Nachdem in den ersten Stunden dieser Unterrichtseinheit verschiedene Texte rund um das Thema Jugendsprache gelesen und auf ihre Wirkung hin analysiert wurden, wurden die verschiedensten Merkmale und Ausprägungen der Jugendsprache gemeinsam erarbeitet. Im Rahmen der von mir gestalteten Unterrichtsstunden sollen diese Merkmale wiederholt und gefestigt und die Entwicklung der Jugendsprache nachvollzogen werden. Langfristiges Ziel dieser Unterrichtseinheit ist eine fundierte Podiumsdiskussion über Perspektiven, Probleme und Möglichkeiten der Jugendsprache.
Im nun folgenden Praktikumsbericht soll es nun darum gehen, die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der von mir gehaltene Unterrichtsstunde darzustellen und kritisch zu reflektieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das x-Gymnasium
3. Beschreibung des Deutschunterrichts
4. Planung des Unterrichts
4.1 Kompetenzbereich und Lernzuwachs
4.2 Anmerkungen zur Situation der Klasse
4.3 Sachanalyse
4.4 Didaktische Analyse
4.5 Methodische Überlegungen
4.6 Verlaufsplanung
5. Kritische Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert und reflektiert die Planung sowie Durchführung zweier Unterrichtsstunden zum Thema Jugendsprache im Rahmen eines Basisfachpraktikums. Das primäre Ziel ist es, die sprachlichen Merkmale der Jugendsprache zu analysieren, deren Wandel historisch einzuordnen und durch eine schülerorientierte Methodik ein nachhaltiges Verständnis für die Diskrepanz zwischen mündlicher und schriftlicher Ausdrucksweise zu fördern.
- Analyse der soziolinguistischen Merkmale der Jugendsprache
- Methodische Gestaltung von Gruppenarbeitsphasen zur aktiven SuS-Beteiligung
- Reflexion über Sprachwandel und den Einfluss medialer Trends auf den Wortschatz
- Erprobung schüleraktivierender Sozialformen zur Förderung der Sprachreflexion
- Vergleich zwischen historischer Sprachentwicklung und aktuellem Sprachgebrauch
Auszug aus dem Buch
4.3 Sachanalyse
„Jugendsprache“ ist ein „nicht präzise[r] terminologischer Begriff, [eine] Sammelbezeichnung für Sprechweisen Jugendlicher.“ Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung jugendsprachlicher Ausdrücke vor allem den lexikalischen Bereich betreffen, denn „viele Wörter der Jugendsprache kommen auch in der Standardsprache vor, haben dort aber eine andere Bedeutung,“ was zu Verstehens- und Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Generationen beiträgt.
Nachdem verschiedenste Sprachwissenschaftler in den letzten Jahrzehnten die Jugendsprache als Gefährdung für die deutsche Standardsprache ansahen, trat in den letzten Jahren ein entscheidender Perspektivenwechsel ein. Jugendsprache wird heute nicht mehr als „Jargon einer bestimmten Sondergruppe, [der den] größeren und wertvolleren Teil der Jugend erniedrigt und beleidigt“ begriffen, sondern als eine „komplexe sprachliche Wirklichkeit jugendlichen Sprachgebrauchs“, eine Möglichkeit, sich durch Worte zu präsentieren, sich abzugrenzen von der älteren Generation. So können Jugendliche durch sprachliche Mittel bswp. einen Zusammenhalt untereinander herstellen bzw. sichern und damit die Gruppenidentität prägen.
Dabei stellt sich jedoch die Frage, welche Merkmale diese Sprache aufweist, also inwiefern sie von der deutschen Standardsprache abweicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Rahmen des Basisfachpraktikums und begründet die Wahl des Themas Jugendsprache aufgrund seiner hohen Aktualität und Relevanz für die Zielgruppe.
2. Das x-Gymnasium: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Profil der Schule, die organisatorischen Rahmenbedingungen und den Schwerpunkt auf soziales Lernen.
3. Beschreibung des Deutschunterrichts: Hier wird der Kontext des Deutschunterrichts skizziert, insbesondere die Rolle des Fachlehrerwechsels und die didaktische Herangehensweise an das Thema Jugendsprache.
4. Planung des Unterrichts: Dieses Kapitel detailliert die Vorbereitung der Unterrichtsstunden, unterteilt in Kompetenzbereiche, Sachanalyse, Didaktik und die konkrete methodische Umsetzung.
5. Kritische Reflexion: Der Autor reflektiert den Verlauf der Unterrichtsstunden, analysiert aufgetretene Probleme bei der Umsetzung der Gruppenarbeit und zieht Lehren für die künftige Unterrichtsvorbereitung.
Schlüsselwörter
Jugendsprache, Sprachwandel, Sprachdidaktik, Basisfachpraktikum, Unterrichtsplanung, Gruppenarbeit, Standardsprache, Soziolekte, Sprachreflexion, Kompetenzorientierung, Deutschunterricht, Schulpraxis, Methodenkompetenz, Jugendsprachforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung, Durchführung und Reflexion zweier Deutschunterrichtsstunden zum Thema Jugendsprache im Rahmen eines universitären Basisfachpraktikums.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die soziolinguistische Einordnung von Jugendsprache, der Sprachwandel über verschiedene Generationen hinweg sowie die didaktische Aufbereitung dieses Themas für eine siebte Klasse.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, SuS für die Unterschiede zwischen mündlicher und schriftlicher Sprache zu sensibilisieren und die Freude an der sprachwissenschaftlichen Analyse ihrer eigenen Ausdrucksweisen zu wecken.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Reflexion, der Auswertung unterrichtsbegleitender Dokumente und dem Rückgriff auf fachwissenschaftliche Literatur zur Jugendsprache.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, didaktische Überlegungen zur Stoffvermittlung und die methodische Konzeption der Unterrichtsphasen inklusive der verwendeten Materialien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Jugendsprache, Sprachwandel, Didaktik, Gruppenarbeit und Unterrichtsreflexion geprägt.
Warum wurde die Gruppenarbeit als zentrale Methode gewählt?
Die Gruppenarbeit wurde gewählt, um die heterogene Klassengemeinschaft zu aktivieren, die Kommunikation unter den SuS zu fördern und die individuelle Mitarbeit jedes Schülers durch feste Rollen zu sichern.
Welche Rolle spielt die kritische Reflexion für den Autor?
Die Reflexion ist essenziell, um die Diskrepanz zwischen geplantem Ablauf und der tatsächlichen Durchführung zu analysieren und daraus Verbesserungsmöglichkeiten für die eigene professionelle Lehrerrolle abzuleiten.
- Arbeit zitieren
- Anna Kuhlmann (Autor:in), 2012, Thema Jugendsprache im Fach Deutsch, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/383723