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Kündigung aufgrund von Alkoholkonsum oder Alkoholismus

Titel: Kündigung aufgrund von Alkoholkonsum oder Alkoholismus

Hausarbeit , 2004 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alexandra Bandur (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In zahlreichen Betrieben wird man mit einem breiten Spektrum von Suchtkrankheiten konfrontiert, die den Arbeitsalltag beeinflussen. Missbrauch oder Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen reduziert die Produktivität, wirkt sich negativ auf das Betriebsklima aus, gefährdet die Sicherheit am Arbeitsplatz und verlangsamt Arbeitsprozesse.1


Alkohol ist ein gesellschaftlich akzeptiertes Genussmittel und wird oft selbstverständlich zu betrieblichen Festen, erfolgreichen Geschäftsabschlüssen, Beförderungen etc. angeboten. Ein gewohnheitsmäßiger Konsum von Alkohol kann jedoch schnell in die Abhängigkeit führen, die nicht nur erhebliche körperliche und seelische Folgen für den Betroffenen mit sich zieht, sondern auch nachhaltige Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis haben kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Alkohol als Problem

1.1 Daten und Fakten zum Alkoholkonsum in Deutschland

1.2 Alkoholkrankheit

2 Betriebliche Auswirkungen des Alkoholkonsums

2.1 Alkohol am Arbeitsplatz: Prävalenz und rechtliche Voraussetzungen

2.2 Kosten durch Alkohol im Betrieb

2.3 Möglichkeiten der Intervention

3 Arbeitsrechtliche Konsequenzen

3.1 Ordentliche Kündigung

3.1.1 Verhaltensbedingte Kündigung

3.1.2 Personenbedingte Kündigung

3.2 Außerordentliche fristlose Kündigung

3.3 Folgerungen und Ratschläge für die Personalpraxis

4 Prävention

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten und betrieblichen Notwendigkeiten bei Kündigungen aufgrund von Alkoholkonsum oder Alkoholismus. Ziel ist es, Führungskräften eine Orientierungshilfe zu bieten, wie sie rechtssicher und sozialverantwortlich mit suchtkranken Mitarbeitern umgehen und welche präventiven Maßnahmen zur Vermeidung betrieblicher Schäden beitragen können.

  • Betriebliche Auswirkungen und Kostenfaktoren durch Alkoholkonsum
  • Differenzierung zwischen verhaltensbedingter und personenbedingter Kündigung
  • Rechtliche Anforderungen an Abmahnungen und Kündigungsverfahren
  • Die Rolle der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
  • Präventionsstrategien zur Suchterkennung und -bewältigung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Verhaltensbedingte Kündigung

Die verhaltensbedingte Kündigung wird angewandt, wenn der Arbeitnehmer durch bewusstes, steuerbares Verhalten seine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt, wodurch der betriebliche Ablauf gestört bzw. die wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt werden.28

Eine Kündigung wegen Pflichtverletzungen, die auf einer Alkoholabhängigkeit beruht, ist sozialwidrig, weil dem Arbeitnehmer im Zeitpunkt der Pflichtverletzung kein Schuldvorwurf zu machen ist. Beruht dagegen die Pflichtverletzung wegen Alkoholisierung im Betrieb nicht auf Alkoholabhängigkeit, kommt – in der Regel nach erfolgloser Abmahnung – eine verhaltensbedingte Kündigung in Betracht.29

Alkohol im Betrieb kann in drei Kategorien verhaltensbedingt kündigungsrelevant werden:

• als Verstoß gegen betriebliche Verhaltenspflichten, insbesondere gegen ein Alkoholverbot,

• wegen Minderung der Leistungsfähigkeit infolge Alkoholgenusses oder

• wegen Gefährdung der betrieblichen Sicherheit infolge Alkoholgenusses.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Alkohol als Problem: Dieses Kapitel liefert einleitende Statistiken zum Alkoholkonsum in Deutschland und definiert die medizinischen sowie psychologischen Aspekte der Alkoholkrankheit.

2 Betriebliche Auswirkungen des Alkoholkonsums: Hier werden die wirtschaftlichen Belastungen durch Fehlzeiten und Minderleistung analysiert sowie Möglichkeiten der betrieblichen Intervention durch Führungskräfte aufgezeigt.

3 Arbeitsrechtliche Konsequenzen: Das Kapitel erläutert die rechtlichen Voraussetzungen für ordentliche und außerordentliche Kündigungen unter Berücksichtigung von KSchG und BGB, wobei die Abgrenzung zwischen verhaltens- und personenbedingten Gründen im Vordergrund steht.

4 Prävention: Abschließend werden Strategien der betrieblichen Suchtprävention vorgestellt, die von der Primärprävention bis zur Wiedereingliederung reichen.

Schlüsselwörter

Alkoholismus, Alkohol am Arbeitsplatz, Kündigung, Arbeitsrecht, Verhaltensbedingte Kündigung, Personenbedingte Kündigung, Abmahnung, Fürsorgepflicht, Prävention, Suchtberatung, Entziehungskur, Betriebsstörungen, Kündigungsschutzgesetz, Minderleistung, Betriebsunfälle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den rechtlichen und organisatorischen Umgang mit alkoholkranken oder durch Alkoholkonsum auffälligen Arbeitnehmern in deutschen Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den betriebswirtschaftlichen Folgen des Alkoholkonsums, der arbeitsrechtlichen Einordnung von Kündigungen sowie den Möglichkeiten zur Suchtprävention.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das primäre Ziel ist es, Personalverantwortlichen aufzuzeigen, wie sie bei Alkoholproblemen im Betrieb rechtssicher handeln und gleichzeitig ihrer sozialen Fürsorgepflicht gerecht werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller arbeitsrechtlicher Standards, Gesetzeskommentare (KSchG, BGB) und betriebswirtschaftlicher Fachpublikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Kategorien der Kündigung, die rechtlichen Voraussetzungen für Abmahnungen sowie die Unterscheidung zwischen krankheitsbedingtem Ausfall und steuerbarem Fehlverhalten erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Alkoholismus, arbeitsrechtliche Kündigung, Fürsorgepflicht, Prävention und Leistungsstörung.

Ist die Kündigung bei Alkoholismus sofort rechtmäßig?

Nein, da Alkoholismus als Krankheit anerkannt ist, gelten besondere Anforderungen. Eine verhaltensbedingte Kündigung ist meist unzulässig, sofern das Fehlverhalten alkoholbedingt ist.

Wie unterscheidet sich die verhaltensbedingte von der personenbedingten Kündigung?

Die verhaltensbedingte Kündigung setzt ein steuerbares Fehlverhalten voraus, während die personenbedingte (oft krankheitsbedingte) Kündigung auf persönlichen Eigenschaften oder der fehlenden Eignung des Mitarbeiters basiert.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kündigung aufgrund von Alkoholkonsum oder Alkoholismus
Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin
Note
1,7
Autor
Alexandra Bandur (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
24
Katalognummer
V39687
ISBN (eBook)
9783638384018
ISBN (Buch)
9783638724142
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kündigung Alkoholkonsum Alkoholismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Bandur (Autor:in), 2004, Kündigung aufgrund von Alkoholkonsum oder Alkoholismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/39687
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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