Zu Beginn dieser Arbeit wird der Begriff Borderline-Persönlichkeitsstörung bestimmt. Anschließend wird ein Blick in die Geschichte der Borderline-Problematik geworfen. Zusätzlich erfolgen Begriffserklärungen nach den beiden Klassifikationssystemen psychischer Erkrankungen ICD-10 und DSM-IV.
Borderline „ist für mich eine geniale Überlebensstrategie der Psyche in einer Hölle, das Problem dabei ist nur, diese gelernten Verhaltensmuster wieder los zu lassen, wenn die äußere Hölle vorbei ist. Solange dies nicht gelingt, lebt man in einer anderen inneren Hölle weiter“.
Rund 2% der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Borderline-Störung. Die Zahl der Borderline-Erkrankten steigt stetig. Aufgrund dieser erschreckenden Tatsache beschäftigt sich der Autor in der vorliegenden Arbeit mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Primär geht es darum, ein Verständnis dieser Störung zu vermitteln, um das Interesse der Gesellschaft zu verstärken. Schwankende Gefühle, Selbstzerstörerisches verhalten, Wut und Hass auf die eigene Person, sowie suizidales Gedankengut gehören zu einigen Symptomen, welche eine Borderline-Störung aufweist. Somit zeigt das Zitat, welches zu Beginn dieses Kapitels steht, dass schwierige Situationen scheinbar „leichter“ überstanden werden können. Das dabei entstandene und erlernte Verhaltensmuster muss nach bewältigten Problemen wieder verlernt werden. Borderline-Patienten gelingt dies jedoch zu selten. Somit leben die Personen in einer ständigen wechselnden Gefühlswelt und setzt sie extremen psychischen Belastungen aus.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Begriffserläuterung Borderline-Persönlichkeitsstörung
2.2 Historische Entstehung und Forschung von Borderline-Persönlichkeitsstörung
3. Borderline-Persönlichkeitsstörung
3.1 Bosonderheiten der Borderline-Persönlichkeitsstörung
3.2 Die Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsentwicklung
4. Mögliche Behandlungen
5. Zusammenfassung
6. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein fundiertes Verständnis über die Borderline-Persönlichkeitsstörung zu vermitteln und das gesellschaftliche Interesse für diese ernstzunehmende psychische Erkrankung zu stärken. Die Arbeit untersucht dabei die Ursachen, Symptome sowie die historischen und genetischen Hintergründe der Störung.
- Begriffsdefinition und historische Entwicklung der Borderline-Diagnostik
- Charakteristische Symptome und Abwehrmechanismen
- Zusammenhang zwischen Traumata, posttraumatischer Belastungsstörung und Borderline
- Genetische Faktoren und Vererbbarkeit
- Vielfältige therapeutische Behandlungsansätze
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffserläuterung Borderline-Persönlichkeitsstörung
Borderline ins Deutsche übersetzt bedeutet Grenzlinie und zieht eine Grenze zwischen psychotischen und neurotischen Störungen. Die Borderline-Störungen treten überwiegend bei jungen Erwachsenen und Jugendlichen auf und unterscheiden sich von anderen psychischen Erkrankungen.
Die Borderline-Störung wird heutzutage auch instabile Persönlichkeitsstörung genannt. Diese ist durch verschiedene Handlungen und Reaktionen charakterisiert. Zu diesen zählen unkontrollierte Wutausbrüche, schnelle und heftige Gefühlsschwankungen in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen, Selbstzweifel, Angst, ein sehr häufig auftretendes chronisches Gefühl von Leere und selbstverletzendem Verhalten. Aber auch starke Instabilität des Selbstbildes und Selbstwertgefühls sowie deutliche Impulsivität zeichnen diese Störung aus. Gleichzeitig meiden und fürchten Betroffene soziale Kontakte, was häufig zu einer schlechten beziehungsweise unbeständigen Beziehung führt (vgl. Fröhlich-Gildhoff 2007, S. 173).
Das Erscheinungsbild dieser Störung ist kennzeichnet durch ein zerrüttetes Selbstbild, wechselhaften Stimmungen, sehr verschieden ausgeprägten Arten von traumabedingten Dissoziationen und damit verbundene Autoaggression sowie stark ausgeprägte zwischenmenschliche Sensibilität. Die Symptome sind bei jedem Betroffenen sehr individuell, da jeder Mensch anders mit dieser Störung umgeht. Auch der Grad des Leidens und der Belastung sind sehr verschieden, da die Auswirkungen je nach Person anders empfunden werden können. Dies ist jedoch keine Abschwächung dieser Störung, denn Betroffene sind aufgrund dieser Störung erheblich beeinträchtigt. Ärzte und Therapeuten sprechen von einer seelischen Dauerbelastung (vgl. Fröhlich-Gildhoff 2007, S. 58).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Borderline-Problematik ein, definiert die Relevanz der Thematik für die Gesellschaft und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit sowie die genutzten Klassifikationssysteme.
2. Begriffsdefinition: Dieses Kapitel erläutert den Borderline-Begriff, beleuchtet die historische Entstehung der Störung und definiert die Diagnosekriterien nach den Systemen ICD-10 und DSM-IV.
2.1 Begriffserläuterung Borderline-Persönlichkeitsstörung: Hier werden die zentralen Merkmale der Störung, wie emotionale Instabilität und zwischenmenschliche Schwierigkeiten, detailliert beschrieben.
2.2 Historische Entstehung und Forschung von Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel verfolgt die Begriffsgeschichte vom "Borderland" bis zur Aufnahme in moderne psychiatrische Handbücher.
3. Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel stellt die primären Merkmale, mögliche Abwehrmechanismen und den Verlauf der Störung basierend auf langjährigen Studien vor.
3.1 Bosonderheiten der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Hier werden die emotionalen Instabilitäten und die damit verbundenen Herausforderungen für die Persönlichkeit und soziale Integration analysiert.
3.2 Die Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsentwicklung: Dieses Kapitel untersucht die Entstehung der Störung unter Berücksichtigung von Kindheitstraumata und genetischen Faktoren.
4. Mögliche Behandlungen: Eine Übersicht über moderne therapeutische Verfahren wie die Dialektisch Behaviorale Therapie oder die mentalisierungsbasierte Psychotherapie zur Linderung der Symptome.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der wichtigsten Erkenntnisse und einem Plädoyer für ein größeres gesellschaftliches Bewusstsein für die Erkrankung.
6. Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Fachbücher und elektronischen Quellen auf.
Schlüsselwörter
Borderline, Persönlichkeitsstörung, Psychologie, Traumata, ICD-10, DSM-IV, Psychotherapie, Affektive Instabilität, Impulsivität, Identitätsstörung, Suizidalität, Diagnose, Seelische Dauerbelastung, Genetik, Verhaltensmuster
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Einführung in die Borderline-Persönlichkeitsstörung, von der Definition und historischen Entwicklung bis hin zu Ursachen und aktuellen Therapiemöglichkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind das Erscheinungsbild der Störung, die Klassifizierung nach internationalen Standards, die Bedeutung von Kindheitstraumata für die Entwicklung und die verschiedenen Ansätze zur Behandlung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Krankheitsbild zu schaffen, um die Stigmatisierung zu verringern und die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung zu unterstreichen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer Fachliteratur, klassischer Diagnose-Register (ICD-10, DSM-IV) sowie auf Auswertungen von Langzeitstudien zur Entwicklung der Störung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Darstellung der Besonderheiten der Störung, eine Analyse der Ursachen (einschließlich traumatischer Erlebnisse und Genetik) sowie eine Übersicht über Behandlungsmethoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Borderline, emotionale Instabilität, Traumata, Psychotherapie und Identitätsstörung beschreiben.
Gibt es eine klare Grenze zwischen Borderline und posttraumatischer Belastungsstörung?
Die Arbeit stellt heraus, dass es trotz vieler Gemeinsamkeiten falsch wäre, die beiden Störungen gleichzusetzen, da eine Differenzierung für eine korrekte Diagnose essenziell ist.
Ist die Borderline-Persönlichkeitsstörung laut der Arbeit vererbbar?
Die Ergebnisse zeigen, dass die Störung nicht vollständig vererbbar ist; lediglich vereinzelte Komponenten der Persönlichkeit weisen eine genetische Komponente auf.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2012, Borderline. Ein Leben mit Persönlichkeitseinschränkungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/539612