Die deutsche Bevölkerung wird immer älter, allerdings steht unsere Nation mit diesem Problem nicht alleine da. Das Phänomen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung stellt die entwickelten Industrienationen der Welt vor enorme Herausforderungen. Viele Bereiche der aktuellen Politik werden durch die demographische Entwicklung beeinflusst. Insbesondere die Problematik um den Umbau ( Abbau) des Sozialstaates sei hier genannt. Verschärfend kommt hinzu das dies ein langfristige Entwicklung ist, die sich nicht durch kurzfristig angelegte Gegenmaßnahmen aufhalten lassen wird. Das Ausmas der Alterung der Gesellschaft, lässt sich auch an ihrer Präsenz in der öffentlichen Diskussion erkennen. Begriffe wie „Generationengerechtigkeit“, „Gesellschaftsvertrag“ und „Rentnerschwemme“ sind allgegenwärtig. In dieser Arbeit soll versucht werden die demographischen Veränderungen der Bevölkerung in Deutschland aufzuzeigen und einen Ausblick in die Zukunft darzustellen. Folgend sollen die Ursachen für diesen Prozess näher erläutert werden. Basis hierfür bilden die Entwicklungen der Fertilität, Mortalität und Migration. In Kapitel III sollen die Probleme alternder Gesellschaften und ihre
Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen den Generationen aufgezeigt werden. Der Einfluss der demographischen Entwicklung auf den politischen Prozess in Deutschland insbesondere auf die Partizipation und das Wahlverhalten der älteren Generation werden im darauffolgenden Kapitel untersucht. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Verteilung der älteren Wähler auf die Parteien gerichtet und speziell auf den Anteil der älteren Abgeordneten im Bundestag. Abschließend soll der Frage nachgegangen werden ob die ältere Generation tatsächlich auch in der Praxis einen größeren Einfluss auf das politische Geschehen ausübt. Und ob von einem allgemeinen Interesse. Diese Arbeit ist eine Gemeinschaftsarbeit und von beiden Autoren zu gleichen Teilen verfasst worden. Um die Benotung zu erleichtern steht unter den einzelnen Kapiteln jeweils der Name des Autors.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Demographische Lage
II.1 Ursachen des Alterungsprozesses
II.2 Der Alterungsprozess im internationalen Vergleich
III. Probleme alternder Gesellschaften
III.1 Das Verhältnis zwischen den Generationen
IV. Die politische Partizipation von Senioren
IV.1 Wahlberechtigte und Wahlbeteiligung
IV.2 Die Verteilung älterer Wähler auf die Parteien
IV.3 Repräsentation älterer Menschen im Parlament
IV.4 Mitgliedschaft in Parteien
V. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss der demographischen Entwicklung auf den politischen Prozess in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf der politischen Partizipation, dem Wahlverhalten sowie der Repräsentation älterer Generationen liegt. Ziel ist es, die Auswirkungen des demographischen Wandels auf das soziale Gefüge und die politische Landschaft zu analysieren.
- Demographische Entwicklung und Ursachen des Alterungsprozesses
- Finanzielle Herausforderungen alternder Gesellschaften
- Politisches Engagement und Wahlverhalten älterer Bürger
- Repräsentation älterer Generationen in Parteien und Parlamenten
Auszug aus dem Buch
II.1 Ursachen des Alterungsprozesses
Der demographische Alterunsgprozeß wird von drei Faktoren positiv oder negativ beeinflusst: Fertilität, Mortalität und Migration.
Sofern diese Faktoren konstant bleiben, verändert sich die Alterstruktur der Bevölkerung nicht. Die Veränderung eines einzelnen Faktors kann jedoch schon Veränderungen in der Alterstruktur bewirken, verändern sich mehrere Faktoren in die gleiche Richtung hat dies weitreichende Konsequenzen auf die Alterszusammensetzung einer Gesellschaft.
Die Fertilität stellt den wichtigsten Einflussfaktor für demographische Veränderung dar. Steigt die Geburtenzahl, so sinkt das Durchschnittsalter der Bevölkerung, ist die Geburtenanzahl rückläufig, erhöht dies das Durchschnittsalter und bewirkt eine demographische Alterung.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden noch von jeder Frau ungefähr 5 Kinder geboren, bis zum Jahr 1930 sank diese Zahl konstant ab. Danach schwankte die Geburtenentwicklung bis in die 60er- Jahre um dann von einem niedrigeren Niveau ausgehend erneut abzunehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der alternden Gesellschaft in Deutschland ein und skizziert die methodische sowie inhaltliche Zielsetzung der Arbeit.
II. Demographische Lage: In diesem Kapitel werden die Ursachen des Alterungsprozesses (Fertilität, Mortalität, Migration) sowie der internationale Vergleich der demographischen Entwicklung beleuchtet.
III. Probleme alternder Gesellschaften: Dieses Kapitel thematisiert die ökonomischen Folgen der Alterung, insbesondere die Finanzierung des Rentensystems, und analysiert das Verhältnis zwischen den Generationen.
IV. Die politische Partizipation von Senioren: Dieses Hauptkapitel untersucht das Wahlverhalten, die Parteipräferenzen sowie die politische Repräsentation und das Organisationsverhalten älterer Menschen.
V. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass kein klassischer "Krieg der Generationen" zu erwarten ist, sondern eine wachsende politische Bedeutung der älteren Wählerschaft die Parteien zur Anpassung zwingt.
Schlüsselwörter
Demographische Entwicklung, Alterungsprozess, Rentensystem, Generationengerechtigkeit, politische Partizipation, Wahlverhalten, Altersstruktur, Sozialstaat, demographischer Wandel, Seniorenpolitik, Bundestagsabgeordnete, Parteien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen und politischen Folgen der zunehmenden Alterung der deutschen Bevölkerung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der demographischen Lage, den Problemen des Sozialstaats sowie der politischen Partizipation und Repräsentation von Senioren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich der demographische Wandel auf den politischen Prozess auswirkt und ob ältere Generationen tatsächlich einen vergrößerten Einfluss auf das politische Geschehen ausüben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf dem Auswerten demographischer Statistiken und der Analyse des Wahlverhaltens sowie parteipolitischer Organisationsstrukturen basiert.
Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert die Ursachen des Alterns, die finanzielle Belastung der Rentensysteme, das Wahlverhalten älterer Wähler sowie deren Vertretung in Parlamenten und Parteien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Demographie, Alterung, Generationengerechtigkeit, Wahlbeteiligung und Parteipräferenzen.
Warum spielt die Altersgruppe der über 60-Jährigen eine immer wichtigere Rolle für politische Parteien?
Aufgrund ihrer zahlenmäßigen Zunahme und ihrer überdurchschnittlichen Wahlbeteiligung gewinnen sie massiv an Gewicht, was Parteien zu gezielten Strategien und Unterorganisationen für Senioren bewegt.
Wie bewertet der Autor die Thesen vom "Krieg der Generationen"?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein "Krieg der Generationen" nicht zu erwarten ist, da interfamiliäre Solidarität und gemeinsame Interessen der Generationen den befürchteten Konflikten entgegenwirken.
- Arbeit zitieren
- Kay Rentsch (Autor:in), 2001, Der Einfluss der demographischen Entwicklung auf den politischen Prozess in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/33620