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Leistungsbewertung durch Noten in der Schule. Inwieweit werden Zensuren ihrer Funktion gerecht?

Titel: Leistungsbewertung durch Noten in der Schule. Inwieweit werden Zensuren ihrer Funktion gerecht?

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Leistungsbewertung in Schulen ist wahrscheinlich so alt wie die Schule selbst. Als Instrument hierfür kristallisierte sich in Deutschland die Zensurengebung heraus. Dabei kann auf sehr vielfältige Weise beurteilt werden: durch Blickkontakt, einen mündlichen oder schriftlichen Kommentar, durch ein Lerngespräch etc.

Trotz einer anhaltenden wissenschaftlichen Kritik an der in Deutschland üblichen Praxis der Notengebung, erfreuen sich Zensuren bei Eltern, Lehrern und Schülern einer ungebrochenen Beliebtheit. Jedes Jahr aufs Neue entscheiden sich die Beteiligten beim Übergang in die dritte Klasse dafür, durch Noten bewertet zu werden, obwohl der Gesetzgeber ihnen dies bis zur fünften Klasse freistellt.

Die Hausarbeit widmet sich der Frage, welche Funktionen Leistungsbeurteilung durch Zensuren erfüllen soll und inwieweit diese ihren Anforderungen gerecht wird. Zuerst wird der Begriff der Leistung im allgemeinen sowie schulischen Kontext beleuchtet. Das darauffolgende Kapitel umreißt den historischen Werdegang der Zensuren von den Wurzeln bis in die Gegenwart.

Anschließend werden die drei Bezugsgrößen, an denen Noten gemessen werden können, erläutert. Das vierte Kapitel widmet sich den Funktionen, die der Leistungsbeurteilung durch Zensuren in der Theorie zugeschrieben werden. Abschließend wird im fünften Kapitel auf die Frage eingegangen, inwieweit Leistungsbeurteilung durch Zensuren ihre Aufgaben erfüllt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Begriff der Leistung

2. Vom Ursprung der Zensuren

3. Bezugssysteme der Leistungsbewertung

3.1. Soziale Bezugsnorm

3.2. Individuelle Bezugsnorm

3.3. Sachliche Bezugsnorm

4. Funktionen der Leistungsbeurteilung

4.1. Gesellschaftliche Funktionen

4.2. Pädagogische Funktionen

5. Forschungsergebnisse und Funktionserfüllung

5.1. Diagnostischer Wert der Zensuren

5.2. Pädagogischer Nutzen der Zensuren

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht kritisch die Leistungsbewertung durch Zensuren in Schulen und analysiert, inwieweit dieses Instrument den ihm zugeschriebenen gesellschaftlichen und pädagogischen Funktionen tatsächlich gerecht werden kann. Dabei wird insbesondere die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und wissenschaftlich belegter Praxis beleuchtet.

  • Historische Entwicklung und Begriffsdefinition von Zensuren
  • Analyse der verschiedenen Bezugssysteme der Leistungsbeurteilung
  • Untersuchung der gesellschaftlichen und pädagogischen Funktionen von Noten
  • Evaluation des diagnostischen Wertes unter testtheoretischen Gütekriterien
  • Diskussion über Alternativen zur traditionellen Notengebung

Auszug aus dem Buch

3.2. Individuelle Bezugsnorm

Bei der individuellen Bezugsnorm wird die Leistung an vorangegangenen Ergebnissen gemessen und den individuellen Vorkenntnissen und Voraussetzungen angepasst. Dabei wird dem persönlichen Lernzuwachs besondere Bedeutung geschenkt. Es gibt auf jedem Leistungsniveau die Möglichkeit, gute als auch schlechte Ergebnisse zu erzielen. Somit haben alle Schüler in etwa gleiche Voraussetzungen, um eine gute Note zu bekommen (vgl. Rheinberg 2001, 65). Der große Vorteil individueller Bewertung liegt in der Sichtbarmachung von Lernschwankungen und der damit einhergehenden Zuschreiben von Erfolg auf interne Faktoren (Anstrengung). Die Schüler erfahren einen direkten Zusammenhang zwischen Lernbemühen und Leistungsbeurteilung. (vgl. Möller 2001, 36ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Begriff der Leistung: Dieses Kapitel erläutert die semantische Vielschichtigkeit des Leistungsbegriffs und definiert Leistung im schulischen Kontext als dynamischen Prozess der Wissensaneignung.

2. Vom Ursprung der Zensuren: Hier wird der historische Wandel der Zensuren von einer bloßen sozialen Rangordnung hin zur heutigen sechsstufigen Skala und deren rechtlicher Verankerung dargelegt.

3. Bezugssysteme der Leistungsbewertung: Das Kapitel differenziert zwischen sozialer, individueller und sachlicher Bezugsnorm als Vergleichsgrößen für die Bewertung schulischer Leistungen.

4. Funktionen der Leistungsbeurteilung: Es werden die verschiedenen gesellschaftlichen (Selektion, Bericht, Sozialisation) und pädagogischen Funktionen von Noten identifiziert und kritisch hinterfragt.

5. Forschungsergebnisse und Funktionserfüllung: Der Hauptteil analysiert auf Basis messtheoretischer Kriterien, dass Zensuren aufgrund mangelnder Objektivität und Validität ihre Funktionen als gerechtes Selektionsinstrument oft nicht erfüllen können.

Schlüsselwörter

Leistungsbewertung, Zensuren, Schulnoten, Pädagogik, Leistungsgesellschaft, Bezugsnorm, Selektion, Diagnostik, Objektivität, Reliabilität, Validität, Lernprozess, Schulleistung, Bildungsforschung, Notengebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der schulischen Leistungsbewertung durch Zensuren und hinterfragt deren Effektivität sowie Sinnhaftigkeit im deutschen Bildungssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Begriff der Leistung, die historische Herkunft von Noten, verschiedene Bezugssysteme (sozial, individuell, sachlich) sowie die gesellschaftlichen und pädagogischen Funktionen der Leistungsbeurteilung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, inwieweit die Leistungsbewertung durch Zensuren den Anforderungen und Funktionen, die ihr in der Theorie zugeschrieben werden, in der Praxis tatsächlich gerecht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturrecherche, in der die Leistungsbewertung mithilfe testtheoretischer Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität evaluiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Bezugsnormen die verschiedenen gesellschaftlichen und pädagogischen Funktionen von Zensuren sowie deren diagnostischer Wert und pädagogischer Nutzen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Leistungsbewertung, Zensuren, Selektion, pädagogische Diagnostik, Bezugsnorm, Objektivität, Validität und Schulerfolg.

Warum erfüllen Zensuren die Selektionsfunktion laut der Arbeit oft nicht?

Da Zensuren häufig mangelnde Objektivität und Reliabilität aufweisen und von subjektiven Faktoren wie Sympathie oder Tagesform beeinflusst werden, können sie nicht als präzises und gerechtes Instrument für Bildungsentscheidungen fungieren.

Welches Problem beschreibt das "Drittelerlass"-Beispiel?

Der Drittelerlass verdeutlicht, dass Schulen durch formale Regelungen dazu gezwungen werden können, die soziale Bezugsnorm anzuwenden, anstatt individuelle Lernfortschritte unabhängig zu bewerten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leistungsbewertung durch Noten in der Schule. Inwieweit werden Zensuren ihrer Funktion gerecht?
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V914298
ISBN (eBook)
9783346235343
ISBN (Buch)
9783346235350
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leistungsbewertung Zensuren Selektionsfunktion Diagnostik Grundschule Schule Noten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Leistungsbewertung durch Noten in der Schule. Inwieweit werden Zensuren ihrer Funktion gerecht?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/914298
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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