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Black Hawk Down. Das internationale Somalia-Debakel 1992/93

Titel: Black Hawk Down. Das internationale Somalia-Debakel 1992/93

Seminararbeit , 2006 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dirk Spilker (Autor:in)

Politik - Region: Afrika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die internationalen und lokalen Akteurs- und Interessenkonstellationen im Vorfeld und während der drei Interventionen der „Internationalen Gemeinschaft" in Somalia zu Beginn der 1990er Jahre. Sie verfolgt einen akteurszentrierten Ansatz unter Berücksichtigung der temporären Handlungslogiken der relevanten Akteure vor dem Hintergrund der innenpolitischen Lage Somalias sowie der neuen geopolitischen Konstellation nach dem Ende des "Kalten Krieges".

Zunächst erfolgt ein Überblick über die somalische Clanstruktur, dem entscheidenden Faktor für die historischen und aktuellen Konfliktlinien, sowie eine Hinführung zum Ogaden-Krieg 1977/78, der für die Region im Allgemeinen und Somalia im Speziellen eine zentrale Wendemarke war. Darauf aufbauend, analysiert die Arbeit die neuen innen- und außenpolitischen Interessenkonstellationen nach dem Ende des Ogaden-Krieges. Dabei wird dargestellt, wie bestehende innersomalische Clan-Rivalitäten begünstigt durch regionale und geopolitische Entwicklungen verstärkt ausbrachen und in den 1980ern zu einem offenen Bürgerkrieg führten.

Vor diesem Hintergrund erfolgt die Analyse der Interventionen UNOSOM I, UNITAF und UNOSOM II in Somalia. Dabei wird gezeigt, welche Rationale der zentralen lokalen und internationalen Akteure einen Einfluss auf den Politikwechsel und das verstärkte Eingreifen der USA hatten, das den Beginn einer neuen Generation der Peace-keeping Operationen bedeutete und den entscheidenden Rahmen für UNITAF und UNOSOM II bildete.

Es wird nachgezeichnet, wie sich die US-geführten UNITAF und UNOSOM II bedingt durch eine Verknüpfung von mangelnder Berücksichtigung lokaler Dynamiken und eigenen – teilweise persönli-chen – Handlungslogiken in eine fehdenartige Auseinandersetzung mit dem Kriegsherrn Mohammed Farah Aideed hineinziehen ließen und wie die UN damit faktisch zu einer Kriegspartei wurden. Die Arbeit zeigt, wie das externe Eingreifen in eine kaum zu erfassende lokale Konfliktkonstellation in Verbindung mit dem geschickten Vorgehen lokaler Akteure dazu führte, dass UNOSOM II an Ansehen in der somalischen Bevölkerung verlor, zunehmend als Feind angesehen wurde und schließlich scheitern musste.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Das Clansystem und Siad Barre

1.1 Das Clansystem als entscheidender Bezugsrahmen

1.2 Siad Barre und der Ogaden-Krieg: Der Weg zur Ausgangslage 1978

2 Wendemarke für Siad Barre: Vom Ogaden-Krieg 1978 bis zum offenen Ausbruch des Bürgerkrieges 1988

2.1 Anmerkungen zur geostrategischen Bedeutung der Region im Kalten Krieg

2.2 Engagement und Rationale externer Akteure nach 1978

2.3 Intern-externe Opposition gegen Barre

3 Vom Ausbruch des Bürgerkriegs 1988 bis zum Sturz Siad Barres 1991

3.1 Das (absehbare) Ende des Kalten Krieges am Horn von Afrika

3.2 Das Friedensabkommen von 1988 und seine Folgen für Somalia

4 Von der Machtübernahme der Rebellen zu „Restore Hope“

4.1 Die Rolle der UNO bis Ende 1992 und das Scheitern von UNOSOM

4.2 Politikwechsel der USA und neue Stufe der Weltinnenpolitik

4.2.1 Rationale der Bush-Administration

4.2.2 Die „neue" geostrategische Bedeutung der Region

4.3 Peace-enforcement im Rahmen von „Restore Hope“

5 Die UN-Blauhelme als Kriegspartei: UNOSOM II

5.1 UNOSOM II und der Krieg mit Aideed

5.2 Anmerkungen zu Rolle der USA

5.3 Wendemarke: Die Schlacht um das Olympic-Hotel und der „CNN-Effekt“

6 Einschätzung der Intervention der Staatengemeinschaft: Ziele, Fehler und Folgen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die lokalen und internationalen Akteurs- und Interessenkonstellationen während der Somalia-Interventionen zu Beginn der 1990er Jahre. Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern von UNOSOM II zu analysieren, indem die Wechselwirkungen zwischen US-geführten Militäroperationen, lokalen Clan-Dynamiken und der Eskalation durch UN-Eingriffe aufgezeigt werden.

  • Historische Analyse der somalischen Clanstrukturen als Konfliktfaktor.
  • Einfluss des Endes des Kalten Krieges auf die geostrategische Bedeutung Somalias.
  • Analyse der US-Interventionen UNITAF und UNOSOM II („Restore Hope“).
  • Untersuchung der Eskalationsspirale zwischen der UN und dem Kriegsherrn Mohammed Farah Aideed.
  • Bewertung der Rolle des „CNN-Effekts“ und der innenpolitischen Dynamiken auf das Scheitern der Mission.

Auszug aus dem Buch

5.3 Wendemarke: Die Schlacht um das Olympic-Hotel und der „CNN-Effekt“

Am 03. Oktober 1993 erhielt UNOSOM einen Hinweis, dass zwei der sechs Unterführer Aideeds sich im Olympic Hotel in Mogadischu treffen wollten. Daraufhin wurde ein Zugriff geplant, bei dem eine Einheit der Delta Force per „Little Bird“ Hubschrauber eingeflogen werden, die beiden festnehmen und sich zurückziehen sollte, während die Straßen der Umgebung von Rangern abgesichert wurden, die mit „Black Hawk“ Hubschraubern transportiert wurden. Während die Delta Force den Eingriff planmäßig durchführte, konnten die „Black Hawks“ in den engen Straßen um das Hotel herum nicht landen, und die Ranger mussten sich abseilen. Gleichzeitig gelang es den Aideeds Milizen, innerhalb kurzer Zeit eine große Zahl an Kämpfern zu mobilisieren und die Rückzugswege der US-Truppen abzuriegeln. Es begann ein 15-stündiges Feuergefecht, in dessen Verlauf 18 amerikanische und 1 malaysischer Soldat sowie vermutlich über 300 Somalis getötet wurden, bevor es einem UNOSOM-Konvoi mit 70 Fahrzeugen, Kampf- und Schützenpanzern gelang, sich zum Hotel durchzukämpfen und die eingeschlossenen Soldaten zu befreien (Metz 2004: 23ff., Krech 1996: 91).

Am folgenden Tag gingen Fernsehbilder um die Welt, in denen tote US-Soldaten von einer johlenden Menge nackt durch die Straßen Mogadischus geschleift wurden. Damit war am 3./4. Oktober 1993 auch UNOSOM II endgültig gescheitet. Die Bilder nackt zur Schau gestellter toter US-Soldaten in Mogadischu lösten ein verheerendes Echo in der internationalen Presse aus, die bereits vor Oktober zunehmend kritisch berichtet hatte. Die Clinton-Administration kam unter erheblichen Rechtfertigungsdruck gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit und dem Kongress, auf den sie umgehend politisch reagieren musste (Rezwanian-Amiri 2000: 203).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Clansystem und Siad Barre: Einführung in die somalische Bevölkerungsstruktur, das prägende Clansystem und den Machtantritt von Siad Barre.

2 Wendemarke für Siad Barre: Vom Ogaden-Krieg 1978 bis zum offenen Ausbruch des Bürgerkrieges 1988: Analyse der militärischen Niederlage im Ogaden-Krieg, des Verlusts der sowjetischen Unterstützung und der zunehmenden Instabilität Somalias.

3 Vom Ausbruch des Bürgerkriegs 1988 bis zum Sturz Siad Barres 1991: Untersuchung der Folgen des Endes des Kalten Krieges und des Friedensabkommens mit Äthiopien, die den Bürgerkrieg und den Sturz Barres katalysierten.

4 Von der Machtübernahme der Rebellen zu „Restore Hope“: Darstellung des Machtvakuums nach Barre und der zunehmenden internationalen Verstrickung in die somalische Konfliktlage unter Führung der USA.

5 Die UN-Blauhelme als Kriegspartei: UNOSOM II: Analyse des „robusten“ UN-Mandats, der Eskalation des Konflikts mit Aideed und der finalen Schlacht um das Olympic-Hotel.

6 Einschätzung der Intervention der Staatengemeinschaft: Ziele, Fehler und Folgen: Kritische Reflexion der einzigartigen, aber gescheiterten Mission sowie ihrer nachhaltigen Auswirkungen auf die globale Sicherheitsarchitektur.

Schlüsselwörter

Somalia, UNOSOM II, UNITAF, Clansystem, Siad Barre, Mohammed Farah Aideed, Bürgerkrieg, humanitäre Intervention, Peace-enforcement, USA, Geopolitik, Kalter Krieg, Staatszerfall, Mogadischu, CNN-Effekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den somalischen Bürgerkrieg in den frühen 1990er Jahren und die internationale Reaktion darauf, insbesondere die von den USA geführten UN-Missionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen somalischen Clan-Strukturen, den geostrategischen Interessen der internationalen Gemeinschaft und der Dynamik von Peace-enforcement-Missionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern der humanitären und politischen Interventionen (UNOSOM I & II) vor dem Hintergrund einer akteurszentrierten Konfliktanalyse offenzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem akteurszentrierten Ansatz und nutzt historische Dokumente sowie politikwissenschaftliche Literatur zur Analyse der temporären Handlungslogiken der beteiligten Parteien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung Somalias seit dem Ogaden-Krieg, die Machtkämpfe der Rebellenfraktionen und die Eskalation der UN-Missionen vom humanitären Hilfseinsatz zum militärischen Akteur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Somalia, Clansystem, UNOSOM II, Mohammed Farah Aideed und Peace-enforcement.

Wie bewertet der Autor die Rolle des "CNN-Effekts"?

Der Autor sieht in der visuellen Berichterstattung über tote US-Soldaten einen entscheidenden Faktor, der den politischen Rechtfertigungsdruck in den USA massiv erhöhte und zum Scheitern und Abzug aus Somalia führte.

Warum wurde die UNOSOM II zu einer Kriegspartei?

Die Mission verlor ihren Status als neutraler Makler, indem sie aktiv in das Kräfteverhältnis der somalischen Warlords eingriff, Entwaffnungen erzwang und sich in eine direkte Konfrontation mit Mohammed Farah Aideed ziehen ließ.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Black Hawk Down. Das internationale Somalia-Debakel 1992/93
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut fuer Afrikawissenschaften)
Veranstaltung
Entwicklungstendenzen Internationaler Afrikapolitik
Note
1,3
Autor
Dirk Spilker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V76451
ISBN (eBook)
9783638805070
ISBN (Buch)
9783638816656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Black Hawk Down Somalia-Debakel Entwicklungstendenzen Internationaler Afrikapolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dirk Spilker (Autor:in), 2006, Black Hawk Down. Das internationale Somalia-Debakel 1992/93, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/76451
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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