Die Stunde wurde im Rahmen des Examens für eine sechste Klasse im Fach Biologie geplant. Das Lernziel der Stunde ist, dass die Lernenden benennen können, in welchen Lebensmitteln Stärke enthalten ist, indem sie einen Schüler*innenversuch zum Stärkenachweis bei selbst mitgebrachten Lebensmitteln durchführen, auswerten und die Methode kritisch prüfen.
Das Unterrichtsvorhaben "Wir erforschen unsere Ernährung – Einer gesunden und ausgewogenen Ernährung auf der Spur" ist Teil des schulinternen Lehrplans des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums ("Nahrung – Energie für den Körper") und lässt sich dem Inhaltsfeld 2 der Erprobungsstufe "Mensch und Gesundheit" des Kernlehrplans für die Sekundarstufe I am Gymnasium in Nordrhein-Westfalen für das Fach Biologie zuordnen und kann dadurch curricular legitimiert werden.
Das in diesem Unterrichtsvorhaben fokussierte biologische Konzept der Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zu dem Ziel des Inhaltsfelds, Schülerinnen und Schülern "Entscheidungen für eine gesunde Lebensweise" zu ermöglichen, da es eine Grundlage "für das Verständnis der komplexen Zusammenhänge im Stoffwechsel des Menschen" bildet. Diese curriculare Begründung soll im Folgenden in Bezug auf die Erläuterung der Intentionen und der Struktur des Vorhabens weiter ausdifferenziert und die besondere Bedeutung dieser Unterrichtsreihe herausgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1.1 Tabellarische Auflistung der Stundenthemen
1.2 Curriculare Legitimation
1.3 Erläuterung der Intentionen und der Struktur des Vorhabens
1.4 Überprüfung des Lern- und Kompetenzzuwachses
2. Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde
2.1 Stundenziel und Teillernziele
2.2 Beitrag der Stunde zum intendierten Kompetenzzuwachs
2.3 Darstellung der didaktisch-methodischen Schwerpunkte der Stunde
2.4 Verlaufsplan
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende schriftliche Arbeit befasst sich mit der Planung einer unterrichtspraktischen Biologiestunde, in der Schülerinnen und Schüler durch ein Experiment untersuchen, welche Nahrungsmittel Stärke enthalten. Ziel der Arbeit ist es, den Aufbau dieser Unterrichtseinheit darzulegen, die curriculare Verankerung zu begründen und methodische Überlegungen zur Förderung naturwissenschaftlicher Kompetenzen zu reflektieren.
- Kompetenzförderung im Bereich der Erkenntnisgewinnung durch Experimentieren
- Stärkenachweis in Lebensmitteln als naturwissenschaftliches Verfahren
- Bedeutung von Lebensweltbezug und Motivation im Biologieunterricht
- Differenzierungsmaßnahmen und Methoden zur individuellen Förderung
Auszug aus dem Buch
2.3 Darstellung der didaktisch-methodischen Schwerpunkte der Stunde
Das Unterrichtsvorhaben wird in einer sechsten Klasse durchgeführt. Diese besteht aus 9 Schülerinnen und 17 Schülern. In dem Kurs herrscht ein vertrauensvolles Miteinander. Die SuS führen gerne Experimente in Gruppen durch. Das Leistungsniveau der Klasse ist nur geringfügig heterogen, im Arbeitsverhalten jedoch zeigen sich deutlichere Unterschiede. Einzelne SuS funktionieren das Arbeitsmaterial gerne für andere Zwecke um. Die in der Methodenstunde aufgestellten Experimentierregeln sollen dieser Beobachtung entgegenwirken. Die Überlegung, allen SuS eine Rolle in der Gruppe zuzuweisen (Ruhe- und Zeitwächter, Protokollant, Materialwart) wurde aufgrund von Erfahrungen verworfen, da die meisten Rollen nicht während des ganzen Experiments gebraucht werden und in der Stunde in Partnerarbeit gearbeitet wird, wodurch die Zuweisung von vier Rollen nicht sinnvoll ist. Eine bessere Einbindung aller SuS wird darin gesehen, Zweier- oder Dreiergruppen zu bilden, damit alle SuS aktiv tätig und in das Experimentieren eingebunden sind. Nach MATTES (2011) liegt in dieser Integration aller SuS in den Unterrichtsprozess die „wirksamste Maßnahme zur Individualisierung“ (S. 24). Die Gruppen werden heterogen von der Lehrkraft eingeteilt und bleiben das ganze Unterrichtsvorhaben über bestehen. Diese stabilen Gruppen müssen sich nicht jede Stunde neu finden und können zügiger mit der Arbeit beginnen. Es wird SuS so ermöglicht, eine Gruppenharmonie zu entwickeln, unterschiedliche „Talente im Sinne produktiver Arbeitsteilung zu nutzen“ (ebd., S. 71) und untereinander zu kooperieren. SPÖRHASE (2015a) sieht in biologischen Denk- und Arbeitsweisen das Potenzial, Kooperationsfähigkeit zu fördern (vgl. S. 35): stärkere SuS können schwächere unterstützen und selbst zu einem tieferen Verständnis gelangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Dieses Kapitel bettet die Unterrichtsreihe in den schulinternen Lehrplan ein und erläutert die kompetenzorientierte Struktur des Vorhabens unter Berücksichtigung des Wissenserwerbs.
2. Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde: Hier wird das konkrete Stundenziel definiert und die didaktisch-methodische Umsetzung, inklusive des Verlaufsplans für das Experiment zum Stärkenachweis, detailliert beschrieben.
Schlüsselwörter
Biologieunterricht, Kompetenzförderung, Erkenntnisgewinnung, Experimentieren, Stärkenachweis, Ernährungsbildung, Schülerorientierung, Handlungsorientierung, Individualisierung, Differenzierung, Protokoll, Naturwissenschaften, Unterrichtsplanung, Gesundheitserziehung, Lebensmittel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die schriftliche Planung einer unterrichtspraktischen Prüfung im Fach Biologie zum Thema Stärkenachweis in Lebensmitteln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Durchführung naturwissenschaftlicher Experimente, die Ernährungsbildung sowie die Förderung von Methodenkompetenzen in einer sechsten Klasse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Stundenziel ist, dass die Lernenden durch einen eigenständigen Schülerversuch benennen können, welche Lebensmittel Stärke enthalten, und dabei die Methode kritisch reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf das Prinzip des forschenden Lernens und den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg, operativ umgesetzt durch ein Schülerexperiment mit Lugolscher Lösung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die längerfristige Einordnung des Unterrichtsvorhabens und die detaillierte Planung der spezifischen Unterrichtsstunde, einschließlich der didaktischen Begründungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Erkenntnisgewinnung, experimentelles Arbeiten, Stärkenachweis und Kompetenzorientierung.
Warum ist die Wahl der Gruppenkonstellation für den Unterrichtserfolg wichtig?
Stabile, heterogene Kleingruppen fördern laut der Arbeit die Kooperation und ermöglichen eine effektivere Individualisierung, da stärkere Schüler schwächere unterstützen können.
Welche Rolle spielt die kritische Reflexion des Experiments?
Die Methodenkritik dient dazu, dass Schüler die Aussagekraft und die Grenzen des gewählten Versuchsverfahrens (Stärkenachweis) reflektieren und somit ein tieferes Verständnis naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen entwickeln.
- Quote paper
- Anna Baer (Author), 2020, Nahrungsmittel auf dem Prüfstand. Untersuchung von Lebensmitteln in Bezug auf das Vorkommen von Stärke im SchülerInnenexperiment, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/536779