Gesundheit ist in der heutigen Arbeitswelt zu einem Thema von enormer Bedeutung geworden. Die Trends des 21. Jahrhunderts - demographischer Wandel, Globalisierung, Digitalisierung und der Übergang von einer industriellen zu einer Wissensgesellschaft - stellen die Menschen vor neue Herausforderungen, die nicht nur ihre körperliche, sondern vielmehr ihre psychische Gesundheit beanspruchen und ein Umdenken in der Gesellschaft erfordern.
Das Trendwort Burn-Out wird mittlerweile nicht als eine Modeerscheinung wahrgenommen, sondern als ernstzunehmender Zustand der Überarbeitung, der ständigen Erreichbarkeit in der mobilen Welt, fehlendem Privatleben und der nicht rechtzeitig wahrgenommenen körperlichen Alarmsignale. Die psychische Gesundheit gewinnt daher immer mehr an Wert und viele Arbeitgeber haben in den letzten Jahren Programme zur Förderung der Mitarbeitergesundheit initiiert. Auch die Politik hat diesbezüglich nicht lange auf sich warten lassen und hat durch das Verabschieden des Präventionsgesetzes im Jahr 2015 die Weichen für eine Gesundheitsförderung gelegt (Präventionsgesetz - PrävG).
Dieses Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention verbessert die Grundlagen für die Zusammenarbeit von Sozialversicherungsträger, Länder und Kommunen in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung - für alle Altersgruppen und in vielen Lebensbereichen. Die folgende Arbeit wurde als eine Portfolio Arbeit im Studiengang Personalentwicklung an der Technischen Universität Kaiserslautern verfasst. Die Besonderheit dieser Arbeit ist, dass sie aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Anders als in klassischen wissenschaftlichen Arbeiten wurde der Schreibprozess dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Darstellung der einzelnen Aufgaben der Portfolioarbeit
A.: Literaturarbeit: Rezensionen über Fachliteratur zum Thema
1.) Status Quo des dBGM in Organisationen in Deutschland
2.) Angebote von Instrumenten für dBGM
3.) Vorteile von dBGM für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
4.) Herausforderungen bei der Implementierung von digitalen Instrumenten im Bereich des BGM
5.) Zukunftsperspektive
B.: Auseinandersetzung mit Studieninhalten aus Studienbriefen
1.) Gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland
2.) Vorteile und Herausforderungen beim Einsatz von E-Learning-Systemen (im BGM)
3.) Die Bedeutung der Motivation für das Online Lernen
4.) Zusammenhang zwischen Online Lernen und dBGM
C.: Transfer der gewonnenen Erkenntnisse in die Berufspraxis
3. Persönliches Resümee
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Portfolioarbeit ist es, den Status Quo und die zukünftigen Potenziale des digitalen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (dBGM) zu untersuchen, um auf dieser Basis ein fundiertes Konzept für die Einführung solcher Systeme in die eigene berufliche Praxis zu entwickeln.
- Status Quo und Anwendungsmöglichkeiten von digitalen BGM-Instrumenten
- Herausforderungen bei der Implementierung (Datenschutz, Akzeptanz, Effektivität)
- Rolle von Motivation und E-Learning in Gesundheitskontexten
- Spezifische Anforderungen von Schichtarbeitern an Gesundheitsmaßnahmen
- Transfer theoretischer Erkenntnisse in ein betriebliches Schulungskonstrukt
Auszug aus dem Buch
1.) Status Quo des dBGM in Organisationen in Deutschland
Laut der Studie #whatsnext BMG, das 800 Unternehmen deutschlandweit befragt hat, hat ein Viertel der Organisationen ein ganzheitliches BGM. Bei der Implementierung des BGMs werden jedoch mehrheitlich analoge Vorgehensweisen verwendet und bei einem Großteil an Unternehmen herrscht ein Mangel an dBGM-Instrumenten. Im E-Learning Bereich werden geringfügig Gesundheitsforen sowie Webinare angeboten. „Auch Employee Assistance Programs (10,5%), Gesundheitsanalysen (8,8%), Apps (5,7%), Wearables (4,5%) und Komplettsysteme (2,8%) sind kaum in den Unternehmen im Einsatz.“ (Kaiser 2018: 19)
Auch wenn die Gesundheit der Mitarbeiter in der heutigen Unternehmenslandschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, fällt es offensichtlich vielen Betrieben schwer, ihren Beschäftigten digitale Tools zur Förderung der Gesundheit zur Verfügung zu stellen. Trotz vieler Dienstleister im Bereich der BGM-Systeme und der rasant wachsenden E-Health-Branche befanden sich ca. 2,6 Mio. Unternehmen in Deutschland gänzlich ohne gesundheitsfördernde Angebote (André 2018: 160ff). Das liegt zum Teil am unübersichtlichen Markt von digitalen Gesundheitsangeboten sowie an fehlenden Studien über ihrer Wirksamkeit und Nutzen für Arbeitnehmer und Unternehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung psychischer Gesundheit in der modernen Arbeitswelt und motiviert die Notwendigkeit von dBGM, insbesondere für belastete Arbeitsfelder wie den Schichtdienst.
2. Darstellung der einzelnen Aufgaben der Portfolioarbeit: Dieses Hauptkapitel gliedert sich in Literaturarbeit, theoretische Auseinandersetzung mit Studieninhalten und den Praxistransfer zur Entwicklung eines digitalen Gesundheitskonzepts.
3. Persönliches Resümee: Das Resümee reflektiert den Lernprozess und die Herausforderung, theoretisches Wissen mit den praktischen Anforderungen einer Implementierung im eigenen Unternehmen zu verknüpfen.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, digitales Betriebliches Gesundheitsmanagement, dBGM, E-Learning, Gesundheitsförderung, Schichtarbeit, Motivation, Gamification, Prävention, Digitalisierung, Gesundheits-Apps, Personalentwicklung, Mitarbeitergesundheit, Online-Lernen
Häufig gestellte Fragen
Was ist das übergeordnete Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Herausforderungen von E-Learning-Systemen innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu analysieren und ein praktisches Konzept für das eigene Unternehmen zu entwerfen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?
Die Arbeit fokussiert sich auf den Status Quo digitaler Gesundheitsangebote, die Rolle von Motivation beim Online-Lernen, Anforderungen der Schichtarbeit sowie die Überführung dieser Erkenntnisse in die Praxis.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Portfolioarbeit zugrunde?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse aktueller Fachbeiträge, Studien und Online-Publikationen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten der Studienbriefe des Fernstudiengangs.
Was sind die wichtigsten Erkenntnisse zum Thema dBGM?
Es besteht ein wachsendes Bewusstsein für die Relevanz digitaler Gesundheitslösungen, jedoch mangelt es noch an fundierten wissenschaftlichen Studien zur Effektivität und an einer breiten Implementierung in deutschen Unternehmen.
Warum ist das Thema Motivation für Online-Lernen so entscheidend?
Motivation ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen Lernerfolg; im Gesundheitsbereich sollen digitale Tools durch interaktive Elemente und nutzerorientierte Aufbereitung das Engagement der Mitarbeiter fördern.
Was charakterisiert das untersuchte betriebliche Umfeld?
Das Unternehmen der Autorin beschäftigt zwei Gruppen: Mitarbeiter in der Verwaltung und operativ tätige Mitarbeiter im Schichtdienst, die unter hoher körperlicher Belastung stehen.
Welche spezifische Rolle spielt Gamification bei der Gesundheitsförderung?
Gamification dient als Motivationsinstrument, um durch spielerische Wettbewerbe und Team-Challenges das Gesundheitsbewusstsein zu stärken und die Teilnahme an Gesundheitsangeboten zu erhöhen.
Welche Bedenken gibt es hinsichtlich des Datenschutzes bei digitalen Lösungen?
Es bestehen Bedenken, da die Speicherung sensibler Gesundheitsdaten ohne klare gesetzliche Rahmenbedingungen bei vielen Arbeitnehmern zu Misstrauen und Ablehnung führt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Der Einsatz von E-Learning Systemen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/497138