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Annäherung und Entfremdung deutscher und französischer sozialdemokratischer Parteien und der jeweiligen politischen Mitte. Eine didaktische Aufbereitung im Geschichtsunterricht

Title: Annäherung und Entfremdung deutscher und französischer sozialdemokratischer Parteien und der jeweiligen politischen Mitte. Eine didaktische Aufbereitung im Geschichtsunterricht

Term Paper , 2016 , 35 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Hendrik Bergers (Author)

Didactics - History

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In dieser Untersuchung geht es um die Anschlussfähigkeit der sozialdemokratischen beziehungsweise sozialistischen Parteien an den Rest des linken Spektrums im Zeitraum zwischen Reichsgründung und Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die Frage nach der Anschlussfähigkeit soll vergleichend für beide Länder beantwortet werden.

Dazu wird das generelle Verhältnis beider Gruppierungen zwischen Beginn ihrer Differenzierung und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs allgemein und spezifisch in Bezug auf die kontroverse Aufrüstungsdebatte 1913 untersucht. Hierzu werden die einschlägigen zeitgenössischen Parteiblätter einer vergleichenden Analyse unterzogen.

Im zweiten Teil der Arbeit soll dargestellt werden, inwiefern der problemorientierte Geschichtsunterricht sich als Prinzip der deutschen Geschichtsdidaktik entwickelt hat und welche Konsequenzen sich daraus für die Behandlung des hier betrachteten Themas der Gemeinsamkeiten von deutscher und französischer Sozialdemokratie und politischer Mitte im Unterricht ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fachwissenschaftlicher Teil

1.2 Fachdidaktischer Teil

2. Grundvoraussetzungen des Verhältnisses von Sozialismus und Linksliberalismus

2.1 Deutschland: Die frühe Abspaltung des Sozialismus und sein marginaler Status im Kaiserreich

2.2 Sozialismus in Frankreich

2.2.1 Entstehung des Sozialismus bis zur sozialistischen Partei

2.2.2 Die Entwicklung und Interessen des französischen Sozialismus im Parteiensystem der 3. Republik

3. Bewertung der Militärreformen von 1913 in ausgewählten Zeitschriften

3.1 Deutschland: Machtpolitik oder Annäherung?

3.2 Frankreich: Die Frage nach dem europäischen Gleichgewicht

3.3 Vergleich

4. Problemorientierung in der Geschichtsdidaktik

5. Einordnung des Inhalts in den Kernlehrplan NRW

6. Anwendung der Theorie auf das Thema

7. Fazit

7.1 Fachwissenschaftlicher Teil

7.2 Fachdidaktischer Teil

8. Bibliographie

8.1 Literatur

8.2 Quellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Anschlussfähigkeit sozialdemokratischer bzw. sozialistischer Parteien an das linke politische Spektrum im Deutschen Kaiserreich und der Dritten Französischen Republik zwischen Reichsgründung und Ausbruch des Ersten Weltkriegs, wobei sie diese Ergebnisse zudem didaktisch für den problemorientierten Geschichtsunterricht aufbereitet.

  • Anschlussfähigkeit sozialistischer Parteien an die politische Mitte
  • Vergleichende Analyse der Parteienlandschaft in Deutschland und Frankreich
  • Rolle der Aufrüstungsdebatte 1913 als Indikator für politische Positionierungen
  • Didaktische Prinzipien des problemorientierten Geschichtsunterrichts (POGU)
  • Umsetzung historischer Themen im Kernlehrplan NRW

Auszug aus dem Buch

3.1 Deutschland: Machtpolitik oder Annäherung?

Der Vorwärts, das Parteiorgan der Sozialdemokratischen Partei, behandelt das Thema des Wehrbeitrags intensiv. In der Sonnabendausgabe vom 28.06.1913 wird noch einmal die Erklärung Frankreichs zitiert, nach welcher die Verlängerung der Dienstzeit dort als maßgeblichen Anlass die deutsche Heeresaufrüstung habe. Als Ursache jedoch der Aufrüstungen in beiden Ländern benennt das Blatt, dass den „herrschenden Klassen der imperialistische Sporn in den Weichen“ sitzt. Dies treibe beide Regierungen zu immer „wahnsinnigeren Sprüngen“ in ihrer Aufrüstungspolitik. In fast prophetisch anmutender Manier schreibt der Verfasser des Artikels: „so ist auch das militärische Wettrüsten an einem Punkte angelangt, von wo aus jeder neue Schritt der Militaristen auf ihrer Bahn nur in um so stärkeren Maße den Fortschritt ihrer Gegner beschleunigt.“ Die sozialdemokratische Position lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Die Mehrheit dieses Hauses hat eine ungeheuerliche und völlig unbegründete Steigerung der Heeresrüstung beschlossen. Wir haben den Nachweis erbracht, dass dies nicht der Weg ist, unser Land vor der Kriegsgefahr zu schützen und den Frieden zwischen den Kulturvölkern zu sichern […]. Die fortgesetzten Rüstungstreibereien steigern das Misstrauen zwischen den Völkern, stören die internationalen Beziehungen und beschwören schließlich die Gefahr eines Weltkrieges herauf, entgegen den Interessen und Wünschen des werktätigen Volkes aller Länder.

Im liberalen Lager hingegen wird die Aufrüstungspolitik unter gänzlich anderen Prämissen beurteilt. Dass die Wehrvorlage inklusive der zusätzlichen drei heftig umstrittenen Kavallerieregimenter bewilligt wird, wird in der Vossischen Zeitung mit den Worten „Ende gut, alles gut!“ kommentiert. Dem gegenüber steht das sozialdemokratische Plädoyer gegen besagte Regimenter. Die Schuld für die letztendliche Bewilligung dieser suchen sie bei den „bürgerlichen Parteien“:

Daß diese entschlossenen Männer nicht in den bürgerlichen Parteien sitzen, dafür lieferte der weitere Verlauf der Montagssitzung Beweise auf Beweise. Bei der dritten Lesung der Wehrvorlage wurden abermals die gestrichenen 3 Kavallerieregimenter verlangt. Bis zu dieser entscheidenden Stunde hatten sich genügend bürgerliche Abgeordnete gefunden, um mit den Sozialdemokraten die Streichung aufrechtzuerhalten. Als jetzt aber die endgültige Entscheidung zu fällen war, da knickten die bürgerlichen Männer bis auf wenige um und stimmten für die drei Regimenter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Untersuchungsfeld der Anschlussfähigkeit sozialistischer Parteien in Deutschland und Frankreich sowie die Relevanz des problemorientierten Geschichtsunterrichts.

2. Grundvoraussetzungen des Verhältnisses von Sozialismus und Linksliberalismus: Dieses Kapitel analysiert die historische Genese der Arbeiterbewegungen sowie deren Verhältnis zu liberalen Strömungen im jeweiligen nationalen Kontext.

3. Bewertung der Militärreformen von 1913 in ausgewählten Zeitschriften: Es erfolgt eine detaillierte Auswertung zeitgenössischer Parteiblätter hinsichtlich ihrer Positionierung zur Aufrüstung und Friedenssicherung.

4. Problemorientierung in der Geschichtsdidaktik: Das Kapitel erläutert theoretische Konzepte und fachdidaktische Ansätze des problemorientierten Geschichtsunterrichts.

5. Einordnung des Inhalts in den Kernlehrplan NRW: Hier werden konkrete Anknüpfungspunkte für die unterrichtliche Behandlung der Themen im Rahmen der Lehrpläne für Gymnasien aufgezeigt.

6. Anwendung der Theorie auf das Thema: Es werden praxisnahe Beispiele und methodische Vorschläge für die Umsetzung der erarbeiteten Inhalte im Unterrichtsalltag vorgestellt.

7. Fazit: Das Fazit fasst die fachwissenschaftlichen Ergebnisse zur politischen Anschlussfähigkeit sowie die fachdidaktischen Überlegungen zusammen.

8. Bibliographie: Dieses Kapitel enthält das Literatur- und Quellenverzeichnis der Arbeit.

Schlüsselwörter

Sozialdemokratie, Sozialismus, Linksliberalismus, Deutsches Kaiserreich, Dritte Französische Republik, Parteiensystem, Aufrüstung, 1913, Geschichtsdidaktik, Problemorientierter Geschichtsunterricht, POGU, Klassenbewusstsein, Militärreform, Internationale Solidarität, Arbeiterbewegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis und die Anschlussfähigkeit von sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Parteien an das restliche politische Spektrum in Deutschland und Frankreich in der Zeit zwischen Reichsgründung und dem Ersten Weltkrieg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Neben der historischen Analyse der Parteienlandschaften in beiden Ländern liegt ein Schwerpunkt auf der fachdidaktischen Aufbereitung dieser komplexen Materie für den Geschichtsunterricht.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Differenzen bei der politischen Positionierung der Arbeiterbewegung zur politischen Mitte aufzuzeigen und zu prüfen, wie diese historischen Erkenntnisse problemorientiert im Unterricht vermittelt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen synchronen Vergleich, der zudem durch eine transfergeschichtliche Perspektive ergänzt wird, um den Austausch zwischen den Bewegungen in beiden Ländern zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, wertet zeitgenössische Zeitschriften zur Militärreform von 1913 aus und verknüpft diese Ergebnisse mit didaktischen Theorien zur Problemorientierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Sozialdemokratie, Anschlussfähigkeit, Parteiensystem, Militärreform und Geschichtsdidaktik definieren.

Inwiefern beeinflusste der Marxismus die Anschlussfähigkeit der SPD?

Der doktrinäre Einfluss des Marxismus erschwerte in Deutschland die Zusammenarbeit mit anderen Parteien, da das restliche politische Spektrum ideologisch als kapitalistischer Block abgelehnt wurde.

Welche Rolle spielte die Dreyfus-Affäre für den französischen Sozialismus?

Die Affäre wirkte als Katalysator, der Sozialisten und gemäßigte Kräfte vorübergehend in einem politischen Block gegen die national-konservative Rechte zusammenschweißte.

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Details

Title
Annäherung und Entfremdung deutscher und französischer sozialdemokratischer Parteien und der jeweiligen politischen Mitte. Eine didaktische Aufbereitung im Geschichtsunterricht
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,7
Author
Hendrik Bergers (Author)
Publication Year
2016
Pages
35
Catalog Number
V539872
ISBN (eBook)
9783346165510
ISBN (Book)
9783346165527
Language
German
Tags
annäherung aufbereitung eine entfremdung geschichtsunterricht mitte parteien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hendrik Bergers (Author), 2016, Annäherung und Entfremdung deutscher und französischer sozialdemokratischer Parteien und der jeweiligen politischen Mitte. Eine didaktische Aufbereitung im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/539872
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