Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Der Ordoliberalismus als autoritärer Liberalismus

Eine theoretische Legitimation der präsidialen Ermächtigungsgesetze?

Titel: Der Ordoliberalismus als autoritärer Liberalismus

Seminararbeit , 2005 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Moritz Krell (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Während der Recherchen über das durch meine Arbeitsgruppe zu bearbeitende Thema
„Soziale Marktwirtschaft – Zwischen Ordo- und Neoliberalismus“ bin ich am Rande auf eine These gestoßen, die mir eine weitere Bearbeitung wert zu sein schien.
So schreibt Dieter Haselbach: „Die ordoliberalen „Gründungsmanifeste“ […] lasen sich [in der tagespolitischen Diskussion] wie eine Parteinahme für die autoritäre präsidiale
Ermächtigung.“ Zentraler Aspekt hierbei wird nicht die Frage danach sein, ob ordoliberale Denker in ihren frühen wirtschaftspolitischen Beiträgen eine Entwicklung wie sie in Deutschland gegen Mitte der 1930er Jahre statt fand forcieren wollten. Auch nicht die Frage danach, in welcher Art und Weise sich dieselben während der nationalsozialistischen Diktatur gesellschaftspolitisch äußerten. Viel weniger noch, welche Stellung sie nach der Redemokratisierung Deutschlands durch die Alliierten einnahmen. Im Mittelpunkt meiner Arbeit soll die These stehen, dass die Theorie des Ordoliberalismus, wie sie zu Beginn der 1930er Jahre entstand, als Legitimationsgrundlage des sich zu dieser Zeit entwickelnden diktatorischen Systems unter den Nationalsozialisten gelesen werden kann. Wie oben schon angedeutet, geht es mir dabei nicht um Absichtsunterstellungen. Vielmehr möchte ich im Weiteren den philosophisch-theoretische Aspekt untersuchen. Konkret die Frage danach, inwieweit eine politische Strömung, welche als liberal eingestuft wird, als Begründung für ein antiliberales Regime instrumentalisiert hätte werden können. Zu diesem Zwecke werde ich mich auf die Frühschriften der ordoliberalen Theoretiker Walter
Eucken, Alexander Rüstow und Alfred Müller-Armack konzentrieren. Im Zentrum meiner Arbeit werden die Theorien der oben genannten Ordoliberalen vorgestellt. Hierbei werde ich mich auf diese Teile beschränken, welche bezüglich meiner These
Aussagekraft enthalten. Schließlich folgt ein Versuch, den Ordoliberalismus als eine homogene Theorie zu formulieren und, abhängig davon ob dies gelingt, meine These zu überprüfen. Sollte also der Ordoliberalismus als Ganzes Überschneidungen mit rechts-konservativen Meinungen dieser Zeit haben oder lässt sich das bestenfalls über einige wenige Theoretiker sagen? - Diese Frage wird im Folgenden zu untersuchen sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ordoliberale Positionen

i. Walter Eucken

ii. Alexander Rüstow

iii. Alfred Müller-Armack

2. Der Ordoliberalismus

i. Der Ordoliberalismus als homogene Theorie

ii. Der Ordoliberalismus als Legitimation der Ermächtigungsgesetze

3. Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die frühordoliberale Theorie der 1930er Jahre als theoretische Legitimationsgrundlage für das aufkommende autoritäre System und die präsidialen Ermächtigungsgesetze am Ende der Weimarer Republik instrumentalisiert werden konnte, ohne dabei den Denkern eine direkte Absicht zu unterstellen.

  • Analyse der ordoliberalen Frühschriften von Walter Eucken, Alexander Rüstow und Alfred Müller-Armack.
  • Untersuchung der philosophisch-theoretischen Schnittmengen zwischen ordoliberaler Staatsauffassung und antiparlamentarischen Tendenzen.
  • Kritische Reflexion über den "Wirtschaftsstaat" und die Forderung nach einem entpolitisierten, starken Staat.
  • Einordnung der ordoliberalen Konzepte im Kontext der historischen Krisenerfahrung der 1930er Jahre.

Auszug aus dem Buch

i. Walter Eucken

Dass ich an dieser Stelle mit dem Werk Walter Euckens beginne hat zwei Gründe. Erstens wird dieser als „Gründungsvater“ (Haselbach) oder „Kopf der Ordoliberalen“ (Fischer) bezeichnet. Es ist also nur konsequent mit seiner Theorie zu beginnen. Des Weiteren, und dies ist mit seiner herausragenden Rolle innerhalb der Freiburger Schule verbunden, hoffe ich, alle weiteren Theoretiker nur anreißen zu müssen, wenn die theoretische Grundlage für diese schon mit Eucken verdeutlicht wurde.

Eucken beschränkte sich in seinen Arbeiten nicht auf wirtschaftstheoretische und wirtschaftspolitische Analysen, sondern überwand die Grenzen der Ökonomie und verknüpfte seine Vorstellungen dieser mit den Ideen von Staat, Recht und Gesellschaft. Wie in der Einleitung erwähnt möchte ich hier aber nur auf die Punkte eingehen, die bezüglich meiner These von Bedeutung sind. Eine erschöpfende Darstellung von Euckens Werk würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Demgemäß geht es im Folgenden um seine Theorien von Wirtschaft und Staat.

In seinem Aufsatz „Staatliche Strukturwandlung und die Krisis des Kapitalismus“ ist angedeutet, dass für ihn die Wirtschaftskrise der 1930er Jahre eng mit der Konstitution des Staates verbunden ist. Dabei führt Eucken die Existenz eines kapitalistischen Systems auf das Vorhandensein von Unternehmern zurück. Eine „Krisis des Kapitalismus“ ist demnach synonym zu einer Krise unternehmerischer Tätigkeit. Wie es zu dieser Entwicklung kam, und – meine These betreffend viel entscheidender – wie ihr zu begegnen sei, arbeitet Eucken anhand einer „Pathogenese des neuzeitlichen Staates“ heraus. Diese vollzieht sich in drei großen Phasen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Zusammenhang zwischen ordoliberaler Theorie und autoritären Staatsformen am Ende der Weimarer Zeit unter Verzicht auf Absichtsunterstellungen zu untersuchen.

2. Ordoliberale Positionen: Dieses Kapitel stellt die Kernkonzepte von Walter Eucken, Alexander Rüstow und Alfred Müller-Armack vor, die sich in ihrer Krisenanalyse und der Forderung nach einem "starken Staat" weitgehend einig waren.

2. Der Ordoliberalismus: Hier wird die Homogenität der ordoliberalen Theorie diskutiert und untersucht, wie diese Denkmuster als theoretische Basis für eine Legitimation autoritärer Regierungsweisen im Kontext der Ermächtigungsgesetze fungieren konnten.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die ordoliberalen Grundlagen der 1930er Jahre signifikante Schnittmengen mit der damaligen autoritären Praxis aufwiesen, auch wenn die Denker selbst keine Sympathisanten der NS-Diktatur waren.

Schlüsselwörter

Ordoliberalismus, Wirtschaftsstaat, autoritärer Liberalismus, Ermächtigungsgesetze, Weimarer Republik, Walter Eucken, Alexander Rüstow, Alfred Müller-Armack, Kapitalismus, Staatsautorität, Interventionsismus, Freiburger Schule, Parlamentarismus, Krisenanalyse, Staatsräson.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das theoretische Verhältnis zwischen der ordoliberalen Lehre der frühen 1930er Jahre und den autoritären Entwicklungen, insbesondere den präsidialen Ermächtigungsgesetzen in der Endphase der Weimarer Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte des „Wirtschaftsstaates“, die Kritik am Parlamentarismus und die Forderung nach einem „starken, unabhängigen Staat“, der sich von gesellschaftlichen Interessen emanzipiert.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie ordoliberale Argumente – möglicherweise ungewollt – als Legitimationsgrundlage für ein antiliberales, autoritäres Regime instrumentalisiert werden konnten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoriegeschichtliche Analyse der Frühschriften der wichtigsten ordoliberalen Theoretiker, kombiniert mit einer Untersuchung ihrer Krisenanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Positionen von Eucken, Rüstow und Müller-Armack sowie eine vergleichende Analyse der ordoliberalen Theorie und ihrer Verbindung zu autoritären Staatskonzepten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Ordoliberalismus, autoritärer Liberalismus, Wirtschaftsstaat, Ermächtigungsgesetze, Staatsautorität und die Überwindung des Interventionsismus.

Warum bezieht sich der Autor speziell auf die Frühschriften der 1930er Jahre?

Die Beschränkung auf die Zeit vor 1933 ist methodisch sinnvoll, da diese Schriften den "Erfahrungskontext" der Weimarer Krise widerspiegeln und die ideologischen Weichenstellungen vor der nationalsozialistischen Machtübernahme zeigen.

Welche Rolle spielt Carl Schmitt in der Argumentation?

Der Autor führt Carl Schmitt als Vergleichsinstanz an, um die autoritären Züge innerhalb des ordoliberalen Strebens nach einem „qualitativ totalen“ oder starken Staat zu verdeutlichen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Ordoliberalismus als autoritärer Liberalismus
Untertitel
Eine theoretische Legitimation der präsidialen Ermächtigungsgesetze?
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Veranstaltung
PS Liberalismus im Wandel
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Moritz Krell (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V87540
ISBN (eBook)
9783638065917
ISBN (Buch)
9783638952446
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ordoliberalismus Liberalismus Wandel Walter Eucken Alexander Rüstow Alfred Müller-Armack
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Moritz Krell (Autor:in), 2005, Der Ordoliberalismus als autoritärer Liberalismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/87540
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum