Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Sportunterricht werden alltäglich kontrovers diskutiert und spielen eine zentrale Rolle im Leben eines Sportlehrers. Folglich stellt sich nun die Frage, was Unterricht vorbereiten und gestalten heißt, wie dessen Auswertung aussieht und wie diese verarbeitet werden kann. Im Folgenden wird versucht, entsprechende Literatur gegenüber zu stellen sowie Lösungsmöglichkeiten zu finden und Grenzen zu setzen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. HAUPTTEIL
2.1 Sportunterricht vorbereiten
2.1.1 Pragmatische Orientierung beim Planen
2.1.2 Was heißt Unterricht planen und gestalten?
2.2 Sportunterricht organisieren und gestalten
2.2.1 Die organisatorische Gestaltung des Sportunterrichts
2.2.1.1 Allgemeine und spezielle Methodik
2.2.1.2 Allgemeine Grundsätze der Unterrichtsorganisation
2.2.2 Gruppenbildung
2.2.2.1 Gruppenbildung als pädagogisches Problem
2.2.2.2 Gruppenbildung als organisatorisches Problem
2.2.3 „Sehen, was wirklich läuft!“
2.2.3.1 Wahrnehmung im unterrichtlichen Handeln
2.2.4 Wann ist nun Sportunterricht gut?
2.3. Sportunterricht auswerten
2.3.1. Korrelation zwischen Planen und Auswerten
2.3.2 Theoretische Orientierungen zum Auswerten
2.3.2.1 Empirisch-quantitative Verfahren
2.3.2.2 Empirisch-qualitative Verfahren
2.3.3 Die Vielschichtigkeit des Auswertens
2.3.3.1 Auswerten als gemeinsames Geschäft
2.3.3.2 Auswertung als einzugrenzendes Themenfeld
2.3.3.3 Auswertung als ständige Vergewisserung
2.3.3.4 Auswerten als vorwissenschaftliche Tätigkeit
3. SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den reflexiven Prozess der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Sportunterricht. Ziel ist es, die didaktischen Anforderungen an eine professionelle Unterrichtsgestaltung aufzuzeigen und Strategien für eine wertbringende Evaluation sowie eine schülerorientierte Unterrichtspraxis abzuleiten.
- Methodische Grundlagen der Unterrichtsplanung
- Organisatorische Gestaltung und Gruppenbildung im Sportunterricht
- Bedeutung der Wahrnehmung für den Lehrer
- Kriterien für guten Sportunterricht
- Verfahren zur Auswertung und Reflexion von Unterrichtsprozessen
Auszug aus dem Buch
2.2.3 „Sehen, was wirklich läuft!“
Zum Problem der Wahrnehmung im unterrichtlichen Handeln stellt SÖLL (vgl.1996, 84/85) fest, dass „Sehen, was ist“ offensichtlich etwas mit Erfahrung zu tun hat – grundlegend zuvor sei jedoch ein Blick auf die Theorie der Wahrnehmung geworfen:
• Wahrnehmung ist immer unvollständig (nie alles kann wahrgenommen werden).
• Wahrnehmung ist vorwiegend strukturierte Wahrnehmung.
• Wahrnehmung ist immer bedeutungsvolle Wahrnehmung (Wahrnehmen, Verhalten und Handeln eines Menschen stehen in einem unauflösbaren Wechselverhältnis).
• Wahrnehmung ist vorwiegend gerichtet (wo liegt mein Hauptinteresse?).
Darüber hinaus stellt die Aufmerksamkeitssteuerung einen wesentlichen Gesichtspunkt dar, wobei es darum geht, die Aufmerksamkeit auch auf die übrigen Bereiche des Unterrichts zu richten.
Bei dem Problem der Erschleißung neuer Bedeutungszusammenhänge sollte ein Sportlehrer alles in einem sein: engagierter Fan, kritischer Beobachter und scharfer Analytiker (vgl. 85).
Nun stellt sich die Frage, was im Unterricht alles „gesehen“ werden kann, wobei sich die Fragestellung im inhaltlich-methodischen, organisatorischen, sprachlich-kommunikativen sowie affektiven und sozialen Bereich erweitern lässt. Folglich ist Aufmerksamkeitssteuerung Voraussetzung für ein Wahrnehmungstraining.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zentrale Bedeutung von Vorbereitung, Durchführung und Auswertung im Sportunterricht und formuliert die leitende Fragestellung der Arbeit.
2. HAUPTTEIL: Der Hauptteil systematisiert die theoretischen Anforderungen an die Planung, zeigt Methoden der Unterrichtsorganisation auf und diskutiert verschiedene Ansätze zur Reflexion und Auswertung von Sportstunden.
3. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung fasst die Wechselwirkung zwischen Planung und Auswertung zusammen und betont die Notwendigkeit reflexiven Handelns für die Qualität des Sportunterrichts.
Schlüsselwörter
Sportunterricht, Unterrichtsvorbereitung, Sportdidaktik, Unterrichtsplanung, Gruppendynamik, Wahrnehmung, Aufmerksamkeitssteuerung, Auswertung, Evaluation, Schülerorientierung, Sportpädagogik, Methodik, Reflexion, Sportlehrer, Lernprozesse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den drei zentralen Säulen eines professionellen Sportunterrichts: dessen Vorbereitung, der tatsächlichen Durchführung sowie der anschließenden Auswertung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der sportorientierten versus schülerorientierten Planung, der organisatorischen Methodik, der Gruppendynamik sowie der professionellen Wahrnehmungskompetenz des Sportlehrers.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen didaktischen Diskurs zur Unterrichtsplanung und -auswertung zu geben und praktische Orientierungspunkte für die Gestaltung eines qualitativ hochwertigen Sportunterrichts zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich unterschiedlicher fachdidaktischer Positionen und Modelle bekannter Autoren wie Söll, Balz und Ehni.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Vorbereitung (Planung), Organisation (Methodik, Gruppenbildung, Wahrnehmung) und die Auswertung des Unterrichts als reflexiver Akt.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Sportdidaktik", "Reflexivität", "Unterrichtsorganisation", "Evaluationsaufgabe" und "schülerorientierte Unterrichtsformen".
Warum spielt die Gruppenbildung in der Arbeit eine so wichtige Rolle?
Die Gruppenbildung wird als zweifache Herausforderung – sowohl als pädagogisches als auch als organisatorisches Problem – dargestellt, die maßgeblich zum Erfolg oder Misserfolg des Unterrichts beitragen kann.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Planen und Auswerten?
Der Autor definiert Planung als zukunftsorientierte Strukturierung von Stoff und Inhalten, während die Auswertung als rückwärtsgerichtete, wertende Reflexion über das tatsächlich Geschehene verstanden wird, wobei beide Prozesse komplementär aufeinander aufbauen.
- Arbeit zitieren
- Christel Oesterle (Autor:in), 2002, Unterricht vorbereiten - durchführen - auswerten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/64603