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Irgendwie anders - Der Kulturraum Schule unter besonderer Berücksichtigung von sozialer Diskriminierung

Titel: Irgendwie anders - Der Kulturraum Schule unter besonderer Berücksichtigung von sozialer Diskriminierung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andrea Fuchs (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Auf einem Berg, wo der Wind pfiff, lebte ganz allein und ohne einen einzigen Freund Irgendwie Anders. Er wusste, dass er irgendwie anders war, denn alle fanden das. Wenn er sich zu ihnen setzen wollte oder mit ihnen spazieren gehen oder mit ihnen spielen wollte, dann sagten sie immer: „Tut uns Leid, aber du bist nicht wie wir. Du bist irgendwie anders. Du gehörst nicht dazu.“ Irgendwie Anders tat alles, um wie die anderen zu sein. Er lächelte wie sie und sagte „hallo“. Er malte Bilder. Er spielte, was sie spielten (wenn er durfte). Er brachte sein Mittagessen auch in einer Papiertüte mit. Aber es half alles nichts. Er sah nicht so aus wie die anderen und er sprach nicht wie sie. Er malte nicht so wie sie. Und der spielte nicht so wie sie. Und was er für komische Sachen aß! „Du gehörst nicht hierher“, sagten alle. „Du bist nicht wie wir, du bist irgendwie anders!“ […]“ In jeder Kultur gibt es Menschen, die irgendwie anders sind. Diese Andersheit kann unterschiedlicher Natur sein: Man kann sich vom äußeren Erscheinungsbild von den anderen unterscheiden (z.B. eine körperliche Behinderung) oder von der Norm abweichende Einstellungen etc. vertreten. Diese Abweichung von der Norm wird von vielen als störend empfunden und führt unter Umständen zu gegenseitigen Abneigungen. Die vorliegende Arbeit versucht am Beispiel des Kulturraums Schule zu erklären, wie es zur Herausbildung von soziometrischen Extrempositionen wie Führung und Außenseitertum kommt. Es wird erläutert, warum diese Extrempositionen so stabil und nur schwer „auflösbar“ sind. Ausgangspunkt ist die Betrachtung der Schulklasse als soziales System. Innerhalb des sozialen Systems Schulklasse entstehen Rollen und Normen, welche ein Klassenklima erzeugen. Diese Begrifflichkeiten bilden das Fundament der nachfolgenden Betrachtungsweise, in der deutlich gemacht werden soll, dass unterschiedliche Machtverhältnisse zu Stereotypisierungen führen, die wiederum soziale Diskriminierung (wie das Außenseitertum) zur Folge haben. Bestimmte pädagogische Maßnahmen versuchen sozialer Diskriminierung entgegenzuwirken. Im Mittelpunkt dieser Maßnahmen steht das soziale Lernen. Ziel von sozialem Lernen ist es u.a. zu erlernen, wie man befriedigende soziale Kontakte eingeht. In dieser Arbeit werde ich drei dieser möglichen pädagogischen Maßnahmen vorstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Der Kulturraum Schule

2. Die Schulklasse als soziales System

2.1 Grundlagen der Rollentheorie

2.2 Normen

2.2.1 Formelle Normen

2.2.2 Informelle Normen

2.3 Klassenklima

3. Machtverhältnisse im Kulturraum Schule

3.1 Soziale Erfahrungen in der Grundschule

3.1.1 Sozialereignisse beim Schulanfang

3.1.2 Soziale Beziehungen zum Schulanfang

3.1.3 Welchen Einfluss nimmt die Schule?

4. Soziale Diskriminierung in der Schule

4.1 Führung und Außenseitertum

4.1.1 Ursachen für die Entstehung und Stabilisierung von Außenseiterum

4.1.2 Integration von Außenseitern anhand ausgewählter pädagogischer Maßnahmen

4.1.2.1 Einzelfallhilfe

4.1.1.2 Veränderung des sozialen Kontextes „Schulklasse“

4.1.1.3 Elternarbeit

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Kulturraum Schule als soziales System und analysiert, wie sich innerhalb einer Schulklasse soziometrische Extrempositionen wie Führung und Außenseitertum herausbilden. Ziel ist es, die stabilen Machtverhältnisse und Mechanismen der sozialen Diskriminierung zu beleuchten und pädagogische Strategien aufzuzeigen, mit denen Lehrkräfte der sozialen Ausgrenzung durch soziales Lernen effektiv entgegenwirken können.

  • Die Schulklasse als soziales System und dessen normative Strukturen
  • Die Entstehung von Führung und Außenseitertum
  • Soziale Diskriminierungsprozesse und Stereotypisierungen
  • Bedeutung sozialer Erfahrungen für die Identitätsentwicklung
  • Pädagogische Interventionsmöglichkeiten zur Integration

Auszug aus dem Buch

4.1 Führung und Außenseitertum

Schulische Außenseiter sind Kinder, die entweder von einem großen Teil der Mitschüler abgelehnt werden oder völlig unbeachtet bleiben. Die Führung übernimmt hingegen eine Person, die über eine große Zahl von Interaktionsalternativen in einer Gruppe verfügt. Ein großer Teil der Klasse (bzw. Gruppenmitglieder) bringt dem „Star“ Sympathie und soziale Anerkennung und damit auch eine große Bereitschaft entgegen mit ihm zu kommunizieren.

„Stars“ werden in Untersuchungen wie folgt beschrieben: - Sie sind besser an ihre Gruppe und an relevante Bezugspersonen (Lehrer) angepasst; - Sie verfügen über Verhaltensweisen, die von den jeweiligen Partnern als belohnend empfunden werden können; sie gehen auf den Partner mehr ein und sind in Kontakten freier und gelöster; - Sie haben ein stärkeres Selbstvertrauen; - Sie erzielen bessere Schulleistungen;

Seine Position wird in besonderem Maße durch die Belohnungsfunktion etabliert und dadurch gefestigt, dass er als qualifizierte Person die Interaktionspartner in ihrem Selbstbild nachhaltig bestätigen kann. Er besitzt eine zentrale Stellung im Kommunikationsnetz der Schulklasse und erhält so häufig mehr Informationen und kann auf diese Weise seine soziale Kompetenz erhöhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Kulturraum Schule: Definiert die Schule als sozialen Kulturraum, in dem das Kind durch den Eintritt in die Schülerrolle mit neuen Normen und Erwartungen konfrontiert wird.

2. Die Schulklasse als soziales System: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Rollentheorie, die Unterscheidung zwischen formellen und informellen Normen sowie den Einfluss des Klassenklimas.

3. Machtverhältnisse im Kulturraum Schule: Untersucht den Zusammenhang zwischen Wissen, Macht und sozialen Erfahrungen in der Grundschule sowie die Herausbildung von Sozialereignissen zu Schulbeginn.

4. Soziale Diskriminierung in der Schule: Analysiert die Dynamik von Führung und Außenseitertum sowie pädagogische Maßnahmen zur Integration, wie Einzelfallhilfe und Elternarbeit.

5. Schlussbemerkung: Resümiert die Bedeutung des sozialen Lernens und betont, dass Lehrkräfte frühzeitig soziale Defizite erkennen müssen, um die Verfestigung von Außenseiterrollen zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Kulturraum Schule, soziale Diskriminierung, Außenseitertum, Klassenklima, Rollentheorie, soziales Lernen, Machtverhältnisse, Führungsposition, Stereotypisierung, Sozialisation, Pädagogische Intervention, Integration, Grundschule, Schülergruppe, soziale Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Schule als sozialen Kulturraum und analysiert, wie sich innerhalb von Schulklassen soziale Machtstrukturen entwickeln, die zu Ausgrenzung führen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Rolle der Schüler im sozialen System, die Entstehung formeller und informeller Normen, die Dynamik von Führung und Außenseitertum sowie Strategien zur sozialen Integration.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehung und Stabilisierung von soziometrischen Extrempositionen zu erklären und aufzuzeigen, wie Lehrer durch pädagogische Maßnahmen Diskriminierung entgegenwirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung pädagogischer und sozialpsychologischer Literatur, insbesondere unter Bezugnahme auf die Untersuchungen von Hanns Petillon.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Konzept der Schulklasse als soziales System, die Entstehung von Normen, die Bedeutung von Machtverhältnissen und spezifische pädagogische Interventionsstrategien wie Einzelfallhilfe und Elternarbeit detailliert erörtert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Soziale Diskriminierung", "Kulturraum Schule", "Außenseitertum" und "Soziales Lernen" charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "Einzelfallhilfe" bei der Integration von Außenseitern?

Die Einzelfallhilfe zielt darauf ab, dem betroffenen Kind zu helfen, durch soziale Isolation bedingte Belastungen zu bewältigen, sein Selbstbewusstsein zu stärken und seine soziale Handlungsfähigkeit zu erhöhen.

Warum erweist sich das Außenseitertum in Schulklassen oft als so stabil?

Die Stabilität resultiert aus einem zirkulären Verstärkungsprozess: Da das isolierte Kind kaum positive soziale Rückmeldungen erhält und seine soziale Kompetenz kaum erproben kann, verfestigt sich das negative Selbstbild und die abwertende Zuschreibung der Gruppe.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Irgendwie anders - Der Kulturraum Schule unter besonderer Berücksichtigung von sozialer Diskriminierung
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltung
Die Phänomenologie des Kulturbegriffs
Note
1,0
Autor
Andrea Fuchs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V60874
ISBN (eBook)
9783638544450
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Irgendwie Kulturraum Schule Berücksichtigung Diskriminierung Phänomenologie Kulturbegriffs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Fuchs (Autor:in), 2006, Irgendwie anders - Der Kulturraum Schule unter besonderer Berücksichtigung von sozialer Diskriminierung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/60874
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Leseprobe aus  23  Seiten
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