Die Arbeit setzt sich überblickshaft mit den Themen des HR Managements und Markenidentität auseinander. Sie zeigt dabei die verschiedenen Phasen des markenbezogenen HR-Managements auf. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den theoretischen Grundlagen, welche zu Beginn ausführlich erläutert werden.
Darauf aufbauend werden die Maßnahmen zur Personalsozialisation der verschiedenen Phasen dokumentiert. Aufgrund der zunehmenden Homogenisierung der Produkte müssen Markenunternehmen mit ihren Mitarbeitern einen Faktor schaffen, der sie vom restlichen Wettbewerb differenziert. Daher ist die Entwicklung und interne Durchsetzung einer Markenidentität von höchster Bedeutung. Ziel ist es stets, einer erhöhten Fluktuation in den weiteren Phasen aufgrund von mangelndem, markenkonformen Verhalten entgegenzuwirken sowie Mitarbeiter zu entwickeln, die die Markenidentität leben und dadurch einen positiven Einfluss auf das Markenimage haben.
Die Markenidentität besteht aus sechs Teilen: der Markenherkunft, Markenvision, Markenwerte, Markenpersönlichkeit, Markenkompetenz und schlussendlich der Markenleistung. Jeder dieser Bestandteile repräsentiert einen wichtigen Teil der Markenidentität und muss auf die anderen abgestimmt sein, da sonst die Marke undifferenziert wahrgenommen werden kann. Mitarbeiter sollen vom HR-Management intensiv durch die Vor-Eintritts-Phase, Eintritts-Phase und Metamorphose-Phase begleitet und in durchgängig markenkonformen Verhaltensweisen geschult werden. Durch einen hohen Mitarbeiter-Marke-Fit kann das Unternehmen bereits in der Personalrekrutierung die richtigen Mitarbeiter auswählen. Maßnahmen für die Personalsozialisation sind bspw. Einführungsveranstaltungen, Mentoring Programme oder interne Markenakademien. Die Mitarbeiter müssen realitätsnah geschult werden, um die abstrakte Markenidentität in konkrete Verhaltensweisen zu übersetzen. Durch Anreizsysteme, Beförderungen oder Personalfreisetzungen, die sich auf die markenkonformen Verhaltensweisen beziehen, lässt sich darüber hinaus innerbetrieblich die Relevanz manifestieren.
Abschließend lässt sich sagen, dass für ein erfolgreiches HR-Management eine enge Abstimmung zwischen Personalmanagement, Management und Marketing erforderlich ist. Es ist sinnvoll institutionelle Maßnahmen zu schaffen, um die Markenidentität intern zu positionieren und zu kommunizieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 HR-Management
2.2 Markenidentität
2.3 Abgrenzung Markenimage
3 Phasen des markenorientierten HR-Managements
3.1 Vor-Eintritts-Phase
3.2 Eintritts-Phase
3.3 Metamorphose-Phase
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Ausblick und weiterführende Forschungsansätze
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und die praktische Umsetzung eines markenorientierten HR-Managements zu erläutern, um eine konsistente Markenidentität im Unternehmen zu etablieren und die Fluktuation zu senken.
- Theoretische Fundierung von HR-Management und Markenidentität
- Differenzierung zwischen Markenidentität und Markenimage
- Strukturierung der markenorientierten Personalszialisation in drei Phasen
- Konkrete Maßnahmen zur Förderung markenkonformen Verhaltens
- Einfluss der Führungskräfte und der internen Kommunikation
Auszug aus dem Buch
3.2 Eintritts-Phase
Die Eintritts-Phase beginnt mit dem Eintritt neuer Mitarbeiter in das Markenunternehmen und umfasst den Zeitraum, in dem neue Mitarbeiter in das Unternehmen integriert werden. In dieser Phase der Personaleinführung werden den Mitarbeitern vom ersten Arbeitstag an Informationen über die Markenwerte sowie markenkonformes Verhalten gegenüber Kunden vermittelt. Hier treffen erstmalig die Erwartungen der Mitarbeiter mit der Realität aufeinander und ein gewisser Anpassungsdruck ist vorhanden. Da für neue Mitarbeiter die frühen Erfahrungen in einem Unternehmen prägend sind und Auswirkungen auf ihr späteres Verhalten sowie Einstellungen haben, ist die Eintritts-Phase durchaus als kritischer Faktor zu betrachten.
Die verschiedenen Einzelmaßnahmen der Personalsozialisation, werden im Folgenden erläutert.
Zu Beginn finden meist mit mehreren neuen Mitarbeitern Einstiegs- und Orientierungsveranstaltungen statt. Diese sollen einen ersten positiven Eindruck vermitteln und ein gutes Miteinander erwirken. Darüber hinaus soll ein erstes Verständnis für den Zusammenhang zwischen Markenidentität, Markenimage und dem Unternehmenserfolg geschaffen werden. Dies dient als Basis für die weitere Entwicklung. Für dieses Verständnis muss das Unternehmen sicherstellen, dass neue Mitarbeiter die notwendigen Kompetenzen erhalten und alle Ressourcen für eine optimale markenbezogene Einarbeitung verfügbar sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung homogener Märkte ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Studienarbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten HR-Management und Markenidentität definiert und letztere vom Markenimage inhaltlich abgegrenzt.
3 Phasen des markenorientierten HR-Managements: Das Kapitel strukturiert den Prozess der markenbezogenen Personalsozialisation in die drei Phasen Vor-Eintritts-, Eintritts- und Metamorphose-Phase und erläutert spezifische Maßnahmen.
4 Schlussbetrachtung: Zum Abschluss werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen sowie Forschungsansätze gegeben.
Schlüsselwörter
HR-Management, Markenidentität, Markenimage, Personalsozialisation, markenkonformes Verhalten, Mitarbeiter-Marke-Fit, Internal Branding, Brand Commitment, Personalrekrutierung, Personaleinführung, Personalentwicklung, Unternehmenskultur, Markencharta, Identitätsbasierte Markenführung, Mitarbeiterführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung von Human Resource Management und Markenidentität, um Mitarbeiter als Markenbotschafter zu befähigen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Markenidentität, der Human Resource Lifecycle und die verschiedenen Phasen der markenorientierten Personalsozialisation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, zu zeigen, wie durch ein strukturiertes markenorientiertes HR-Management eine authentische Markenidentität intern verankert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um die verschiedenen Phasen und Maßnahmen des markenorientierten Personalmanagements systematisch darzustellen.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe und die detaillierte Beschreibung der Personalsozialisation über drei Phasen: Vor-Eintritt, Eintritt und Metamorphose.
Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verbindung von strategischem Markenmanagement mit operativen HR-Instrumenten wie Rekrutierung, Training und Anreizsystemen aus.
Warum ist die Vor-Eintritts-Phase besonders kritisch für den Unternehmenserfolg?
In dieser Phase wird durch die Auswahl der "richtigen Mitarbeiter" und die Vermittlung eines ersten Markenverständnisses der Grundstein für einen hohen Mitarbeiter-Marke-Fit gelegt.
Welche Rolle spielen Führungskräfte bei der Markenvermittlung?
Führungskräfte dienen als Rollenvorbilder; neue Mitarbeiter orientieren sich stark an deren Verhalten, weshalb Führungskräfte markenkonformes Verhalten vorleben müssen.
Warum sind monetäre Anreize allein nicht ausreichend?
Markenidentität erfordert eine emotionale Bindung; daher müssen Anreizsysteme durch nicht-monetäre Elemente ergänzt werden, die auf Markenwissen und -verständnis basieren.
Wie unterscheidet sich die Metamorphose-Phase von den anderen Phasen?
Sie umfasst den langfristigen Zeitraum nach der Einarbeitung bis zum Austritt und konzentriert sich auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Festigung des markenkonformen Verhaltens.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Das markenbezogene Human Ressource Management. Interne Durchsetzung einer Markenidentität, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/903835