Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Kausalität von Persönlichkeitsmerkmalen und Gesundheit sowie Gesundheitsverhalten zu klären und diese verständlich und differenzierbar zu machen. Ferner soll die Arbeit mögliche Wege aufzeigen, die gewonnenen Erkenntnisse praktisch zu nutzen. Zunächst werden Ansätze der Persönlichkeitspsychologie vorgestellt. Dazu werden gängige Begrifflichkeiten, Theorien und die zugehörigen Messinstrumente erläutert. Darauffolgend wird der Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitsfaktoren als Prädiktoren für den Gesundheitsstatus dargestellt. Indes werden die Kriterien von Gesundheit, Krankheit und Gesundheitsverhalten sowie deren Messung beschrieben.
Es folgt eine Praxisreflexion zum Thema Neurotizismus, Gesundheitsstatus und Arbeitsumfeld, im Zuge derer relevante Erkenntnisse dieser Arbeit praktisch orientiert übergeleitet und weitergehend erläutert werden. Abschließend erfolgt ein Fazit, das eine kritische Betrachtung beinhaltet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Persönlichkeitstheorien
2.1 Persönlichkeit und Persönlichkeitsmerkmale
2.2 Ausgewählte eigenschaftsbasierte Persönlichkeitstheorien
2.2.1 Die Entwicklung universaler Eigenschaftsdimensionen
2.2.2 Das Fünf-Faktoren-Modell
2.3 Instrumente zur Erfassung der Persönlichkeitsfaktoren
3 Persönlichkeitsfaktoren als Prädiktoren für den Gesundheitsstatus
3.1 Kriterien von Gesundheit, Krankheit und Gesundheitsverhalten
3.2 Instrumente zur Erfassung des Gesundheitsstatus
3.3 Zusammenhang von Persönlichkeitsfaktoren und Gesundheitsstatus
4 Praxisreflexion: Neurotizismus, Gesundheitsstatus und Arbeitsumfeld
5 Kritische Betrachtung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der menschlichen Persönlichkeit auf den Gesundheitsstatus und das individuelle Gesundheitsverhalten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie Persönlichkeitsmerkmale als Prädiktoren für gesundheitliche Outcomes fungieren und inwiefern diese Erkenntnisse in der Praxis, insbesondere im Arbeitsumfeld, von Bedeutung sind.
- Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie und Eigenschaftstheorien
- Das Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) der Persönlichkeit
- Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsfaktoren und Gesundheitsverhalten
- Anforderungs-Ressourcen-Modell der Gesundheit
- Praktische Reflexion am Beispiel Neurotizismus im Arbeitskontext
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Das Fünf-Faktoren-Modell
Das gegenwärtig weitreichend angesehene Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit von den amerikanischen Forschern P. T. Costa Jr. und R. R. McCrae (1997) beruht ebenfalls auf der in Kapitel 2.2.1 beschriebenen Systematik. Ferner haben unterschiedliche diesem vorangehende und nachfolgende Untersuchungen analog wiederholt fünf stabile Persönlichkeitsfaktoren nachgewiesen. Dazu zählen unter anderem die Betrachtungen von W. Norman (1963) und L. R. Goldberg (1990). Infolge der Bedeutsamkeit für das zusammenhängende Verständnis des Gegenstands dieser Arbeit, werden die grundlegenden Faktoren und deren Inhalt in der folgenden Tabelle ausführlich dargestellt.
Ferner beschreibt Goldberg 1981 treffend den im Englischen für die fünf Faktoren stehenden Begriff „Big Five“. „[Der ausdrücken soll] …, dass jeder dieser Faktoren eine größere Anzahl von spezifischeren Persönlichkeitsmerkmalen umfasst und damit … breit, konzipiert ist.“ Demnach ist es den Forschern gelungen aus den umfänglichen Listen des lexikalischen Ansatzes eine geringe Zahl von Persönlichkeitsdimensionen zu extrahieren und verifizieren, die ermöglichen, Persönlichkeit messbar zu charakterisieren und somit einen empirischen Nutzen haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Gesundheit in modernen Industrienationen und leitet die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und gesundheitsrelevantem Verhalten ab.
2 Persönlichkeitstheorien: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Persönlichkeit und stellt mit dem Fünf-Faktoren-Modell sowie gängigen Erfassungsinstrumenten die theoretische Basis der Arbeit vor.
3 Persönlichkeitsfaktoren als Prädiktoren für den Gesundheitsstatus: Es werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Gesundheit und Krankheit erläutert und das Anforderungs-Ressourcen-Modell genutzt, um den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf den Gesundheitsstatus theoretisch herzuleiten.
4 Praxisreflexion: Neurotizismus, Gesundheitsstatus und Arbeitsumfeld: Anhand zweier Fallbeispiele wird praxisnah illustriert, wie sich unterschiedliche Persönlichkeitsausprägungen bei hoher Arbeitsbelastung auf die psychische und physische Gesundheit auswirken können.
5 Kritische Betrachtung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung und diskutiert die gesellschaftliche Relevanz der Erkenntnisse, ohne Persönlichkeitstypen abzuwerten.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitspsychologie, Gesundheitspsychologie, Fünf-Faktoren-Modell, Big Five, Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit, Gesundheitsverhalten, Anforderungs-Ressourcen-Modell, Prävention, Stressbewältigung, Arbeitsumfeld, Gesundheitsstatus, Persönlichkeitsmerkmale, Lebensstil, psychische Gesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Analyse, inwiefern die Persönlichkeit eines Individuums dessen Gesundheitszustand sowie den Umgang mit gesundheitlichen Anforderungen beeinflusst.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Persönlichkeitspsychologie mit Fokus auf die Big Five, die Gesundheitspsychologie sowie die Schnittstelle dieser beiden Bereiche in Form von Gesundheitsverhalten und Bewältigungsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Kausalität zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Gesundheit zu klären und aufzuzeigen, wie diese Erkenntnisse in der Praxis zur Gesundheitsförderung genutzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse eigenschaftsbasierter Persönlichkeitstheorien und integriert diese in ein praxisorientiertes Anforderungs-Ressourcen-Modell.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Persönlichkeitsfaktoren, deren Rolle als Prädiktoren für den Gesundheitsstatus und eine konkrete Reflexion von Praxisbeispielen aus dem Arbeitsalltag.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit, Prävention, psychische Ressourcen und das Anforderungs-Ressourcen-Modell geprägt.
Warum ist das Anforderungs-Ressourcen-Modell für diese Arbeit relevant?
Es dient als theoretisches Rahmenmodell, um zu erklären, wie Individuen ihre internen (z. B. Persönlichkeit) und externen Ressourcen einsetzen, um Anforderungen zu bewältigen und Gesundheit zu erhalten.
Welche Rolle spielt Neurotizismus in der Analyse?
Neurotizismus wird als wesentlicher Risikofaktor identifiziert, der mit einer geringeren Stressbewältigungskompetenz und einem ungünstigeren Gesundheitsverhalten korreliert.
- Arbeit zitieren
- Jennifer Schnödewind (Autor:in), 2016, Persönlichkeit als Einflussfaktor auf Gesundheit und Gesundheitsverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/366094