Der Hausarbeit ging ein genereller gefasstes Referat zum Thema "Berufsfeldwandel durch neue Technologien" voraus. Diese Hausarbeit ist allerdings nicht als Ausarbeitung des Referats anzusehen, sondern befasst sich vielmehr tiefergehend mit den Folgen technischer Innovationen für das Berufsbild von freien und festangestellten Journalisten. Zur Thesenuntersuchung wurden unter anderem mehrere Journalisten und Gewerkschafter in Interviews befragt.
Gliederung
1. Einleitung
Müssen Redakteure Internetkabel zerschneiden?
2. Hauptteil
Quo vadis, Redakteur? Neuen Aufgaben und ihre Ursachen
2.1 Wer schreiben darf, hat keine Freizeit – Anforderungen an Journalisten
2.2 Ohne e-mail geht nichts mehr – fünf Beispiele aus der Praxis
2.3 Neue Technik als Instrument im Preiskampf – Die Sicht der Gewerkschafter
3. Fazit
Schuldig der Beihilfe, aber nicht Haupttäter
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht den durch technische Neuerungen wie das Internet und digitale Hilfsmittel bedingten Berufswandel von Redakteuren. Dabei wird der Hypothese nachgegangen, ob neue Technologien die Arbeit von freien Mitarbeitern erleichtern und somit deren Einsatz in Redaktionen verstärken, was wiederum das klassische Berufsbild des festangestellten Redakteurs hin zu organisatorischen Tätigkeiten verschiebt.
- Wandel des Berufsbildes durch Digitalisierung
- Einfluss von Outsourcing und Kostenminimierung
- Veränderte Arbeitsbedingungen für festangestellte Redakteure
- Rolle und Arbeitsalltag von freien Journalisten
- Technik als Katalysator für journalistische Arbeitsabläufe
Auszug aus dem Buch
1. Müssen Redakteure Internetkabel zerschneiden?
Mit neuen Techniken verbinden sich oft gleichermaßen Erleichterungen im Arbeitsleben wie Ängste vor Arbeitsplatzverlust. Die Textilindustrie sei hier nur als ein Beispiel genannt. Schon die schlesischen Weber erkannten in den Maschinen ihre Feinde, die die Arbeit am heimischen Webstuhl überflüssig machten. Durch die massenhafte maschinelle Produktion, sank der Preis der Arbeit, die die Weber verrichteten so sehr, dass diese verarmten. Während des Weberaufstands vom 4. bis 6. Juni 1844 stürmten sie daher die Fabriken und zerstörten die elektrischen Webstühle.
Ähnliche Berichte von Redakteuren, die Internet-Leitungen kappten, gibt es zwar nicht, sicher sind die Auswirkungen des world wide web auch längst nicht so elementar, dennoch soll sich diese Arbeit mit dem Berufswandel des Redakteurs befassen. Dabei soll die Stichhaltigkeit der These, dass sich das Berufsfeld des Redakteurs durch technische Neuerungen wie Internet, E-Mail, Digital-Kamera, elektronischen Seitenumbruch und Mobiltelefone geändert hat, untersucht werden. Die These verfolgt dabei den Ansatz, dass durch eben diese neuen Technologien die Arbeit mit freien Mitarbeitern erleichtert und in der Folge ausgeweitet wurde, weil die Freien inzwischen relativ unabhängig von räumlichen Entfernungen und festen Schreibtisch-Arbeitsplätzen in der Redaktion sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des technischen Wandels im Journalismus ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Veränderung des Berufsfeldes durch neue Technologien auf.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die neuen Anforderungen an Journalisten, die zunehmende Bedeutung freier Mitarbeiter sowie die Auswirkungen von technischer Rationalisierung auf die Redaktionsarbeit und die Rolle der Gewerkschaften.
3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass neue Techniken zwar den Wandel beschleunigen, jedoch nicht die primäre Ursache für den Stellenabbau und den Einsatz von freien Mitarbeitern darstellen, da wirtschaftliches Gewinnstreben der Haupttreiber bleibt.
Schlüsselwörter
Journalismus, Redakteur, Internet, Berufswandel, Outsourcing, Freie Mitarbeiter, Digitalisierung, Medienmarkt, Arbeitsplatzverlust, Kostenminimierung, Redaktionsarbeit, technische Entwicklung, Fachjournalistik, Medienökonomie, Recherche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie technische Entwicklungen, insbesondere das Internet, den Beruf des Redakteurs verändert haben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten zählen der Einfluss des Internets auf die Arbeitsweise in Redaktionen, der Wandel hin zum "Organisator" und der zunehmende Einsatz freier Journalisten.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Es wird untersucht, ob technische Neuerungen das Berufsfeld des Redakteurs maßgeblich verändert haben, indem sie die Arbeit mit freien Mitarbeitern erleichterten und ausweiteten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?
Die Untersuchung kombiniert die Auswertung von Fachliteratur und Statistiken mit qualitativen Interviews, die mit aktiven Journalisten sowie Gewerkschaftsvertretern geführt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Anforderungen an Journalisten, Praxisbeispiele zum Arbeitsalltag sowie die Perspektive der Gewerkschaften auf Preiskampf und Rationalisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind Journalismus, Berufswandel, Outsourcing, Freie Mitarbeiter, Digitalisierung und Medienökonomie.
Warum spielt die Künstlersozialkasse (KSK) eine Rolle?
Die KSK-Statistiken dienen als Beleg für den massiven Anstieg an hauptberuflichen freien Journalisten im Laufe der letzten zehn Jahre.
Welche Auswirkung hat die Technik laut der Gewerkschafter?
Gewerkschafter wie Steffen Heinzmann sehen in der Technik eher ein Instrument zur Kostenreduktion, das Redakteure durch Amateure oder billigere freie Kräfte ersetzt sieht.
- Arbeit zitieren
- Christian Selz (Autor:in), 2005, Fesseln Internet und Co. den Redakteur an seinen Schreibtisch?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/43147