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Die Privatbibliothek von Johann Gottfried Herder. Ein Rekonstruktionsversuch seines Wissensarchivs

Titel: Die Privatbibliothek von Johann Gottfried Herder. Ein Rekonstruktionsversuch seines Wissensarchivs

Hausarbeit , 2018 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: J. Krieg (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich damit, welche Hindernisse sich im Fall von Herders Bibliothek ergeben und inwieweit sich die Forschung bemüht, sich dennoch an das geistige Vermächtnis Herders anzunähern. Die Arbeit stellt sich die Frage: Welche individuellen Informationen kann ein Buch aus einer privaten Bibliothek liefern und welche Wissensarchive entstehen dadurch für die interdisziplinäre Forschung?

Bei der Erschließung und Rekonstruktion wird zunächst auf Quellen, wie der Auktionskatalog oder Briefe, zurückgegriffen. Da es sich hierbei um ein noch junges Forschungsgebiet handelt, liegen bisher noch wenige Forschungsergebnisse vor. Allgemeine Einblicke in die Welt der Privatbibliotheken kann Gerhard Streich bieten. Im Bezug zur Bibliothek Herders bieten Aufsätze, wie die von Heinz Stolpe und der wesentlich aktuelleren Forschung von Ivonne Rohmann und Kaspar Renner zusätzliche Aufschlüsse. Weiter konnte der Aufsatz von Mario Marino herangezogen werden, welcher sich speziell mit wiederentdeckten Büchern aus der herderischen Bibliothek befasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Aspekte der Erschließung und Rekonstruktion nachgelassener Privatbibliotheken

3. Die Privatbibliothek Herders

3.1. Die Versteigerung der Bibliotheca Herderiana

3.2. Verkaufskatalog der Bibliotheca Herderiana

3.3. Bücherankauf zu Lemgo

3.4. Entliehene Bücher

4. Die verstreute Bibliothek

4.1. In der HAAB

4.2. Bei Goethe

4.3. In Tartu

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Rekonstruktion der zerstreuten Privatbibliothek von Johann Gottfried Herder. Ziel ist es, die Hindernisse der wissenschaftlichen Erschließung aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie durch die Analyse von Auktionskatalogen, Briefen und Leihverzeichnissen der ursprüngliche Buchbestand sowie das Leseverhalten des Autors nachvollzogen werden können.

  • Bedeutung von Privatbibliotheken als Wissensarchive
  • Methodik der Rekonstruktion nachgelassener Büchersammlungen
  • Analyse der Bibliotheca Herderiana und ihrer Zerstreuung
  • Vergleich zwischen physischem Buchbesitz und virtueller Bibliothek
  • Bedeutung von Provenienzforschung für die Literaturwissenschaft

Auszug aus dem Buch

3.3. Bücherankauf zu Lemgo

In der Regel, überlebte nur sehr selten eine Gelehrtensammlung den Tod des Besitzers. Dies war vermutlich dem Unterbringungsproblem und der mangelnden materiellen Versorgung der Hinterbliebenen zu schulden. Bücherauktionen waren demnach keine Seltenheit. Auf diese Weise gelang auch Herder an seine große Sammlung. 1776 umfasste Herders Buchbesitz, wie es dem von ihm selbsterstellten Verzeichnis zu entnehmen ist, lediglich rund 1000 Nummern. Bis zu seinem Tod 1803 erweiterte er seine fast 7000 Objekte umfassende Sammlung, indem er selbst auf Auktionen zurückgriff. Besonders die Forschung der Göttinger Universitätsbibliothek weist darauf hin, dass die Ersteigerung von Büchern auf Auktionen die Hauptform des Bücherumsatzes im 18. Jahrhundert ausmachte. Der offizielle Buchhandel nahm zu dieser Zeit lediglich eine untergeordnete Rolle ein. Es verwundert also nicht, dass die Bedeutung des antiquarischen Marktes auch bei dem Zustandekommen Herders Privatbibliothek eine große Rolle gespielt haben muss.

Ein Beispiel für Herders Bücherkauf bietet die Versteigerung antiquarischer Bücher im Herbst 1773. In der lippischen Stadt Lemgo, im Hause des früheren Regierenden Bürgermeisters Dr. Jur. Joachim Kemper, sollte die Bibliothek der verstorbenen Maria Magdalena Kemper versteigert werden. Diese Hausbibliothek, die von mehreren Generationen gepflegt und erweitert wurde, gründete sich auf die theologischen und sprachkundlichen Büchern ihres Großvaters, des Pfarrers Johannes Kemper. Hinzu kamen später die vornehmlich juristischen Bestände Joachim Kempers und die insbesondere der Natur-, Länder- und Völkerkunde sowie medizinisch-pharmakologisch angetane Sammlung Engelbert Kempers. Es kamen demnach in der Kemperbibliothek Bücher zusammen, die ein „studium generale“ veranschaulichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kulturelle Bedeutung von Privatbibliotheken als Spiegel der Schreibwerkstatt eines Autors und führt in die spezifischen Rekonstruktionsprobleme am Beispiel Herders ein.

2. Allgemeine Aspekte der Erschließung und Rekonstruktion nachgelassener Privatbibliotheken: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Provenienzforschung sowie die notwendigen methodischen Schritte zur Erschließung einer Bibliothek bis auf die Seitenebene dargelegt.

3. Die Privatbibliothek Herders: Dieser Abschnitt analysiert den Bestand und die Struktur der Bibliothek Herders unter besonderer Berücksichtigung der Auktionsgeschichte und der zeitgenössischen Katalogisierung.

3.1. Die Versteigerung der Bibliotheca Herderiana: Hier wird der Prozess der Versteigerung nach Herders Tod 1805 detailliert beschrieben und die Bedeutung des Auktionskatalogs als zentrale Quelle herausgearbeitet.

3.2. Verkaufskatalog der Bibliotheca Herderiana: Das Kapitel widmet sich der Ordnung und Gliederung des Auktionskatalogs und dessen Aussagekraft für das intellektuelle Profil Herders.

3.3. Bücherankauf zu Lemgo: Anhand des Lemgoer Bücherkaufs wird exemplarisch illustriert, wie Herder seine Sammlung durch Auktionen erweiterte und welche Schwierigkeiten dies für eine spätere Rekonstruktion mit sich bringt.

3.4. Entliehene Bücher: Hier wird das Konzept der „virtuellen Bibliothek“ eingeführt, um die Bedeutung von Ausleihen aus öffentlichen und privaten Beständen für das Leseverhalten Herders zu würdigen.

4. Die verstreute Bibliothek: Dieses Kapitel fasst den Verbleib der Bestände nach der Auflösung der Bibliothek zusammen.

4.1. In der HAAB: Eine Untersuchung über die in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek wiederentdeckten Exemplare und die Problematik ihrer eindeutigen Identifizierung.

4.2. Bei Goethe: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Teile von Herders Nachlass in den Besitz Goethes gelangten und welche Rückschlüsse die erhaltenen Sammelbände zulassen.

4.3. In Tartu: Eine Analyse des Schicksals der von der Universität Dorpat ersteigerten Bestände, die durch ein Schiffsunglück weitgehend verloren gingen.

5. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit intensiver, ortsgebundener Quellenforschung, um die Lücken in der Rekonstruktion zu schließen.

Schlüsselwörter

Johann Gottfried Herder, Privatbibliothek, Provenienzforschung, Bibliotheca Herderiana, Rekonstruktion, Auktionskatalog, Buchgeschichte, Sammlungsgeschichte, Leseverhalten, Autorenbibliothek, 18. Jahrhundert, Literaturgeschichte, Buchkultur, Wissensarchiv, Bibliotheksgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rekonstruktion der ehemaligen Privatbibliothek von Johann Gottfried Herder, deren Bestand nach seinem Tod durch Versteigerung und andere Umstände zerstreut wurde.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Methoden der bibliothekarischen Erschließung, die Praxis der Provenienzforschung sowie die Untersuchung von Herders Lesepräferenzen und seinem sozialen Netzwerk des Büchertauschs.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie eine in ihrer Gesamtheit nicht mehr existierende Autorenbibliothek wissenschaftlich rekonstruiert werden kann und welche Hindernisse bei der Identifizierung von Büchern aus Herders Besitz auftreten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, die Auktionskataloge, Briefe, Nachlassinventare und Bibliotheksverzeichnisse analysiert, um den Verbleib der Bücher und deren ursprüngliche Provenienz nachzuweisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Auflösung der Bibliothek, spezifische Ankaufsbeispiele (z.B. in Lemgo), die Bedeutung der virtuellen Bibliothek durch Leihvorgänge sowie Funde in verschiedenen Archiven wie der HAAB oder bei Goethe.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Provenienzforschung, Bibliotheca Herderiana, Autorenbibliothek, Buchgeschichte und Rekonstruktion.

Warum konnte die Bibliothek nicht einfach in Gänze erhalten bleiben?

Die Auflösung der Bibliothek war meist ökonomisch bedingt durch Schulden des Verstorbenen sowie durch das Fehlen von Platz oder finanziellen Mitteln der Hinterbliebenen, was Bücherauktionen zur gängigen Praxis machte.

Welche Rolle spielte das Schiffsunglück in Tartu für Herders Bibliothek?

Ein Teil der für die Universität Dorpat (heute Tartu) ersteigerten Herder-Bücher ging bei einem Schiffsunglück auf dem Weg dorthin verloren, was einen erheblichen Teil der Sammlung unwiederbringlich beschädigte oder vernichtete.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Privatbibliothek von Johann Gottfried Herder. Ein Rekonstruktionsversuch seines Wissensarchivs
Hochschule
Universität Stuttgart
Note
2,0
Autor
J. Krieg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V947437
ISBN (eBook)
9783346283726
ISBN (Buch)
9783346283733
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bibliothek Goethe Bücherankauf zu Lemgo Herderiana Privatbibliotheken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
J. Krieg (Autor:in), 2018, Die Privatbibliothek von Johann Gottfried Herder. Ein Rekonstruktionsversuch seines Wissensarchivs, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/947437
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Leseprobe aus  24  Seiten
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