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Das Konzept der Strafklassen. Die Entwicklung der Sozialen Arbeit

Kunstreich. Von den Strafklassen zur modernen Pädagogik

Title: Das Konzept der Strafklassen. Die Entwicklung der Sozialen Arbeit

Seminar Paper , 2013 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics

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In verschiedenen Epochen der Geschichte nahm Bildung und Erziehung unterschiedliche Stellenwerte ein. Die Ansätze und Methoden haben sich – nicht zuletzt seit der Bildungsreform in den 60er Jahren – stark verändert. In dieser Arbeit werden zwei Konzepte aus dem Bildungsbereich aus zwei unterschiedlichen Jahrhunderten verglichen. Das Konzept der Strafklasse, das Anfang des 19ten Jahrhunderts in Hamburg entstand, und das zeitgenössische Konzept der Beratungsabteilung der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ), das ebenfalls in Hamburg umgesetzt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Konzept Strafklasse

3 Beratungsabteilungen der Regionalen Bildungs- und Beratungs-zentren (ReBBZ)

4 Aspekte zum Vergleich

4.1 Zuweisungsmechanismen

4.2 „Vermittler“

4.3 Soziale Konstruktion der „Probleme“

4.4 „Ordnung“

4.5 „Erziehung der Erzieher“

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht das historische Konzept der Strafklasse aus dem frühen 19. Jahrhundert in Hamburg mit dem modernen Konzept der Beratungsabteilung der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ). Dabei werden pädagogische Grundhaltungen, Methoden und die Art der Problemkonstruktion gegenübergestellt, um die Entwicklung der Hilfesysteme über zwei Jahrhunderte aufzuzeigen.

  • Historische Einordnung der Strafklasse und der Entwicklung erzieherischer Hilfen.
  • Strukturen und Aufgabenbereiche der modernen ReBBZ als Antwort auf aktuelle Anforderungen.
  • Vergleich der Zuweisungsmechanismen und Vermittlerrollen in beiden Systemen.
  • Analyse der sozialen Konstruktion von "Problemen" und Methoden der Ordnung.
  • Untersuchung der Professionalisierung und Ausbildung des Personals ("Erziehung der Erzieher").

Auszug aus dem Buch

4.1 Zuweisungsmechanismen

Bei dem Aspekt Zuweisungsmechanismen wird erläutern, welche Klientel in die Institutionen kommt, welche Probleme es dorthin führt und auf welche Art die Zuweisung geschieht. Sünker verweist auf Siemsen, der Ursachen für schlechte Existenzbedingungen und Lebensweisen beschreibt: Die ausschließliche Orientierung an dem Gebiet der Naturbeherrschung und der materiellen Technologie erzielt zwar gewaltige Erfolge, dafür entstehen aber Vernachlässigungen gesellschaftlicher Beziehungen. Dieses führt zum Zerfall der sozialen Verhältnisse. Die Menschen seien zwar „politisch Emanzipierte“, dafür aber sozial isoliert. So entsteht eine Unsicherheit, die schwere Einsamkeits-, Angst-, und Hasskomplexe nach sich zieht (vgl. Siemsen 1948, S.5. zit. nach Sünker: 250). Diese Einschätzung Siemsens lässt sich auch auf Strafklasse und ReBBZ übertragen, wie im Folgenden deutlich werden soll.

Im 19. Jahrhundert, zur Zeit der Strafklasse, waren die Menschen durch die industrielle Revolution sehr beschäftigt. Zu vermuten ist, das dies zu sehr starken Veränderungen in der Gesellschaft geführt hat: Die Menschen mussten sich unter oft schlechten Arbeitsbedingungen vollkommen auf die Arbeit konzentriert, wodurch es zur Vernachlässigung der Familien und der Kinder kam. Eben diese sozialen Probleme führten zu dem Konzept der Strafklasse (vgl. oben). Döbler benennt verschiedene Umstände, bei denen es zu einer Einweisung in die Strafklasse kam: 1) Eigentumsdelikte: Dabei handelte es sich meist um Gelegenheitsdiebstähle – schwere Einbrüche oder in Gruppen organisierte Raubzüge kamen selten vor. Auch Bettler wurden eingewiesen, die Zahl war in Hamburg jedoch sehr gering. 2) Verelendung: Durch die extreme Armut wurde das Denken und Handeln auf Überlebenstechniken beschränkt und die gesamte Psyche hierdurch beeinflusst. Kinder wurden wegen Hilflosigkeit aufgenommen. 3) Umhertreibung: Allgemein verdächtige Kinder, die sich auf der Straße aufhielten wurden aufgegriffen und ohne juristische Spezifikation abgestraft. Dabei kam es zu erschütternden Schicksalen. Es handelte sich um Kinder, die vor Misshandlung geflohen waren, die aus den schlechten Bedingungen der Armenschule weggelaufen waren oder die von ihren Eltern vernachlässigt wurden. Letzteres geschah oft dadurch, dass ein Elternteil fehlte. 4) Schulversäumnisse: Kinder, die die Armenschule schwänzten, wurden ebenfalls in die Strafklasse eingewiesen. Dabei ging es aber nicht allein um Strafe, sondern es Bestand die Absicht die niedrigeren sozialen Klassen zur Bildung zu führen und nützliche Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln. Dieses war ein positiver Aspekt der Strafklasse (vgl. Döbler 2009: 33f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den zeitlichen Vergleich der beiden Konzepte und benennt die Zielsetzung der Arbeit.

2 Das Konzept Strafklasse: Das Kapitel beschreibt die Entstehung der Strafklasse im 19. Jahrhundert als Reaktion auf soziale Missstände und erläutert ihre Praxis als autoritäres Erziehungssystem.

3 Beratungsabteilungen der Regionalen Bildungs- und Beratungs-zentren (ReBBZ): Hier wird das moderne Hamburger ReBBZ-System erläutert, das als externe Beratungsstelle integrative Unterstützung bei Schulproblemen bietet.

4 Aspekte zum Vergleich: In diesem Hauptteil erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung beider Konzepte anhand soziologischer und pädagogischer Kriterien.

5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Unterschiede zusammen und betont den historischen Wandel von Disziplinierung hin zu integrativer Förderung.

Schlüsselwörter

Strafklasse, ReBBZ, Bildung, Erziehungshilfe, Hamburg, Sozialpädagogik, Schulgesetz, Inklusion, Historischer Vergleich, Professionalisierung, Problemanalyse, Integrationsauftrag, Förderplan, Zuweisungsmechanismen, Selbsthilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung erzieherischer Hilfen in Hamburg, indem sie das Konzept der Strafklasse aus dem 19. Jahrhundert mit dem heutigen ReBBZ-Modell vergleicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Vergleichsaspekten Zuweisung, Vermittlung, Problemkonstruktion, pädagogische Ordnung sowie der Ausbildung und Qualifikation des pädagogischen Personals.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die pädagogischen Grundhaltungen und Methoden beider Systeme herauszuarbeiten und die enorme Veränderung der professionellen Standards über zwei Jahrhunderte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die sich auf fachliche Literatur (u.a. Döbler, Sünker, Kunstreich) sowie offizielle Berichte und Quellen stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Vorstellung der beiden Systeme sowie eine strukturierte Gegenüberstellung anhand spezifischer Aspekte wie Zuweisungsmechanismen und der Rolle der Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Strafklasse, ReBBZ, Bildung zur Selbsthilfe, Inklusion, Professionalisierung und die soziologische Betrachtung von Hilfesystemen.

Welche Rolle spielte die Polizei beim Konzept der Strafklasse?

Die Polizei fungierte als Vermittler, der Kinder aufgrund von Hinweisen oder Verdachtsmomenten aufgriff und in die geschlossene Anstalt einwies, oft ohne ausreichende Rechtfertigung.

Wie unterscheidet sich der Ansatz des ReBBZ bei der Problemdiagnose?

Im Gegensatz zur Strafklasse setzt das ReBBZ auf eine ausführliche, fachlich qualifizierte Diagnose, die alle Beteiligten einbezieht und auf individuelle Förderung abzielt, statt bloßer Disziplinierung.

Warum wird die Professionalisierung des Personals im Vergleich als entscheidend bewertet?

Das unqualifizierte Personal in der Strafklasse führte zu Willkür und Machtmissbrauch, während beim ReBBZ interdisziplinäre Teams und eine fundierte Ausbildung die Qualität und den Nutzen für die Kinder sichern.

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Details

Title
Das Konzept der Strafklassen. Die Entwicklung der Sozialen Arbeit
Subtitle
Kunstreich. Von den Strafklassen zur modernen Pädagogik
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V418210
ISBN (eBook)
9783668674172
ISBN (Book)
9783668674189
Language
German
Tags
Geschichte der Sozialen Arbeit Strafklassen wichern kunstreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Das Konzept der Strafklassen. Die Entwicklung der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/418210
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