Die Anzahl der Einpersonenhaushalte ist in den letzten 2 Jahrzehnten stark gewachsen, jedoch ist das Phänomen des „Singles“ nicht erst in den letzten zwanzig Jahren entstanden. Alleinlebende hat es in der gesellschaftlichen Entwicklung seit jeher immer gegeben und das aus den verschiedensten Gründen heraus. Auch die Medien leisten regelmäßig ihren Anteil daran, dass der Eindruck entstehen könnte, Deutschland würde mehr und mehr zu einer Single-Gesellschaft. Wir werden regelrecht von ihnen mit dem Thema des „Single-Daseins“ bombardiert.
Verschiedene Partnerbörsen, Onlineplattformen und auch Dating-Apps schießen nahezu ungebremst aus dem Boden, sogar eigene Chatkanäle wurden diesem Thema zugeschrieben. Zeitschriften wie die „Gala“ und „Amica“ stellen mehrmals jährlich die 100 attraktivsten Singles vor und auch in einigen TV-Sendungen wie zum Beispiel „der Bachelor“, „Take me out“ und „Adam sucht Eva“ geht es um nichts geringeres als die (angebliche) Partnervermittlung. Aber was genau ist eigentlich ein Single?
Dazu ist der Begriff des Singles erst einmal aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, wie wird der Begriff lexikalisch definiert, was versteht man umgangssprachlich darunter, und wie verstehen die Soziologen den Begriff „Single“. Außerdem interessant sind die Arten der Singles mit ihren soziodemografischen Daten und eventuellen Motiven. In dieser Hausarbeit sollen vorrangig die Motive des Single-Daseins dargestellt werden. Im Fazit wird dann, nach Behandlung der Vor- und Nachteile des Einpersonenhaushaltes, versucht die Frage näher zu beleuchten ob Deutschland sich zu einer Single-Gesellschaft entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
I. Introduction
II. A Synopsis of Negative Dialectics
III. Hegel’s Heritage
IV. The Original Sin – Identity and non-identity of the Concept
V. The »Logic of Decay« and double Negation
VI. Negative Dialectics and Society
VII. Conclusion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Adornos "Negative Dialektik" als legitime Fortführung der Hegelschen Philosophie zu etablieren. Durch eine genealogische Untersuchung wird aufgezeigt, wie Adorno produktiv auf die Widersprüche in Hegels System reagiert, um eine zeitgemäße, gesellschaftskritische Philosophie zu entwickeln, die den "Nicht-Identischen" Kern des Denkens bewahrt.
- Analyse des Verhältnisses zwischen Hegel, Kant und Adorno
- Kritik der Identitätsphilosophie und des Begriffs der "Originalsünde"
- Untersuchung der "Logik des Verfalls" und der doppelten Negation
- Gesellschaftstheoretische Implikationen und Kritik der Ideologie
- Rezeption und Weiterführung des spekulativen Denkens bei Adorno
Auszug aus dem Buch
IV. The Original Sin – Identity and non-identity of the Concept
For Kant the concept stands in opposite to apperceptions, because the concept is a generalized idea of what is common to several objects. Its matter is the object, its form just the generality (Kant 1977, 1). Every concept is universal. Classifications into general, individual, abstract and concrete concepts always only concern their use, which is why every concept can be used abstractly and concretely in relation to others in various degrees. Only in connection with sensuality and reason do concepts refer to certain objects. Only where the concept corresponds to apperceptions is knowledge in relation to the objective reality possible (CPR B, 335). Based on Kant's conception of the concept, Hegel develops a speculative theory of concepts in which the conception of the concept becomes dynamic. Concepts are thought of as giving rise to reality or to put it in Hegel’s terms: “Things are what they are through the activity of their inherent and manifesting concept” (EPS, 313). Freedom, totality, determinacy, essence, substance, truth, and reality are among the determinations that characterize a self-evolving concept (cf. EPS, 313-317).
Zusammenfassung der Kapitel
I. Introduction: Einleitung in Adornos Bewertung Hegels und Vorstellung der Forschungsfrage, Adorno als einen "Hegel, der zu sich selbst kam" zu begreifen.
II. A Synopsis of Negative Dialectics: Zusammenfassung der Kerngedanken der negativen Dialektik als Philosophie der Nicht-Identität und Abgrenzung gegenüber Hegels Versöhnungsanspruch.
III. Hegel’s Heritage: Untersuchung des Erbes Hegels bei Adorno, insbesondere der Kritik am Anspruch der Identität von Sein und Denken.
IV. The Original Sin – Identity and non-identity of the Concept: Analyse des spekulativen Begriffs und der ontologischen Setzung der Identität, die Adorno als "Originalsünde" kritisiert.
V. The »Logic of Decay« and double Negation: Diskussion von Adornos Ablehnung der affirmativen Schlussfolgerung durch doppelte Negation.
VI. Negative Dialectics and Society: Anwendung der negativen Dialektik auf gesellschaftliche Machtstrukturen und die reale Erfahrung von Widersprüchen, kulminierend in Auschwitz.
VII. Conclusion: Fazit zur Validität der Adornoschen Dialektik als legitime, jedoch transformierte Fortsetzung des Hegelianismus.
Schlüsselwörter
Negative Dialektik, Theodor W. Adorno, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Nicht-Identität, Doppelte Negation, Gesellschaftskritik, Identitätszwang, Ideologiekritik, Philosophiegeschichte, Spekulation, Erkenntnistheorie, Ontologie, Auschwitz, Kapitalismuskritik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das philosophische Verhältnis zwischen Theodor W. Adorno und G.W.F. Hegel, um Adornos Methode der negativen Dialektik als eine spezifische, kritische Weiterentwicklung des Hegelschen Systems zu begründen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die erkenntnistheoretische Kritik des Identitätsdenkens, die methodische Bedeutung der doppelten Negation sowie die sozialkritische Anwendung der Dialektik auf moderne Gesellschaftsstrukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu belegen, dass Adorno nicht einfach nur ein Kritiker Hegels ist, sondern Hegel in produktiver Weise "zu sich selbst" bringt, indem er dessen spekulatives Erbe vor dem Hintergrund der Erfahrungen des 20. Jahrhunderts transformiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine genealogische und vergleichende Textanalyse angewandt, die primär auf Adornos "Negative Dialektik" sowie dessen "Vorlesung über Negative Dialektik" und den Hegelschen Hauptwerken basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die begriffliche Divergenz zwischen Identität und Nicht-Identität, die Kritik an der Hegelsehen "Logik des Verfalls" und die Notwendigkeit einer Philosophie, die Widersprüche aushält, statt sie ideologisch aufzulösen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselbegriffen gehören Nicht-Identität, Identitätszwang, doppelte Negation, spekulative Philosophie und die Primat des Objekts.
Warum bezeichnet der Autor das Konzept der Identität als "Originalsünde"?
Der Begriff bezieht sich auf Adornos Analyse, dass Hegels System auf einer sprachlichen und logischen Verschiebung basiert, bei der die Identität von Sein und Denken vorausgesetzt wird, was Adorno als einen methodischen Fehler ansieht, der das gesamte spätere System fehlleitet.
Wie unterscheidet sich Adornos Verständnis der "doppelten Negation" von dem Hegels?
Während bei Hegel die doppelte Negation ein neues Positives hervorbringt und somit affirmativ ist, besteht Adorno darauf, dass selbst im Extremfall die Negation der Negation nicht in eine neue Positivität umschlägt, sondern die Kritik als solche offen hält.
Inwiefern spielt Auschwitz eine Rolle in Adornos Philosophie?
Auschwitz dient Adorno als paradigmatisches Beispiel für eine "absolute Negativität", die nicht als bloßer Unfall, sondern als Ausdruck einer destruktiven Tendenz der Geschichte verstanden werden muss, die das Denken zur Selbstkorrektur zwingt.
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- Garima Singh Uttam (Author), 2015, Entwickelt sich Deutschland zu einer "Single-Gesellschaft"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/437508