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Über den Zusammenhang vom Konstrukt des weiblichen Geschlechts und geschlechtspezifischer Prävalenzunterschiede von Störungsbildern

Title: Über den Zusammenhang vom Konstrukt des weiblichen Geschlechts und geschlechtspezifischer Prävalenzunterschiede von Störungsbildern

Term Paper , 2015 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Louisa König (Author)

Sociology - Relationships and Family

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Aus unterschiedlichen Studien geht hervor, dass ein erheblicher Prävalenzunterschied psychischer Störungen in den Gruppen von Männern und Frauen vorliegt. Im Vergleich zu Männern sind Frauen statistisch häufiger von internalisierenden Störungen betroffen, leiden öfters an Neurosen, Angst- und Essstörungen sowie somatoformen Störungen. Auch hinsichtlich einer Medikamentenabhängigkeit findet sich ein höherer Anteil bei Frauen.

Diese Prävalenzunterschiede können von vielen epidemiologischen Untersuchungen bestätigt werden, doch lassen sich in der Literatur zahlreiche Erklärungsansätze und Ursachenzuschreibungen finden. Oftmals beziehen sich die Hintergründe, die das geschlechtsspezifische Verhaltensrepertoire und die daraus resultierenden geschlechtsspezifischen Gesundheitskonzepte erklären sollen, jedoch lediglich auf genetische und neurobiologische Faktoren. Doch hinter den geschlechtsspezifischen Störungsbildern lassen sich auch Risikofaktoren identifizieren, die allein sozialepidemologisch erklärt werden können , bzw. biologische Ursachen ergänzen. Hinzukommend muss beachtet werden, dass in der Geschlechterforschung eine erhebliche Veränderung in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat. Die Herausforderung in der Untersuchung der geschlechtsspezifischen Störungsbilder liegt seither darin, Geschlecht als eine Dimension des Sozialen zu berücksichtigen.

Der französische Soziologe Pierre Bourdieu machte in seinen Theorien darauf aufmerksam, dass die binäre Geschlechtsklassifikation, so wie sie in unserer Gesellschaft vorzufinden ist, ein Bestandteil sozialer Ordnung ist, die soziale Welt durch die klassifikatorische Denkweise und durch die Einteilung in weibliches und männliches Geschlecht geprägt ist. Unter dem Hintergrund dieser theoretischen Konzepte stellt sich somit die Frage, inwiefern die Klassifikation von Geschlecht, die Manifestierung von typisch männlichem und weiblichem Verhalten, bzw. der geschlechtsspezifische Habitus die Prävalenzunterschiede psychischer Störungen bei den sozialen Geschlechtern Mann und Frau reproduziert.

Auf der Grundlage der Theorien Pierre Bourdieus und einigen epidemiologischen Studien soll im Folgenden der Zusammenhang zwischen typisch weiblichen Störungsbildern und dem Konstrukt des weiblichen Geschlechts untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vergeschlechtlicher und vergeschlechtlichender Habitus

3. Männliche Herrschaft und die Situtation der Frau

4. Internalisierende Störungen bei Frauen

5. Kritik an Studien und Forschung

6. Fazit

7. Implikationen für die Forschung, Erziehungswissenschaft und Psychotherapie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Konstrukt des weiblichen Geschlechts und geschlechtsspezifischen Prävalenzunterschieden bei psychischen Störungen, basierend auf der Habitus-Theorie von Pierre Bourdieu.

  • Habitus-Konzept als soziologisches Erklärungsmodell für Geschlechterunterschiede
  • Die Rolle der "männlichen Herrschaft" und symbolischer Gewalt bei der Entstehung internalisierender Störungen
  • Kritische Analyse epidemiologischer Studien zur Prävalenz psychischer Erkrankungen
  • Sozialisationsprozesse als Genese geschlechtsspezifischer Stressverarbeitungsmuster
  • Implikationen für eine geschlechtersensible Forschung und Therapie

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Aus unterschiedlichen Studien geht hervor, dass ein erheblicher Prävalenzunterschied psychischer Störungen in den Gruppen von Männern und Frauen vorliegt. Im Vergleich zu Männern sind Frauen statistisch häufiger von internalisierenden Störungen betroffen, leiden öfters an Neurosen, Angst- und Essstörungen sowie somatoformen Störungen. Auch hinsichtlich einer Medikamentenabhängigkeit findet sich ein höherer Anteil bei Frauen. Diese Prävalenzunterschiede können von vielen epidemiologischen Untersuchungen bestätigt werden, doch lassen sich in der Literatur zahlreiche Erklärungsansätze und Ursachenzuschreibungen finden (vgl. Van de Velde et al. 2012; Norr et al. 2015; Steingrímsson et al. 2012).

Oftmals beziehen sich die Hintergründe, die das geschlechtsspezifische Verhaltensrepertoire und die daraus resultierenden geschlechtsspezifischen Gesundheitskonzepte erklären sollen, jedoch lediglich auf genetische und neurobiologische Faktoren (vgl. Holden 2012; Shores et al. 2005; Damian et al. 2012). Doch hinter den geschlechtsspezifischen Störungsbildern lassen sich auch Risikofaktoren identifizieren, die allein sozialepidemologisch erklärt werden können, bzw. biologische Ursachen ergänzen (vgl. Grünewald 1994). Hinzukommend muss beachtet werden, dass in der Geschlechterforschung eine erhebliche Veränderung in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat. Die Herausforderung in der Untersuchung der geschlechtsspezifischen Störungsbilder liegt seither darin, Geschlecht als eine Dimension des Sozialen zu berücksichtigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die statistischen Prävalenzunterschiede bei psychischen Störungen zwischen den Geschlechtern und führt Bourdieus Habitus-Konzept als theoretischen Rahmen ein.

2. Vergeschlechtlicher und vergeschlechtlichender Habitus: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des Habitus als Gegenentwurf zum Rollenkonzept und beschreibt Geschlecht als fundamentale Dimension, die in kollektiven Praktiken verinnerlicht wird.

3. Männliche Herrschaft und die Situtation der Frau: Der Text analysiert, wie symbolische Gewalt und männliche Dominanz als "Doxa" im Habitus verankert werden und die soziale Ungleichheit sowie das Selbstbild der Frau festigen.

4. Internalisierende Störungen bei Frauen: Dieses Kapitel verknüpft epidemiologische Daten zu internalisierenden Störungen bei Frauen mit den sozialisationsbedingten Erwartungen und der damit verbundenen höheren Stressvulnerabilität.

5. Kritik an Studien und Forschung: Hier wird kritisiert, dass viele Studien ein theoretisch unterbestimmtes Geschlechtsrollenkonzept verwenden, statt die Einheit des Habitus zur Erklärung menschlichen Verhaltens heranzuziehen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Geschlecht als sozialer Prädikator für psychische Störungen fungiert und fordert eine Abkehr von der Pathologisierung individueller Abweichungen.

7. Implikationen für die Forschung, Erziehungswissenschaft und Psychotherapie: Abschließend werden Forderungen nach einer geschlechtersensiblen Diagnostik und einer Umstrukturierung pädagogischer sowie therapeutischer Prozesse aufgestellt.

Schlüsselwörter

Habitus, Pierre Bourdieu, geschlechtsspezifische Störungen, internalisierende Störungen, männliche Herrschaft, symbolische Gewalt, Sozialisation, Geschlechterforschung, Prävalenzunterschiede, psychosoziale Belastungen, Identitätsentwicklung, Zweigeschlechtlichkeit, soziale Konstruktion, Körperwahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen für die statistisch höheren Raten internalisierender psychischer Störungen bei Frauen im Vergleich zu Männern aus soziologischer Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Habitus-Theorie nach Bourdieu, das Konzept der männlichen Herrschaft, die Analyse von Geschlechterstereotypen und deren Einfluss auf die psychische Gesundheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass psychische Störungen nicht primär biologisch begründet sind, sondern durch soziale Konstruktionen von Geschlecht und einen darauf basierenden geschlechtsspezifischen Habitus geprägt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die soziologische Konzepte (Habitus-Theorie) auf epidemiologische Daten und bestehende psychologische Literatur zur Geschlechterforschung anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Habitus, das Herrschaftsverhältnis zwischen den Geschlechtern, die epidemiologische Datenlage zu Störungsbildern sowie eine kritische Auseinandersetzung mit bestehender Forschung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Habitus, männliche Herrschaft, soziale Konstruktion von Geschlecht und internalisierende Störungen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich diese Arbeit vom klassischen Geschlechtsrollenkonzept?

Die Autorin argumentiert, dass das Rollenkonzept die Psyche fragmentiert, während Bourdieus Habitus-Konzept den Menschen als ganzheitliches, durch vergangene soziale Erfahrungen geprägtes Wesen begreift.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit für die Therapie?

Die Autorin fordert eine Abkehr von der bisherigen, oft auf Stereotypen basierenden Diagnostik hin zu einer geschlechtersensiblen Praxis, die soziale Bedürfnisse stärker in den Fokus rückt.

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Details

Title
Über den Zusammenhang vom Konstrukt des weiblichen Geschlechts und geschlechtspezifischer Prävalenzunterschiede von Störungsbildern
Grade
1,0
Author
Louisa König (Author)
Publication Year
2015
Pages
22
Catalog Number
V341619
ISBN (eBook)
9783668314542
ISBN (Book)
9783668314559
Language
German
Tags
über zusammenhang konstrukt geschlechts prävalenzunterschiede störungsbildern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Louisa König (Author), 2015, Über den Zusammenhang vom Konstrukt des weiblichen Geschlechts und geschlechtspezifischer Prävalenzunterschiede von Störungsbildern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/341619
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