Eine der größten Herausforderungen für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens stellt in Zukunft, aber auch bereits heute, der aktuelle demografische Wandel dar. Die dadurch entstehenden Auswirkungen auf die Arbeitswelt wurden lange Zeit ignoriert, obwohl diese dringend einer Lösung bedürfen.
Eine der größten Probleme dieser Entwicklung entsteht durch einen zunehmenden Fachkräftemangel. Dabei tritt diese Problematik nicht nur für die Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens isoliert in Erscheinung, sondern entwickelt sich immer mehr zu einer reellen gesellschaftlichen Bedrohung, weshalb die demografische Entwicklung und die daraus folgenden gesellschaftlichen Entwicklungen künftig die größte Herausforderung für Sozialstaat und Unternehmen sein werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung in die Thematik
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Managementrelevanz des Themas
1.3 Aktueller Stand der wissenschaftlichen Diskussion
1.4 Aufbau und Ziel der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zu Motivation
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Intrinsische Motivation
2.3 Extrinsische Motivation
2.4 Arbeitsmotivation
3 Motivationstheorien
3.1 Das Maslowsche Modell der Bedürfnishierarchie
3.2 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg
3.3 Kritik an den Theorien von Maslow und Herzberg
3.4 Erkenntnisse aus den Motivationstheorien
4. Möglichkeiten zur Beeinflussung der Mitarbeitermotivation
4.1 Beeinflussungen durch finanzielle Anreize
4.2 Beeinflussungen durch die Art der Führung
4.3 Beeinflussungen durch Kommunikation
4.4 Beeinflussungen durch Beteiligung an Entscheidungsprozessen
4.5 Beeinflussungen durch Delegation
4.6 Beeinflussungen durch Diversity Management
5. Beispiel eines ganzheitlichen Ansatzes zur Beeinflussung der Mitarbeitermotivation
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialwesen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels durch gezielte Motivationsmaßnahmen gewonnen und langfristig an eine Organisation gebunden werden können.
- Analyse des demografischen Wandels und dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
- Theoretische Auseinandersetzung mit Motivationsbegriffen und zentralen Motivationstheorien
- Untersuchung von Instrumenten zur Beeinflussung der Mitarbeitermotivation
- Vorstellung eines ganzheitlichen Motivationskonzeptes anhand eines Praxisbeispiels
Auszug aus dem Buch
4.2 Beeinflussungen durch die Art der Führung
Führung ist die zielbezogene Einflussnahme auf Menschen (vgl. Corneli 1995: 79). Einen idealen Führungsstil, der unabhängig von Umständen der Zufriedenheit dient, gibt es nicht. Vielerlei Faktoren beeinflussen die Wirkung eines Führungsstils (vgl. Corneli 1995: 82).
Als Führungsstil ist klar ein kooperativer Führungsstil empfehlenswert. Bedeutsam ist er in der Literatur vor allem aufgrund der Tatsache, dass bei ihm sowohl die Aufgabenorientierung, als auch Partizipation und die Orientierung an den Mitarbeitern stark ausgeprägt sind. Weiterhin entsteht vor allem durch die hohe Möglichkeit der Beteiligung der Mitarbeiter eine starke Förderung der Mitarbeiter und trägt zur Mitarbeitermotivation bei (vgl. Blankmann 2005: 18). Voraussetzung für einen solchen Führungsstil ist, dass sowohl Vorgesetzter, als auch Mitarbeiter Vereinbarungen treffen und diese als verbindlich akzeptieren. Hierzu sind Zielvereinbarungen nötig (vgl. Corneli 1995: 82). Ein wichtiges Führungsinstrument ist in diesem Zusammenhang die Anerkennung: „Mitarbeiter, die wissen, daß [!] besondere Leistungen auch ausdrücklich anerkannt werden, leisten gern und immer wieder Überdurchschnittliches. Es ist dabei zu bedenken, daß [!] nur deutlich herausragende Leistungen - dann aber auch in jedem Fall - anerkannt werden müssen. Durchschnittliche oder termingerechte Leistungen bedürfen keiner besonderen Anerkennung; schon deswegen nicht, weil eine Inflation von Anerkennungen auch die Wirkung dieses Motivators verwässern würde" (Becker: 1990:12).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung in die Thematik: Einführung in die Problematik des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels sowie Darlegung von Zielsetzung und Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen zu Motivation: Definition des Motivationsbegriffs und Unterscheidung zwischen intrinsischen und extrinsischen Motivationsformen.
3 Motivationstheorien: Vorstellung und kritische Würdigung der Bedürfnispyramide von Maslow sowie der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg.
4. Möglichkeiten zur Beeinflussung der Mitarbeitermotivation: Untersuchung verschiedener Instrumente wie finanzielle Anreize, Führung, Kommunikation, Partizipation, Delegation und Diversity Management.
5. Beispiel eines ganzheitlichen Ansatzes zur Beeinflussung der Mitarbeitermotivation: Vorstellung des Modells der "33 Rosen" als Praxisbeispiel für eine ganzheitliche Motivationsstrategie.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit einer individuellen und systematischen Motivationssteuerung zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Sozialeinrichtungen.
Schlüsselwörter
Mitarbeitermotivation, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Gesundheitswesen, Sozialwesen, Personalmanagement, Motivationstheorien, Maslow, Herzberg, Anreizsysteme, Mitarbeiterbindung, Führung, Arbeitszufriedenheit, ganzheitliches Motivationskonzept, Unternehmenskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Mitarbeitende in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen trotz Fachkräftemangel und demografischen Wandels zu motivieren und langfristig zu binden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die demografische Entwicklung, psychologische Grundlagen der Motivation, klassische Motivationstheorien sowie praktische Ansätze zur Mitarbeiterbeeinflussung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Literatur die Entstehung von Mitarbeitermotivation zu analysieren und Möglichkeiten zu identifizieren, wie diese positiv beeinflusst werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung theoretischer Konzepte, ergänzt durch ein Praxisbeispiel einer ganzheitlichen Motivationsstrategie.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Modelle (Maslow, Herzberg) als auch konkrete Instrumente wie finanzielle Anreize, Führungsstile, Kommunikation und Partizipation detailliert betrachtet.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Mitarbeitermotivation, demografischer Wandel, Personalmanagement und die gezielte Anreizgestaltung in Non-Profit-Organisationen.
Was ist das zentrale Kritikargument gegen die Theorie von Herzberg?
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass die Ergebnisse methodenbedingt sind und auf psychologischen Abwehrreaktionen basieren könnten, da Menschen Erfolge eher sich selbst und Misserfolge äußeren Umständen zuschreiben.
Wie unterscheidet sich die Motivation im Gesundheitssektor von anderen Bereichen?
Es herrscht häufig die Annahme, dass Mitarbeiter in gemeinnützigen Organisationen primär intrinsisch motiviert sind und daher nicht ausschließlich über monetäre Anreize gesteuert werden können.
Was versteht man unter dem ganzheitlichen Konzept der "33 Rosen"?
Es handelt sich um ein siebenstufiges Modell der Firma tempus. GmbH, das Mitarbeiter vom reinen "Mitwissen" bis zur wertorientierten "Mitbesitz"-Position entwickeln will, um eine nachhaltige Bindung zu erreichen.
- Arbeit zitieren
- Frank Klink (Autor:in), 2015, Bedeutung der Arbeitsmotivation für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/340179