In Deutschland waren im Wintersemester 2017 2,85 Millionen Studierende an Hoch- schulen eingeschrieben. Diese Zahl ist ein neuer Rekord in Deutschland. In der vorliegenden Arbeit soll die subjektive Einschätzung von Kompetenzen, die Studierende im Studium erworben haben, analysiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Settingbeschreibung
3. Methode und Ergebnisse
3.1. Erste Hypothese
3.2. Zweite Hypothese
3.3. Dritte Hypothese
4. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die subjektive Einschätzung des Kompetenzerwerbs von Studierenden der FOM Hochschule und der Universität Duisburg-Essen im Kontext des Bologna-Prozesses, um Zusammenhänge zwischen verschiedenen Kompetenzfacetten zu untersuchen.
- Analyse der subjektiven Wahrnehmung von Fach-, Methoden-, Kommunikations- und Kooperationskompetenz.
- Vergleich von Kompetenzeinschätzungen zwischen verschiedenen studentischen Untersuchungsgruppen.
- Überprüfung statistischer Zusammenhänge mittels Korrelations- und Regressionsanalysen.
- Anwendung des Berliner Evaluationsinstruments zur Messung studentischer Kompetenzen.
- Kritische Reflexion der Validität von Selbstauskünften im studentischen Kompetenzerwerb.
Auszug aus dem Buch
3.3. Dritte Hypothese
Die dritte Alternativhypothese behauptet, dass die Wahrnehmung der eigenen Kommunikationskompetenz der Teilnehmer die Einschätzung zur Wahrnehmung der Kooperationskompetenz der Befragten beeinflusst. Folglich steht sie der Nullhypothese mit der Behauptung gegenüber, dass die Wahrnehmung der eigenen Kommunikationskompetenz der Teilnehmer die Einschätzung der Kooperationskompetenz der Befragten nicht beeinflusst.
Der Sachverhalt wird mit Hilfe einer statistischen Regressionsanalyse untersucht. Diese hat das Ziel, anhand einer unabhängigen Variable, die Eigenschaft einer anderen, abhängigen Variable zu prognostizieren. Die Genauigkeit dieser Prognose hängt dabei von der Stärke des linearen Zusammenhangs (Korrelation) ab. Je stärker die Korrelation, desto genauer ist letztendlich die Prognose.
Zur Untersuchung des linearen Zusammenhangs zwischen der Kommunikationskompetenz und der Kooperationskompetenz wird zunächst eine visuelle Analyse mittels der Erstellung eines Streudiagramms (Scatterplot) durchgeführt und im Anschluss die Methode der kleinsten Quadrate angewendet.
Deskriptive Messzahlen werden ergänzend errechnet und interpretiert. Mit den gewonnenen Erkenntnissen wird beurteilt, inwiefern eine Regression zum Tragen kommt bzw. statistisch signifikant ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in den Bologna-Prozess und die Zielsetzung der Untersuchung subjektiver Kompetenzeinschätzungen bei Studierenden.
2. Settingbeschreibung: Darstellung der Stichprobe von 108 Studierenden sowie der zwei Untersuchungsgruppen aus unterschiedlichen Hochschulumgebungen.
3. Methode und Ergebnisse: Empirische Überprüfung von drei Hypothesen mittels statistischer Verfahren wie Histogrammen, Korrelationsanalysen und Regressionen.
3.1. Erste Hypothese: Analyse der Unterschiede in der Einschätzung des Fachkompetenzerwerbs zwischen Studierenden der UDE und der FOM.
3.2. Zweite Hypothese: Untersuchung eines möglichen Zusammenhangs zwischen der subjektiven Einschätzung von Fach- und Methodenkompetenz.
3.3. Dritte Hypothese: Statistische Analyse des Einflusses der wahrgenommenen Kommunikationskompetenz auf die Kooperationskompetenz.
4. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, der Validität der Befragungsmethode und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Bologna-Prozess, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Kommunikationskompetenz, Kooperationskompetenz, Studierende, empirische Forschung, Regressionsanalyse, Korrelationsanalyse, Selbstkompetenz, Hochschulstudium, statistische Signifikanz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der subjektiven Einschätzung des Kompetenzerwerbs von Studierenden verschiedener Hochschulen im Rahmen des Bologna-Prozesses.
Welche Kompetenzfelder stehen im Fokus der Analyse?
Untersucht werden insbesondere die Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Kommunikationskompetenz sowie die Kooperationskompetenz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, inwieweit diese Kompetenzfacetten zusammenhängen, sich gegenseitig beeinflussen und ob Unterschiede zwischen verschiedenen Lernsettings existieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Datenerhebung erfolgte über eine empirische Befragung mittels Fragebögen. Die Auswertung umfasst statistische Tests wie den t-Test, Korrelationsanalysen und Regressionsrechnungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die drei aufgestellten Hypothesen statistisch geprüft, visualisiert und die Ergebnisse im Hinblick auf deren Signifikanz interpretiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind Kompetenzerwerb, Bologna-Prozess, statistische Signifikanz und die Validität der Selbsteinschätzung durch Studierende.
Was ergab der Vergleich zwischen den Studierenden der FOM und der UDE?
Die Untersuchung ergab statistisch signifikante Unterschiede bei der Selbsteinschätzung des Fachkompetenzerwerbs zwischen den Studierendengruppen beider Institutionen.
Welchen Stellenwert hat die Korrelation zwischen Fach- und Methodenkompetenz?
Es wurde ein schwacher, aber statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen diesen beiden Kompetenzfacetten nachgewiesen.
Wie beeinflusst die Kommunikationskompetenz die Kooperationskompetenz?
Die Regressionsanalyse zeigt, dass eine höhere wahrgenommene Kommunikationskompetenz positiv mit der Einschätzung der eigenen Kooperationskompetenz korreliert.
Welche Kritik übt der Autor an der Methodik?
Der Autor hinterfragt kritisch die Validität von subjektiven Selbsteinschätzungen und empfiehlt für zukünftige Studien eine größere und breiter gestreute Stichprobe.
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- Anonym (Author), 2018, Kompetenzerwerb bei Studierenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/492200