In dieser Arbeit soll auf die psychologischen Hintergründe von School Shootings sowie Tätertypologien näher eingegangen werden, denn allem voran ist die Antwort auf jene Frage zu psychologischen Hintergründen mitunter einer der wichtigsten Faktoren zur Früherkennung und möglichen Prävention solcher Straftaten.
Obgleich es gewagt ist, den Einstieg in diese Thematik mit einem simplen psychologischen Trick zu erleichtern, welchen den Rezipienten emotional an das Thema bindet, so lässt sich das ganz rational rechtfertigen. Während die Autorin zunächst auf die Begriffsabgrenzung und Definition von „Amoklauf“ und „School Shooting“ eingeht, gefolgt von einer psychologischen Klassifizierung spezifischer Tätertypologien, beleuchtet sie in Punkt 4 die Bereiche der Prävention und Intervention genauer. Hierzu sind Sensibilität und Emotionen wichtige Voraussetzungen und sollten daher nicht außen vor gelassen werden, sondern als Bezug genutzt werden. Weiterführend wird in vergleichender Weise auf die Reaktionen des Staates nach einer solchen Tat eingegangen, wobei der Fokus der Ausführungen auf den beiden Ländern Deutschland und USA liegt. Im Abschluss erfolgen ein Fazit sowie ein kurzer Ausblick auf die mögliche Entwicklung.
Ein School Shooting wie jenes, das sich am 20. April 1999 an der Columbine High School ereignete, schien für viele in Deutschland weit weg zu sein. Oftmals assoziierte man dieses Problem mit dem so waffenaffinen Land, den USA. Doch spätestens seit den Geschehnissen in Erfurt, im April 2002, oder Winnenden, im März 2009, ist das Thema auch hierzulande immer häufiger präsent.
Die meisten Menschen haben in Bezug auf potentielle Täter das Bild eines traumatisierten Außenseiters vor Augen, der sich mit gewaltverherrlichenden Videospielen beschäftigt und aus der realen in eine virtuelle Welt zurückzieht. Doch trifft dieses stereotypische Täterbild wirklich zu, oder ist es nur das, was es den Menschen eventuell einfacher macht den Schritt zu einer solchen Tat nachvollziehen und erklären zu können? Am Beispiel von Eric Harris und Dylan Klebold treffen einige dieser typischen Merkmale zu, und doch sind beide Schüler aus psychologischer Sicht sehr verschieden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Abgrenzung und Definition der Begriffe „Amoklauf“ und „School Shooting“
- Psychologische Klassifizierung verschiedener Tätertypologien
- Der psychopathische Täter
- Der psychotische Täter.
- Der traumatisierte Täter.
- Prävention und Intervention
- Politische Reaktionen der USA und Deutschland in vergleichender Darstellung
- Fazit.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen von School Shootings, insbesondere vor dem Hintergrund der psychologischen Faktoren, die zu solchen Taten führen können. Sie analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Tätertypologien und beleuchtet die Rolle der Prävention und Intervention in diesem Kontext. Darüber hinaus werden die politischen Reaktionen der USA und Deutschlands auf School Shootings vergleichend betrachtet.
- Psychologische Hintergründe von School Shootings
- Verschiedene Tätertypologien im Vergleich
- Präventions- und Interventionsmaßnahmen
- Politische Reaktionen auf School Shootings in den USA und Deutschland
- Die Rolle von Medien und Kultur in der Entstehung von Gewaltbereitschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik von School Shootings ein und stellt die Relevanz des Themas sowie den methodischen Ansatz der Arbeit dar. Kapitel 2 befasst sich mit der Abgrenzung und Definition der Begriffe „Amoklauf“ und „School Shooting“ und stellt die besonderen Merkmale von School Shootings heraus. In Kapitel 3 werden verschiedene Tätertypologien im Hinblick auf ihre psychologischen Merkmale und Ursachen klassifiziert. Kapitel 4 widmet sich den Bereichen Prävention und Intervention, wobei verschiedene Maßnahmen und Strategien zur Verhinderung von School Shootings vorgestellt werden. Kapitel 5 analysiert die politischen Reaktionen der USA und Deutschlands auf School Shootings und setzt diese in einen vergleichenden Kontext.
Schlüsselwörter
School Shooting, Amoklauf, Tätertypologie, Prävention, Intervention, Politische Reaktion, USA, Deutschland, Psychologie, Gewaltbereitschaft, Medien, Kultur.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Amoklauf und einem School Shooting?
Während "Amoklauf" ein allgemeinerer Begriff für Gewaltakte ist, bezieht sich "School Shooting" spezifisch auf Taten, die im schulischen Kontext von (ehemaligen) Schülern verübt werden und oft eine längere Planung beinhalten.
Welche Tätertypologien werden bei School Shootings unterschieden?
Die Psychologie unterscheidet primär zwischen psychopathischen, psychotischen und traumatisierten Tätern, die jeweils unterschiedliche Motive und Hintergründe aufweisen.
Spielen gewaltverherrlichende Videospiele eine entscheidende Rolle?
Obwohl dies ein häufiges Stereotyp ist, zeigt die Analyse, dass die Realität komplexer ist. Medienkonsum kann ein Faktor sein, ist aber selten die alleinige Ursache für eine solche Tat.
Wie unterscheiden sich die Reaktionen der USA und Deutschlands auf solche Taten?
Die Arbeit vergleicht politische Reaktionen, wobei Unterschiede in der Waffengesetzgebung, Präventionsprogrammen und der medialen Aufarbeitung in beiden Ländern im Fokus stehen.
Welche Maßnahmen zur Prävention gibt es?
Wichtige Faktoren sind die Sensibilisierung von Lehrkräften und Schülern für Warnsignale (Leaking), verbesserte Interventionsstrategien und die psychologische Betreuung gefährdeter Jugendlicher.
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- Kristina Müller (Author), 2016, Wenn Schüler zu Amokläufern werden. School Shootings, Tätertypologien, Prävention und Intervention sowie Reaktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/358603