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Prädiktoren der posttraumatischen Belastungsstörung in der freiwilligen Feuerwehr

Title: Prädiktoren der posttraumatischen Belastungsstörung in der freiwilligen Feuerwehr

Diploma Thesis , 2004 , 136 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sven Palapies (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention

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Summary Excerpt Details

Psychische Belastungen in Folge traumatischer Ereignisse sind, im Vergleich zu anderen psychischen Störungen, erst seit relativ kurzer Zeit Gegenstand klinisch-psychologischer Forschung. In Anbetracht der Tatsache, dass schon seit Jahrhunderten in der Literatur und in Augenzeugenberichten über Leid und Schrecken, die durch Naturkatastrophen, Kriegserlebnisse und Folter bei Menschen verursacht wurden, berichtet wurde, erscheint die langjährige Ignorierung dieses Phänomens in der Klinischen Psychologie schwer nachvollziehbar. Erst die extrem belastenden Kriegserfahrungen und die dadurch ausgelösten starken psychischen Beeinträchtigungen vieler Vietnamveteranen führten erstmalig zur Aufnahme der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS bzw. posttraumatic stress disorder, PTSD) als eigenständige psychiatrische Diagnose in die Nomenklatur des DSM-III (APA, 1980), was mit einem wachsenden Interesse an diesem Forschungsgebiet koinzidierte.
Auch Feuerwehreinsätze bergen das Risiko, mit multiplen, potentiell traumatischen Stressoren, ob direkter oder indirekter Natur, konfrontiert zu werden und so die Entwicklung einer primären wie einer sekundären traumatischen Belastungsstörung auszulösen.
Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit besteht in der Überprüfung möglicher Risikofaktoren, die die Entwicklung einer PTBS begünstigen. In der Traumaforschung konnte durchweg gezeigt werden, das Trauma- und PTBS-Prävalenzen deutlich auseinanderklaffen. Das bedeutet, dass nicht jede Person, der ein traumatisches Erlebnis widerfahren ist, notwendigerweise auch an einer PTBS erkranken muss. Es herrscht vielmehr Konsens darüber, dass neben Traumamerkmalen substantielle Unterschiede in den Betroffenen selbst oder deren Umwelt vorliegen, die unabhängig von der Art und der Intensität der Traumatisierung zu einer erhöhten Vulnerabilität führen. Die Überprüfung solcher Prädiktoren, deren pathogene Relevanz in anderen Risikopopulationen bestätigt werden konnte und in einigen ätiologischen Modellen Berücksichtigung finden, sowie deren Zusammenwirken steht dabei im Fokus der vorliegenden Studie.



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Situation der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Marburg-Biedenkopf (Stand 31.12.2002)

3. Theorie

3.1. Die Posttraumatische Belastungsstörung aus historischer Sicht

3.2 Gegenwärtige Nosologie

3.2.1 Diagnosekriterien der PTBS

3.2.1.1 Das Ereigniskriterium

3.2.1.2 Die Hauptsymptomgruppen (B, C und D)

3.2.1.3 Das Zeitkriterium E

3.2.1.4 Das Kriterium F

3.2.2 Auswirkungen der Unterschiede zwischen DSM-IV und ICD-10 auf die erhobenen Prävalenzen

3.2.3 Subsyndromale PTBS

3.3 Verlauf

3.4 Komorbidität

3.5 Epidemiologie

3.5.1 Prävalenz traumatischer Ereignisse und der PTBS in der Normalbevölkerung

3.5.2 Prävalenz der PTBS in Risikopopulationen

3.5.3 Prävalenz der PTBS bei der Berufsfeuerwehr

3.5.4 Prävalenz der PTBS bei der Freiwilligen Feuerwehr

3.6 Ätiologie

3.6.1 Lerntheoretische Ansätze

3.6.2 Das Modell der chronischen PTBS von Ehlers und Clark (1999)

3.6.3 Das biopsychosoziale Modell nach Barlow (1988)

3.6.4 Psychobiologische Ansätze

3.6.5 Die Dual Representation Theory

3.7 Prädiktoren der PTBS

3.7.1 Definition von Stress aus kognitiver Perspektive

3.7.2 Das Stressverarbeitungsmodell von Lazarus

3.7.3 Prädiktoren

3.7.3.1 Kontrollüberzeugungen

3.7.3.2 Generalisierte Selbstwirksamkeitserwartung

3.7.3.3 Soziale Unterstützung

3.7.3.4 Coping-Strategien

3.7.3.5 Coping als Mediatorvariable

3.7.3.6 Kritische Lebensereignisse und Alltagsbelastungen

3.7.3.7 Peritraumatische Dissoziationen

3.8 Zusammenfassung

4. Fragestellungen und Hypothesen

4.1 Epidemiologische Fragestellungen zur Traumaexposition und PTBS-Prävalenz

4.2 Fragestellungen und Hypothesen zu den einzelnen Prädiktoren

4.3 Fragestellungen zum Zusammenwirken der einzelnen Prädiktoren

5. Methoden

5.1 Durchführung

5.2 Beschreibung der Stichprobe

5.3 Untersuchungsverfahren

5.3.1 Allgemeine Angaben zur Person und Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr

5.3.2 Die Posttraumatic Diagnostic Scale (PDS)

5.3.3 Der Peritraumatic Dissociative Experiences Questionnaire (RAND PDEQ)

5.3.4 Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (FKK)

5.3.5 Der Fragebogen zur Sozialen Unterstützung – eine eigene Entwicklung

5.3.6 Der Fragebogen zum Umgang mit traumatischen Erlebnissen (FUTE)

5.3.7 Die „Social Readjustment Rating Scale“ (SRRS)

5.3.8 Fragebogen zur Erfassung emotional relevanter Alltagsereignisse (ATE 36)

5.3.9 Das Brief Symptom Inventory (BSI)

5.4 Statistische Verfahren

5.5 Datenanalyse

6. Ergebnisse

6.1 Ergebnisse zur Fragestellung 1

6.1.1 Potentiell traumatisierende Einsätze

6.1.2 Potentiell traumatische Ereignisse aus anderen Bereichen

6.1.3 Das belastendste Ereignis

6.1.4 Traumaprävalenz

6.1.4.1 Konservatives DSM-IV-Kriterium

6.1.4.2 Liberales Traumakriterium

6.1.4.3 Sehr liberales Traumakriterium

6.2 Ergebnisse zur Fragestellung 2

6.3 Testtheoretische Ergebnisse

6.4 Ergebnisse zu den Fragestellungen 3 bis 10

6.5 Ergebnisse zu den Fragestellungen 11 bis 16

6.5.1 Puffermodell (Moderatorhypothese)

6.5.2 Potenzierungsmodell

6.5.3 Mediatorhypothese

6.5.4 Soziale-Unterstützungs-Aktivierungs-Hypothese

6.5.5 Schutzschildmodell

6.5.6 Coping-Aktivierungs-Hypothese

6.6 Zusatzauswertung

6.6.1 Komorbiditäten

6.6.2 Allgemeine Beschwerden als abhängige Variable

6.7 Zusammensfassung der Ergebnisse

7. Diskussion

7.1 Epidemiologische Ergebnisse

7.2 Ergebnisse zu den Prädiktoren

7.3 Methodische Einschränkungen

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Ausmaß der psychischen Belastung bei Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Marburg-Biedenkopf, insbesondere im Hinblick auf traumatische Einsätze. Das primäre Ziel ist die Erhebung epidemiologischer Daten zu Traumaexposition und PTBS-Prävalenz sowie die Identifikation von Risikofaktoren, die die Vulnerabilität für die Entwicklung einer PTBS beeinflussen.

  • Psychische Belastung durch Feuerwehreinsätze
  • Prävalenz von PTBS und subsyndromalen Symptomen
  • Rolle von Kontrollüberzeugungen und Selbstwirksamkeitserwartung
  • Einfluss von sozialer Unterstützung und Coping-Strategien
  • Modellierung von Risikofaktoren wie Alltagsbelastungen und Lebensereignissen

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Posttraumatische Belastungsstörung aus historischer Sicht

Schon seit vielen Jahrhunderten gibt es Berichte über die psychischen Folgen traumatischer Ereignisse. Dabei wurden häufig Symptome beschrieben, die heute als charakteristisch für eine Posttraumatische Belastungsstörung angesehen werden und mit den Kriterien übereinstimmen, die gegenwärtig bei der Vergabe einer solchen Diagnose vorhanden sein müssen. So berichtete Samuel Pepys, der im Jahre 1666 Zeuge des Großbrandes in London war, in seinem Tagebuch sechs Monate später, dass er „bis zum heutigen Tag keine Nacht schlafen kann, ohne von großer Angst vor dem Feuer erfasst zu werden“ und dass ihn nachts „die Gedanken an das Feuer nicht losließen“ (Daly, 1983, S. 66). In dieser Schilderung werden ganz klar die für die PTBS typischen Schlafstörungen und das ungewollte Wiedererleben von bestimmten Traumaaspekten deutlich.

Einige Zeit später wurden vom Psychiater Emil Kraeplin (1899) ähnliche Symptome unter den Begriff „Schreckneurose“ subsumiert, der „ein aus mannigfaltigen nervösen und psychischen Erscheinungen zusammengesetztes Krankheitsbild [darstellt], welches sich in Folge von heftigen Gemüthserschütterungen [sic], plötzlichem Schreck, grosser [sic] Angst ausbildet und daher nach schweren Unfällen und Verletzungen, besonders nach Feuersbrünsten, Explosionen, Entgleisungen oder Zusammenstößen auf der Eisenbahn u. dergl. beobachtet wird“ (S. 520, zitiert nach Saigh, P.A., 1995, S.11).

Im Gefolge der beiden Weltkriege kamen mit „shell shock“ (Southard, 1919), „Kriegsneurose“ (Jones, 1919) und „Gefechtsneurose“ (Grinker & Spiegel, 1945) weitere Begriffe hinzu, die dieselbe Störung bezeichneten. Zurückgekehrte Kriegsteilnehmer, die an einer „Gefechtsneurose“ oder „Kampfstressreaktion“ (`combat stress reaction`) litten, wiesen dabei folgende Symptome auf: Unruhe, Aggressionen, Depressionen, Verwirrungen, Überaktivität des sympathischen Nervensystems, Konzentrationsstörungen, Stottern, Alpträume, Übelkeit und Misstrauen. Überlebende von Konzentrationslagern der Nazis klagten über ein ähnliches Störungsbild. Hier konnten noch über 15 Jahre später Symptome wie chronische Müdigkeit, Konzentrationsmangel und erhöhte Reizbarkeit festgestellt werden (Eitinger, 1962, zitiert nach Saigh, P.A., 1995, S.14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die klinisch-psychologische Forschung zu PTBS, die historische Vernachlässigung traumatisierter Helfer und die Relevanz der Untersuchung für die Freiwillige Feuerwehr.

2. Die Situation der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Marburg-Biedenkopf (Stand 31.12.2002): Analyse der Einsatzstruktur und demografischen Gegebenheiten der Freiwilligen Feuerwehren im Untersuchungsgebiet.

3. Theorie: Detaillierte Darstellung der historischen Entwicklung, Nosologie, Epidemiologie, Ätiologie und der relevanten Prädiktoren der PTBS.

4. Fragestellungen und Hypothesen: Ableitung der konkreten Forschungsfragen sowie der zu prüfenden Hypothesen hinsichtlich der Prädiktoren.

5. Methoden: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobeneigenschaften und der eingesetzten diagnostischen Instrumente.

6. Ergebnisse: Darstellung der erhobenen Daten zu Traumaexposition, PTBS-Prävalenz sowie der statistischen Analysen zu den Prädiktoren und deren Zusammenwirken.

7. Diskussion: Interpretation der epidemiologischen und prädiktiven Ergebnisse unter kritischer Würdigung methodischer Einschränkungen.

8. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Studienergebnisse und Bewertung der Hypothesen.

Schlüsselwörter

Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Freiwillige Feuerwehr, Traumaexposition, Prädiktoren, Stressverarbeitung, Kontrollüberzeugungen, Soziale Unterstützung, Coping-Strategien, Peritraumatische Dissoziationen, Alltagsbelastungen, Life Events, Psychopathologie, Risikopopulation, Resilienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das psychische Wohlbefinden und die PTBS-Prävalenz bei ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Landkreis Marburg-Biedenkopf und identifiziert Risikofaktoren für die Belastung.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die Traumaexposition im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst sowie der Einfluss von individuellen und sozialen Risikofaktoren wie Kontrollüberzeugungen, sozialer Unterstützung und Bewältigungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, epidemiologische Daten zur Traumaexposition zu gewinnen und zu prüfen, ob bestimmte Risikofaktoren die Entwicklung einer PTBS bei Feuerwehrleuten begünstigen oder verhindern.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?

Es handelt sich um eine Querschnittsstudie mit psychometrischen Fragebögen zur Erfassung von PTBS, Stress, Bewältigungsverhalten und sozialer Unterstützung, ausgewertet durch statistische Verfahren wie Korrelations- und Regressionsanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zur PTBS, die Beschreibung der eingesetzten Untersuchungsinstrumente, die empirische Datenauswertung zu den Prädiktoren und deren Einfluss auf die psychische Gesundheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie PTBS, Freiwillige Feuerwehr, Coping-Strategien, Peritraumatische Dissoziationen und Kontrollüberzeugungen.

Inwieweit unterscheidet sich diese Arbeit von Untersuchungen zur Berufsfeuerwehr?

Die Arbeit fokussiert spezifisch auf die Freiwillige Feuerwehr, deren ehrenamtlicher Charakter eine geringere Einsatzhäufigkeit und möglicherweise andere Selektionseffekte aufweist, die in der Literatur bisher kaum beachtet wurden.

Welche Rolle spielen „Peritraumatische Dissoziationen“ bei der Entwicklung einer PTBS laut dieser Studie?

Die Studie identifiziert peritraumatische Dissoziationen als einen der bedeutsamsten Prädiktoren für die PTBS, was die zentrale Rolle der kognitiven Verarbeitung während und unmittelbar nach dem traumatischen Ereignis unterstreicht.

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Details

Title
Prädiktoren der posttraumatischen Belastungsstörung in der freiwilligen Feuerwehr
College
University of Marburg
Grade
1,0
Author
Sven Palapies (Author)
Publication Year
2004
Pages
136
Catalog Number
V93078
ISBN (eBook)
9783638055833
ISBN (Book)
9783640127092
Language
German
Tags
Prädiktoren Belastungsstörung Feuerwehr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Palapies (Author), 2004, Prädiktoren der posttraumatischen Belastungsstörung in der freiwilligen Feuerwehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/93078
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