Die meisten Berufe bilden irgendwann Fachsprachen, so genannte Funktiolekte aus. So auch in der Welt des Theaters. Wodurch ist diese Art zu sprechen gekennzeichnet? Warum ist sie so, wie sie ist?
Diese und andere Fragen zu diesem Thema werden mit Hilfe transkribierten Filmmaterials von "Die Spielwütigen" und "Bungalow" untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zum Untersuchungsmaterial
- "Die Spielwütigen"
- "Bungalow"
- Pausen
- Partikelfülle
- Partikelfülle bei den Schauspielern
- Partikelfülle bei Regisseuren
- Vagheitsausdrücke
- Metaphorik
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Sprache des Theaters, insbesondere den Professiolekt von Schauspielern und Regisseuren. Sie analysiert sprachliche Merkmale in Interviews aus den Filmen "Die Spielwütigen" und "Bungalow". Ziel ist es, die spezifischen sprachlichen Eigenheiten dieser Berufsgruppe zu identifizieren und zu beschreiben.
- Untersuchung der Sprachstruktur des Theater-Professiolekts
- Analyse der sprachlichen Besonderheiten von Schauspielern und Regisseuren
- Bedeutung von Kontext und Interdisziplinarität in der Sprachwissenschaft
- Einfluss von Sozialisation und Berufserfahrung auf die Sprache
- Herausforderungen der empirischen Sprachforschung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Sprachforschung und die Bedeutung von Interdisziplinarität bei der Analyse von Sprache. Sie betont, dass die Sprache des Theaters, wie jede Fachsprache, durch verschiedene Faktoren geprägt ist, die schwer zu isolieren sind.
- Zum Untersuchungsmaterial: Dieses Kapitel diskutiert die Schwierigkeiten, von einer einheitlichen "Sprache des Theaters" zu sprechen und die Komplexität der Mediensituation, die die Analyse von Interviews beeinflusst.
- "Die Spielwütigen": Hier wird der Dokumentarfilm "Die Spielwütigen" und das darin verwendete Interviewmaterial vorgestellt. Der Fokus liegt auf der Beobachtung von Schauspielern in Ausbildung und deren sprachlichem Verhalten.
- "Bungalow": Dieses Kapitel geht auf ein Interview aus dem Bonusmaterial des Films "Bungalow" ein und analysiert die Sprache des darin dargestellten Regisseurs.
Schlüsselwörter
Professiolekt, Sprache des Theaters, Schauspiel, Regie, Interview, Dokumentarfilm, Sprachwissenschaft, Pragmatik, Sozialisation, Kontext, Interdisziplinarität, empirische Forschung, "Die Spielwütigen", "Bungalow".
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein „Professiolekt“ im Theaterkontext?
Ein Professiolekt ist eine berufsspezifische Fachsprache (Funktiolekt), die von Schauspielern und Regisseuren genutzt wird, um komplexe künstlerische Vorgänge effizient zu kommunizieren.
Welche Rolle spielen Pausen in der Theatersprache?
Pausen dienen nicht nur der Strukturierung, sondern sind oft Bedeutungsträger für emotionale Zustände oder Reflexionsprozesse während des Sprechens.
Warum nutzen Theaterschaffende viele Vagheitsausdrücke?
In der kreativen Arbeit dienen vage Formulierungen dazu, Spielräume für Interpretationen zu lassen und Gefühle oder Stimmungen zu beschreiben, die schwer präzise zu fassen sind.
Was sind Partikel und warum kommen sie in Interviews mit Schauspielern so häufig vor?
Partikel (wie „halt“, „eben“, „ja“) fungieren als Gliederungssignale und dienen der emotionalen Nuancierung sowie der Rückversicherung im Gespräch.
Wie beeinflusst die Sozialisation die Sprache von Schauspielern?
Die Ausbildung an Schauspielschulen und die tägliche Arbeit am Set oder auf der Bühne prägen spezifische Ausdrucksweisen und Metaphoriken, die Teil der beruflichen Identität werden.
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- Sina Schmidt (Author), 2007, Die Sprache des Theaters, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/87290