Ziel dieser Arbeit ist die kritische Analyse der Leistungsversprechen von Hotelbetrieben und welche Bedeutung die Positionierung bezüglich dessen Nutzens im Bereich der Leistungspolitik hat.
Für die Erstellung dieser Seminararbeit wurden mehrere Statistiken zum Thema Trendentwicklung der Ökologie und dessen Bedeutung in Bezug auf den Tourismus ausgewertet, sowie verschiedene Literatur- und Internetquellen verwendet. Darüber hinaus wurden mehrere Praxisbeispiele hinzugezogen, um die theoretischen Sachverhalte beispielhaft darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Produktpolitik
3 Die Hotelleistung
3.1 Ein Leistungsbündel
3.1.1 Wesentliche Merkmale
3.2 Ökomanagement als steigender Trend der Hotelleistung
3.2.1 Ökologie vs. Ökonomie
4 Instrumente der Produktpolitik
4.1 Die Leistungsgestaltung
4.2 SEP und USP
4.3 Die Sortimentspolitik
4.4 Die Service- und Leistungspolitik
4.5 Die Markenpolitik
5 Das Qualitätsmanagement zur Kontrolle der Instrumente/ Maßnahmen
5.1 Das Total Quality Management
6 Die Positionierung in der Hotellerie
6.1 In der Hotellerie – Notwendigkeit und Möglichkeiten
6.2 Vorteile und Nachteile
7 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Seminararbeit ist die kritische Analyse der Leistungsversprechen von Hotelbetrieben und die Untersuchung der Bedeutung, welche die strategische Positionierung bezüglich des Nutzens im Bereich der Leistungspolitik für den Unternehmenserfolg hat.
- Grundlagen der Produkt- und Leistungspolitik in der Hotellerie
- Struktur der Hotelleistung als komplexes Leistungsbündel
- Bedeutung des Ökomanagements als aktueller Trend
- Instrumente der Leistungsgestaltung, Segmentierung und Markenpolitik
- Methoden der Qualitätskontrolle durch Total Quality Management
- Strategische Positionierung als Mittel zur Wettbewerbsdifferenzierung
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Wesentliche Merkmale
Trotz dieses umfangreichen Angebots grenzen sich die wesentlichen Merkmale von Hotelleistungen gegenüber anderen Unternehmen im Dienstleistungssektor durch ihre inhaltliche Auslegung ab.
Das erste Merkmal ist die Immaterialität bzw. Abstraktheit der Leistungen. Die Gleiche Leistung kann durch verschiedene Gäste bzw. Gästegruppen unterschiedlich beurteilt werden. Außerdem kann die Leistung nicht vorher von potentiellen Gästen gesehen werden, wodurch kein Vergleich wie beispielsweise es bei einem Warenkauf möglich ist.
Die Kombination von sach- und personenbezogenen Dienstleistungen bildet das zweite Merkmal. Die Notwendigen Tätigkeiten zur Befriedigung der Gästebedürfnisse beziehen sich zum einen auf Sachgegenstände wie der Zimmerreinigung oder das Anrichten von Speisen verstanden. Zum anderen auch direkt auf Personen also den Gästen, wie der Beratung bei der Speisenauswahl.
Das dritts Merkmal ist die Einbeziehung des Gastes als externen Faktor. Er muss während der Dienstleistungserstellung anwesend sein. Dabei beeinflusst er den Prozess der Leistungserstellung durch Leistungsumfang,- qualität und -zeitpunkt.
Die nicht Lager- und Transportfähigkeiten, auch Uno-actu-Prinzip genannt, bildet das vierte Merkmal. Dabei fallen Absatz und Konsum der Hotelleistung sowohl örtlich als auch zeitlich zusammen. Somit kommt es zu einem Verfall der Leistung bei Nichtnutzung, wie einer nicht voll ausgelasteten Bettenkapazität. Auch ist eine nachträgliche Lieferung wie bei unbefriedigter Nachfrage eines Gastes nicht möglich. Dies birgt das Risiko einer Abwanderung des Gastes.
Die Hotelleistung ist eng verbunden mit anderen touristischen Leistungen wie der Verkehrsleistung. Sie ist komplementär. So kann der Gast die Hotelleistung erst in Anspruch nehmen, wenn er am Hotel angekommen ist, oder diese nur dann nutzen wenn er z.B. im Reisebüro darauf aufmerksam gemacht worden ist. Genauso ist die Hotelleistung prinzipiell standortgebunden. Das liegt zum einen an den vorhandenen natürlichen Faktoren wie der Sauberkeit des Strandes oder Lärm. Zum anderen am abgeleiteten Angebot wie dem Vorhandensein eines Kongresszentrums.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Marketing-Mix-Modell ein und definiert den Fokus auf die Produkt- und Leistungspolitik in der Hotellerie als zentrales Instrument für den Unternehmenserfolg.
2 Produktpolitik: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Produktpolitik, die das Leistungsangebot eines Unternehmens definiert und sich an den Bedürfnissen und Nutzenerwartungen der Zielgruppen orientiert.
3 Die Hotelleistung: Hier wird die Hotelleistung als komplexes Leistungsbündel aus Beherbergungs-, Bewirtungs- und Komplementärleistungen analysiert, wobei auch Trends wie das Ökomanagement beleuchtet werden.
4 Instrumente der Produktpolitik: Das Kapitel behandelt die Methoden der Leistungsgestaltung, die Abgrenzung durch USP und SEP sowie die Sortiments-, Service- und Markenpolitik zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen.
5 Das Qualitätsmanagement zur Kontrolle der Instrumente/ Maßnahmen: Dieses Kapitel beschreibt das Total Quality Management (TQM) als umfassendes Führungsmodell zur Sicherung der Prozess- und Ergebnisqualität durch kontinuierliche Kontrolle.
6 Die Positionierung in der Hotellerie: Der Abschnitt diskutiert die Notwendigkeit und strategischen Möglichkeiten einer klaren Marktpositionierung, um sich im Wettbewerb abzuheben und langfristig profitabel zu bleiben.
7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die strategische Positionierung in Kombination mit konsequenter Qualitätskontrolle und Leistungsanpassung essentiell für den langfristigen Erfolg im Hotelgewerbe ist.
Schlüsselwörter
Produktpolitik, Leistungspolitik, Hotellerie, Leistungsbündel, Qualitätsmanagement, TQM, Positionierung, Wettbewerbsvorteil, USP, SEP, Markenpolitik, Kundenbindung, Sortimentspolitik, Dienstleistungssektor, Ökomanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der strategischen Produkt- und Leistungspolitik in Hotelbetrieben und analysiert, wie diese durch eine gezielte Positionierung und Qualitätskontrolle optimiert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen das Leistungsbündel Hotel, die Anwendung von Marketing-Instrumenten wie SEP und USP, Qualitätsmanagement mittels TQM sowie die strategische Positionierung am Markt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist eine kritische Analyse von Leistungsversprechen in der Hotellerie und die Untersuchung, welche Rolle die Nutzenpositionierung bei der Differenzierung gegenüber Wettbewerbern spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin stützt ihre Argumentation auf eine fundierte Literaturanalyse, die Auswertung von Statistiken zu Markttrends sowie die Veranschaulichung theoretischer Konzepte durch Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition der Hotelleistung, die Instrumente der Produktgestaltung, das Qualitätsmanagement als Kontrollinstrument und die strategische Positionierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Produktpolitik, Hotelleistung, Qualitätsmanagement, Positionierung, Wettbewerbsvorteil und Kundenbindung.
Warum ist das "Total Quality Management" für Hotels besonders wichtig?
Da Hotels Dienstleistungsbetriebe sind, die stark vom Kundenkontakt abhängen, dient das TQM dazu, Fehlerkosten zu minimieren und durch eine hohe Prozessqualität eine langfristige Kundenbindung zu sichern.
Was ist die größte Herausforderung bei der Positionierung von Hotels?
Die größte Herausforderung liegt in der Notwendigkeit, sich für eine spezifische Ausrichtung zu entscheiden und damit zwangsläufig andere Gästesegmente auszuschließen, um kein austauschbares Profil zu riskieren.
Warum ist der Standort für Hotels ein so wichtiger strategischer Faktor (SEP)?
Der Standort wird als einer der schwersten kopierbaren Erfolgsfaktoren angesehen, da er eine einzigartige Basis bildet, die nicht durch operative Maßnahmen wie Preisanpassungen einfach nachgeahmt werden kann.
- Arbeit zitieren
- Adriana Burgdorf (Autor:in), 2018, Produkt- und Leistungspolitik von Hotelbetrieben. Eine kritische Analyse von Leistungsversprechen und Nutzenpositionierung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/459793