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War die Bundestagswahl 2002 eine rationale Wahl im Sinne von Anthony Downs?

Title: War die Bundestagswahl 2002 eine rationale Wahl im Sinne von Anthony Downs?

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Meier (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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[...]

Neben sozialpsychischen und sozialstrukturellen Ansätzen existiert auch der Rational Choice Ansatz, der Thema dieser Arbeit sein soll. Die Person, die diesen Ansatz wohl am meisten geprägt hat ist Anthony Downs. In seinem 1957 erschienenen Werk „Ökonomische Theorie der Demokratie“ entwickelte er Hypothesen zum Verhalten politischer Akteure unter der Anwendung wirtschaftswissenschaftlicher Methoden. Im ersten Teil äußert er sich in der Einleitung zu dem Punkt „Grundlagen des Wählens“ folgendermaßen:

„Um ihre Politik so planen zu können, daß [sic!] sie Stimmen gewinnt, muß [sic!] die Regierung einen Zusammenhang, zwischen dem, was sie tut, und der Wahlentscheidung der Bürger finden. In unserem Modell leitet sich dieser Zusammenhang aus dem Axiom her, daß [sic!] die Bürger in der Politik rational handeln.“ (Downs 1968: 35).

Was jedoch versteht Downs unter diesem Zusammenhang? Oder eine noch vorangestellte Frage wäre, welches Verständnis er von Rationalität hat. Wodurch zeichnet sich dann der rationale Mensch in seiner Vorstellung aus und wie überträgt er sein daraus resultierendes Menschenbild dann auf das Verhalten des Wählers? Diese Fragen sollen durch die zusammenfassende Darlegung seiner ökonomischen Theorie der Demokratie im ersten Teil dieser Arbeit geklärt werden.
Weiter stellt sich aber die Frage, in welchem Maß sein Modell praktische Anwendung findet und welche Probleme dabei auftauchen.
Kann ein solch positives und deduktives Modell mit seiner Sparsamkeit der Wirklichkeit gerecht werden oder kommt es zu so großen Differenzen zwischen Theorie und Realität, sodass sie ihren Anspruch auf handlungstheoretische Erklärungen für Wahlverhalten verliert (vgl. Braun 1999: 62)?
Die Bundestagswahl von 2002 wird hierbei fokussiert bevor anschließend Kritik sowie allgemeine Probleme zusammengefasst und überblicksartig dargestellt werden. Diese werden einen Ausblick geben, inwieweit der Rational Choice Ansatz auch in Zukunft ein interessantes Modell zur Erklärung von Wahlverhalten bleiben kann. Am Ende wird dann noch ein begründetes Fazit dieser Arbeit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen des Rational Choice Ansatzes nach Downs

2.1. Downs Rationalitätsbegriff

2.2. Der Homo Oeconomicus

3. Die ökonomische Theorie der Demokratie

3.1. Das Wesen der politischen Parteien

3.2. Downs Modell des rationalen Wählers

4. Die Bundestagswahl 2002 – eine rationale Wahl?

4.1. Verlauf des Wahlkampfes und Ergebnis der Wahl

4.2. Der Rational Choice Ansatz in der direkten Anwendung

4.3. Die Kritik, allgemeine Probleme und Ausblick bei der Anwendung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Bundestagswahl 2002 mit dem von Anthony Downs geprägten Modell des rationalen Wählers („Rational Choice Ansatz“) erklärt werden kann und welche Grenzen dieses theoretische Konstrukt bei der Analyse realer Wahlereignisse aufweist.

  • Grundlagen des Rational Choice Ansatzes und das Menschenbild des Homo Oeconomicus
  • Die ökonomische Theorie der Demokratie nach Anthony Downs
  • Analyse des Wahlkampfes und des Ergebnisses der Bundestagswahl 2002
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit rationaltheoretischer Modelle auf reale Wahlverläufe
  • Diskussion über den Einfluss von Medien und kurzfristigen Ereignissen auf das Wählerverhalten

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Wesen der politischen Parteien

Downs definiert die Partei in seinem Modell als „eine Koalition von Personen, die den Regierungsapparat mit legalen Mitteln unter ihre Kontrolle zu bringen“ versucht (Downs 1968: 24). Somit ist das einzige Ziel der politischen Partei die Übernahme der Regierung und die damit verbundene Machterhaltung. Dieses Motiv der Partei entwickelt er aus den individuellen Motivationen ihrer Mitglieder, welche in seinem Modell nur im Sinne der Erhaltung oder Hinzugewinnung von Macht, Einkommen und Prestige handeln (vgl. Brodocz/Schaal 1999: 317-318).

Aus dieser Annahme heraus zieht Downs einige Schlüsse über das Verhalten und Handeln der Parteien: Politik ist demnach für die Mitglieder als ein „Kampf um Ämter“ (Braun 1999: 78) zu verstehen. Politiker streben keine öffentlichen Ämter an um ihre politischen Ideen und Programme in die Tat umzusetzen, sondern sie handeln einzig und allein eigennützig und wollen nur die eigennützigen Vorteile, die ihnen das Amt bietet, genießen (vgl. Downs 1968: 27). In Folge davon liegt es auf der Hand, dass der politische Prozess im Sinne von Downs bei Parteien und ihren einzelnen Mitgliedern auch wieder nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung funktioniert, wobei Maximierung des Nutzens in diesem Zusammenhang Maximierung der Wählerstimmen bedeutet (vgl. Kunz 2004: 82). Das gesamte Verhalten und Handeln dient nur der Stimmenmaximierung und ist damit Hauptziel. Somit vertreten die Parteien keine „originären inhaltlichen Interessen“ und erfüllen deshalb ihre „soziale Funktion“ als Gemeinwohlförderer nur nebenbei (Brodocz/Schaal 1999: 318/vgl. Downs 1968: 29).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Wahlkrimi von 2002 als hochspannendes Ereignis vor und führt in die Fragestellung ein, ob sich dieses Wahlverhalten durch die ökonomische Theorie der Demokratie von Anthony Downs erklären lässt.

2. Grundlagen des Rational Choice Ansatzes nach Downs: Dieses Kapitel erläutert den speziellen Rationalitätsbegriff von Downs und definiert das Modell des Homo Oeconomicus als eigennützigen Akteur, der seinen Nutzen zu maximieren sucht.

3. Die ökonomische Theorie der Demokratie: Hier wird das Modell auf Parteien und Wähler übertragen, wobei Parteien als stimmenmaximierende Akteure und Wähler als rationale Entscheider unter Informationskosten analysiert werden.

4. Die Bundestagswahl 2002 – eine rationale Wahl?: Das Kernstück der Arbeit wendet die Theorie auf den tatsächlichen Verlauf des Wahlkampfes 2002 an und stellt sie der medialen Realität sowie der Kritik an der theoretischen Sparsamkeit gegenüber.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass das Downs-Modell zwar ein attraktives theoretisches Werkzeug bleibt, bei komplexen, medienbeeinflussten Wahlen wie 2002 jedoch an seine Grenzen stößt, da es kurzfristige Stimmungsumschwünge nur schwer erfassen kann.

Schlüsselwörter

Bundestagswahl 2002, Anthony Downs, Rational Choice Ansatz, Homo Oeconomicus, Nutzenmaximierung, Parteiendifferential, Wahlverhalten, Politische Theorie, Demokratie, Medienwahl, Agenda-Setting, Rationalität, Wahlkampf, Politische Ökonomie, Stimmenmaximierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Bundestagswahl 2002 im Kontext der ökonomischen Theorie der Demokratie von Anthony Downs, um festzustellen, ob das Wahlverhalten der Bürger als rational im Sinne des Rational Choice Ansatzes gewertet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Rationalität, das Verhalten von politischen Parteien als stimmenmaximierende Institutionen und die Rolle des Wählers unter Bedingungen von Informationskosten und medialer Beeinflussung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob das deduktive Modell von Downs ausreicht, um ein reales, hochdynamisches Wahlereignis wie die Bundestagswahl 2002 vollständig und nachvollziehbar zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete politikwissenschaftliche Analyse, die den Rational Choice Ansatz theoretisch herleitet und anschließend exemplarisch an Fallbeispielen und Daten der Bundestagswahl 2002 testet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Rationalitätsbegriff, Homo Oeconomicus), das Modell der ökonomischen Demokratie sowie die empirische Anwendung auf den Wahlkampf 2002, inklusive der Diskussion medialer Einflussfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Rational Choice, Anthony Downs, Nutzenmaximierung, Wahlentscheidung, Bundestagswahl 2002 und Politische Ökonomie.

Warum spielt das Elbe-Hochwasser eine so wichtige Rolle für die Analyse?

Das Hochwasser wird als Beispiel für ein unerwartetes Ereignis angeführt, das den "Themenzyklus" massiv beeinflusste und die Wählergunst kurz vor der Wahl verschob, was die Anwendung des starren Rational-Choice-Modells verkompliziert.

Wie bewertet die Arbeit die Vorhersagekraft von Downs' Modell?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Modell zwar ex-post jeden Wahlausgang durch Hinzufügen weiterer Variablen "rechtfertigen" kann, es jedoch kaum in der Lage ist, zuverlässige Prognosen für zukünftige Wahlen zu erstellen.

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Details

Title
War die Bundestagswahl 2002 eine rationale Wahl im Sinne von Anthony Downs?
College
University of Trier
Course
Proseminar
Grade
1,3
Author
Florian Meier (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V92094
ISBN (eBook)
9783638057356
ISBN (Book)
9783638948098
Language
German
Tags
Bundestagswahl Wahl Sinne Anthony Downs Proseminar Rational Choice Ökonomische Theorie Theorie- und Ideengeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Meier (Author), 2008, War die Bundestagswahl 2002 eine rationale Wahl im Sinne von Anthony Downs?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/92094
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