In folgender Analyse der globalen Verteilung der Internetnutzer werden schwerpunktartig die Schwierigkeiten der Vernetzung des afrikanischen Kontinents untersucht, da im internationalen Vergleich die Unterentwicklung Afrikas hinsichtlich dem Ausbau der Informationsinfrastruktur offenkundig ist. Diese Hausarbeit hat sich zum Ziel gesetzt die Ursachen dessen anhand einer problemorientierten Untersuchung der Verbreitung des Festnetz und wirtschaftlicher Aspekte zu beleuchten. Des Weiteren werden Lösungsansätze auf ihre Durchführbarkeit geprüft, sowie gravierende, die Internetentfaltung hemmende, soziale Faktoren diskutiert. Hierzu zählen Sprachbarrieren ebenso wie defizitäre Bildungs- und Gesundheitsstandards.
Gliederung
I. Vorüberlegung
II. Die globale Verteilung des Internet
III. Ursachen für die Unterentwicklung Afrikas
IV. Probleme und Konkurrenz des Festnetz – Hindernis für die Entfaltung des Internet?
V. Der Weg von einem Entwicklungs- zu einem Industrieland
VI. Privatisierung als Schlüssel?
VII. Bildungs- und Gesundheitsprobleme
VIII. Sprachen und Web- Inhalte
IX. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ungleiche globale Verteilung des Internet mit einem spezifischen Fokus auf die Herausforderungen bei der digitalen Vernetzung des afrikanischen Kontinents. Dabei wird analysiert, inwieweit infrastrukturelle Defizite, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und soziale Faktoren die technologische Entwicklung hemmen.
- Globale Disparitäten der Internetnutzung
- Strukturelle Ursachen der Unterentwicklung in Afrika
- Konkurrenz zwischen Festnetz und Mobilfunk
- Bedeutung von Bildung, Gesundheit und Sprache für die IKT-Entwicklung
- Strategien zur wirtschaftlichen Emanzipation im Informationszeitalter
Auszug aus dem Buch
IV. Probleme und Konkurrenz des Festnetz – Hindernis für die Entfaltung des Internet?
Bedenkt man die eindrucksvolle Größe der Landmasse Afrikas und, dass hier rund 14 Prozent der Weltbevölkerung leben ist es tatsächlich auffallendes Zeugnis des Entwicklungsrückstands, dass sich nur weniger als drei Prozent der weltweit verlegten Telefonleitungen auf diesem riesigen Kontinent befinden. Denn auch noch heutzutage ist die Penetrationsrate der Telefontechnologie unter der Bevölkerung Afrikas so gering wie in sonst keinem anderen Teil der Welt. Darum überrascht es auch nicht, dass die Verbreitung und Nutzung des Internet auf diesem Kontinent nicht annähernd so progressiv voranschreitet wie in wirtschaftlich weiter entwickelten Teilen dieser Welt.
Die vorhandenen kümmerlichen Telefonnetze, die oft aufgrund ethnischer Rivalitäten oft nicht einmal staatenübergreifend verbunden ist, versorgen meist vorrangig städtische Ballungsräume. Hierin besteht eines der größten Hindernisse des ungehinderten Internetzugangs, denn Angaben zufolge leben mindestens 80 Prozent der afrikanischen Zivilbevölkerung in ländlichen Gegenden. Diese stellen jedoch für Investoren keinen attraktiven Markt für Kapitalgewinn dar. Gründe hierfür sind enorme Distanzen zwischen einzelnen Dörfern, eine recht dünne Bevölkerungsdichte und die gerade verstärkt auf dem Land herrschende Armut, die eine mögliche Telefonnutzung sicher gering ausfallen lassen würde. Dies sind ausschlaggebende Faktoren dafür, dass die Nutzungsmöglichkeiten moderner Telekommunikation– speziell des Internet– afrikaweit fast ausschließlich auf urbane Ballungszentren begrenzt sind und der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) die Entfaltung erschweren.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Vorüberlegung: Einleitung in die Themenstellung und Definition des Untersuchungsziels hinsichtlich der Internetverbreitung in Afrika.
II. Die globale Verteilung des Internet: Analyse der weltweiten Nutzerzahlen und der starken Divergenzen zwischen den Kontinenten.
III. Ursachen für die Unterentwicklung Afrikas: Betrachtung historischer, ethnischer und politischer Gründe für die Instabilität in subsaharischen Staaten.
IV. Probleme und Konkurrenz des Festnetz – Hindernis für die Entfaltung des Internet?: Erörterung der mangelhaften Telefoninfrastruktur und der Bedeutung des Mobilfunks als Konkurrenz.
V. Der Weg von einem Entwicklungs- zu einem Industrieland: Diskussion über die Rolle des Internets in der Informationsgesellschaft und die Hürden beim Aufholen technologischen Rückstands.
VI. Privatisierung als Schlüssel?: Untersuchung der Möglichkeiten und Risiken durch Privatisierung im IKT-Sektor sowie der Abhängigkeit von ausländischer Expertise.
VII. Bildungs- und Gesundheitsprobleme: Analyse des Einflusses von Bildungsstand und gesundheitlichen Krisen wie AIDS auf die IKT-Nutzung.
VIII. Sprachen und Web- Inhalte: Thematisierung der sprachlichen Barrieren und der Notwendigkeit lokalisierter Internetinhalte.
IX. Schlussbemerkung: Fazit zur Notwendigkeit zielgerichteter Investitionen zur Armutsbekämpfung durch IKT.
Schlüsselwörter
Internet, Afrika, Informationsgesellschaft, IKT, Infrastruktur, digitale Kluft, Entwicklungshilfe, Vernetzung, Telekommunikation, Mobilfunk, Bildungsstand, Armutsbekämpfung, Privatisierung, Informationszugang
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ungleichen globalen Verbreitung des Internet und konzentriert sich dabei auf die spezifischen Hindernisse, die den Ausbau der digitalen Infrastruktur auf dem afrikanischen Kontinent erschweren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den zentralen Themen zählen die infrastrukturelle Unterentwicklung, die Rolle von Politik und Wirtschaft, die Bedeutung von Bildung und Gesundheit sowie kulturelle und sprachliche Barrieren beim Zugang zum Netz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Ursachen für den digitalen Rückstand Afrikas zu beleuchten und zu diskutieren, welche Lösungsansätze für eine erfolgreiche technologische und wirtschaftliche Entwicklung realistisch sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine problemorientierte Untersuchung, die auf der Analyse aktueller demografischer Daten, Expertenberichten und bestehender wirtschaftlicher Konzepte basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur Festnetzproblematik, den Weg zum Industrieland, die Potenziale von Privatisierungen sowie die soziokulturellen Herausforderungen im Bildungs- und Sprachbereich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Internet, Afrika, digitale Kluft, Informationsinfrastruktur, IKT, Entwicklungshilfe und technologische Emanzipation.
Warum ist das Festnetz in Afrika ein so großes Hindernis?
Das Festnetz ist nur in städtischen Gebieten verbreitet, während enorme Distanzen, Armut und eine geringe Bevölkerungsdichte in ländlichen Regionen Investitionen für Unternehmen wirtschaftlich unattraktiv machen.
Welche Rolle spielt die Sprache bei der Internetnutzung in Afrika?
Da die Mehrheit der Internetinhalte auf Englisch verfasst ist, entstehen Ausschlussmechanismen für Bevölkerungsteile, die diese Sprache nicht beherrschen, was durch lokale Projekte wie die Standardisierung der äthiopischen Schrift adressiert wird.
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- Maria Reschke (Author), 2005, Die globale Verteilung des Internet und die Schwierigkeiten der Verbreitung in Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/81320