"Wer motiviert ist, leistet Großes"
Personalkosten sind ein wichtiger Kostenfaktor eines Unternehmens. Sie gehören zu den höchsten Posten in der Kostenrechnung. Ein ökonomisches Ziel eines Unternehmens ist die Gewinnmaximierung. Demzufolge wäre die Kündigung von
Mitarbeitern Kosten sparend und folglich Gewinn fördernd. Doch dies stimmt nur theoretisch und nicht praktisch. Die finanzorientierte Personalwirtschaft und das Management übernehmen eine wichtige Aufgabe, um Kosten zu sparen und das Personal dahingehend zu motivieren, gewinnorientiert und effizient zu arbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Materielle Mitarbeiterbeteiligung
2.1 Die Erfolgsbeteiligung
2.1.1 Die Leistungsbeteiligung
2.1.2 Die Ertragsbeteiligung
2.1.3 Die Gewinnbeteiligung
2.1.4 Die Kapitalbeteiligung
3 Vor- und Nachteile der Mitarbeiterbeteiligung
4 Schlussfolgerungen und Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert, inwieweit die materielle Mitarbeiterbeteiligung als Instrument zur Steigerung der Unternehmensgewinne fungieren kann, und untersucht dabei das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und der Förderung der Mitarbeitermotivation.
- Grundlagen und Formen materieller Mitarbeiterbeteiligungen
- Differenzierung zwischen Erfolgs- und Kapitalbeteiligungsmodellen
- Analyse der Vor- und Nachteile aus Sicht von Unternehmen und Personal
- Bewertung von Zielkonflikten bei der Implementierung von Beteiligungsprogrammen
- Lösungsansätze zur effizienten Verwaltung von Beteiligungsmodellen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Die Leistungsbeteiligung
Die Leistungsbeteiligung wird in drei Unterkategorien gegliedert. Sie besteht aus der Produktionsbeteiligung, der Kostenersparnisbeteiligung und der Produktivitätsbeteiligung. Die Produktionsbeteiligung wird den Mitarbeitern gewährt, wenn in einem bestimmten Produktionszeitraum ein Mehr an Gütern als im Normalfall hergestellt werden. Als Beispiel ist hier zu benennen, dass in einem fiktiven Unternehmen A zirka 2000 Fahrräder monatlich gefertigt werden. In einem anderen Monat werden unter gleichen Bedingungen 2500 Fahrräder hergestellt. Dies ist eine atypische, höhere Menge von 500 Fahrrädern. Durch Fleiß, besonderen Einsatz und die Bereitschaft für Überstunden wurden rechnerisch 25 Prozent über der normalen Produktionsmenge produziert. Mitarbeitern, die besonders effizient und verantwortungsvoll mit dem vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Mitteln umgehen, können durch eine Kostenersparnisbeteiligung honoriert werden. Das bedeutet, dass diese Mitarbeiter nach dem ökonomischen Prinzip, speziell dem Maximalprinzip wirtschaften. Sie verfolgen das Ziel mit gegebenen Mitteln, wie beispielsweise Maschinen, Rohstoffen, Betriebsstoffen und Hilfsstoffen möglichst viele Güter zu produzieren. Dadurch werden die Produktionskosten gesenkt und schließlich das Eigenkapital weniger berührt. In der Praxis wird den Mitarbeitern in der Regel ein vereinbarter prozentualer Anteil der Produktionsersparnis gezahlt. Unter der Produktivitätsbeteiligung wird die Verknüpfung beider vorher genannten Beteiligungen verstanden. Folglich werden zur Ermittlung der Beteiligungen die produzierte Menge der Güter, sowie die dabei entstehenden Kosten berücksichtigt. Es gibt allerdings keine Vorschriften, welche Kosten zur Ermittlung der Produktivitätsbeteiligung anzusetzen sind. In der Praxis werden diese Beteiligungsformen jedoch nicht häufig angewendet, da dies einen sehr hohen Verwaltungsaufwand in bestimmten zeitlichen Abständen bedeute.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Notwendigkeit von Motivation für effizientes Arbeiten und führt die materielle Mitarbeiterbeteiligung als potenzielles Instrument zur Gewinnmaximierung ein.
2 Materielle Mitarbeiterbeteiligung: Das Kapitel kategorisiert verschiedene Beteiligungsformen wie Leistungs-, Ertrags-, Gewinn- und Kapitalbeteiligung und erläutert deren theoretische Grundlagen.
3 Vor- und Nachteile der Mitarbeiterbeteiligung: Hier werden die ökonomischen Vorteile für Unternehmen gegenüber den administrativen Herausforderungen und den Risiken für Mitarbeiter (z.B. bei Aktienkursen) abgewogen.
4 Schlussfolgerungen und Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen: Das Kapitel zieht ein Resümee zum Zielkonflikt zwischen sozialen Anreizen und Gewinnstreben und schlägt die Auslagerung der Verwaltung an externe Dienstleister vor.
Schlüsselwörter
Mitarbeiterbeteiligung, Gewinnmaximierung, Leistungsbeteiligung, Ertragsbeteiligung, Gewinnbeteiligung, Kapitalbeteiligung, Personalwirtschaft, Unternehmenskultur, Motivation, Fachkräftemangel, Betriebsklima, Aktienbeteiligung, Genussrechte, Effizienz, Kostenersparnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der materiellen Mitarbeiterbeteiligung als Instrument in der modernen Betriebswirtschaftslehre und untersucht, ob und wie diese zu einer Gewinnmaximierung beitragen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die verschiedenen Formen der Erfolgsbeteiligung, die Abwägung von Vor- und Nachteilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie strategische Implementierungsansätze.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Beteiligungsformen zu benennen, deren Vor- und Nachteile zu beleuchten und den Zielkonflikt zwischen sozialer Mitarbeitermotivation und ökonomischer Gewinnmaximierung kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und stützt ihre Argumentation auf betriebswirtschaftliche Definitionen sowie Praxisbeispiele, wie etwa die Entwicklung von Aktienkursen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil differenziert detailliert zwischen Leistungs-, Ertrags-, Gewinn- und Kapitalbeteiligungen und analysiert die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf das Engagement und die Bindung von Fachkräften.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mitarbeiterbeteiligung, Gewinnmaximierung, Motivationsförderung und die verschiedenen Formen der Erfolgsbeteiligung charakterisiert.
Warum stellt die Mitarbeiterbeteiligung laut Autorin einen "Zielkonflikt" dar?
Die Autorin sieht einen Konflikt darin, dass die sozialen Ziele der Motivation und Gewinnbeteiligung hohe Kosten und administrativen Aufwand verursachen, die mit dem ökonomischen Ziel der reinen Gewinnmaximierung konkurrieren.
Welche Rolle spielt die Auslagerung an externe Partner (z.B. Banken)?
Die Auslagerung wird als Lösungsansatz vorgeschlagen, um die Komplexität und den Verwaltungsaufwand von Beteiligungsprogrammen zu reduzieren und dadurch die Investition in Mitarbeiter besser steuerbar zu machen.
- Quote paper
- Denise Gutwein (Author), 2016, Die Mitarbeiterbeteiligung. Sinnvolles Instrument der Gewinnmaximierung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/386521