Am Beispiel einer fiktiven Person wird nach einer ausführlichen Anamnese, der Erfassung der biometrischen Daten sowie einer darauf basierenden Zielsetzung und Prognose ein Krafttrainingsplan (Makro- und Mesozyklus) erstellt.
Inhaltsverzeichnis
1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Krafttestung
2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE
3 TRAININGSPLANUNG MAKROZYKLUS
4 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS
5 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein strukturiertes und wissenschaftlich fundiertes Krafttrainingskonzept zur Linderung akuter Rückenschmerzen bei einer Probandin zu erstellen und zu begründen. Die Arbeit widmet sich der systematischen Erfassung des Ist-Zustandes, der Festlegung spezifischer Trainingsziele und der Ableitung eines progressiven Trainingsplans basierend auf der Individuellen-Leistungsbild-Methode (ILB).
- Diagnostik biometrischer Daten und des aktuellen Fitnesszustands
- Einsatz und Begründung von Mehrwiederholungskrafttests (X-RM-Test)
- Entwicklung eines 6-monatigen Makrozyklus zur Schmerzreduktion
- Detaillierte Trainingsplanung für den ersten Mesozyklus
- Wissenschaftliche Literaturrecherche zu den Effekten von Krafttraining bei Rückenschmerzen
Auszug aus dem Buch
1.2 Krafttestung
Um die Belastungsparameter (= Belastungsintensität, -dauer, -umfang, -dichte, -häufigkeit) in Abhängigkeit von Frau X‘ gegenwärtigem Leistungszustand festlegen und im Lauf des Trainings anpassen (= Trainingsprinzip der progressiven Steigerung) zu können, werden die für sie optimalen submaximalen Trainingsintensitäten (= die Gewichtslasten) mit einem Mehrwiederholungskrafttest (X-RM-Test) ermittelt. Der X-RM-Test wird anderen Krafttestverfahren (Maximalkraft-/1-RM-Test, Intensitätsbestimmung über subjektives Belastungsempfinden/Borg-Skala, funktionsgymnastischer und isometrischer Kraftausdauertest) aus folgenden Gründen vorgezogen:
Beim 1-RM-Test würde man versuchen, das Testgewicht so zu wählen, dass Frau X damit höchstens eine korrekte Ausführung bewältigen kann. Da von ihr als Anfängerin keine Vergleichsdaten vorliegen, wäre die Wahl des Testgewichts schwierig, eine Über- oder Unterforderung möglich. Darüber hinaus bergen die maximale Belastung der noch untrainierten Körperstrukturen von Frau X und ihre fehlende Bewegungs- und Technikerfahrung ein hohes Verletzungsrisiko (Miessner, 2012, S.44).
Die Intensitätsbestimmung über das subjektives Belastungsempfinden (z.B. Borg-Skala), scheint ebenfalls ungeeignet. Studien deuten darauf hin, dass es vor allem bei krafttrainingsunerfahrenen Sportlern eine „… deutliche Diskrepanz zwischen intuitiv gewählter Last und gängigen trainingswissenschaftlichen Vorgaben bzw. Empfehlungen zur Intensitätsgestaltung …“ (Eifler, 2013, S.86) gibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 DIAGNOSE: Erfassung und Analyse der biometrischen Daten der Probandin sowie Begründung der Testverfahren zur Bestimmung des Ausgangsleistungsniveaus.
2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE: Definition konkreter Trainingsziele wie Schmerzreduktion, Kraftsteigerung und Muskelaufbau unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
3 TRAININGSPLANUNG MAKROZYKLUS: Erstellung eines 6-monatigen Trainingsrahmens mit einer Blockperiodisierung, um verschiedene Anpassungseffekte gezielt zu provozieren.
4 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS: Detaillierte Ausarbeitung der Trainingsinhalte für den ersten Mesozyklus, inklusive Übungsauswahl, Intensitätssteuerung und methodischer Begründung.
5 LITERATURRECHERCHE: Analyse zweier wissenschaftlicher Studien zu den Auswirkungen von Krafttraining auf chronische Rückenschmerzen zur Stützung des gewählten Trainingsansatzes.
Schlüsselwörter
Krafttraining, Rückenschmerzen, ILB-Methode, Trainingsplanung, Gesundheitsmanagement, Prävention, Mehrsatztraining, Leistungsdiagnostik, Trainingssteuerung, Ganzkörpertraining, Periodisierung, Muskelaufbau, Kraftausdauer, Wirbelsäulenstabilisation, Biometrie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines individuellen Trainingskonzepts für eine Probandin, die unter akuten Rückenschmerzen leidet und ihr allgemeines Fitnesslevel durch Krafttraining verbessern möchte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die sportwissenschaftliche Diagnostik, die zielgerichtete Trainingsplanung im Kraftsport und die Evidenzbasierung durch Literaturrecherche bei Rückenschmerzen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines 6-monatigen Trainingsplans, der primär zur Linderung der Rückenschmerzen der Probandin durch apparatives Ganzkörperkrafttraining beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die "Individuelle-Leistungsbild-Methode" (ILB) in Kombination mit X-RM-Tests zur Bestimmung der optimalen Trainingsintensitäten für eine Trainingsanfängerin verwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose des Gesundheitszustands, die Festlegung von Zielsetzungen, die langfristige Trainingsplanung (Makrozyklus) sowie die detaillierte Programmgestaltung für den ersten Mesozyklus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rückenschmerztherapie, Krafttraining, Trainingsplanung, ILB-Methode und Prävention definiert.
Warum wurde ein X-RM-Test einem 1-RM-Test vorgezogen?
Der X-RM-Test wurde gewählt, da für die Anfängerin keine Vergleichswerte vorlagen und ein Maximalkrafttest ein zu hohes Verletzungsrisiko für untrainierte Körperstrukturen darstellen würde.
Welche Rolle spielt die Wirbelsäulenmuskulatur in diesem Konzept?
Das Konzept legt den Schwerpunkt auf die Stabilisation der Wirbelsäule durch Kräftigung des sogenannten muskulären Korsetts, um sowohl akute Schmerzen zu lindern als auch die allgemeine Funktionalität im Alltag zu erhöhen.
- Arbeit zitieren
- Marion Steiner (Autor:in), 2016, Trainingsplanung Krafttraining. Krafttrainingsplan (Makro- und Mesozyklus), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/427341