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George Sand: Un hiver à Majorque. Écriture du voyage au féminin - zwischen Konvention und Subversion

Title: George Sand: Un hiver à Majorque. Écriture du voyage au féminin - zwischen Konvention und Subversion

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jessica Holldack (Author)

French Studies - Literature

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Summary Excerpt Details

Der Reisebericht, den George Sand 1841 unter dem Titel Un hiver à Majorque veröffentlichte, ist heute ein Klassiker der Reiseliteratur. Das Leserinteresse konzentriert sich dabei vielfach auf die Nutzung des Berichts als biographische Informationsquelle – weniger der Mallorcareise, denn der Liebesbeziehung der Autorin zu Chopin. In der vorliegenden Arbeit steht Un hiver à Majorque als literarische Werkstruktur im Mittelpunkt, die im Hinblick auf den Umgang der Autorin mit den literarischen Konventionen des französischen Reiseberichts im 19. Jahrhundert analysiert werden soll.
Einleitend werden Forschungsstand und –schwerpunkte der Frauenreiseforschung zusammengefasst (2.1). als Grundlage für die Textanalyse werden zunächst die kulturellen Bedingungen weiblichen Reisens und Schreibens im 19. Jahrhundert und die davon abhängigen Parameter der écriture du voyage au féminin umrissen (2.2). In einem zweiten schritt wird das romantische Spanienbild skizziert, das die Vorstellung der französischen Reisenden und des Lesepublikums prägte, als George Sand nach Mallorca aufbrach (2.3). Um eine erste Einordnung von Autorin und Text vor dem Hintergrund der Tradition literarischer Reiseberichte im 19. Jahrhundert zu ermöglichen, soll das Verhältnis von Reisen und Schreiben bei der Autorin George Sand dargelegt werden (3.1), darüber hinaus die genaueren Umstände der Redaktion und Publikation des Reiseberichts (3.2) sowie die Rezeption des Berichts durch die zeitgenössische Kritik aufgezeigt werden. Das folgende Kapitel ist der Textanalyse gewidmet, wobei die Stilisierung des Reiseberichterstatters den Ausgangspunkt bildet (4.1). Anschließend wird die textliche Gestaltung der kulturellen Fremdwahrnehmung untersucht, ausgehend von der fremden Innenwelt (4.2) zur fremden Außenwelt (4.3), in der die Darstellung Natur und Landschaft (4.3.1) der Darstellung von Kultur und Menschen gegenübergestellt wird (4.3.2). Die Thematisierung von Zivilisation und Fortschritt im Reisebericht durch George Sand rundet die Textanalyse schließlich ab (4.4).
Vor dem Hintergrund der Textanalyse soll abschließend die Praxis der écriture du voyage au féminin durch George Sand genauer bestimmt werden. Hierzu wird zum einen das Spannungsverhältnis von männlichem Erzähler und weiblicher Subjektivität (5.1) und zum anderen das textliche Gesamtarrangement (5.2) beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Reiseliteratur und weibliche Autorschaft

2.1 Forschungslage

2.2 Gattung und Geschlecht: Aspekte einer écriture du voyage au féminin

2.3 Das Spanienbild im 19. Jahrhundert: Frauen und Exotismus

3. George Sand als Reisende und Autorin

3.1 Reisen und Schreiben bei George Sand

3.2 Die Reise nach Mallorca und die Redaktion des Reiseberichts

3.3 Die Rezeption des Reiseberichts in Frankreich und Spanien

4. Un hiver à Majorque

4.1 Die Stilisierung des voyageur

4.2 Fremde Innenwelten

4.3 Fremde Außenwelten : Enthusiasmus und Enttäuschung

4.3.1 Natur und Landschaft

4.3.2 Kultur und Menschen

4.4 Fortschrittsdiskurs

5. Un hiver à Majorque – Konventionen und Subversionen

5.1 Autobiographischer Diskurs und weibliche Subjektivität

5.2 Komposition des Textes

6. Zusammenfassung

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert George Sands Reisebericht Un hiver à Majorque als literarische Werkstruktur, um den Umgang der Autorin mit den Konventionen der französischen Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts zu untersuchen. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie Sand durch die Konstruktion einer männlichen Erzählinstanz und eine spezifische Komposition des Textes die Grenzen weiblicher Autorschaft auslotet und subversiv unterläuft.

  • Weibliche Autorschaft und ihre gattungstheoretischen Einordnungen
  • Die literarische Stilisierung des reisenden Subjekts (voyageur)
  • Konstruktion und Dekonstruktion des romantischen Spanienbildes
  • Spannungsfeld zwischen männlichem Erzähler und weiblicher Subjektivität
  • Kulturkritische Reflexion von Zivilisation und Fortschritt

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Stilisierung des voyageur

„Pourquoi voyager quand on n’y est pas forcé?“ – diese Frage stellt das von George Sand im Vorwort als ex-voyageur – und damit männlich – stilisierte Ich dem Reisebericht als Leitsatz voran und fügt hinzu: „C’est qu’il ne s’agit pas tant de voyager que de partir: quel est celui de nous qui n’a pas quelque douleur à distraire ou quelque joug à secouer ?“ Die Infragestellung des Reisens erscheint hier als Ergebnis einer missglückten Reise, bekennt der Reisende doch wenig später, dass Reiselust und eine „recherche de l’idéal“ die ursprüngliche Motivation seiner Reise waren: „c’est que j’avais envie de voyager.“ Vor dem Hintergrund der Reiseerfahrungen kritisiert der Reiseberichterstatter seine ursprüngliche Motivation schließlich als ‚egoistischen Traum’ und holt zu einer Kulturkritik des Reisens aus:

„Il me semble, en un mot, que le but normal des voyages est le besoin de contact, de relation et d’échange sympathique avec les hommes, et qu’il ne devrait pas y avoir plaisir où il n’y aurait pas devoir. Et il me semble qu’au contraire, la plupart d’entre nous, aujourd’hui, voyagent en vue du mystère, de l’isolement … .“

Das vom ‘egoistischen’ Reisen bekehrte Ich legt Zeugnis über ein ambivalentes Selbstverständnis ab, das sich zwischen den Polen eines starken Selbstbewusstseins und – erzwungener – Bescheidenheit bewegt. So reiht sich der voyageur zunächst in die Nachfolge Rousseaus, dem „Christoph Colombe de la poésie alpestre“ ein, möchte sich andererseits jedoch nicht „les mêmes titres que Jean-Jacques à l’immortalité“ und damit eine vergleichbare Position für Mallorca anmaßen. Wenn der Reisende daraufhin reklamiert, Mallorca für nachfolgende Künstler und Touristen entdeckt zu haben, zieht er auch diesen Anspruch unmittelbar darauf zurück. Er möchte seine Entdeckung „ni sur le granit ni sur le papier“ festgehalten wissen, zumal die Genese des eigenen Reiseberichts in der Lektüre eines anderen Reiseberichts begründet sei, an dessen Autor der Reiseberichterstatter „l’honneur … d’avoir découvert l’île de Majorque“ abtritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die literaturwissenschaftliche Relevanz von George Sands Un hiver à Majorque und legt den methodischen Fokus der Arbeit auf die Analyse der Textstruktur und die Konventionen des 19. Jahrhunderts.

2. Reiseliteratur und weibliche Autorschaft: Dieses Kapitel verortet das Werk im Kontext der Frauenreiseforschung und diskutiert die soziokulturellen Bedingungen weiblichen Schreibens sowie das zeitgenössische Spanienbild.

3. George Sand als Reisende und Autorin: Der Abschnitt beleuchtet die biographische und schriftstellerische Entwicklung Sands, die Umstände der Mallorca-Reise sowie die zeitgenössische Rezeption des Berichts.

4. Un hiver à Majorque: Hier erfolgt eine detaillierte Textanalyse der Stilisierung des Erzählers, der Wahrnehmung von Innen- und Außenwelten sowie der kritischen Auseinandersetzung mit dem Fortschrittsbegriff.

5. Un hiver à Majorque – Konventionen und Subversionen: Das Kapitel untersucht abschließend das Spannungsverhältnis zwischen weiblicher Subjektivität und männlicher Erzählinstanz sowie das komplexe, bewusste Arrangement des Textes.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse und bestätigt die These, dass Sand durch die bewusste Dekonstruktion literarischer Muster eine eigene, subversive Schreibweise etabliert.

7. Literatur: Das Verzeichnis listet die verwendeten Primärquellen und die einschlägige wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

George Sand, Un hiver à Majorque, Reisebericht, weibliche Autorschaft, écriture du voyage au féminin, Exotismus, Spanienbild, Subversion, Autobiographischer Diskurs, Reiseliteratur, Mallorca, Geschlechterdifferenz, 19. Jahrhundert, Fremdwahrnehmung, Kulturkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert George Sands Reisebericht über Mallorca nicht als biographische Quelle, sondern als literarisches Konstrukt, das die Konventionen des französischen Reiseberichts des 19. Jahrhunderts kritisch reflektiert und bricht.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die weibliche Autorschaft, die Auseinandersetzung mit exotistischen Spanienbildern sowie das Wechselspiel zwischen dem männlich stilisierten Erzähler und der weiblichen Subjektivität der Autorin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie George Sand durch die bewusste Stilisierung ihrer Rolle und eine geschickte Textkomposition die literarischen Vorgaben ihrer Zeit unterläuft und eine eigenständige, komplexe Form des Reisens und Schreibens entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt Ansätze der Frauenreiseforschung und gattungspoetologische Analysen, um den Reisebericht als vielstimmiges Werk zu dekonstruieren, das mit den Erwartungen der zeitgenössischen Leserschaft spielt.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Stilisierung des Reiseberichterstatters, die gegensätzliche Darstellung von Natur (Enthusiasmus) und Kultur (Enttäuschung/Kritik) sowie die Einbettung des Fortschrittsdiskurses in die Reiseerfahrung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Analyse?

Die Analyse ist durch Begriffe wie „écriture du voyage au féminin“, „Subversion“, „Exotismus“, „Autobiographischer Diskurs“ und „Fremdwahrnehmung“ geprägt.

Wie geht die Autorin mit dem Spanienbild der Romantik um?

George Sand bedient sich zunächst der romantischen Idealisierung Spaniens, bricht diese jedoch konsequent durch eine sehr negative, fast sarkastische Schilderung der einheimischen Bevölkerung und ihrer Lebensumstände.

Welche Funktion hat das männliche Pseudonym beziehungsweise der männliche Erzähler für die Autorin?

Die männliche Erzählinstanz dient sowohl als Schutzfunktion für die Privatsphäre der Autorin als auch als subversives Mittel, um durch den Kontrast zum weiblichen Hintergrund die traditionelle Rollenverteilung von Mann und Frau beim Reisen in Frage zu stellen.

Warum wird das Werk als subversiv bezeichnet?

Es ist subversiv, da Sand die Erwartung an eine untergeordnete oder rein ‚pittoreske’ weibliche Reisebeschreibung aktiv zerstört und das Schreiben selbst als eigenständigen, emanzipatorischen Akt außerhalb bürgerlicher Normen definiert.

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Details

Title
George Sand: Un hiver à Majorque. Écriture du voyage au féminin - zwischen Konvention und Subversion
College
Free University of Berlin
Course
HS 17 054 Écrire le voyage (Literaturwissenschaft)
Grade
1,0
Author
Jessica Holldack (Author)
Publication Year
2001
Pages
33
Catalog Number
V43489
ISBN (eBook)
9783638412650
Language
German
Tags
George Sand Majorque Konvention Subversion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Holldack (Author), 2001, George Sand: Un hiver à Majorque. Écriture du voyage au féminin - zwischen Konvention und Subversion, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/43489
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