Die Installation von NRW-Sportschulen im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist ein erarbei-tetes Konzept des Landesministeriums, das den Spitzensport fördern und gleichzeitig eine individuell optimale Schullaufbahn gewährleisten soll.
Diese Arbeit wird zunächst in einem theoretischen Teil die Anforderungen an eine NRW-Sportschule darstellen, bevor der Stellenwert der Leistungssportförderung für die Schulentwicklung erläutert wird. Aufbauend auf der Theoriearbeit wird die Fragestellung erarbeitet. Die Erklärung der Methode steht noch vor der Präsentation und Diskussion der Ergebnisse. Schlussendlich wird in einem Fazit die Forschungsfrage differenziert beantwortet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Anforderungsprofil einer Sportschule
3. Schulentwicklung
4. Methode
5. Ergebnisse
5.1 Leistungssport im Schulprofil des Gymnasiums M.
5.2 Jahrgangsstufen 5-7
5.3 Jahrgangsstufen 8 und 9
5.4 Gymnasiale Oberstufe
5.5 Infrastrukturelle und personelle Kapazitäten
6. Diskussion
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Gymnasium M. die Rahmenvorgaben für NRW-Sportschulen in der Praxis umsetzt, um eine effektive Leistungssportförderung bei gleichzeitiger schulischer Ausbildung zu gewährleisten.
- Anforderungen an NRW-Sportschulen
- Strukturelle Schulentwicklung im Kontext der Leistungssportförderung
- Methodik der qualitativen Experteninterviews
- Leistungssportkonzept nach Altersstufen (5-7, 8-9, Oberstufe)
- Infrastrukturelle Voraussetzungen und Kooperationen
Auszug aus dem Buch
5.1 Leistungssport im Schulprofil des Gymnasiums M.
Das Gymnasium arbeitet seit vielen Jahren an einem Leistungssportkonzept und beschäftigt gleich zwei Lehrer als Koordinatoren des Leistungssports. Die große Vereinsbreite in der Stadt ermöglicht es der Schule, aus vielen Vereinskooperationen ein breites Leistungssportangebot zu bieten. Unter anderem werden die Nachwuchsathleten aus den Bundesligavereinen der örtlichen Handballer, Badmintonspieler und Kanuten in der Schule gefördert. Diese Zusammenarbeit mit den Vereinen wird vom Leistungssportkoordinator als „elementar für die Arbeit mit jungen Athleten“ bezeichnet.
Die Auswahl von potenziellen Talenten für den Leistungssportbereich der Schule findet in enger Zusammenarbeit mit den Vereinstrainern statt. Auch Lehrer und Eltern können die Kinder als talentiert bei den Leistungssportkoordinatoren melden. Zusätzlich werden mit Hilfe eines motorischen Tests in den Grundschulen bereits Daten ausgewertet, die auf körperliche Leistungsfähigkeit hinweisen sollen. Die Auswahl ist jedoch zu keinem Zeitpunkt endgültig, sondern wird immer wieder kontrolliert und korrigiert. Eine Einverständniserklärung der Eltern, sowie ein Ehrenkodex der Schüler muss vor dem Beginn des Schuljahres bei den zuständigen Koordinatoren abgegeben werden.
Aufgrund des aktuellen Titels „Partnerschule des Leistungssports“ dürfen Schülerinnen und Schüler in Absprache mit der Schulleitung für Wettkämpfe und Trainingsmaßnahmen vom Unterricht (abgesehen von den Hauptfächern) befreit werden. Dies ermögliche den Athleten eine individuelle und flexible Verteilung von Belastungsphasen. Der verpasste Unterrichtsinhalt wird durch zusätzlichen Förderunterricht kompensiert. Auch Klausuren und Klassenarbeiten können flexibel terminiert werden, wenn dies durch Termine im Sport nötig ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Vereinbarkeit von Leistungssport und Schule und erläutert die Konzeption von NRW-Sportschulen als Lösungsansatz.
2. Anforderungsprofil einer Sportschule: Dieses Kapitel definiert die strukturellen und inhaltlichen Kriterien, die eine Schule erfüllen muss, um den Status einer NRW-Sportschule zu erlangen.
3. Schulentwicklung: Hier wird Schulentwicklung als systematischer Prozess zur Verbesserung der Schulkultur im Kontext der Leistungssportförderung theoretisch verortet.
4. Methode: Es wird der Einsatz von qualitativen Experteninterviews mit Leistungssportkoordinatoren als Instrument zur Datenerhebung begründet.
5. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die am Gymnasium M. umgesetzten Maßnahmen detailliert nach Altersstufen und infrastrukturellen Kapazitäten dargestellt.
6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch im Hinblick auf die offiziellen Rahmenvorgaben und identifiziert Gelingensbedingungen sowie Defizite.
Schlüsselwörter
Leistungssportförderung, Gymnasium, NRW-Sportschule, Schulentwicklung, Sportprofil, Trainingsumfang, Talentförderung, Vereinskooperationen, Experteninterview, Schulzeitstreckung, Sportmotorischer Test, Kaderstatus, Leistungsbewertung, Schulkultur, Schulorganisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Maßnahmen, die ein Gymnasium ergreift, um den Anforderungen einer Leistungssportförderung gerecht zu werden und ein sportorientiertes Schulprofil aufzubauen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Themenfelder umfassen die Vereinbarkeit von Training und Unterricht, die Kooperation mit Vereinen, die Talentauswahl und die organisatorische Schulentwicklung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, welche konkreten Maßnahmen im Rahmen des Schulprofils „NRW-Sportschule“ an der untersuchten Schule getroffen werden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode gewählt, konkret Experteninterviews mit den Leistungssportkoordinatoren der Schule.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Schulentwicklung und eine empirische Darstellung der schulspezifischen Maßnahmen in verschiedenen Jahrgangsstufen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen zählen Leistungssportförderung, Schulentwicklung, NRW-Sportschule und duale Karriere.
Warum gibt es am Gymnasium M. keinen Sport-Leistungskurs?
Die Fachschaft entschied sich bewusst dagegen, da die Belastung durch das Zentralabitur in Kombination mit einem weiteren Leistungskurs als zu hoch für die Schüler eingeschätzt wurde.
Was ist das größte Hindernis für den Titel "NRW-Sportschule" am Gymnasium M.?
Ein zentrales Problem sind fehlende Landesleistungsstützpunkte in ausreichender Qualität und Quantität, was die Gewinnung von (Hoch-)Leistungsathleten erschwert.
- Arbeit zitieren
- Leander Thon (Autor:in), 2017, Maßnahmen zur Leistungssportförderung am Gymnasium, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/375856