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Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Die Ideologie der ersten Generation der Roten Armee Fraktion

Titel: Die Ideologie der ersten Generation der Roten Armee Fraktion

Seminararbeit , 2006 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Florian Kuhne (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Immer mehr junge Menschen erwachen heute zu einem revolutionären Bewusstsein. Die Bereitschaft, konsequent und diszipliniert für die proletarische Revolution zu arbeiten, wächst. Die Einsicht, dass diese Revolution ohne eine wissenschaftliche revolutionäre Theo-rie nicht siegen kann, setzt sich durch; doch werden kaum Konsequenzen daraus gezogen.“ (Über den bewaffneten Kampf in Westeuropa (Mai 1971))
Es wurden vielleicht keine Konsequenzen gezogen von der Masse der Jugendlichen, auch nicht von den Arbeitern, sehr wohl jedoch von einer Gruppe junger Menschen, die erwuchs aus der Protestbewegung von 1967/68 und zu der Personen gehörten wie Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Horst Mahler und Gudrun Ensslin. Diese Gruppe war die erste Generation der Roten Armee Fraktion (RAF).
Was wollte diese Gruppe erreichen? Welche Mittel setzte sie dafür ein? Und auf was für einer Idee fußte die RAF? Dies sind die Fragen, mit denen sich in dieser Arbeit auseinander gesetzt werden soll. Es geht darum, so etwas wie eine politische Ideologie, eine Theorie innerhalb der RAF auszumachen. Welche politischen Ideen wurden aufgenommen und durch die Gruppe weiterverarbeitet, auch diese Frage gilt es zu klären um die Ideologie der RAF verstehen zu können. Die Arbeit befasst sich ausschließlich mit der frühen Anfangszeit des bundesdeutschen Terrorismus
in den Jahren 1970/71. Aus diesen Jahren stammen auch die drei genau zu untersuchenden
Dokumente der RAF, „Die Rote Armee aufbauen“ vom 5. Juni 1970, „Das Konzept
Stadtguerilla“ vom April 1971 und „Über den bewaffneten Kampf in Westeuropa“ vom Mai
1971. Diese Schriften bergen eine Fülle an Informationen und werden in jeweils eigenen Abschnitten
behandelt.
Um jedoch den Fokus auf die frühen 1970er Jahre richten zu können, schien es hilfreich, eine
Einführung zu der Zeit vor 1970 zu geben und außerdem die gesamten Geschehnisse bis einschließlich
des „Deutschen Herbstes“ 1977 zu beleuchten.
Daran anschließend werden die Dokumente der frühen RAF einzeln betrachtet und analysiert,
bevor in einem dritten Teil die verschiedenen Aspekte zusammengefasst werden. Eine
Schlussbetrachtung zieht dann ein kurzes Fazit zu den Bestandteilen der Ideologie der Roten
Armee Fraktion.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte

3. Die RAF in den siebziger Jahren

3.1 Die Ereignisse von 1970 bis 1977

3.2 Dokumente

3.2.1 Die Rote Armee aufbauen (5. Juni 1970)

3.2.2 Das Konzept Stadtguerilla (April 1971)

3.2.3 Über den bewaffneten Kampf in Westeuropa (Mai 1971)

4. Ziele und Ideologie der RAF

5. Schlussbetrachtung

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ideologischen Grundlagen und Zielsetzungen der ersten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF) in den Jahren 1970/71. Dabei steht die Frage im Zentrum, welche politischen Ideen die Gruppe aufgriff, wie sie diese weiterentwickelte und inwieweit eine kohärente theoretische Basis für ihre militanten Handlungen existierte.

  • Analyse der frühen RAF-Grundlagendokumente aus den Jahren 1970 und 1971.
  • Untersuchung des Übergangs von der Studentenprotestbewegung zum bewaffneten Kampf.
  • Reflektion des Verhältnisses von theoretischem Marxismus-Leninismus und praktischem Aktionismus.
  • Betrachtung der Rolle der "Stadtguerilla" als Interventionsmethode in westlichen Metropolen.
  • Auseinandersetzung mit der Problematik der "Primat der Praxis"-Ideologie.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Rote Armee aufbauen (5. Juni 1970)

Mit der Veröffentlichung des Papiers „Die Rote Armee aufbauen“ sollte die Baader-Befreiungs-Aktion erklärt werden. Allerdings „nicht den intellektuellen Schwätzern, den Hosenscheißern, den Alles-besser-Wissern [...], sondern den potentiell revolutionären Teilen des Volkes. [...] Die es satt haben!“ Und weiter:

„Denen habt ihr die Aktion zu vermitteln, die für die Ausbeutung, die sie erleiden, keine Entschädigung bekommen durch Lebensstandard, Konsum, Bausparvertrag, Kleinkredite, Mittelklassewagen. Die sich den ganzen Kram nicht leisten können, die da nicht dran hängen. [...] Denen – und nicht den kleinbürgerlichen Intellektuellen – habt ihr zu sagen, dass jetzt Schluss ist, dass es jetzt los geht, dass die Befreiung Baaders nur der Anfang ist! Dass ein Ende der Bullenherrschaft abzusehen ist! Denen habt ihr zu sagen, dass wir die Rote Armee aufbauen, das ist ihre Armee.“

Es sollte also so etwas wie eine „Armee des kleinen Mannes“ geschaffen werden, der der Bürokratie ständig unterliegt, der dem Papier zufolge ausgebeutet wurde vom System. Darüber hinaus ist dieser erste Teil der Schrift als Ankündigung zu verstehen, als Versuch, diejenigen anzusprechen, die schon militant geworden waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfragen zur Ideologie der ersten RAF-Generation ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die verwendeten Quellen.

2. Vorgeschichte: Der Abschnitt beleuchtet den gesellschaftlichen Kontext der 1960er Jahre, insbesondere die Protestbewegung und das Aufkommen der Außerparlamentarischen Opposition (APO) als Nährboden für die RAF.

3. Die RAF in den siebziger Jahren: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über die Entwicklung der RAF von 1970 bis 1977 und analysiert die drei zentralen Grundlagendokumente der frühen Phase.

4. Ziele und Ideologie der RAF: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengefasst, wobei der "Primat der Praxis" und die Abkehr von einer fundierten Theoriebildung als Kernmerkmale der RAF-Ideologie herausgearbeitet werden.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt die Theoriefeindlichkeit der Gruppe heraus und konstatiert, dass der Versuch, eine Guerilla aufzubauen, mangels Unterstützung in der Bevölkerung scheiterte.

6. Bibliographie: Verzeichnis der für die Arbeit verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

RAF, Rote Armee Fraktion, Stadtguerilla, Erste Generation, Politischer Terrorismus, Marxismus-Leninismus, Primat der Praxis, APO, Protestbewegung, Ideologiegeschichte, Revolutionäre Theorie, Klassenkampf, Antiimperialismus, Gewalt, Westdeutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ideologischen Wurzeln und die strategische Ausrichtung der ersten Generation der Roten Armee Fraktion während ihrer Entstehungsjahre 1970/71.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Radikalisierungsprozesse der APO, die Rolle von Gewalt als politischem Mittel und den Anspruch der RAF, eine revolutionäre Gegenmacht zum bundesdeutschen Staat zu bilden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den ideologischen Gehalt der RAF zu entschlüsseln und zu klären, welche theoretischen Einflüsse bei der Gruppenbildung wirksam waren und wie diese in der Praxis transformiert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse von Primärquellen (Grundlagendokumente der RAF) in Kombination mit relevanter politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Ideengeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Vorgeschichte der 1960er Jahre, der chronologischen Entwicklung der RAF sowie der expliziten Untersuchung ihrer programmatischen Schriften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem: Rote Armee Fraktion, Stadtguerilla, Primat der Praxis, revolutionäres Subjekt und politische Ideologie.

Welche Rolle spielte die "Stadtguerilla" laut dem Autor?

Der Autor zeigt auf, dass die Stadtguerilla für die RAF eine Methode zur "Ausschaltung des bürgerlichen Militärapparates" darstellte und als Versuch diente, den bewaffneten Kampf trotz fehlender Massenbasis in der Großstadt zu führen.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der marxistischen Klassiker auf die RAF?

Der Autor stellt fest, dass die RAF zwar marxistisch-leninistische Diktion verwendete, diese jedoch instrumentalisiert wurde, um eine "Theoriefeindlichkeit" zu kaschieren und den "Primat der Praxis" zu legitimieren.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ideologie der ersten Generation der Roten Armee Fraktion
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in die politische Ideengeschichte
Note
2,0
Autor
Florian Kuhne (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V90650
ISBN (eBook)
9783638048361
ISBN (Buch)
9783640309566
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ideologie Generation Roten Armee Fraktion Einführung Ideengeschichte RAF Stadtguerillla Mahler Baader Ensslin Meinhof
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Kuhne (Autor:in), 2006, Die Ideologie der ersten Generation der Roten Armee Fraktion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/90650
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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