Um in der Phase der Unterrichtsplanung die angemessenen didaktisch-methodischen Entscheidungen treffen zu können, ist es von Nöten, die Bedingungen der zu planenden Unterrichtsstunde umfassend zu betrachten und logische Schlüsse zu ziehen.
Die Unterrichtseinheit zum Thema: „Das Zeitalter der Restauration (1815-1830) – Jahre der Aktion und Reaktion?“ findet in der Klasse 8 des Gymnasiums statt. Die Klasse setzt sich zusammen aus 17 weiblichen sowie 10 männlichen Schülern, wodurch sich eine Gesamtzahl von 27 SchülerInnen ergibt. Dem Referendar ist die Klasse gut bekannt, da er bereits seit Ende August den Geschichtsunterricht bei ihnen übernommen und somit die Namen der einzelnen Kinder zu großen Teilen parat hat.
Weiter ist zu beobachten, dass es innerhalb der Klasse einige sehr interessierte Geschichtsschüler gibt. Es lässt sich sehr gut mit diesen Schülern arbeiten – besonders, wenn es darum geht, ein historisches Urteil von der Klasse zu verlangen. Natürlich gibt es auch einige Schüler, welche kein großes Interesse am Geschichtsunterricht aufzeigen. Dies ist jedoch völlig normal für das Alter der SchülerInnen. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Klasse einen guten Zusammenhalt hat und auch bei Gruppenarbeiten zumeist sehr zielorientiert arbeitet. Das kann auch bei der Einzelarbeit an Texten beobachtet werden. Die Einheiten sind eher weniger durch Störungen gekennzeichnet.
Inhaltsverzeichnis
1. Begründeter Teil
1.1 Bedingungsanalyse
1.2 Ziele
1.3 Sachanalyse
1.4 Didaktisch-methodische Analyse
2. Verlaufsskizze
3. Anhang
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der didaktischen Planung einer Geschichtsstunde zur Epoche der Restauration (1815–1830), mit dem Ziel, den Schülern das Spannungsfeld zwischen der liberal-nationalen Bewegung (Aktion) und der staatlichen Repression (Reaktion) verständlich zu machen.
- Analyse der situativen und stofflichen Voraussetzungen einer 8. Klasse.
- Historische Untersuchung des Wartburgfestes von 1817.
- Untersuchung der Hintergründe zur Ermordung von August von Kotzebue (1819).
- Bewertung der Karlsbader Beschlüsse von 1819 als staatliche Reaktion.
- Didaktische methodische Umsetzung einer problemorientierten Fragestellung im Unterricht.
Auszug aus dem Buch
Die Vorgeschichte
Nach den Befreiungskriegen erhofften sich die meisten Deutschen die Wiederherstellung des Deutschen Reiches und die Errichtung eines rechtsstaatlich-demokratischen Staatswesens, so wie es die Fürsten in der Stunde der Not versprochen hatten. Der Wiener Kongress (1815) machte diese Träume zunichte. Vor allem die Studenten, von denen viele 1813 Leib und Leben für die Freiheit Deutschlands eingesetzt hatten, fühlten sich betrogen. 1815 gründeten Jenaer Studenten, viele von ihnen Turner und ehemalige Lützower Jäger, mit Unterstützung des „Turnvaters“ Friedrich Ludwig Jahn die Urburschenschaft, deren Ziel es war, alle deutschen Studenten zusammenzufassen, das landsmannschaftliche Denken zu überwinden und den Nationalgedanken zu pflegen. Von Jena aus erging zu diesem Zweck (möglicherweise auf Betreiben Jahns) im Sommer 1817 an 13 deutsche Universitäten die Einladung zu einem Fest auf der Wartburg.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begründeter Teil: Dieser Abschnitt analysiert die Rahmenbedingungen der Lerngruppe, definiert Lernziele und bietet eine fachwissenschaftliche Einordnung des historischen Themas.
1.1 Bedingungsanalyse: Hier werden die situativen, sozialen und räumlichen Bedingungen der Klasse 8 sowie der aktuelle Wissensstand der Schüler detailliert erfasst.
1.2 Ziele: In diesem Kapitel werden die angestrebten Kompetenzen in den Bereichen Wissen, Können und Werte für die Unterrichtsstunde festgelegt.
1.3 Sachanalyse: Diese Sektion beinhaltet die Lernbereichsplanung und die fachwissenschaftliche Aufarbeitung des Unterrichtsgegenstandes.
1.4 Didaktisch-methodische Analyse: Hier wird die methodische Gestaltung der Unterrichtseinheit reflektiert und die Wahl der Medien sowie Sozialformen begründet.
2. Verlaufsskizze: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte zeitliche und inhaltliche Planung der gesamten Doppelstunde inklusive der erwarteten Schülertätigkeiten.
3. Anhang: Dieser Teil enthält die verwendeten Quellen- und Literaturangaben sowie die für den Unterricht konzipierten Materialien.
Schlüsselwörter
Restauration, Wiener Kongress, Wartburgfest, Karlsbader Beschlüsse, Metternich, Burschenschaften, Liberalismus, Nationalismus, Aktion, Reaktion, Preßgesetz, Demagogenverfolgung, Geschichte, Unterdrückung, Revolution.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung einer Geschichtsstunde für die 8. Klasse zum Thema „Das Zeitalter der Restauration (1815–1830)“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind das Wartburgfest, die Ermordung des Dramatikers August von Kotzebue und die daraus resultierenden Karlsbader Beschlüsse.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Die Schüler sollen erkennen, dass das Zeitalter der Restauration als ein politischer Prozess von Aktion und Reaktion zwischen der Opposition und den Restauratoren zu verstehen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Die Unterrichtsplanung basiert auf einem problemorientierten Ansatz, der die Schüler durch Quellenarbeit, Textanalyse und die kritische Auseinandersetzung mit der Fragestellung zur historischen Urteilsbildung anregen soll.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungs- und Sachanalyse, eine methodische Planung sowie eine konkrete Verlaufsskizze der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Restauration, Liberalismus, Nationalismus, Karlsbader Beschlüsse, Metternich-System und das Wartburgfest.
Warum spielt die 30-minütige Mittagspause für die Planung eine Rolle?
Die Pause unterbricht die Doppelstunde, was laut Autor zu einer gewissen Trägheit bei den Schülern führt, die bei der Zeitplanung berücksichtigt werden muss.
Warum wird im Unterricht auf eine größere Gruppenarbeit verzichtet?
Aufgrund des Zeitdrucks und der Notwendigkeit, das fachliche Geschick des Referendars im Rahmen des Unterrichtsbesuchs darzustellen, wird die Gruppenarbeit zugunsten anderer methodischer Elemente reduziert.
- Arbeit zitieren
- Sascha Weidenbach (Autor:in), 2017, Stundenentwurf zum Unterrichtsbesuch. Das Zeitalter der Restauration (1815-1830), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/418178