In dieser Hausarbeit wird aus Sicht der Klinischen Psychologie, der Entwicklungspsychologie und der Kommunikationspsychologie untersucht, welche psychologischen Folgen „Social Distancing“ im Rahmen der Coronapandiemie haben könnte. Unter Social Distancing wird der aktuelle Zustand während der Coronakrise gemeint, der Bürger dazu auffordert, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, körperlichen Kontakt zu anderen Mitmenschen zu vermeiden und Menschenansammlungen zu vermeiden.
Aktuell bestimmt das Corona-Virus das gesellschaftliche Leben in Deutschland und vielen anderen Ländern. Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, sich sozial zu isolieren, und ihre Wohnung bzw. ihr Haus nur noch in dringend notwendigen Fällen zu verlassen. Home Office wird zum neuen Standard. Es wird explizit davon abgeraten, Familienangehörige und Freunde zu treffen. Es erscheint als gut möglich, dass diese Situation mehrere Wochen oder gar Monate anhalten wird. Psychologische Auswirkungen von langfristigem „Social Distancing“ sowie Home Office sind weitgehend unbekannt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Situationsbeschreibung
2 Klinische Psychologie & Methoden der Psychotherapie
2.1 Psychische Folgen von Social Distancing
2.2 Protektive Faktoren für die psychische Gesundheit
2.3 Präventionsplan
2.3.1 Verhaltenstherapeutische Primärprävention
2.3.2 Psychoanalytische Sekundärprävention
3 Entwicklungspsychologie im Erwachsenenalter
3.1 Herausforderungen von Social Distancing
3.1.1 Psychosziale Entwicklung
3.1.2 Ängste und sozialer Rückzug
3.2 Herasufroderungen von Homeoffice
3.2.1 Arbeitssplatzgestaltung
3.2.2 Zufriedenes Altern
3.3 Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger und Unternehmen
4 Medien- und Kommunikationspsychologie
4.1 Positive Unterstützung durch Social Media
4.1.1 Aufrechterhaltung sozialer Kontakte
4.1.2 Ausbreitung des sozialen Netzwerks
4.2 Negative Folgen von Social Media
4.2.1 Virale Fake News
4.2.2 Dauerhafte negative Informationen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht aus der Perspektive der Klinischen Psychologie, der Entwicklungspsychologie und der Kommunikationspsychologie, welche psychologischen Auswirkungen das durch die Corona-Pandemie bedingte "Social Distancing" auf Individuen, insbesondere auf junge Erwachsene und Arbeitnehmer im Homeoffice, hat.
- Analyse psychischer Folgen von Isolation und Social Distancing
- Rolle protektiver Faktoren für die psychische Gesundheit
- Herausforderungen durch Homeoffice und deren psychologische Bewältigung
- Bedeutung von Mediennutzung und Social Media für soziale Unterstützung
- Entwicklung von Präventionsmaßnahmen für Unternehmen und Politik
Auszug aus dem Buch
Körperliches und seelisches Wohlbefinden
Häufige Ursachen für Übergewicht sind die Lebensstilfaktoren, Essstörungen, genetische Ursachen und chronischer Stress (Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, 2020). Der Lebensstil in Deutschland hat sich in den letzten Wochen drastisch geändert, da alle öffentlichen Orten, wie u.a. Restaurants, Cafés, Parks etc. geschlossen wurden (ZDF Heute, 2020). Die meisten Menschen halten sich aktuell zu Hause auf, was zu Langeweile und Bewegungsmangel führen kann. Stress, durch die finanzielle Unsicherheit, Sorgen um Angehörige und Überarbeitung, könnten zudem Heißhungerattacken fördern (Schauder, 2006). Der Lebensstil, also das Ausmaß an körperlicher Aktivität gepaart mit einer erhöhten Energiezufuhr, könnten also während der Coronapandemie einen negativen Effekt auf das unsere körperliche Gesundheit haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der psychologischen Auswirkungen von Social Distancing im Rahmen der Corona-Pandemie.
2 Klinische Psychologie & Methoden der Psychotherapie: Analyse psychischer Folgen mittels des Vulnerabilitäts-Stress-Modells und Erarbeitung eines präventiven Ansatzes.
3 Entwicklungspsychologie im Erwachsenenalter: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen durch Isolation und Homeoffice für verschiedene Altersgruppen.
4 Medien- und Kommunikationspsychologie: Bewertung der ambivalenten Rolle von Social Media als Unterstützungsquelle sowie als Verbreiter negativer Informationen.
5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen über die drei behandelten psychologischen Disziplinen hinweg.
Schlüsselwörter
Social Distancing, Corona-Pandemie, Klinische Psychologie, Entwicklungspsychologie, Medienpsychologie, Homeoffice, psychische Gesundheit, Resilienz, soziale Unterstützung, Prävention, Verhaltenstherapie, Isolation, Stress-Vulnerabilitäts-Modell, Fake News, digitale Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die psychologischen Auswirkungen der während der Corona-Pandemie verordneten Kontaktbeschränkungen (Social Distancing) auf die menschliche Psyche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit betrachtet das Thema durch die drei Linsen der Klinischen Psychologie, der Entwicklungspsychologie und der Medien- und Kommunikationspsychologie.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es soll analysiert werden, welche negativen psychischen Folgen durch Social Distancing und Homeoffice entstehen könnten und welche präventiven Maßnahmen dem entgegenwirken können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis psychologischer Modelle (z.B. Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Erikson-Stufenmodell) sowie ergänzende empirische Daten aus eigenen Umfragen auf Social Media.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Analyse von Stress und Prävention, entwicklungspsychologische Herausforderungen für verschiedene Lebensphasen sowie eine medienpsychologische Bewertung der digitalen Vernetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Social Distancing, Resilienz, psychische Gesundheit, Homeoffice, soziale Unterstützung und digitale Medienkommunikation.
Warum ist das Homeoffice besonders für ältere Arbeitnehmer herausfordernd?
Die Arbeit argumentiert, dass ältere Menschen durch den Wegfall betrieblicher Strukturen, potenzielle technische Defizite und eine stärkere Gefährdung durch Isolation und Frustration im Homeoffice belastet werden.
Welche Rolle spielen "Fake News" bei der psychischen Belastung?
Fake News und negative Dauerberichterstattung in sozialen Netzwerken können die Ängste der Bevölkerung verstärken und bei labilen Personen zu Stress, Misstrauen und psychischer Belastung führen.
- Arbeit zitieren
- Chiara Esposito (Autor:in), 2020, Social Distancing. Psychologische Auswirkungen während der Coronapandemie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/912257