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Fotografie als Carnifex der Tableaux vivants (lebende Bilder)? Eine knappe Darstellung der Wechselbeziehung zwischen den zwei Medien

Title: Fotografie als Carnifex der Tableaux vivants (lebende Bilder)? Eine knappe Darstellung der Wechselbeziehung zwischen den zwei Medien

Essay , 2016 , 8 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefanie Bacher (Author)

Art - Miscellaneous

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Tableaux vivants. Das sind lebende Bilder, die ein Zwischending aus bildender und darstellender Kunst verkörpern. Schnell werden Tableaux vivants-Aufführungen zu einem wichtigen Event, das im 19. Jahrhundert vor allem für die gehobene Gesellschaft eine exklusive Abendunterhaltung war. So schnell wie es in Mode kam, verlor das Tableau vivant jedoch auch wieder an Wichtigkeit. Spätestens mit Beginn des 20 Jahrhunderts, besonders aber durch den 1. Weltkrieg wurden die Lebenden Bilder nach und nach von der Bühne verbannt. Nicht zuletzt spielt die etwa zeitgleich erfundene Fotografie dabei eine wichtige Rolle. Doch was ist wirklich dran an der Idee, dass die Fotografie schuld am Abgang der Tableaux vivants ist und kann man wirklich von einem kompletten Abgang sprechen, oder haben sich nur die Formen der Lebenden Bilder verändert?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Fotografie

3. Das Tableau vivant als gestalterisches Vorbild für die Fotografie

4. Tableaux vivants und Fotografie

5. Emanzipation der Fotografie

6. Das moderne Tableau vivant

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Wechselbeziehung zwischen dem "Tableau vivant" (Lebende Bilder) und dem aufkommenden Medium der Fotografie im 19. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie die Fotografie das Tableau vivant zunächst als gestalterisches Vorbild nutzte, es durch ihre technische Reproduzierbarkeit aber gleichzeitig in seiner ursprünglichen Form als Live-Event verdrängte und schließlich in der Post-Moderne eine neue, transformierte Bedeutung erhielt.

  • Historische Entwicklung und Blütezeit der Lebenden Bilder
  • Die Anfänge der Fotografie und ihre technische Evolution
  • Wechselwirkung zwischen statischer Pose und technischer Fixierung
  • Die Verdrängung des Event-Charakters durch die Fotografie
  • Wiedergeburt und Transformation des Tableaus in der Post-Moderne

Auszug aus dem Buch

Tableaux vivants und Fotografie

„Lebende Bilder, auch Tableaux vivants genannt, sind szenische Arrangements von mehreren Personen, die für kurze Zeit stumm und bewegungslos gehalten werden und sich so für den Betrachter zu einem Bild formieren.“8 So beschreibt Birgit Jooss in ihrem Aufsatz die Lebenden Bilder und nennt dabei einen überaus wichtigen Punkt: „für kurze Zeit“. Tableaux vivants zeichnen sich dadurch aus, dass Darsteller ein vorhandenes Gemälde für etwa zwei bis zehn Minuten nachstellen. Sie transformieren das zweidimensionale Vorhandene zu einem LEBENDEN BILD, das durch seine Plastizität beinahe als besseres Original bezeichnet werden kann. Durch diese Optimierung rufen Tableaux vivants beim Betrachter, in diesem Fall dem gehobenen Bürger des 19. Jahrhunderts, den Wunsch hervor, das Bild zu greifen oder zu betreten. Die Spannung besteht aber darin, dass dieser Wunsch zum einen nicht erfüllt werden kann, und das Geschehen zudem nur von kurzer Dauer ist. Nach wenigen Minuten fällt der Vorhang wieder zu und alles was dem Betrachter bleibt, ist eine Erinnerung, in der er das Gesehene zu einem Bild formiert. Mit der Erfindung der Fotografie kam der Gedanke auf, auch Tableaux vivants zu fotografieren, um deren Flüchtigkeit zu überwinden.9 Zeit- und Ortsgebundenheit wurden somit aufgehoben, der Betrachter musste also nicht mehr zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort. Die Tableaux vivants kamen jetzt zu ihm, und zwar in Form von ganzen Sammelmappen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Tableau vivant als kulturelles Phänomen und stellt die Forschungsfrage, inwieweit die Fotografie das Ende dieser Kunstform einleitete.

2. Einführung in die Fotografie: Skizziert kurz die historische Entwicklung der Fototechnik von der Heliographie bis zur Praxistauglichkeit.

3. Das Tableau vivant als gestalterisches Vorbild für die Fotografie: Analysiert, wie frühe Fotografen das Arrangement von Personen und Hintergründen an den ästhetischen Schemata der Lebenden Bilder orientierten.

4. Tableaux vivants und Fotografie: Untersucht die Dialektik zwischen der Flüchtigkeit des Live-Events und der dauerhaften, reproduzierbaren Fotografie.

5. Emanzipation der Fotografie: Erläutert, wie sich die Fotografie durch technische Innovationen und neue künstlerische Freiheiten von der Nachahmung der Tableaux löste.

6. Das moderne Tableau vivant: Beschreibt die Wiederentdeckung und Neuinterpretation von Tableaux in den Medien der Post-Moderne, etwa im Film oder in der inszenierten Fotografie.

7. Fazit: Fasst zusammen, dass die Fotografie die ursprüngliche Live-Form des Tableaus zwar ablöste, dieses aber in moderner Form fortlebt.

Schlüsselwörter

Tableau vivant, Lebende Bilder, Fotografie, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Inszenierung, Reproduzierbarkeit, 19. Jahrhundert, Post-Moderne, Selbstinszenierung, Bildgeschichte, Medium, Ästhetik, Lichtbild, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Verhältnis zwischen dem Tableau vivant, einer Form der inszenierten, bewegungslosen Darstellung, und dem aufkommenden Medium der Fotografie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Geschichte der Lebenden Bilder, die Anfänge der Fototechnik, die gegenseitige Beeinflussung der Medien sowie deren Wandel im Laufe der Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob die Fotografie tatsächlich für den Niedergang des Tableaus als Live-Event verantwortlich ist oder ob sich die Kunstform lediglich durch technologische Einflüsse gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer medienwissenschaftlichen Untersuchung der Wechselbeziehung zwischen den beiden Kunstformen anhand historischer Beispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Im Hauptteil wird die historische Ablösung des Tableaus durch die Fotografie, der Prozess der technischen Emanzipation der Fotografie und die spätere post-moderne Wiederentdeckung thematisiert.

Welche Keywords beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Tableau vivant, Fotografie, Medientheorie, Inszenierung und Reproduktion charakterisiert.

Warum war die Belichtungszeit für die Ähnlichkeit von Fotografie und Tableau vivant entscheidend?

Da frühe Fotografien aufgrund langer Belichtungszeiten absolute Bewegungslosigkeit erforderten, ähnelten die Posen der Abgebildeten zwangsläufig den stummen, starren Szenen der Lebenden Bilder.

Inwiefern hat die Fotografie den ursprünglichen Event-Charakter der Tableaux verändert?

Durch die Fotografie wurde das Event von Zeit und Ort entkoppelt; das Tableau wurde zum fixierbaren Konsumgut, wodurch die spezifische Aura des Live-Moments verloren ging.

Welche Rolle spielt die Post-Moderne für das Tableau vivant?

In der Post-Moderne erleben Tableaux vivants eine Wiedergeburt, indem Künstler und Regisseure die alten Formen aufgreifen, dekonstruieren und mit neuen Bedeutungen versehen.

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Details

Title
Fotografie als Carnifex der Tableaux vivants (lebende Bilder)? Eine knappe Darstellung der Wechselbeziehung zwischen den zwei Medien
College
University of Constance
Course
Hauptseminar „Tableaux vivants – Lebende Bilder“
Grade
1,7
Author
Stefanie Bacher (Author)
Publication Year
2016
Pages
8
Catalog Number
V387861
ISBN (eBook)
9783668619456
Language
German
Tags
Fotografie Tableau vivant tabelaux vivants Joseph Nicéphore Niépce Fotografiegeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Bacher (Author), 2016, Fotografie als Carnifex der Tableaux vivants (lebende Bilder)? Eine knappe Darstellung der Wechselbeziehung zwischen den zwei Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/387861
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