Die Ausgangssituation für meine Projektarbeit ist eine dermatologische Einzelpraxis mit acht medizinischen Fachangestellten, einer Auszubildenden und einem Arzt. Das Team erweitert sich während meines Projekts um eine weitere MFA und einen neuen Auszubildenden.
Es liegt im Interesse der Führungskräfte, die Qualifikationen der Mitarbeiter zu fördern und somit eine wertschätzende Beziehung mit den Mitarbeitern aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Hierfür vorgesehen ist es, unter der Beachtung der praxisinternen Gegebenheiten und des Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG), Mitarbeiterentwicklungs- und Förderungsgespräche einzusetzen.
Dies ist ein Instrument, welches ich in unserer Praxis nutzen möchte, um mit jedem Mitarbeiter die Stärken herauszuarbeiten und weiterzuentwickeln. Die vorhandenen Anlagen und Neigungen sollen im positiven Licht erscheinen und das soziale Prestige des Mitarbeiters innerhalb des Praxisteams steigern. Mithilfe eines unternehmensspezifischen Gesprächsleitfadens soll ein geplantes und inhaltlich vorbereitetes Gespräch, strukturiert in eine institutionalisierte Form gebracht, eingeführt und in das Qualitätsmanagement integriert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1. ZIEL DER PROJEKTARBEIT
1.2. PRAXISRELEVANZ
2. VORAUSSETZUNGEN
2.1. AUFSTELLUNG DER ZU ERLEDIGENDEN AUFGABEN
2.2. AUFTRAGSKLÄRUNG MIT DEM PRAXISINHABER
2.3. FESTLEGEN DER ZIEL- UND ANWENDERGRUPPE
2.4. DEFINITION DER ZIELE UND DES ZWECKS
3. ENTWICKLUNG EINES GESPRÄCHSLEITFADENS
3.1. ERSTELLUNG DES GESPRÄCHSLEITFADENS
3.2. DEFINIEREN UND FESTLEGEN DER GESPRÄCHSINHALTE
3.3. FESTLEGEN VON ZUSTÄNDIGKEITEN
3.4. ÜBERPRÜFUNG UND DEFINITION DER RECHTLICHEN GRUNDLAGEN
4. GESPRÄCHSPLANUNG
4.1. PLANUNG DER ORGANISATION
4.2. GESPRÄCHSVORBEREITUNG
4.3. AUSFÜLLEN DES VORBEREITUNGSBOGENS
4.4. TERMINVEREINBARUNG
4.5. EINLADUNG
5. GESPRÄCHSABLAUF
5.1. GESPRÄCHSDOKUMENTATION
5.2. AUFBEWAHRUNG DER GESPRÄCHSBÖGEN
5.3. ZIELVEREINBARUNG SOWIE FORMULIERUNG
5.4. SMART-PRINZIP
5.5. GESPRÄCHSABSCHLUSS
5.6. NACHBEREITUNG
6. SICHERSTELLUNG VON INFORMATION DER MITARBEITER
6.1. PLANUNG DER TEAMSITZUNG
6.2. VORBEREITUNG DER TEAMSITZUNG
6.3. UMSETZUNG UND ERGEBNIS DER GEPLANTEN TEAMSITZUNG
7. IMPLEMENTIERUNG FÜR DAS QM
8. QUALIFIZIERUNGSMAßNAHMEN
9. ZUSAMMENFASSUNG UND DARSTELLUNG
10. EIGENES MEINUNGSBILD
11. HINWEIS AUF DAS VORAUSSICHTLICHE PRÄSENTATIONSMEDIUM
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Einführung von strukturierten und institutionalisierten Mitarbeiterentwicklungs- und Förderungsgesprächen in einer dermatologischen Einzelpraxis, um die Qualifikationen der Mitarbeiter zu fördern und eine wertschätzende Arbeitsbeziehung zu etablieren. Die Forschungsfrage befasst sich damit, wie ein unternehmensspezifischer Leitfaden unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und praxisinterner Gegebenheiten in das bestehende Qualitätsmanagement integriert werden kann, um eine motivierende Kommunikation zu gewährleisten.
- Entwicklung und Implementierung eines Gesprächsleitfadens
- Etablierung eines strukturierten Prozesses zur Zielvereinbarung
- Förderung der Mitarbeiterbindung und Kompetenzentwicklung
- Optimierung der Kommunikation durch Qualitätsmanagement-Standards
Auszug aus dem Buch
3.2. Definieren und Festlegen der Gesprächsinhalte
Der Inhalt der Gespräche basiert auf dem Interesse des Mitarbeiters, da es grundsätzlich um sein Wohlbefinden und um die Qualifikationen in seiner Arbeitsumgebung geht.
Unsere Festgelegten Gesprächsinhalte sind mithilfe von Literaturrecherche zustande gekommen. Da es in diesem Gespräch ausnahmslos um den Mitarbeiter geht, beziehen sich die Inhalte dementsprechend auf ihn und seine Karriere. Die jetzige Position des Mitarbeiters spielt in der Entwicklung eine große Rolle. Der IST-Zustand wird in diesem Gespräch erhoben und soll helfen zum Ende des Gesprächs einen SOLL-Zustand zu formulieren und festzuhalten. Die festgelegten Ziele des Mitarbeiters sowie die geplanten Aufgaben zur Zielerreichung werden in dem Gespräch ausführlich besprochen und notiert. Da sich die Gesprächspartner in der Vorbereitung Gedanken über einen möglichen Werdegang machen werden, sollten die Entwicklungsmöglichkeiten ebenfalls besprochen und notiert werden. Alle erforderlichen Maßnahmen z. B. die Miteinbeziehung dritter oder die Freistellung des Mitarbeiters für Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen, werden in dem Gespräch besprochen und festgelegt. Es werden Vorbereitungsbögen mit den Gesprächsinhalten zwischen den Gesprächspartnern ausgetauscht, damit sich diese ausreichend auf das Gespräch und dessen Inhalte vorbereiten können.
Alle eingehenden Perspektiven zur Förderung des Mitarbeiters sind Gesprächsthema.
Wie gemeinsam mit dem Praxisinhaber besprochen, möchten wir unseren Mitarbeitern einen hochwertigen Qualitätsstandard bieten. Dazu wird es feste Regelungen zur Terminvereinbarung, Dokumentation, Vor- und Nachbereitung geben. Diese sind in den Themenpunkten 4. und 5. aufzufinden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Ausgangssituation in einer dermatologischen Praxis wird analysiert, wobei das Ziel der Einführung von Mitarbeiterentwicklungsgesprächen als Instrument zur wertschätzenden Qualifikationsförderung definiert wird.
2. VORAUSSETZUNGEN: Es wird die notwendige Basis geschaffen, einschließlich der Auftragsklärung mit dem Praxisinhaber und der Definition der Zielgruppe sowie der allgemeinen Projektziele.
3. ENTWICKLUNG EINES GESPRÄCHSLEITFADENS: Dieser Abschnitt beschreibt die inhaltliche Ausarbeitung des Leitfadens sowie die Festlegung von Zuständigkeiten und die Berücksichtigung arbeitsrechtlicher Grundlagen.
4. GESPRÄCHSPLANUNG: Die organisatorische Vorbereitung steht im Fokus, von der Raumplanung über die Terminierung bis hin zur formalen Einladung der Mitarbeiter.
5. GESPRÄCHSABLAUF: Hier wird der strukturierte Ablauf des Dialogs erläutert, inklusive Dokumentationspflichten, Zielvereinbarungen nach dem SMART-Prinzip und der Nachbereitung.
6. SICHERSTELLUNG VON INFORMATION DER MITARBEITER: Das Kapitel befasst sich mit der transparenten Kommunikation des Projekts in einer Teamsitzung, um Akzeptanz zu schaffen und Unsicherheiten abzubauen.
7. IMPLEMENTIERUNG FÜR DAS QM: Die Integration der entwickelten Prozesse und Dokumente in das bestehende Qualitätsmanagementsystem der Praxis nach DIN ISO 9001 wird dargelegt.
8. QUALIFIZIERUNGSMAßNAHMEN: Es wird der Prozess der Führungskräfteentwicklung beschrieben, insbesondere die Auswahl eines externen Coachings zur Stärkung der Führungskompetenz.
9. ZUSAMMENFASSUNG UND DARSTELLUNG: Die Ergebnisse des Projekts werden reflektiert und der Nutzen durch die Einbindung des Qualitätsmanagements hervorgehoben.
10. EIGENES MEINUNGSBILD: Die Autorin reflektiert kritisch über das Konzept und unterstreicht die Bedeutung der Stärkenorientierung gegenüber der Defizitorientierung.
11. HINWEIS AUF DAS VORAUSSICHTLICHE PRÄSENTATIONSMEDIUM: Der abschließende Hinweis spezifiziert, dass für die Projektpräsentation Power-Point verwendet werden soll.
Schlüsselwörter
Mitarbeiterentwicklungsgespräch, Förderungsgespräch, Qualitätsmanagement, Führungskräfte, Personalentwicklung, Gesprächsleitfaden, Zielvereinbarung, SMART-Prinzip, Kommunikation, Wertschätzung, Praxismanagement, Mitarbeiterbindung, Coaching, Arbeitsmethodik, Kompetenzentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Einführung eines strukturierten Systems für Mitarbeiterentwicklungs- und Förderungsgespräche in einer medizinischen Einzelpraxis.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt die Bereiche Personalmanagement, Qualitätsmanagement, Führungskompetenz sowie Gesprächsführung und Organisationsplanung ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Institutionalisierung wertschätzender Entwicklungsgespräche, um Mitarbeiter zu fördern, Stärken gezielt herauszuarbeiten und die Zusammenarbeit durch klare Zielvereinbarungen zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine praxisorientierte Projektarbeit geleitet, gestützt durch Literaturrecherche zur Gesprächsführung und zum Arbeitsrecht (Betriebsverfassungsgesetz) sowie die Anwendung des PDCA-Zyklus im Rahmen des Qualitätsmanagements.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Voraussetzungen, die Erstellung eines Gesprächsleitfadens, die detaillierte Planung und Durchführung der Gespräche sowie deren Einbettung in das Praxis-QM.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte umfassen Mitarbeiterentwicklung, Qualitätsmanagement, Zielvereinbarung, Kommunikation und Führungsinstrumente.
Wie unterscheidet sich dieses Konzept von einem Beurteilungsgespräch?
Das Konzept legt den Fokus explizit auf die Stärken und die berufliche Entwicklung des Mitarbeiters, wobei Kritik und Defizitorientierung bewusst vermieden werden.
Welche Rolle spielt der Praxisinhaber in diesem Projekt?
Der Praxisinhaber ist maßgeblich an der Auftragsklärung, der inhaltlichen Abstimmung des Leitfadens sowie der Unterstützung bei der Implementierung beteiligt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Einführung von strukturierten instutitionalisierten Mitarbeiterentwicklungs- und Förderungsgesprächen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/513219