INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINFÜHRUNG - FUNKTIONEN DER PRESSE IN DER DEMOKRATIE
2. DAS GRUNDRECHT DER PRESSEFREIHEIT
3. VERLEGERISCHE AUFFASSUNG
4. DIE PRESSEFREIHEIT
4.1. Geschichte der Pressefreiheit
4.2. Pressegesetzliche Entwicklung
4.2.1. Jahre 1949 ...
4.2.2. Jahre 1952 ...
4.2.3. Die neuen Landespressegesetze
4.2.4. Die "Spiegel"-Affäre
4.3. Die innere Pressefreiheit
4.3.1. Begriffserklärung
4.3.2. Geschichte
4.3.3. Statutenbewegung
5. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE EINER PRESSEREFORM
6. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUßBETRACHTUNG
LITERATUR
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EINFÜHRUNG
FUNKTIONEN DER PRESSE IN DER DEMOKRATIE
"Da kaum ein anderes Kommunikationsmittel zu so universeller Information imstande ist wie die Presse, bedeutet deren Existenz und Freiheit die wichtigste Voraussetzung der Meinungsbildung. Darüber hinaus werden gerade in der Presse selbst Meinungen gebildet und verbreitet, so daß die wesentlicher Faktor der Bildung einer öffentlichen Meinung ist. Im Zusammenhang damit ist die Presse eines der wichtigsten Mittel permanenter öffentlicher Kritik und Kontrolle."
Es gab von Anfang an unterschiedliche Theorien über die einzelnen Funktionen der Presse, aber man war sich meistens einig darin, daß die Massenmedien allgemein und insbesondere die Presse "eines der wichtigste Forum des freien Ideen- und Meinungsaustausches ist und sein soll, der für den wesensbedingt pluralistisch aufgebauten demokratischen Staat lebensnotwendig ist."
Von daher könne keine Demokratie ohne Pressefreiheit gedacht werden. "Mit der Pressefreiheit stehen und fallen alle übrigen Freiheitsrechte"
Inhaltsverzeichnis
1. EINFÜHRUNG
FUNKTIONEN DER PRESSE IN DER DEMOKRATIE
2. DAS GRUNDRECHT DER PRESSEFREIHEIT
3. VERLEGERISCHE AUFFASSUNG
4. DIE PRESSEFREIHEIT
4.1. Geschichte der Pressefreiheit
4.2. Pressegesetzliche Entwicklung
4.2.1. Jahre 1949
4.2.2. Jahre 1952
4.2.3. Die neuen Landespressegesetze
4.2.4. Die "Spiegel"-Affäre
4.3. Die innere Pressefreiheit
4.3.1. Begriffserklärung
4.3.2. Geschichte
4.3.3. Statutenbewegung
5. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE EINER PRESSEREFORM
6. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUßBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der verfassungsrechtlich garantierten Pressefreiheit und der ökonomischen Realität der "Verlegerfreiheit" in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird analysiert, wie sich das Verständnis von der öffentlichen Aufgabe der Presse historisch entwickelt hat und welche Auswirkungen dies auf die Unabhängigkeit der Redaktionen hat.
- Verfassungsrechtliche Grundlagen der Pressefreiheit (Art. 5 GG).
- Die historische Entwicklung der Pressegesetzgebung seit 1949.
- Einfluss der "Spiegel"-Affäre auf das Verständnis der Pressefreiheit.
- Die Entwicklung und Bedeutung der inneren Pressefreiheit.
- Zusammenhang zwischen Pressefreiheit, Demokratie und Pluralismus.
Auszug aus dem Buch
4.2.4. Die "Spiegel"-Affäre
Das sogenannte "Spiegel"-Urteil vom 5. August 1966 war ein Meilenstein in der Entwicklung der öffentlichen Aufgabe der Presse.
Ausgangspunkt war ein Artikel mit dem Titel: "Bedingt abwehrbereit", im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", der am 10. Oktober 1962 erschienen war. Der Artikel erörterte die militärische Situation der Bundesrepublik und der NATO, sowie militärische und strategische Probleme und Zukunftspläne. Von dem Ergebnis einer NATO-Übung "Fallex 62" ausgehend legte er dar, daß die Bundeswehr nach dem damaligen Stand nur "bedingt abwehrbereit" sei.
Er führte dabei nicht nur Einzelheiten zum Ablauf der Übung und zum gegenwärtigen Rüstungsstand, sondern auch zur militärischen Planung der NATO- und der Bundeswehrführung an. Der Verfasser des Artikels wurde wie üblich nicht genannt.
Bereits am folgenden Tag leitete der Generalbundesanwalt gegen den Herausgeber des "Spiegel" Rudolf Augstein und mehrere Redaktionsmitglieder ein Ermittlungsverfahren wegen Landesverrats ein.
Am 23. Oktober 1962 folgten richterliche Durchsuchungsbefehle und Haftbefehle gegen Rudolf Augstein und den verantwortlichen Redakteur Conrad Ahlers.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die zentrale Rolle der Presse als unverzichtbares Forum für den freien Meinungsaustausch und als Kontrollinstanz in einem demokratischen Staat.
2. DAS GRUNDRECHT DER PRESSEFREIHEIT: Dieses Kapitel erläutert den Schutz der Pressefreiheit durch Artikel 5 des Grundgesetzes und den Bedeutungswandel von der individuellen Meinungsfreiheit zur institutionellen öffentlichen Aufgabe.
3. VERLEGERISCHE AUFFASSUNG: Hier wird die Sichtweise der Lizenzverleger der Nachkriegszeit dargestellt, die der Presse eine primäre erzieherische Funktion zur Demokratisierung des Volkes zuschrieben.
4. DIE PRESSEFREIHEIT: Dieser Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Pressegesetzgebung, die Spiegel-Affäre als Wendepunkt und das Konzept der inneren Pressefreiheit.
5. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE EINER PRESSEREFORM: Das Kapitel diskutiert, wie ein freier Kommunikationsprozess und das Prinzip der Pluralität als demokratische Voraussetzung für eine Pressereform zu gewährleisten sind.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUßBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die Pressefreiheit als Strukturproblem zusammen und betont die Notwendigkeit, sie heute als fundamentales Grundrecht jedes Bürgers zu begreifen.
Schlüsselwörter
Pressefreiheit, Verlegerfreiheit, Grundgesetz, Demokratie, öffentliche Aufgabe, Spiegel-Affäre, innere Pressefreiheit, Redaktionsstatute, Pluralität, Meinungsbildung, Massenpresse, Bundesrepublik Deutschland, Medienrecht, journalistische Unabhängigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob die Pressefreiheit in der Bundesrepublik Deutschland faktisch mit einer reinen Verlegerfreiheit gleichzusetzen ist und wie sich das Verständnis der "öffentlichen Aufgabe" der Presse entwickelt hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen der Presse, die Entwicklung der Landespressegesetze sowie die Bemühungen um eine innere Pressefreiheit und Mitbestimmung für Journalisten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Zielkonflikt zwischen wirtschaftlicher Freiheit der Zeitungsverleger und dem demokratischen Auftrag der Presse zur objektiven Information und Kontrolle aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer historischen und rechtlichen Analyse relevanter Pressegesetze, Verfassungsnormen sowie auf einer Auswertung publizistischer Debatten und fachwissenschaftlicher Literatur der Zeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Pressegesetzgebung nach 1949, eine detaillierte Betrachtung der "Spiegel"-Affäre als Meilenstein der Rechtsprechung sowie eine Untersuchung der sogenannten Statutenbewegung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Pressefreiheit, Verlegerfreiheit, öffentliche Aufgabe, Demokratie, innere Pressefreiheit und Pluralität.
Welche Bedeutung hatte die Spiegel-Affäre für die Pressefreiheit?
Sie markierte einen Wendepunkt, da sie den Konflikt zwischen militärischer Geheimhaltung und dem verfassungsrechtlichen Informationsauftrag der Presse offenlegte und zur rechtlichen Klärung der öffentlichen Aufgabe beitrug.
Was versteht die Autorin unter der "inneren Pressefreiheit"?
Damit ist die Freiheit der Redaktion gegenüber dem Verleger gemeint, die durch Statuten und Mitbestimmungsrechte sichergestellt werden sollte, um redaktionelle Unabhängigkeit zu garantieren.
- Quote paper
- Krisztina J. Kreppel (Author), 1996, Pressefreiheit gleich Verlegerfreiheit? Pressefreiheit in der Bundesrepublik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/69336