Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, anhand einer Spiegelreflexkamera zu belegen, dass sich das Target Costing-Konzept für eine Vielzahl von Produkten anwenden lässt und es ermöglicht, bereits in der frühen Phase des Produktlebenszyklus Kosten einzusparen. Auch soll aufgezeigt werden, dass mittels optimierter Ressourcenallokation entsprechend der Kundenpräferenzen Wettbewerbsvorteile generiert werden können. Vor dem Hintergrund der Globalisierung und der damit verbundenen internationalen Absatzmärkte verursacht die Produktplanung und -gestaltung nach dem Konzept des Target Costings in der Praxis jedoch Probleme, weshalb neben den verschiedenen Phasen des Konzepts auch dessen Eignung Thema der Arbeit ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung
2. Grundkonzept des Target Costings
3. Ablauf des Target Costings
3.1 Zielkostenfindung
3.2 Zielkostenspaltung
3.3 Zielkostenrealisierung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Eignung des Target Costing Konzepts als Instrument des strategischen Kostenmanagements. Ziel ist es, anhand eines Fallbeispiels (Spiegelreflexkamera) aufzuzeigen, wie Unternehmen frühzeitig im Produktlebenszyklus marktorientierte Kostenstrukturen etablieren und Wettbewerbsvorteile durch effiziente Ressourcenallokation generieren können.
- Grundlagen und Entstehung des Target Costings
- Methoden der Zielkostenfindung und -spaltung
- Anwendung des Konzepts anhand der Pixel AG
- Analyse von Zielkostenlücken und Kostenoptimierungspotenzialen
- Kritische Würdigung der subjektiven Schätzungsbasis
Auszug aus dem Buch
3. Ablauf des Target Costings
In Fachkreisen existieren diverse Variationen bezüglich der Anzahl der unterschiedlichen Prozessphasen des Target Costings. Götze beispielsweise unterteilt das Target Costing Konzept in vier Schritte, wohingegen Coenenberg das Konzept in acht Schritte unterscheidet. Für diese Arbeit wird der Ansatz von Horváth, Niemand und Wolbold dargestellt, welche den Ablauf in drei Phasen unterteilen: Zielkostenfindung, Zielkostenspaltung und Zielkostenrealisierung.
3.1 Zielkostenfindung
Die erste Prozessphase des Target Costings wird als Zielkostenfindung bezeichnet. Diese behandelt die Problematik „Was darf das Produkt kosten“. Nach Kremin-Buch gilt es, den Zielpreis für das spezifische Produkt zu ermitteln, welcher zugleich den erwarteten Absatzpreis auf dem Markt darstellt. Um selbigen festzustellen, ist es möglich, sich an vergleichbaren, etablierten Produkten auf dem Markt sowie auf Basis von Kundenanalysen zu orientieren. Zur Ermittlung der Zielkosten wird zunächst der Zielpreis mithilfe der retrograden Kalkulation um die gewünschte Gewinnmarge reduziert. Daraus resultieren die Zielkosten des betrachteten Produktes, welche auch unter dem Namen Allowable Costs bekannt sind. Die Allowable Costs spiegeln die maximalen Kosten wieder, die ein Produkt in dessen Herstellungsprozess verursachen darf. Da das Target Costing auf der Grundlage der Vollkostenbasis aufbaut, berücksichtigen die Zielkosten alle Kosten, die während des gesamten Lebenszyklus eines Produktes entstehen. Eine Überschreitung der Zielkosten zieht ein Scheitern des Produkterfolges nach sich. Um die Kostenobergrenzen festzulegen, sind neben den Allowable Costs die Drifting Costs von immenser Bedeutung. Diese definieren sich als die gesamten Kosten, welche bei vorliegendem Potenzial-, Produkt-, Programm- und Prozessstrukturen, durch das Produkt verursacht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den durch hohen Wettbewerbsdruck und technologischen Wandel induzierten Zwang zu optimiertem Kostenmanagement und führt in die Relevanz des Target Costings ein.
2. Grundkonzept des Target Costings: Hier werden Ursprung, Definition und die marktorientierte Sichtweise des Instruments im Vergleich zur traditionellen Preiskalkulation dargestellt.
3. Ablauf des Target Costings: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die drei zentralen Phasen des Konzepts: Zielkostenfindung, Zielkostenspaltung und Zielkostenrealisierung anhand eines praktischen Beispiels.
3.1 Zielkostenfindung: Fokus liegt auf der Ermittlung der maximal zulässigen Kosten (Allowable Costs) unter Berücksichtigung von Marktdaten und Wettbewerbsvergleichen.
3.2 Zielkostenspaltung: Es wird erörtert, wie Kundenpräferenzen (u.a. durch Conjoint-Analyse) zur Aufteilung der Zielkosten auf einzelne Produktkomponenten genutzt werden können.
3.3 Zielkostenrealisierung: Dieses Kapitel thematisiert die Umsetzung der Zielkosten sowie Methoden zur Kostenoptimierung, um die Lücke zwischen Ist-Kosten und Zielvorgaben zu schließen.
Schlüsselwörter
Target Costing, Zielkostenrechnung, Kostenmanagement, Kostenplanung, Zielkostenfindung, Zielkostenspaltung, Zielkostenrealisierung, Allowable Costs, Drifting Costs, Conjoint-Analyse, Produktentwicklung, Kostenoptimierung, Markttransparenz, Wettbewerbsvorteile, Ressourcenallokation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Konzept des Target Costings als strategisches Kostenmanagementinstrument zur markt- und kundenorientierten Kostenplanung von Produkten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt die systematische Ermittlung von Zielkosten, deren Aufteilung auf Produktkomponenten sowie die Maßnahmen zur Kostenrealisierung im Entwicklungsprozess.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, an einem Beispiel zu belegen, dass Target Costing ein effektives Werkzeug ist, um bereits in der frühen Entwicklungsphase wettbewerbsfähige Kostenstrukturen zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und ein fiktives Fallbeispiel der "Pixel AG", um die Anwendung des Konzepts methodisch zu veranschaulichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Prozessphasen des Target Costings (Zielkostenfindung, Zielkostenspaltung, Zielkostenrealisierung) und deren praktische Umsetzung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen gehören Target Costing, Allowable Costs, Drifting Costs, Zielkostenmatrix, Conjoint-Analyse und Kostenoptimierung.
Warum wird im Beispiel der "Pixel AG" eine Conjoint-Analyse durchgeführt?
Die Conjoint-Analyse dient dazu, die Präferenzen potenzieller Kunden für spezifische Produkteigenschaften zu gewichten und so die Zielkostenspaltung auf die Komponenten zu ermöglichen.
Was bedeutet der "Zielkostenindex" in dieser Arbeit?
Der Zielkostenindex setzt die relativen Drifting Costs ins Verhältnis zu den relativen Zielkosten, um Abweichungen zu identifizieren und Verbesserungspotenziale bei Komponenten aufzuzeigen.
Wie geht die Arbeit mit dem Kritikpunkt der subjektiven Schätzungen um?
Die Arbeit erkennt an, dass viele Daten auf Schätzungen beruhen, und betont daher, dass Target Costing eher eine solide Entscheidungsgrundlage als ein unfehlbares Prognoseinstrument darstellt.
- Arbeit zitieren
- Simon Karlsdorf (Autor:in), 2019, Die Eignung des Target Costing-Konzepts als Instrument für das Kostenmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/498714