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Identitätsherstellung durch Sprache

Narratives Interview mit einem tunesisch-stämmigen Deutschen

Titel: Identitätsherstellung durch Sprache

Forschungsarbeit , 2017 , 29 Seiten , Note: 1

Autor:in: Christiane Oswald (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Studie bietet, ausgehend von Fragen transkultureller und narrativer Identität, eine Analyse eines narrativen Interviews mit einem tunesisch-stämmigen Deutschen. Es wird eine Person multikultureller Biografie vorgestellt und so im Sinne von 'doing culture' gezeigt, dass gesellschaftliche Wirklichkeit erst durch menschliche Handlungen erzeugt wird und wie kulturelle Zugehörigkeit von jedem Einzelnen konstruiert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist ein Deutscher? Was ist ein Tunesier?

2. Transkulturelle und narrative Identität

3. Analyse eines narrativen Interviews

3.1. Die Methode

3.2. Die befragte Person

3.3. Die Analyse

3.3.1. Grobstrukturelle Analyse

3.3.2. Feinanalyse

4. Einordnung der Ergebnisse in die Identitäts- und Migrationsforschung

5. Literaturverzeichnis

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Fallstudie untersucht mithilfe eines narrativen Interviews mit einem tunesisch-stämmigen Deutschen, wie Identität durch Sprache und individuelle Lebensgeschichten innerhalb einer modernen Migrationsgesellschaft konstruiert und ausgehandelt wird.

  • Analyse der narrativen Identitätskonstruktion durch Sprache
  • Untersuchung von Transkulturalität und individueller Zugehörigkeit
  • Bedeutung von Spracherwerb und beruflicher Integration für das Heimatgefühl
  • Methodische Anwendung der Gesprächsanalyse auf biografische Erzählungen
  • Diskussion der Identitätsentwicklung in einer diversifizierten Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Grobstrukturelle Analyse

In diesem Teil der Analyse wird grob der Ablauf des Gesprächs skizziert, die angesprochenen Themen genannt und auf die jeweiligen Textsorten und Dimensionen der narrativen Identität eingegangen. Das Interview verläuft in drei Abschnitten. Die erzählgenerierende Eröffnungsfrage lautet: „Welche Rolle spielt oder spielte Sprache in deiner Lebensgeschichte?“ Der erste Abschnitt dauert ca. 15 Minuten und befasst sich mit dem Thema ‚Sprache und Spracherwerb‘ in der multikulturellen Biographie des Probanden. Hier ist der Anteil der nicht-narrativen Textsorte sehr hoch, vor allem zu Beginn des Interviews. B. äußert sich hier in evaluativer Manier sehr allgemein über die Bedeutung von Muttersprache. Er behauptet an einer Stelle: „Jede Sprache hat eine Rolle in der Soziale.“ Danach wird es sehr theoretisch. Er spricht über die Hochsprache Arabisch, ihre Wurzeln und über den tunesischen Dialekt. Er erklärt den Fremdspracherwerb an tunesischen Schulen und nennt Faktoren des Spracherwerbs, die er von Bedeutung hält. Erst auf die Nachfrage „Wenn ich mich erinnere – du bist ja, um dein Abitur zu machen, nach Syrien ausgewandert?“ (8:35) beginnt der Teil der narrativen Textsorte. Er redet über sich und seine Migrationsgeschichte in der temporalen Dimension. Als er anschließend über die Leichtigkeit des Spracherwerbs (9:30) in Syrien spricht, erlangt der Text eine selbstbezügliche Dimension: „Gott hat mir ein Geschenk gegeben.“ oder „Ich liebe diese Damaskus, ich – mehr als Tunesien.“ Nach häufigem Wechsel der Textsorten endet diese erste Sequenz mit der Darstellung seiner Philosophie (14.39) zum Spracherwerb im Speziellen und zum Leben im Allgemeinen in der sozialen Dimension.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist ein Deutscher? Was ist ein Tunesier?: Dieses Kapitel führt in die Problematik kultureller Identität ein und diskutiert Deutschland als Migrationsgesellschaft auf Basis theoretischer Ansätze.

2. Transkulturelle und narrative Identität: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Identitätskonstruktion und zum Konzept der Transkulturalität dargelegt sowie die Relevanz des narrativen Interviews erörtert.

3. Analyse eines narrativen Interviews: Dieses Hauptkapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, beschreibt den Probanden und führt die sprachwissenschaftliche Analyse des Interviews durch.

3.1. Die Methode: Es werden die Grundlagen und Besonderheiten des narrativen Interviews im Vergleich zu journalistischen Formaten erläutert.

3.2. Die befragte Person: Dieser Abschnitt liefert die biografischen Eckdaten zum befragten Probanden B. und seinen Migrationserfahrungen.

3.3. Die Analyse: Hier erfolgt die detaillierte Auswertung des Gesprächs hinsichtlich der narrativen Identitätsmerkmale.

3.3.1. Grobstrukturelle Analyse: Dieses Kapitel skizziert den groben Gesprächsverlauf, die Themenfelder und die Textsorten der drei Interviewphasen.

3.3.2. Feinanalyse: Dieser Teil konzentriert sich auf eine detaillierte, transkriptgestützte Untersuchung spezifischer Textstellen zur Identitätsherstellung.

4. Einordnung der Ergebnisse in die Identitäts- und Migrationsforschung: Abschließend werden die Erkenntnisse der Fallstudie in den wissenschaftlichen Diskurs zur Integration und Identität in Deutschland eingebettet.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

6. Anhang: Enthält das vollständige Transkript des durchgeführten Interviews.

Schlüsselwörter

Narratives Interview, Identitätskonstruktion, Transkulturalität, Migrationsgesellschaft, Spracherwerb, kulturelle Zugehörigkeit, Biografie, Deutsch als Zweitsprache, Integrationsforschung, Identität, Sprache, Sozialkontakt, Heimatgefühl, Qualitative Sozialforschung, Mehrsprachigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Konstruktion kultureller Identität eines tunesisch-stämmigen Deutschen durch eine sprachwissenschaftliche Analyse eines narrativen Interviews.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit befasst sich mit Identitätsaushandlung, Transkulturalität, Migrationserfahrungen und der Bedeutung von Sprache als Medium der Wirklichkeitskonstitution.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, wo sich die befragte Person in ihrer narrativen Identität positioniert und welche sprachlichen Mittel sie einsetzt, um diese Identität zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet das narrative Interview als Methode, kombiniert mit einer grobstrukturellen Analyse und einer Feinanalyse nach dem GAT-2-Transkriptionssystem.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der methodischen Herleitung, der Biografie des Erzählers sowie der systematischen Analyse des Interviewmaterials in drei Abschnitten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören narrative Identität, Transkulturalität, Migrationsgesellschaft, Sprachhandlung und kulturelle Selbstinszenierung.

Warum spielt Syrien im Interview eine so wichtige Rolle für den Probanden?

Syrien wird vom Probanden als Ort einer prägenden Lebensphase empfunden, der durch herzliche zwischenmenschliche Kontakte und eine tiefe emotionale Bindung zur Sprache und Kultur als "Lieblingsort" positiv hervorgehoben wird.

Wie definiert der Proband seine Heimat?

Der Proband definiert Heimat pragmatisch und lebensweltlich: Deutschland ist seine Heimat, da hier sein aktuelles Leben, sein Arbeitsplatz und seine Familie verankert sind, während andere Länder als Erinnerungsorte bleiben.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Identitätsherstellung durch Sprache
Untertitel
Narratives Interview mit einem tunesisch-stämmigen Deutschen
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Veranstaltung
Transkulturelle Kommunikation
Note
1
Autor
Christiane Oswald (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
29
Katalognummer
V387475
ISBN (eBook)
9783668614918
ISBN (Buch)
9783668614925
Sprache
Deutsch
Schlagworte
transkulturelle narrative Identität multikulturelle Biografie doing culture
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christiane Oswald (Autor:in), 2017, Identitätsherstellung durch Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/387475
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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