Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Geschichte

Der Einsatz des Films »300« im Geschichtsunterricht der Oberstufe

Titel: Der Einsatz des Films »300« im Geschichtsunterricht der Oberstufe

Seminararbeit , 2016 , 31 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Mag. rer. nat. Martin Thomaschütz (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Seminar "Fachdidaktik: Film im Geschichtsunterricht und der Politischen Bildung", das im Wintersemester 2015/16 am Institut für Geschichte der Universität Salzburg stattfand, sollten verschiedene historische Filme analysiert und auf eine eventuelle Einsatzmöglichkeit im Rahmen des Unterrichts in Fach Geschichte und Politische Bildung untersucht werden.
Der Film "300" wurde vom Autor ursprünglich gewählt, obwohl er in ziemlich negativer Erinnerung geblieben war.

Die erste Idee war, ihn gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auf historische Ungenauigkeiten zu untersuchen, die dem Autor schon beim Kinobesuch aufgestoßen waren. Bei der eingehenden Beschäftigung vor allem auch mit den Filmkritiken und nach nochmaligem Ansehen der englischen Originalfassung wurde die Planung aber völlig abgeändert: Ausgehend von der Rezeption der im Film dargestellten Thermopylenschlacht zur Zeit des Nationalsozialismus sollen die faschistischen, rassistischen, homophoben und menschenverachtenden Tendenzen des Films herausgearbeitet werden.

Die vorliegende Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Nach knappen Informationen zum Film selbst in Kapitel 2 folgt eine Darstellung des historischen Verlaufs und der Rezeptionsgeschichte der Schlacht in Kapitel 3. Die eigentliche Unterrichtsplanung für zwei Unterrichtseinheiten in der Sekundarstufe 2 sowie einige Ideen für Ausbaumöglichkeiten finden sich im abschließenden Kapitel 4.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Informationen zum Film 300

2.1 Produktionsdaten

2.2 Rezeption

3 Historischer Hintergrund des Films 300

3.1 Die Schlacht bei den Thermopylen

3.2 Zur Rezeptionsgeschichte der Schlacht bei den Thermopylen

3.3 Görings Rede vor der Niederlage bei Stalingrad

4 Der Film 300 im Unterricht

4.1 Lehrplanbezug

4.1.1 Allgemeine Bildungsziele

4.1.2 Allgemeine didaktische Grundsätze

4.1.3 Bildungs- und Lehraufgaben des Faches Geschichte und Sozialkunde/ Politische Bildung:

4.1.4 Lehrstoffbezug

4.2 Die Stundenplanung

4.2.1 Erste Unterrichtseinheit

4.2.2 Zweite Unterrichtseinheit

4.3 Kompetenzen

4.4 Unterrichtsziele

4.5 Erweiterungsmöglichkeiten

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

6.1 Monographien, Sammelbände und Aufsätze

6.2 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Film 300 im Geschichtsunterricht der Oberstufe kritisch zu dekonstruieren, um den Schülerinnen und Schülern die dort transportierten, unterschwellig problematischen Ideologien – wie faschistoide, rassistische und homophobe Tendenzen – bewusst zu machen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie ein Film, der von Jugendlichen oft als unterhaltsam empfunden wird, zur Vermittlung eines kritischen Medienverständnisses instrumentalisiert werden kann.

  • Dekonstruktion von filmischen Narrativen und Ideologien in populären Produktionen.
  • Analyse der Rezeptionsgeschichte der Schlacht bei den Thermopylen von der Antike bis zum Nationalsozialismus.
  • Kritische Untersuchung des Ost-West-Konflikts und dessen filmischer Trivialisierung.
  • Erstellung einer unterrichtspraktischen Planung für die Sekundarstufe 2.

Auszug aus dem Buch

3.2 Zur Rezeptionsgeschichte der Schlacht bei den Thermopylen

Herodot steckte mit seinem Bericht gleichsam den Rahmen für die spätere Rezeption der Schlacht ab, denn in zwei zentralen Punkten bleibt sein sonst klarer Bericht uneindeutig: War die Stellung bei den Thermopylen von vornherein unhaltbar oder erst durch den Verrat des Umgehungspfades zum Untergang verdammt?

„So präferiert die antike Rezeption die Deutung, die Stellung im Pass sei ein ‚verlorener Posten‘ gewesen und schmückt den Auszug der Spartiaten zu den Thermopylen dahingehend aus. In der Neuzeit erregt dagegen der Verrat besondere Aufmerksamkeit, wenn innenpolitische Verschwörungstheorien Konjunktur haben, wie in Frankreich im Sommer 1792 oder im Deutschland der Weimarer Republik.“

Und welche Motive bewegten Leonidas, trotzdem die Stellung zu halten? (In diesem Zusammenhang ist vor allem die Übersetzung der griechischen Worte rhēmasi peithómenoi im Epigramm auf der zum Andenken am Ort der Schlacht errichteten Stele von Bedeutung.) Ging es um den spezifisch spartanischen Ehrenkodex, der diese zum Kampf bis zum Tod verpflichtete und den Rückzug verbot (was im Widerspruch zu einigen überlieferten Gegenbeispielen stünde), oder war ein Orakelspruch verantwortlich, der für die Rettung Spartas den Tod eines Königs gefordert hatte? Oder war das Streben nach unsterblichen Ruhm das vorrangige Handlungsmotiv des nicht mehr jungen Königs? Offensichtlich hat schon Herodot fünfzig Jahre nach den Ereignissen verschiedene Berichte vorgefunden, die er in seine Darstellung integrierte. Ausgeblendet (und in der weiteren Rezeption weitgehend ignoriert) wurden die Motive der ebenfalls im Pass ausharrenden Thebaner und Thesbier. Schon bei Herodot findet man aber ein „für die weitere Rezeption zentrales Grundmuster, das gleichermaßen für alle Perserkriegsschlachten gilt, [...] der Antagonismus von Griechentum und ‚Barbarentum‘.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die Motivation der Filmanalyse, speziell die Dekonstruktion von ideologischen Tendenzen in 300 im Rahmen des Geschichtsunterrichts.

2 Informationen zum Film 300: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über Produktionsdaten sowie eine Analyse der internationalen und kritischen Filmrezeption.

3 Historischer Hintergrund des Films 300: Es erfolgt eine historische Einordnung der Schlacht bei den Thermopylen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit deren Rezeptionsgeschichte im Nationalsozialismus und der NS-Propaganda.

4 Der Film 300 im Unterricht: Der Hauptteil enthält die konkrete Stundenplanung für zwei Unterrichtseinheiten inklusive Lehrplanbezug, Kompetenzorientierung und didaktischer Szenenanalyse.

5 Fazit: Das Kapitel schließt mit einer Reflexion über den Wert der kritischen Auseinandersetzung mit problematischen Medien im Unterricht ab.

6 Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendeten Monographien, Aufsätze und Internetquellen aufgeführt.

Schlüsselwörter

300, Film, Geschichtsunterricht, Dekonstruktion, Ideologiekritik, Thermopylenschlacht, Rezeptionsgeschichte, Nationalsozialismus, Propaganda, Faschismus, Medienkompetenz, Politische Bildung, Leonidas, Xerxes, Erinnerungskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz des Films 300 im Geschichtsunterricht der Oberstufe und der Notwendigkeit, diesen kritisch zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Dekonstruktion von Medieninhalten, die historische Rezeption der Schlacht bei den Thermopylen und die Instrumentalisierung von Geschichte durch Propaganda.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern ein kritisches Bewusstsein für die unterschwelligen, problematischen Ideologien in Hollywood-Produktionen zu vermitteln, ohne ihnen den Filmgenuss per se zu verbieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Filmausschnitten im direkten Vergleich mit historischen Quellen und Propagandatexten, eingebettet in ein didaktisches Unterrichtskonzept.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Lehrplanbezug, der detaillierten Stundenplanung inklusive konkreter Szenenanalysen aus dem Film sowie der Diskussion von Kompetenzmodellen für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Film, Dekonstruktion, Ideologiekritik, Propaganda, Faschismus und Medienkompetenz.

Wie geht die Arbeit mit dem Thema Behinderung im Film um?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie die Figur des Ephialtes als körperbehinderter Verräter konstruiert wird, um ein negatives Menschenbild zu festigen, das Parallelen zum Euthanasieprogramm des NS-Staates aufweist.

Warum wird die Rede Hermann Görings im Unterrichtskontext erwähnt?

Die Rede dient als zentrales Exempel dafür, wie antike Motive der Schlacht bei den Thermopylen genutzt wurden, um im Nationalsozialismus die Niederlage bei Stalingrad zu rechtfertigen und Heldentum zu stilisieren.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einsatz des Films »300« im Geschichtsunterricht der Oberstufe
Hochschule
Universität Salzburg  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Seminar »Fachdidaktik: Film im Geschichtsunterricht und der Politischen Bildung«
Note
Sehr gut
Autor
Mag. rer. nat. Martin Thomaschütz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
31
Katalognummer
V338048
ISBN (eBook)
9783668274488
ISBN (Buch)
9783668274495
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschichtsunterricht oberstufe 300 Film Unterricht Sparta Feindbilder Propaganda Unterrichtsentwurf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. rer. nat. Martin Thomaschütz (Autor:in), 2016, Der Einsatz des Films »300« im Geschichtsunterricht der Oberstufe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/338048
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  31  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum