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Lernförderliches Klima als Merkmal guten Unterrichts

Hospitationsbericht einer Geschichtsstunde der 11. Klasse eines Gymnasiums

Titel: Lernförderliches Klima als Merkmal guten Unterrichts

Unterrichtsentwurf , 2014 , 8 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Schwambach (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand dieser Arbeit ist das lernförderliche Klima im Unterricht. Laut Hilbert Meyer gehört dieses zu den zehn elementaren Eigenschaften des guten Unterrichts. Lernförderliches Klima beschreibt die humane Qualität des Unterrichts. Der Forschungstand ist dabei sehr unübersichtlich, da es schwierig ist das lernförderliche Klima und die Leistungen eines Schülers ins Verhältnis zu setzen. Am Beispiel einer Hospitationsstunde im Fach Geschichte der 11. Klasse eines Gymnasiums wird das Lernklima untersucht.

Hilbert Meyer hat fünf Merkmale des lernförderlichen Klimas erarbeitet. Als erstes Kennzeichen ist der gegenseitige Respekt zu nennen. Hierbei ist es wichtig, dass das Klima von gegenseitiger Anerkennung geprägt ist. Ein weiteres Merkmal ist die Einhaltung von Regeln, da dadurch die Verlässlichkeit des Unterrichts gewährleistet wird. Insbesondere der Lehrer ist dabei gefragt, indem er eine Balance zwischen Milde und Strenge findet. Die dritte wichtige Eigenschaft ist die Verantwortung. Wichtig ist hierbei, dass sowohl Lehrer als auch Schüler Verantwortung übernehmen sollen. Das vierte Kennzeichen ist die Gerechtigkeit. Hierbei kommt dem Lehrer die Aufgabe zu redlich zu sein und gewissenhaft zu arbeiten. Das letzte Kriterium ist die Fürsorge. Diese ist wichtig, um die die Lernfähigkeit zu sichern. Die Kennzeichen lassen sich anhand von konkreten Indikatoren überprüfen.

Andreas Helmke vertritt die Auffassung, dass vier Kriterien für das Lernklima wichtig seien. Zunächst ist dabei der konstruktive Umgang mit Fehlern zu nennen. Dies stellt eine Erweiterung von Meyers Kennzeichen dar. Ein weiteres Merkmal des lernförderlichen Klimas nach Helmke ist die entspannte Lernatmosphäre. Hierbei ist vor allem der Lehrer gefordert, da er durch Humor und Überraschung für die Entspannung sorgen soll. Ein weiterer Indikator für ein gutes Klima ist der Abbau von leistungshemmender Angst. Der Lehrer kann dies durch Feedbacks, Transparenz und einer hohen Lehrer-Schüler-Interaktion fördern. Als viertes Kennzeichen nennt Helmke das angemessene Unterrichtstempo und Wartezeiten. Hierbei ist es vor allem wichtig, dass der häufig zu schnelle Unterricht entschleunigt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Lernförderliches Klima als Merkmal guten Unterrichts

2. Darstellung einer Hospitationsstunde

3. Reflexion der Hospitation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des lernförderlichen Klimas als wesentliches Merkmal gelingenden Unterrichts und setzt dieses in den Kontext einer praktischen Hospitationsanalyse, um theoretische Kriterien auf ihre praktische Anwendbarkeit zu prüfen.

  • Theoretische Fundierung des lernförderlichen Klimas nach Hilbert Meyer und Andreas Helmke
  • Bedingungsanalyse einer spezifischen Unterrichtssituation in einem Leistungssport-Gymnasium
  • Methodische Gestaltung von Unterrichtseinstiegen und deren aktivierende Wirkung
  • Analyse von Lehrer-Schüler-Interaktionen und Diskussionskultur im Geschichtsunterricht
  • Reflexion der Umsetzung lernförderlicher Merkmale in der Unterrichtspraxis

Auszug aus dem Buch

1. Lernförderliches Klima als Merkmal guten Unterrichts

Gegenstand dieser Arbeit soll das lernförderliche Klima sein. Laut Hilbert Meyer gehört dieses zu den zehn elementaren Eigenschaften des guten Unterrichts. 2 Lernförderliches Klima beschreibt die humane Qualität des Unterrichts. 3 Der Forschungstand ist dabei sehr unübersichtlich, da es schwierig ist das lernförderliche Klima und die Leistungen eines Schülers ins Verhältnis zu setzen.4

Hilbert Meyer hat fünf Merkmale des lernförderlichen Klimas erarbeitet. 5 Als erstes Kennzeichen ist der gegenseitige Respekt zu nennen. Hierbei ist es wichtig, dass das Klima von gegenseitiger Anerkennung geprägt ist. Ein weiteres Merkmal ist die Einhaltung von Regeln, da dadurch die Verlässlichkeit des Unterrichts gewährleistet wird. Insbesondere der Lehrer ist dabei gefragt, indem er eine Balance zwischen Milde und Strenge findet. Die dritte wichtige Eigenschaft ist die Verantwortung. Wichtig ist hierbei, dass sowohl Lehrer als auch Schüler Verantwortung übernehmen sollen. Das vierte Kennzeichen ist die Gerechtigkeit. Hierbei kommt dem Lehrer die Aufgabe zu redlich zu sein und gewissenhaft zu arbeiten. Das letzte Kriterium ist die Fürsorge. Diese ist wichtig, um die die Lernfähigkeit zu sichern. Die Kennzeichen lassen sich anhand von konkreten Indikatoren überprüfen.6

Andreas Helmke vertritt die Auffassung, dass vier Kriterien für das Lernklima wichtig seien.7 Zunächst ist dabei der konstruktive Umgang mit Fehlern zu nennen. Dies stellt eine Erweiterung von Meyers Kennzeichen dar. Ein weiteres Merkmal des lernförderlichen Klimas nach Helmke ist die entspannte Lernatmosphäre. Hierbei ist vor allem der Lehrer gefordert, da er durch Humor und Überraschung für die Entspannung sorgen soll. Ein weiterer Indikator für ein gutes Klima ist der Abbau von leistungshemmender Angst. Der Lehrer kann dies durch Feedbacks, Transparenz und einer hohen Lehrer – Schüler – Interaktion fördern. Als viertes Kennzeichen nennt Helmke das angemessene Unterrichtstempo und Wartezeiten. Hierbei ist es vor allem wichtig, dass der häufig zu schnelle Unterricht entschleunigt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lernförderliches Klima als Merkmal guten Unterrichts: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des lernförderlichen Klimas basierend auf den Modellen von Hilbert Meyer und Andreas Helmke.

2. Darstellung einer Hospitationsstunde: Es erfolgt eine detaillierte Bedingungsanalyse der Praktikumsschule sowie die deskriptive Schilderung des beobachteten Unterrichtsverlaufs in einem Geschichtskurs.

3. Reflexion der Hospitation: Der Autor bewertet die beobachtete Unterrichtsstunde kritisch anhand der zuvor definierten theoretischen Kriterien und leitet Konsequenzen für das eigene Lehrerhandeln ab.

Schlüsselwörter

Lernförderliches Klima, Unterrichtsqualität, Hospitationsanalyse, Geschichtsdidaktik, Hilbert Meyer, Andreas Helmke, Lehrer-Schüler-Interaktion, Lernatmosphäre, Unterrichtsgestaltung, Pädagogische Professionalität, Leistungsbeurteilung, Schulalltag, Aktives Lernen, Unterrichtseinstieg, Reflektion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Definition und der praktischen Beobachtung eines "lernförderlichen Klimas" als Qualitätsmerkmal für guten Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Theoriebildung nach Meyer und Helmke sowie deren Anwendung in einem realen Unterrichtsszenario an einem Gymnasium.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die in der Fachliteratur beschriebenen Kriterien für ein lernförderliches Klima durch eine Hospitationsanalyse auf ihre praktische Umsetzung und Validität zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode der Hospitationsanalyse, ergänzt um eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche und eine anschließende reflexive Auswertung des Beobachteten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Merkmale des Lernklimas, eine objektive Darstellung des Unterrichtsgeschehens und eine subjektive Reflexion des Autors.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lernförderliches Klima, Unterrichtsqualität, Lehrerprofessionalität, Reflexion und Geschichtsdidaktik.

Warum spielt die Schule als "Leistungssport-Gymnasium" eine Rolle?

Die Besonderheiten dieser Schulform, wie die längere Schulzeit und die heterogene Zusammensetzung der Kurse durch sportliche Aktivitäten, bilden den spezifischen Rahmen für die Analyse der Unterrichtsbedingungen.

Wie bewertet der Autor den Umgang mit Leistungskontrollen in der hospitierten Stunde?

Der Autor reflektiert kritisch, dass die Rückgabe der Leistungskontrollen während der Pause zwar Zeit im Unterricht sparte, jedoch das Fehlen eines individuellen Feedbacks als Defizit wahrgenommen wurde.

Welche Schlussfolgerungen zieht der Autor für seinen eigenen Unterricht?

Der Autor plant, in Zukunft stärker auf den Aspekt der "Wartezeiten" zu achten, um Schülern mehr Raum für Denkprozesse zu geben und dem "Unterricht im Eiltempo" entgegenzuwirken.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lernförderliches Klima als Merkmal guten Unterrichts
Untertitel
Hospitationsbericht einer Geschichtsstunde der 11. Klasse eines Gymnasiums
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Geschichtsdidaktik II – Begleitveranstaltung zum Praxissemester
Note
1,7
Autor
Christian Schwambach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
8
Katalognummer
V509435
ISBN (eBook)
9783346074713
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik Geschichte Hospitation Praxissemester
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Schwambach (Autor:in), 2014, Lernförderliches Klima als Merkmal guten Unterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/509435
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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