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Schreib- und Erzählmodelle von Schülern und ihre Entwicklung

Überblick und Analyse anhand von zwei Schülerbeispielen

Titel: Schreib- und Erzählmodelle von Schülern und ihre Entwicklung

Hausarbeit , 2011 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bernd Appel (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach 1945 wurden im Verlauf der modernen Deutschdidaktik von zahlreichen Forschern umfangreiche Modelle zur Schreib- und Erzählentwicklung von Kindern entwickelt. Sie versuchen auf verschiedene Art und Weise die erzählerischen Fähigkeiten der Kinder zu strukturieren und zu systematisieren. Dies geschah mit dem Ziel, diejenigen Schüler zu erfassen, die über eine mangelnde Erzähl- und Schreibkompetenz verfügten, um sie besser fördern und unterstützen zu können, als dies bisher vor dem großen Paradigmen-Wechsel in der Deutschdidaktik der Fall gewesen war.

Im Laufe der hier vorliegenden Arbeit wird nun der Versuch unternommen, eines dieser Schreib- und Erzählmodelle genauer auf seine Aussagefähigkeit zu überprüfen. Dabei handelt es sich um das Modell zur Schreib- und Erzählentwicklung einer Forschungsgruppe um den Professor Dietrich Boueke, welches im Jahr 1995 vorgestellt wurde. Es beschreibt die Entwicklung der Erzähl- und Schreibkompetenz bei Kindern als vierstufiges Modell, bei dem alle Stufen dem Schreibalter entsprechend hierarchisch angeordnet sind. Die Aussagefähigkeit dieses Modells wird anhand von beispielhaft ausgewählten Schülertexten überprüft.

Zunächst werden in einem ersten Schritt mehrere bedeutende Forschungsmodell vorgestellt, mit denen bisher versucht wurde, die Erzähl- und Schreibentwicklung von Kindern nachzuvollziehen. In einem zweiten umfangreicheren Abschnitt werden anschließend zwei verschiedene Schülertexte analysiert und auf ihre Eigenschaften hin untersucht. Dabei dient das bereits erwähnte Schreib- und Erzählmodell nach Boueke u.a. als Grundlage für die Aussagen über die Schülertexte. Auf dessen Basis soll im Folgenden betrachtet werden, welche Erzählstrukturen, die Boueke als Grundlage seines Modells benutzt, von den Schülern verwendet werden und welche nicht. Ebenfalls soll der Versuch unternommen werden, die Schüler ihren jeweiligen Kompetenzstufen zuzuordnen und somit das Modell praktisch einzusetzen. Im dritten Teil der Arbeit soll dann auf Basis der Schülertexte nach der Sinnhaftigkeit des hier vorgestellten Modells zur Schreib- und Erzählentwicklung gefragt werden, um das Modell anhand der Ergebnisse kritisch zu reflektieren. Der letzte zusammenfassende Teil wird sich schließlich mit der Auswertung und einem Fazit beschäftigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ein Überblick: Modelle zur Erzähl - und Schreibentwicklung

3 Analyse von Schülertexten in Hinblick auf die Erzählkompetenzen

3.1 „Eine Elster als Meisterdieb“ von Deike (Klasse 5) – Involvierendes Erzählen

3.2 „Tierwelt“ von Sheala (Klasse 7) – Temporales und Ereignislogisches Erzählen

4 Versuch einer Kritik am Erzähl- und Schreibmodell nach Bouerke u.a. (1995)

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und Validität des vierstufigen Entwicklungsmodells für Erzähl- und Schreibkompetenzen nach Boueke u.a. (1995). Durch die Analyse zweier ausgewählter Schülertexte wird geprüft, ob die theoretischen Stufenmodelle eine zutreffende Einordnung der tatsächlichen Schreibentwicklung ermöglichen oder ob die starre Kategorisierung der Forschungsergebnisse kritisch zu hinterfragen ist.

  • Vergleichende Analyse von Schreib- und Erzählmodellen
  • Empirische Überprüfung von Kompetenzstufen anhand von Schülertexten
  • Untersuchung narrativer Elemente und emotionaler Qualifizierungen in Kindertexten
  • Kritische Reflexion der Stufenkonzepte und der Vernachlässigung sozialer Faktoren

Auszug aus dem Buch

3.1 „Eine Elster als Meisterdieb“ von Deike (Klasse 5) – Involvierendes Erzählen

Der erste Schülertext, der im Rahmen dieser Arbeit anhand des Forschungsmodells von Boueke u.a. untersucht werden soll, stammt von der 5. Klässlerin Deike, die in die Orientierungsstufe geht. Ihr genaues Alter ist leider unbekannt. In der Geschichte der Fünftklässlerin geht es zentral um das Leben einer kleinen Elster, die als „Meisterdieb“ (Deike: Z. 1; Überschrift wird als Zeile mitgewertet) zahlreiche Menschen um ihr Hab und Gut bringt. Das Thema hat die Schülerin vermutlich aus einer Aufgabe heraus erarbeitet, bei der sie den einzelnen Buchstaben ihres Vornamens bestimmte Wörter zugeordnet hat, die dann als Rahmengerüst der Handlung in der Geschichte fungieren. Die einzelnen Wörter sind am oberen linken Rand der Geschichte deutlich zu erkennen.

Deikes Erzählung weist beim ersten Blick eine sehr übersichtliche und saubere Struktur auf, die sie sehr stringent einhält. Die Geschichte besitzt mehrere Absätze, die einzeln inhaltlich voneinander getrennt sind. Insgesamt handelt Deikes Text von drei Raubzügen, die die Elster innerhalb eines uns namenlos bleibenden Dorfes unternimmt. Zunächst bestiehlt die Elster ein Ehepaar, indem sie den Ehering klaut (vgl. Deike: Z. 5-6). Der zweite Raubzug ereignet sich in der örtlichen Kirche, in der die Elster dem Pfarrer den Kirchenschlüssel entwendet (vgl. Deike: Z. 15). Der letzte vermeintliche Raubzug führt die Elster schließlich auf den örtlichen Marktplatz, wo sie zunächst die Absicht hat, Eier zu stehlen, sich dann jedoch für einen Angriff auf die „zerbrechliche Ware“ (Deike: Z. 25) des Marktes entscheidet, die sie aus der Luft mit Steinen bewirft. Zum Schluss stirbt die kleine Elster in ihrem Nest durch den Angriff eines Katers (vgl. Deike: Z. 27).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der modernen Deutschdidaktik ein und stellt das vierstufige Modell von Boueke zur Schreib- und Erzählentwicklung als Untersuchungsgegenstand vor.

2 Ein Überblick: Modelle zur Erzähl - und Schreibentwicklung: Hier werden zentrale theoretische Ansätze, insbesondere von Bereiter sowie Boueke u.a., gegenübergestellt, um die Entwicklung der kindlichen Erzählkompetenz systematisch zu verorten.

3 Analyse von Schülertexten in Hinblick auf die Erzählkompetenzen: In diesem Kapitel werden zwei konkrete Schülertexte untersucht und anhand der Kriterien des Boueke-Modells analysiert.

3.1 „Eine Elster als Meisterdieb“ von Deike (Klasse 5) – Involvierendes Erzählen: Die Analyse zeigt, dass Deikes Text bereits komplexe narrative Elemente aufweist, die einer hohen Stufe der Erzählkompetenz entsprechen.

3.2 „Tierwelt“ von Sheala (Klasse 7) – Temporales und Ereignislogisches Erzählen: Die Untersuchung des Textes offenbart eine Diskrepanz zwischen dem Alter der Schülerin und der eher basalen Struktur ihrer Erzählung, was das Stufenmodell in Frage stellt.

4 Versuch einer Kritik am Erzähl- und Schreibmodell nach Bouerke u.a. (1995): Das Kapitel reflektiert die Stärken und Schwächen des Modells und kritisiert insbesondere die Vernachlässigung sozialer Faktoren sowie die Annahme starrer Stufengrenzen.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Modelle zwar zur groben Diagnose nützlich sind, jedoch die Individualität des kindlichen Erzählens sowie soziale Einflussfaktoren stärker berücksichtigt werden müssen.

Schlüsselwörter

Deutschdidaktik, Erzählkompetenz, Schreibentwicklung, Stufenmodell, Dietrich Boueke, narrative Strukturen, Schülertexte, Erzähltheorie, Schreibkompetenz, Involvierendes Erzählen, Sprachdidaktik, Tempuswechsel, emotionale Qualifizierung, Erzählfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit Modellen zur Erzähl- und Schreibentwicklung in der Deutschdidaktik auseinander, mit einem speziellen Fokus auf das Modell von Boueke u.a. aus dem Jahr 1995.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Modellierung der Erzählentwicklung, die empirische Analyse von Schülertexten und die kritische Auseinandersetzung mit Stufenmodellen im Deutschunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu überprüfen, ob das vierstufige Modell von Boueke geeignet ist, die Erzählkompetenz von Kindern korrekt einzustufen, und wo die Grenzen dieses theoretischen Konzepts in der Praxis liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exemplarische Analyse zweier Schülertexte durchgeführt, die auf der Grundlage der Kriterien des Boueke-Modells interpretativ ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst einen theoretischen Überblick über existierende Modelle sowie eine detaillierte Analyse der Geschichten von Deike und Sheala im Hinblick auf deren narrative Qualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Erzählkompetenz, Schreibentwicklung, didaktische Modelle, narrative Schemata und die Analyse kindlicher Texte.

Wie schneidet die Schülerin Deike im Modell ab?

Deike wird aufgrund ihrer abwechslungsreichen Erzählweise und des Einsatzes literarischer Stilmittel der vierten und damit höchsten Stufe des Modells zugeordnet.

Warum ist das Modell laut der Analyse kritisch zu hinterfragen?

Das Modell vernachlässigt soziale Einflussfaktoren und geht von einer strikten Trennung der Stufen aus, während die Analyse des zweiten Textes zeigt, dass narrative Elemente stufenübergreifend auftreten können.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schreib- und Erzählmodelle von Schülern und ihre Entwicklung
Untertitel
Überblick und Analyse anhand von zwei Schülerbeispielen
Hochschule
Universität Hamburg  (Erziehungswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Bernd Appel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V373260
ISBN (eBook)
9783668508569
ISBN (Buch)
9783668508576
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schreibmodelle Deutschdidaktik Boueke u.a. Schülertexte Didaktik Schreibentwicklung Erzählentwicklung Kinder Schüler Schule Kompetenzen Schreiben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernd Appel (Autor:in), 2011, Schreib- und Erzählmodelle von Schülern und ihre Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/373260
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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