Die Arbeit befasst sich mit der Islamophobie in Österreich, sowie mit den Vorurteilen über muslimische Migranten. Zuallererst werden die Begriffe, die zum Verständnis des Themas notwendig sind, konkretisiert und definiert. Anschließend wird die gesetzliche Lage des Islams in Österreich bearbeitet, zudem wird speziell das neue Islamgesetz behandelt. In weiterer Folge werden Vorurteile im Allgemeinen besprochen, bevor die Stereotypen gegenüber dem Islam erklärt werden.
Auch erklärt werden die Gründe von Vorurteilen gegenüber der islamischen Glaubensgemeinschaft, unter anderem auch der historische Hintergrund. Nachfolgend folgt die Analyse meiner selbst durchgeführten Umfrage über den Einfluss von Alter,
Geschlecht und Ausbildung auf Vorurteilen, die Interpretation ist dann meinem Fazit beigelegt worden. Schlussendlich werden Lösungswege zur Verminderung von Vorurteilen aufgelistet und erklärt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN:
2.1 VORURTEILE
2.2 RASSISMUS
2.3 STEREOTYPEN
2.4 ISLAMOPHOBIE
3 ISLAM IN ÖSTERREICH
3.1 MUSLIMISCHE GASTARBEITER IN DEN 1960ER JAHRE
3.2 DAS KOPFTUCH IN ÖSTERREICH
3.3 DAS ISLAMGESETZ
4 VORURTEILE IM ALLGEMEINEN
4.1 ENTWICKLUNGSPROZESSE VON VORURTEILEN
4.2 FUNKTIONEN VON VORURTEILEN
4.3 EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE ENTWICKLUNG VON VORURTEILEN
4.3.1 KOGNITIVE EINFLUSSFAKTOREN
4.3.2 SOZIAL-KOGNITIVE EINFLUSSFAKTOREN
4.3.3 MOTIVATIONALE EINFLUSSFAKTOREN
4.3.4 FAMILIÄRE EINFLUSSFAKTOREN
5 VORURTEILE UND STEREOTYPEN GEGENÜBER DEM ISLAM
6 GRÜNDE FÜR VORURTEILE GEGENÜBER DEM ISLAM
6.1 HISTORISCHE URSACHEN
6.2 ISLAMISTISCHER TERRORISMUS
6.2.1 DEFINITION VON TERRORISMUS
6.2.2 BETROFFENE VOM ISLAMISCHEN TERRORISMUS:
6.2.3 ANGST DER MENSCHEN:
6.3 ROLLE DER MEDIEN
6.3.1 EINFLUSS DER MEDIEN AUF VORURTEILE UND STEREOTYPEN
7 AUSWERTUNG DER UMFRAGE
7.1 FRAGE 1: SIND SIE DER MEINUNG, DASS MUSLIME SICH NICHT INTEGRIEREN WOLLEN?
7.2 FRAGE 2: SIND SIE DER MEINUNG, DASS DAS KOPFTUCH EIN SYMBOL DER UNTERDRÜCKUNG IST?
7.3 FRAGE 3: SIND SIE DER MEINUNG, DASS DAS TRAGEN EINES KOPFTUCHS VERBOTEN WERDEN SOLLTE?
7.4 FRAGE 4: SIND SIE DER MEINUNG, DASS MOSLEMS IN ÖSTERREICH UND EUROPA ÜBERDURCHSCHNITTLICH AN KRIMINALITÄT BETEILIGT SIND?
7.5 FRAGE 5: FÜHLEN SIE SICH DURCH DIE HOHE ANZAHL AN MUSLIME MANCHMAL FREMD IN IHREM LAND?
7.6 FRAGE 6: SIND SIE DER MEINUNG, DASS DER BAU VON MOSCHEEN IN ÖSTERREICH TOLERIERT WERDEN SOLLTE?
7.7 FRAGE 7: SIND SIE DER MEINUNG, DASS ISLAMISCHE GEMEINSCHAFTEN BEOBACHTETE WERDEN SOLLTEN?
7.8 FRAGE 8: SIND SIE DER MEINUNG, DASS DER ISLAM NACH DOMINANZ UND HERRSCHAFT STREBT?
7.9 FRAGE 9: SIND SIE DER MEINUNG, DASS ES IN LÄNDER MIT ÜBERWIEGEND MUSLISCHER BEVÖLKERUNG KEINE FUNKTIONIERENDE DEMOKRATIE GIBT?
7.10 FRAGE 10: GIBT ES FÜR SIE EINEN UNTERSCHIED ZWISCHEN EINEM ISLAMISCHEN FUNDAMENTALISTEN UND EINEM GLÄUBIGEN MOSLEM?
7.11 FRAGE 11: SIND SIE DER MEINUNG, DASS MOSLEMS DEN SOZIALSTAAT ÖSTERREICH AUSNUTZEN Z.B MIT ARBEITSLOSENGELD, WOHNUNGSBEIHILFE, ETC.?
7.12 FRAGE 12: SIND SIE DER MEINUNG, DASS BEI MUSLIMEN DIE FRAUEN EINE MINDERWERTIGE STELLUNG HAT?
7.13 FRAGE 13: SIND SIE DER MEINUNG, DASS MUSLIME MEHR NACHKOMMEN ZEUGEN ALS ANDERE GLAUBENSGEMEINSCHAFTEN?
8 LÖSUNGSANSÄTZE
8.1 LÖSUNGEN BEI KINDERN
8.2 KONTAKT ALS LÖSUNG
8.3 WISSENSBASIERTE GRUPPENINTERVENTION
9 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Ursachen für die Entstehung von Vorurteilen gegenüber muslimischen Migranten und Flüchtlingen in Österreich. Dabei wird analysiert, inwieweit demografische Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Bildungsstand die Einstellungen der Bevölkerung beeinflussen und welche Lösungsansätze zur Verminderung dieser Vorurteile beitragen können.
- Grundlagen der Islamophobie und Stereotypenbildung
- Rechtliche und historische Einordnung des Islams in Österreich
- Analyse sozialer Funktionen von Vorurteilen
- Einfluss der Medienberichterstattung auf die Wahrnehmung von Muslimen
- Empirische Auswertung einer Umfrage zu Einstellungen gegenüber dem Islam
Auszug aus dem Buch
4.3.1 Kognitive Einflussfaktoren
Im Zusammenhang mit Vorurteilen nennt man zwei kognitive Faktoren, das ist zum einen die Mengenvarianz und zum anderen die Fertigkeit zur Klassifikation von mehreren Merkmalen. Diese beiden Faktoren erlernen Kinder während ihrer kognitiven Entwicklung.
Zur Erklärung eine Mengenvarianz ist die Fertigkeit von Kindern, zu erkennen, dass eine Flüssigkeit dasselbe Volumen hat gleichgültig ob es sich in einem breiten oder schmalen Gefäß befindet. Kinder im Volksschulalter haben diese Fähigkeit noch nicht, weil sie sich nur auf das äußere Erscheinen konzentrieren. Das Umfüllen der Flüssigkeit ändert das Aussehen (mehr Flüssigkeit in schmalen Säulen). Die Kinder sind davon überzeugt, dass sich die Menge geändert hat. Diese Konzentration auf das äußere Erscheinen gibt es nicht nur bei Mengen, sondern auch bei der Kategorisierung von Objekten. Auch hierbei haben Kinder die Fähigkeit, Objekte anhand von mehreren Merkmalen einzuteilen, noch nicht erlernt, denn sie legen ihren Fokus immer nur auf ein Merkmal. Mengenvarianz und die Fähigkeit zur Klassifikation von mehreren Merkmalen sind typische Eigenschaften der konkret-operationalen Phase. Charakteristisch für diese Phase ist die kognitive Flexibilität. Dies macht es den Kindern möglich, zu verstehen, dass es bei äußeren Veränderungen nicht immer elementare Veränderungen geben muss. Es ermöglicht ihnen auch zu erkennen, dass es nicht nur eine Möglichkeit der Klassifikation gibt, sondern mehrere und sie alle richtig sein können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung skizziert die Relevanz des Themas Islamophobie, erläutert die methodische Vorgehensweise und steckt das Ziel ab, Leser zur Reflexion über eigene Vorurteile anzuregen.
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN:: Hier werden zentrale theoretische Begriffe wie Vorurteile, Rassismus, Stereotypen und Islamophobie wissenschaftlich fundiert definiert, um eine Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3 ISLAM IN ÖSTERREICH: Dieses Kapitel behandelt die Geschichte muslimischer Gastarbeiter seit den 1960er Jahren, diskutiert die Kontroverse um das Kopftuch und erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Muslime in Österreich.
4 VORURTEILE IM ALLGEMEINEN: Die Entstehung von Vorurteilen wird in Kategorisierung, Stereotypisierung und Bewertung unterteilt, ergänzt um ihre sozialen Funktionen sowie kognitive, soziale und familiäre Einflussfaktoren.
5 VORURTEILE UND STEREOTYPEN GEGENÜBER DEM ISLAM: Hier werden gängige Vorurteile gegenüber Muslimen, etwa in Bezug auf Integrationswillen oder die Rolle der Frau, kritisch beleuchtet und mit Ansichten von Islamkritikern konfrontiert.
6 GRÜNDE FÜR VORURTEILE GEGENÜBER DEM ISLAM: Das Kapitel untersucht historische Ursachen, die Wirkung des islamistischen Terrorismus und die Rolle der Medien als Verstärker für Vorurteile.
7 AUSWERTUNG DER UMFRAGE: Es erfolgt die detaillierte Darstellung und Interpretation einer empirischen Umfrage unter 160 Personen zu verschiedenen Vorurteilen gegenüber Muslimen, untergliedert nach demografischen Merkmalen.
8 LÖSUNGSANSÄTZE: Hier werden Strategien zum Abbau von Vorurteilen präsentiert, darunter Frühförderung bei Kindern, das Konzept des Kontakts sowie wissensbasierte Gruppeninterventionen.
9 FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert über die Schwierigkeiten der Untersuchung und betont die persönliche Lernkurve der Autorin hinsichtlich ihrer eigenen Sichtweisen.
Schlüsselwörter
Islamophobie, Vorurteile, Österreich, Muslime, Stereotypen, Rassismus, Islamgesetz, Medien, Integrationsdebatte, Umfrage, Sozialpsychologie, Kognitive Entwicklung, Empathie, Aufklärung, Gesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Islamophobie in Österreich und analysiert, wie und warum Vorurteile gegenüber muslimischen Migranten entstehen und aufrechterhalten werden.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die Themen umfassen die theoretische Definition von Vorurteilen, die historische und gesetzliche Lage des Islams in Österreich, die Rolle von Medien bei der Stereotypenbildung sowie Faktoren, die bei Kindern und Erwachsenen zur Entwicklung von Vorurteilen beitragen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Gründe für das Entstehen von Islamophobie aufzudecken, den Einfluss von Alter, Geschlecht und Bildung darauf zu untersuchen und Lösungswege aufzuzeigen, wie Vorurteile in der Gesellschaft reduziert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erhebung der Daten verwendet?
Neben der Auswertung von Fachliteratur und Studien hat die Autorin eine eigene Online-Umfrage mit 160 Teilnehmern durchgeführt, um Ansichten zu spezifischen Vorurteilen empirisch zu erfassen.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil der Arbeit?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse von psychologischen Einflussfaktoren, der Rolle des Islamismus bei der Entstehung von Ängsten und der medialen Darstellung des Islams durch Techniken wie "Symbol statt Information".
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?
Zu den prägenden Begriffen gehören Islamophobie, Vorurteile, gesellschaftliche Integration, Stereotypisierung, Medienberichterstattung und empirische Umfrageanalyse.
Welchen Einfluss hatte laut der Umfrage der Bildungsstand auf die Einstellungen?
Die Umfrage ergab, dass der Bildungsstand entgegen der anfänglichen Erwartung der Autorin kaum einen signifikanten Einfluss auf die untersuchten Vorurteile hat.
Welchen Stellenwert nimmt die Kontakthypothese in den Lösungsansätzen ein?
Die Arbeit greift auf die Forschung von Pettigrew und Tropp zurück, die belegt, dass persönlicher Kontakt zu Personen aus einer "fremden" Gruppe dazu beiträgt, Ängste abzubauen und Vorurteile zu verringern.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Islamophobie in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/538789