In der 8. Aventiure des Nibelungenliedes Teil 1 wird erzählt, wie Siegfried aus dem Nibelungenland Ritter herbeiholt, um den Burgunden zu helfen. Strophe 504 beschreibt den Willkommensgruß Siegfrieds, der sich bei den Helden für ihr
Erscheinen bedankt. Den Tapferen wird „lûtertranc“, ein mittelalterlicher Würzwein, der zum Empfang gereicht wurde, ausgeschenkt. Diese Geste stellt nur einen kleinen Teil der im Mittelalter üblichen Gesten bei Hofe dar, die Gästen erboten wurde. In diesem Kapitel über die Kulturgeschichte der damaligen Zeit (1050 – 1650) möchte ich die Festbankette, Speisen und Tischsitten der adeligen Gesellschaft bei Hofe und im Gegensatz dazu das karge Essen der Bauernschaft erörtern.
Inhaltsverzeichnis
- Allgemeine Verzeichnisse
- Abkürzungsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Primärliteratur
- Grammatiken und Wörterbücher
- Bildnachweis
- Text
- Grammatische Analysen
- Wortanalyse
- Satzanalyse
- Satzgliedanalyse
- Kulturgeschichte: Mittelalterliche Tafelfreuden
- Bezug zur Strophe und Kommentar
- Entwicklung von Tafelkultur und Tischsitten
- Bedeutung der Bankette für Gastgeber und Gast
- Menü und Ablauf eines mittelalterlichen Festessens
- Das Service à la française
- Von Schaugerichten und Scheingerichten
- Kochbücher des Mittelalters
- Kost der Bauern - Gerichte der Adeligen: Herrenspeise vs. Bauernspeise
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Strophe 504 des Nibelungenlieds im Hinblick auf die Sprache des Mittelalters, insbesondere in Bezug auf die Verwendung von Essen und Trinken als kulturelle und gesellschaftliche Elemente. Der Fokus liegt dabei auf der Erforschung der mittelalterlichen Tafelfreuden und ihrer Bedeutung im Kontext der damaligen Gesellschaft.
- Sprachliche Analyse der Strophe 504
- Kulturelle Bedeutung von Essen und Trinken im Mittelalter
- Entwicklung der Tafelkultur und Tischsitten
- Unterschiede zwischen der Kost der Bauern und der Gerichte der Adeligen
- Bedeutung von Banketten für Gastgeber und Gast
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Kapitel "Text" präsentiert die Strophe 504 des Nibelungenlieds und bietet eine erste Interpretation des Inhalts.
- Im Kapitel "Grammatische Analysen" werden die sprachlichen Besonderheiten der Strophe 504 detailliert untersucht, wobei die Wortanalyse, Satzanalyse und Satzgliedanalyse im Vordergrund stehen.
- Das Kapitel "Kulturgeschichte: Mittelalterliche Tafelfreuden" befasst sich mit dem Thema Essen und Trinken im Mittelalter. Es untersucht die Entwicklung von Tafelkultur und Tischsitten, die Bedeutung von Banketten für die Gesellschaft und die Unterschiede in der Kost von Bauern und Adeligen.
Schlüsselwörter
Mittelhochdeutsch, Nibelungenlied, Strophe 504, Tafelkultur, Tischsitten, Bankett, Essen, Trinken, Mittelalter, Gesellschaft, Kulturgeschichte, Sprachgeschichte, Grammatik.
Häufig gestellte Fragen
Was beschreibt Strophe 504 des Nibelungenliedes?
Die Strophe beschreibt den Willkommensgruß Siegfrieds für die Ritter aus dem Nibelungenland, wobei ihnen als Geste der Gastfreundschaft „lûtertranc“ gereicht wird.
Was war „lûtertranc“ im Mittelalter?
Lûtertranc war ein veredelter Würzwein, der im Mittelalter bei Hofe als ritueller Empfangstrunk für Gäste diente.
Wie unterschied sich das Essen von Bauern und Adeligen?
Während der Adel aufwendige Festbankette mit Fleisch und Gewürzen (Herrenspeise) genoss, war die Kost der Bauernschaft meist karg und bestand aus einfachen Getreidegerichten (Bauernspeise).
Was ist ein „Service à la française“?
Dies ist eine historische Form des Servierens, bei der alle Speisen eines Ganges gleichzeitig auf der Tafel angerichtet werden, was dem Gastgeber zur Repräsentation diente.
Was sind Schau- und Scheingerichte?
Dabei handelte es sich um kunstvoll gestaltete Speisen, die oft mehr der Unterhaltung und dem Staunen der Gäste dienten als dem bloßen Verzehr.
- Arbeit zitieren
- Claudia Braito (Autor:in), 2003, Das Nibelungenlied 1 - Strophe 504, Mittelalterliche Tafelfreuden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/57814