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Der Konflikt als Basis freiheitlich verfasster Ordnungen?

Vergleich des Konfliktbegriffs und seiner Bedeutung für das Freiheitsverständnis im politischen Denken von Niccolò Machiavelli und Jean-Jacques Rousseau

Titel: Der Konflikt als Basis freiheitlich verfasster Ordnungen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julian Faber (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zentrale Fragestellung dieser Arbeit ist, welche Rolle der Konflikt in den Freiheitsverständnissen von Machiavelli und Rousseau einnimmt. Zu Beginn unternimmt diese Arbeit eine allgemeine Annäherung an den Freiheitsbegriff unter Bezugnahme der zwei zentralen theorie- und ideengeschichtlichen Strömungen von republikanischer und liberaler Freiheit. Die zwei Konzepte des Freiheitsbegriffs werden kurz dargestellt und in Relation gesetzt. Dieses Verfahren dient zum einen der grundlegenden Einführung, zum anderen werden zentrale Bestandteile der Konzepte sowie ihre Begrifflichkeiten eingeführt, welche für den Hauptteil dieser Arbeit große Relevanz besitzen und erneut aufgegriffen werden. Weiterhin bietet die Behandlung der Freiheitsbegriffe die Möglichkeit, die Freiheitsverständnisse Machiavellis und Rousseaus innerhalb dieses Schemas einzuordnen und voneinander abzugrenzen.

Weder die Auseinandersetzung mit Politik, mit Staat oder Gesellschaft kann angemessen erfolgen, wenn noch kein Verständnis des Begriffs der Freiheit erreicht wurde. An jener Annäherung versucht sich diese Arbeit anhand zweier prägender Figuren der politischen Theorie. Der Vergleich von Niccolò Machiavelli und Jean-Jacques Rousseau ist besonders reizvoll, da ihre
politischen Theorien neben vielen Gemeinsamkeiten, wie der Befürwortung republikanischer Ordnung zum Schutz bürgerlicher Freiheiten, sowie der Vereinnahmung und Dämonisierung ihrer Überlegungen durch Dritte, auch fundamentale Auffassungsunterschiede ausmachen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1 Thematische Einleitung

2 Methodik, Aufbau und Ziele dieser Arbeit

2. Annäherung an den Freiheitsbegriff

1 Der republikanische Freiheitsbegriff

2 Der liberale Freiheitsbegriff

3. Die Rolle des Konflikts für die Freiheit bei Niccoló Machiavelli

1 Der Konfliktbegriff Machiavellis

2 Der Klassenkonflikt

4. Die Rolle des Konflikts für die Freiheit bei Jean-Jacques Rousseau

1 Naturzustand und Anthropologie

2 Der Konfliktbegriff Rousseaus

5. Konklusion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Konflikts in den Freiheitsverständnissen von Niccolò Machiavelli und Jean-Jacques Rousseau, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer politischen Theorie herauszuarbeiten und deren Bedeutung für die Stabilität freiheitlicher Ordnungen zu bewerten.

  • Vergleich der republikanischen und liberalen Freiheitsbegriffe
  • Analyse des Konfliktverständnisses bei Machiavelli und Rousseau
  • Untersuchung der Bedeutung von Anthropologie und Privateigentum für das Entstehen gesellschaftlicher Konflikte
  • Die Rolle des Rechtsstaates und der Institutionen bei der Einhegung von Konflikten

Auszug aus dem Buch

Der Klassenkonflikt

Die Differenzierung zwischen Gemein- und Privatwohl beruht maßgeblich auf der sozio-ökonomischen Situation, welche sich Machiavelli im Florenz seiner Zeit aufdrängt. Der relativ immobile Grundbesitz wird ab dem späten 12. Jahrhundert mehr und mehr durch mobiles Geldeigentum abgelöst. Diese Transformation von einem stagnierend-wertsichernden System zu einem akkumulierbarem Tauschelement kündigt den aufkommenden Kapitalismus an (Vgl. Münkler 2007: 150). Aufgrund der Abhängigkeit des Geldes von politischen und ökonomischen Prozessen wandelt sich auch das Besitzdenken selbst, was den Aufstieg der Rationalität markiert.

Machiavelli entwickelt in der Folge ein Gespür für den auf ökonomischer Ungleichheit basierenden Klassenkonflikt zwischen Adel und Volk (Vgl. Brudney 1984: 511), den er für allzu natürlich und vitalisierend hält (Vgl. Machiavelli 1987: II, 92). Dem rationalen, Kapital und Prestige akkumulierenden Individuum zugeneigt, verneint Machiavelli Privatinteressen jedoch nicht gänzlich, ordnet sie aber dem Erhalt des Staatswesens unter. Der Unterscheidung von Gemein- und Individualwohl folgend, stellt er die Habgier des Adels als Form des schädlichen Faktionismus heraus: „ Denn der Ehrgeiz der Großen ist so mächtig, daß, wenn er in einem Staat nicht auf verschiedene Art und Weisen niedergeschlagen wird, dieser Staat bald zugrunde geht“ (Machiavelli 2000: I, 37: 113).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein und erläutert die methodische Herangehensweise eines ideengeschichtlichen Vergleichs zwischen Machiavelli und Rousseau.

2. Annäherung an den Freiheitsbegriff: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem republikanischen Konzept von Domination und dem liberalen Verständnis negativer sowie positiver Freiheit.

3. Die Rolle des Konflikts für die Freiheit bei Niccoló Machiavelli: Hier wird der Konfliktbegriff Machiavellis als potenziell nützliches Element für die Stabilität republikanischer Ordnungen analysiert und in Abgrenzung zur Rolle des Adels betrachtet.

4. Die Rolle des Konflikts für die Freiheit bei Jean-Jacques Rousseau: Dieses Kapitel beleuchtet Rousseaus Anthropologie und sein Verständnis von Konflikten, die aus der gesellschaftlichen Entwicklung und dem Privateigentum resultieren.

5. Konklusion: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Unterschiede in der Konfliktbewertung beider Autoren und reflektiert deren Relevanz für moderne politische Debatten.

Schlüsselwörter

Freiheit, Konflikt, Machiavelli, Rousseau, Republikanismus, Liberalismus, Domination, Gemeinwohl, Volkssouveränität, Faktionismus, Rechtsstaat, Anthropologie, Politische Theorie, Ideengeschichte, Gesellschaftsvertrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Niccolò Machiavelli und Jean-Jacques Rousseau das Konzept des Konflikts in ihre jeweiligen Freiheitsverständnisse einbetten und welche Rolle dieser für eine stabile politische Ordnung spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Vergleich republikanischer und liberaler Freiheitsbegriffe, die Bedeutung von Anthropologie für das Konfliktpotential und die Rolle staatlicher Institutionen bei der Konfliktschlichtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welche Rolle der Konflikt in den Freiheitsverständnissen der beiden Autoren einnimmt und wie beide mit dem Spannungsfeld zwischen individuellen Interessen und dem Gemeinwohl umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ideengeschichtliche, vergleichende Methode angewandt, die auf der Analyse zentraler Schriften der beiden Autoren sowie der Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Freiheitsbegriffe sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Konfliktbegriff und der Rolle gesellschaftlicher Gruppen bei Machiavelli und Rousseau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Republikanismus, Domination, Konflikttheorie, Gemeinwohl und Volkssouveränität beschreiben.

Wie unterscheidet Machiavelli zwischen nützlichen und schädlichen Konflikten?

Für Machiavelli sind Konflikte nützlich, wenn sie zu positiven Gesetzen führen und die Republik stärken, während sie schädlich sind, wenn sie als Ausdruck reiner Privatinteressen zum Faktionismus und zum Untergang der Freiheit führen.

Warum lehnt Rousseau eine Rückkehr in den Naturzustand ab?

Rousseau sieht den Menschen durch die Vergesellschaftung und das Aufkommen der Eigenliebe (amour propre) unwiderruflich verdorben, weshalb eine Rückkehr in den ursprünglichen Zustand ausgeschlossen ist.

Welche Rolle spielt das Privateigentum für Rousseau?

Das Privateigentum ist für Rousseau die fundamentalste Grundlage für die Entstehung von Konflikten, da es die Ungleichheit zwischen Menschen begründet und den Wettbewerb der Interessen erst ermöglicht.

Inwiefern beeinflusst die Anthropologie das Konfliktverständnis der Autoren?

Machiavelli betrachtet Konflikte als Ausdruck menschlicher Heterogenität und politischer Vitalität, während Rousseau von einer wohlwollenden Anthropologie ausgeht, in der Konflikte primär als destruktive Folge gesellschaftlicher Deformation verstanden werden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Konflikt als Basis freiheitlich verfasster Ordnungen?
Untertitel
Vergleich des Konfliktbegriffs und seiner Bedeutung für das Freiheitsverständnis im politischen Denken von Niccolò Machiavelli und Jean-Jacques Rousseau
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie)
Veranstaltung
Der Begriff der Freiheit in der politischen Theorie
Note
1,3
Autor
Julian Faber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V922510
ISBN (eBook)
9783346239471
ISBN (Buch)
9783346239488
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Machiavelli Rousseau Konflikt Freiheit Faktion Theorie- und Ideengeschichte Niccolo Jean-Jaques Rolle des Konflikts Konfliktbegriff Bedeutung des Konflikts Republikanischer Freiheitsbegriff Liberaler Freiheitsbegriff
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Faber (Autor:in), 2020, Der Konflikt als Basis freiheitlich verfasster Ordnungen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/922510
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Leseprobe aus  21  Seiten
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