes

5.2. Auswahl der Länder

5.3. Auswahl der Wellen

5.4. Methodisches Vorgehen

6. Operationalisierung & Deskriptive Befunde

6.1. Abhängige Variable

6.2. Unabhängige Variablen

6.2.1. Variablen der Individualebene

6.2.2. Variablen der Kontextebene

6.3. Vergleich im Zeitverlauf

6.4. Test der Veränderungshypothese

7. Überprüfung der Hypothesen anhand bivariater Befunde

7.1. Überprüfung der Individualhypothesen

7.1.1. Hypothesen mit dichotomer unabhängiger Variable

7.1.2. Hypothesen mit metrischer unabhängiger Variablen

7.2. Überprüfung der Kontexthypothesen

7.3. Probleme der bivariaten Analyse

8. Überprüfung der Hypothesen anhand multivariater Befunde

8.1. Mehrebenenanalyse

8.1.1. Random-Intercept-Only-Modell

8.1.2. Random-Intercept-Modell mit Variablen der Individualebene

8.1.3. Random-Intercept-Modell mit Variablen der Individual- und Kontextebene

8.1.4. Random-Slope-Modell mit Variablen der Individual- und Kontextebene

8.2. Überprüfung der Hypothesen

8.2.1. Überprüfung der Individualhypothesen

8.2.2. Überprüfung der Kontexthypothesen

9. Fazit

9.1. Diskussion der Ergebnisse

9.2. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, welche die subjektiv wahrgenommene Selbstbestimmung von Frauen beeinflussen, und beleuchtet damit einen Aspekt des sozialen Wandels über Zeit. Die Forschungsfrage analysiert, wie hoch Frauen ihre Selbstbestimmung in verschiedenen Ländern einschätzen und welche individuellen sowie kontextuellen Einflussgrößen hierfür maßgeblich sind.

  • Analyse der subjektiv wahrgenommenen Selbstbestimmung von Frauen weltweit.
  • Untersuchung des Einflusses individueller Faktoren wie Bildung, Berufstätigkeit und Familienstand.
  • Betrachtung kontextueller Einflussfaktoren wie Entwicklungsstand des Landes, Arbeitslosenquoten und politische Teilhabe.
  • Anwendung der Mehrebenenanalyse zur statistischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
  • Beurteilung des gesellschaftlichen Wandels hinsichtlich der Gleichstellung von Mann und Frau.

Auszug aus dem Buch

4. Relevante Theorien & Herleitung der Hypothesen

Das Thema der Individualisierung griff Beck bereits in den 80er und 90er Jahren mehrfach auf. Er beschäftigte sich mit der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland, wobei er sich in erster Linie auf die Arbeitswelt bezog. Einerseits lösen sich seiner Theorie nach die Menschen von ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Klassen, andererseits sei es jedoch nach wie vor so, dass es Unterschiede in den Einkommenshierarchien gibt. (vgl. Beck, 1994, S. 45). Die Menschen haben somit einerseits mehr Chancen als zuvor, jedoch bedeutet dies nicht gleichzeitig, dass alle den gleichen Wohlstand erreichen können. Diese Entwicklung schreibt Beck einem allgemeinen gesellschaftlichen Individualisierungsschub zu, der sich in der Bundesrepublik Deutschland in der Nachkriegszeit entwickelte. (vgl. Beck, 1994, S. 44). Er spricht davon, dass „im Zuge von Individualisierungsprozessen Erwartungen auf ‚ein eigenes Leben‘ (materiell, räumlich, zeitlich und entlang der Gestaltung sozialer Beziehungen gedacht) systematisch geweckt werden, die jedoch gerade im Prozess ihrer Entfaltung auf gesellschaftliche und politische Schranken und Widerstände treffen.“ (Beck, 1994, S. 45). Es geht also seiner Theorie zufolge darum, dass die Entwicklung der individuellen Freiheit der Menschen an eine gesellschaftliche Entwicklung gekoppelt ist. Kommt es dort zu keinem Wandel, sind die Menschen in ihren Möglichkeiten beschränkt.

Wenn die Allgemeinheit also noch an veralteten Strukturen festhält, ist es schwierig, sich seinen eigenen Vorstellungen entsprechend zu entfalten. Als Beispiel kann hier wieder das Frauen-Radteam aus Afghanistan betrachtet werden. In der afghanischen Gesellschaft sind radfahrende Frauen nicht gern gesehen. Egal, wie sehr die Einzelne es sich wünscht - ohne ein Umdenken in der Gesellschaft und der Politik wird es für sie kaum möglich sein, Fahrrad zu fahren, ohne sich der Gefahr von verbalen oder physischen Angriffen auszusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeine Ziele des Forschungsprojekts: Einführung in das Thema des sozialen Wandels und dessen Bedeutung für verschiedene Gesellschaftsbereiche.

2. Spezifische Fragestellung: Darstellung der sozialen Benachteiligung von Frauen weltweit als Ausgangspunkt für die Forschungsfrage zur Selbstbestimmung.

3. Erläuterung zentraler Begriffe: Definition der für die Analyse entscheidenden Konzepte der Selbstbestimmung und des Subjektbegriffs.

4. Relevante Theorien & Herleitung der Hypothesen: theoretische Einbettung durch die Individualisierungsthese und Ableitung der zu prüfenden Hypothesen.

5. Beschreibung des Datensatzes und der Untersuchung: Vorstellung des World Values Survey sowie des methodischen Vorgehens bei der Auswahl von Ländern und Wellen.

6. Operationalisierung & Deskriptive Befunde: Umkodierung und Beschreibung der verwendeten Variablen sowie Test der Veränderungshypothese.

7. Überprüfung der Hypothesen anhand bivariater Befunde: Erste statistische Prüfung der Individual- und Kontexthypothesen mittels Korrelation und t-Test.

8. Überprüfung der Hypothesen anhand multivariater Befunde: Vertiefende Analyse mittels Mehrebenenmodell zur Berücksichtigung von Drittvariablen.

9. Fazit: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der Frauenrechte.

Schlüsselwörter

Selbstbestimmung, sozialer Wandel, Frauenrechte, Individualisierung, Mehrebenenanalyse, World Values Survey, Geschlechtergerechtigkeit, Bildungsstand, Human Development Index, politische Partizipation, Arbeitswelt, Familienstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der subjektiv wahrgenommenen Selbstbestimmung von Frauen und untersucht, inwiefern diese als Indikator für gesellschaftlichen Wandel dienen kann.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die soziologische Theorie der Individualisierung, die Gleichstellung der Geschlechter in Beruf und Familie sowie der Einfluss von makro-politischen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, welche individuellen und gesellschaftlichen Faktoren die Einschätzung der eigenen Selbstbestimmung von Frauen über verschiedene Länder und Zeitpunkte hinweg beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Verfasser nutzen bivariate Korrelationsanalysen sowie multivariate Mehrebenenanalysen, um Daten aus dem World Values Survey auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Operationalisierung der Variablen, die deskriptive Statistik sowie die systematische Überprüfung von Individual- und Kontexthypothesen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Selbstbestimmung, Individualisierung, Geschlechtergerechtigkeit, Mehrebenenanalyse und gesellschaftlicher Wandel.

Welches Ergebnis wird bezüglich der Entwicklung der Selbstbestimmung erzielt?

Die Untersuchung zeigt, dass Frauen im Laufe der Zeit ihr Leben tendenziell als selbstbestimmter empfinden, wobei dieser Anstieg jedoch nicht linear verläuft.

Welche Rolle spielt die Partnerschaft für das Empfinden von Frauen?

Überraschenderweise ergab die Analyse, dass Frauen in einer Partnerschaft ihre Selbstbestimmung positiver bewerten als alleinlebende Frauen.

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Welche Faktoren beeinflussen die subjektiv wahrgenommene Selbstbestimmung von Frauen?
Untertitel
Eine Untersuchung mithilfe des World Values Survey
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
69
Katalognummer
V984767
ISBN (eBook)
9783346345974
ISBN (Buch)
9783346345981
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welche faktoren selbstbestimmung frauen eine untersuchung world values survey
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Welche Faktoren beeinflussen die subjektiv wahrgenommene Selbstbestimmung von Frauen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/984767
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Leseprobe aus  69  Seiten
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